DE1945501B2 - Vorrichtung zum mittigen Öffnen kreuzweise gefalzter Druckbogen - Google Patents

Vorrichtung zum mittigen Öffnen kreuzweise gefalzter Druckbogen

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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H5/00Feeding articles separated from piles; Feeding articles to machines
    • B65H5/30Opening devices for folded sheets or signatures

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Collation Of Sheets And Webs (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum mittigen öffnen der zu Büchern zu bindenden, gefalzten Druckbogen, um diese automatischen Maschinen verschieder "ter Art, insbesondere Drahtheftmaschinen, zuzuführen.
Es ist bekannt, die Druckbogen in vertikaler Stellung mit der öffnung nach unten derartigen Maschinen zuzuführen. Dabei werden sie von zwei Ansaugern geöffnet, welche in der Nähe der am weitesten von der Rippe oder dem Hauptfalz des Druckbogens entfernten Rändern die äußeren gegenüberliegenden Seiten der Druckbogen anfassen. Sobald die Druckbogen geöffnet sind, werden diese sattelartig mit dem Scheitel nach oben über einer Pfanne angeordnet, von wo aus sie dem Heftgerät oder anderen Maschinen zugeführt werden. Die Handhabung wird komplizierter, wenn in der Mitte, innen oder außen an den Druckbogen ein oder mehrere Deckoder Einlageblätter eingeklebt oder quer über die Druckbogen angeordnet sind.
Tn diesem Falle wird normalerweise ein sogenannter »Nagel« vorgesehen, das ict ein nach außen vorstehender Zipfel des Blattes, welches am meisten nach innen zur M.ttc liegt und welches vom Ansauge: erfaßt werden muß, damit der Druckbogen genau in der Mitte geöffnet wird. Daher müssen z. B. die äußeren Deckblätter etwas schmaler als die Seiten der Druckbugen sein, so daß die Ansauger auf die äußeren Seiten der Druckbogen einwirken können. Wenn Einlageblätter vorhanden sind, sind diese breiter als die Seiten d τ Druckbogen, so daß die Ansauger auf diese einwirken können.
Diese Arbeitsweise verlangt jedoch eine besondere Kosten verursachende Vorbereitung der Druckbogen und vorherige Absprachen zwischen Druckerei und Buchbinderei, die nicht einfach zu verwirklichen
Aus der USA.-Patentschrift 2 577 261 ist eine Vorrichtung zum öffnen von Druck- oder Falzbogen bekannt, bei der die Druckbogen entlang eines Förderbandes mit Saugern geöffnet werden.
Ausgehend von dieser bekannten Vorrichtung wird durch die Erfindung eine Vorrichtung geschaffen, um die Druckbogen ohne besondere Vorkehrungen unabhängig von der Anzahl der sie umgebenden Deckblätter vor dem Einspeisen in eine Buchbindemaschine genau in der Mitte zu öffnen.
In den Patenten 44 150 und 63 465 des Amtes für Erfindunss- und Patentwesen in Ost-Berlin ist schließlich eine Vorrichtung zum Öffnen von Druckbogen beschrieben, bei der zwei gegenläufige Walzen mit Greifern die freien Ränder eines Druckbogens erfassen, diesen öffnen und an eine Buchbindemaschine abgeben. Offensichtlich sind diese »Walzenöffner« ebenfalls nicht zum öffnen von Druckbogen mit Deckblättern geeignet.
Die em älteres Recht darstellende deutsche Patentschrift 1817 648 betrifft eine Vorrichtung, welche aus einem die Druckbogen mit dem Hauptfalz hintcnliegend zuführenden Förderer und einseitig auf d;n Druckbogen einwirkenden, voneinander entfernt angeordneten, rotierenden Saugern oder Saugergruppen besteht.
Die Mangel der bekannten Vorrichtungen werden durch die Erfindung überwunden, welche auch klar gegenüber dem älteren Recht abgegrenzt ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum mittigen Offnen eines kreuzweise gefalzten Druckbogens, auf c em mehrere mit dem Hauptfalz verbundene Deckc der Einlageblätter anliegen, für die Auflage auf einen fördersattel, welche Vorrichtung aus einem die Druckbogen mit dem Hauptfalz hintenliegend zuführenden Förderer und einseitig auf den Druckbogen einwirkenden, voneinander entfernt angeordneten rotierenden Saugern oder Sauggrupper. besteht, ist dadurch gekennzeichnet, daß der Bogenförderer als Transportband ausgebildet ist, welches mit einem horizontalen Abschnitt untei den Saugern oder Saugerj'.ruppen vorbeilaufend angeordnet ist und welches ;iuf den Hauptfalz und zum Festhalten des freien Randes der unteren Hälfte des geöffneten Druckbogens einwirkende Greifer aufweist, und daß jedem Sauger oder jeder Saugergruppe bis auf den letzten oder die letzte in Förderrichtung gesehen je eine nhotoelektrische Lichtschranke zum Abtasten der Bogenseiten und Steuern der Saugwirkung zugeordnet ist.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung besteht darin, daß anstatt der Lichtschranken zur Steuerung der Sauger l)zw. Saugergruppen eine programmgesteuerte Elek-Ironikschaltung vorgesehen ist.
Anordnung und Steuerung der Ansauger sind derart, daß Druckbogen verschiedenster Zusammensetzung einer nach dem anderen verarbeitet werden können, ohne irgendeine Vorbereitung oder Einstellung der Maschine zu erfordern.
Daraus geht hervor, daß ma;, außer einer leichten, sicheren und schnellen Verarbeitung auch eine sehr einfache Vorrichtung hat, die leicht zu bedienen ist.
Eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung
wird noch an Hand der Zeichnungen beschrieben. Es stellt dar
F i g. 1 eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
F i g. 1 a bis If das Öffnen eines Druckbogens ohne Deckblätter,
F i g. 2 bis 2 d das Öffnen eines Druckbogens mit einem Deckblatt,
F i g. 3 bis 3 d das Öffnen eines Druckbogens mit zwei übereinanderliegenden Deckblättern,
F i g. 4 einen schematischen Querschnitt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung nach F i g. 1.
Wie in den F i g. 1 und 4 dargestellt, weist die erfindungsgemäße Vorrichtung ein endloses Transportband auf, das beispielsweise aus zwei parallelen »5 Ketten 1 und 2 besteht. Zwischen diesen Ketten 1 und 2 sind in regelmäßigen Abständen Querstege 3 angeordnet, deren gegenseitiger Abstand beliebig einstellbar ist. Insbesondere ist der Abstand von je zwei Querstegen 3 in Abhängigkeit von der Breite eines Druckoogens4 regulierbar, welcher auf zwei aufeinanderfolgenden Querstegen 3 aufliegt.
An jedem Querstegpaar sind hintere Greifer 3 angebracht, die die Druckbogen 4 am Hauptfalz (Rippe) auf dem ersten Quersteg festhalten, während »s die vorderen Greifer 6 die untere Hälfte des Druckbogens 4 festhalten, wenn dieser vollkommen geöffnet ist.
Wie weiter in Fig. 1 gezeigt ist, durchläuft das Transportband einen horizontalen Teil oder Abschnitt 7, der auch etwas geneigt sein kann. Auf diesem Teil 7 werden die Druckbogen geöffnet. Am Ende dieser flachen Strecke wird das Transportband um eine Rolle 8 geführt, wobei der untere Teil der Druckbogen 4 auf dem Quersteg 3 festgehalten und der obere vorher angehobene Teil von mier oberen Kappe 9 hochgehalten wird, so daß der Druckbogen 4 nach Verlassen dieser Kappe 9 sowie der Rolle 8 oberhalb einer Pfanne 10 geöffnet ist, auf welcher er quer liegenbleibt und von den Greifern 5 und 6 freigegeben ist.
Das Transportband läuft weiter und bringt die leeren Querstege 3 unter eine an sich bekannte, aber nicht dargestellte Füllstation, aus welcher sie die einzelnen Druckbogen entnehmen.
Entlang des horizontalen Teiles 7 und oberhalb desselben sind eine Reihe von Ansaugern, vorzugsweise Ansaugerpaare 11, 12 und 13 angeordnet, die mit Ansaugluft arbeiten. Diese Ansei'ger oder Ansaugpaare werden von Trägern 11', 12' oder 13' oszilliercnd gehalten, die hohl sind und gleichzeitig als Verbindung^Ioilungen zu den Ansaugpumpen dienen.
In den Figuren sind drei aufeinanderfolgende Ansauger oder Ansaugerpaare dargestellt. Erforderlichenfalls können auch mehr vorhanden sein.
Alle Ansauger oder Ansaugerpaare, ausgenommen der Ansaugei 13, der der Rolle 8 am nächsten ist, sind mit Fotozellen 11" und )2" kombiniert, welche mit einem Elcktroventil zusammenarbeiten, das die Ansaugleitungen der entsprechenden Ansaimer schließt, wenn die Fotozelle verdunkelt ist.
Die optische Achse der Fotozellen W" und 12" verläuft quer zum Transponoand. Auf der den Fotozellen 11" bzw. 12" gegenüberliegenden Seite des Transportbandes sind im Verlauf der optischen Achse Lampen 14 vorgesehen. Der von den Lampen 14 zu den Fotozellen 11" bzw. 12" ausgehende Lichtstrahl kann daher von Blättern oder Druckbogen 4 unterbrochen werden, die schräg zur optischen Achse verlaufen.
Im folgenden werden an Hand der Zeichnungen noch Öffnungsbeispiele von Druckbogen beschrieben.
Die F i g. 1 a bis If zeigen das Öffnen des einfachen Druckbogens, also ohne äußeres oberes Deckblatt oder Vorsatz. Ein solches Deckblatt ist mit dem Bezugszeichen 15 versehen und schematisch in der F i g. 1 a dargestellt.
Ein solcher von der Füllstation kommender Druckbogen gelangt unter den ersten Ansauger 11. Der Druckbogen ist dabei hinten unter dem Greifer 5 festgeklemmt und vorn lose angeordnet.
Wenn der Druckbogen unter dem Ansauger ankommt, hebt dieser durch Saugwirkung den ersten Schenkel an und dreht sich in Ffeilrichtung nach oben (F i g. 1 b). Beim Weiterlaufen des Transportbandes kommt der Druckbogen in Höhe der ersten Fotozelle 11" in die in den F i g. 1 f und 1 c gezeigte Stellung. In diesem Falle sind die inneren Blätter des Druckbogens schief angelegt und unterbrechen somit den Lichtstrahl 15', welcher von der Lampe 14 zur Fotozelle 11" geht, wodurch die Lichtschranke selbst verdunkelt wird.
Unter diesen Bedingungen unterbricht die Fotozelle die Ansaugung, so daß der Druckbogen fallen gelassen wird. Danach gelangt dieser Bogen unter den folgenden Ansauger 12, wo sich der gleiche Vorgang wiederholt (Fig. 1 d). Zum Schluß kommt der Druckbogen unter den Ansauger 13, aber von der Fotozelle unkontrolliert (F i g. 1 e), wo die obere Hälfte des Druckbogens vollkommen angehoben wird. Anschließend gelangt er in geöffneter Lage um die Rolle 8 auf die Pfanne 10.
Die F i g. 2 bis 2 d betreffen das Öffnen eines Druckbogens 16, der oben mit einem Deckblatt 17 versehen ist. In diesem Fall (vgl. F i g. 2 a und 2 b) wirkt der erste Ansauger 11 auf das Deckblatt 17 ein. Beim Vorbeilaufen an der Fotozelle 11" verdunkelt dieses Deckblatt 17 nicht die Fotozelle 11". Die Saugwirkung des Ansaugers 11 bleibt somit erhalten, wodurch das Deckblatt 17 nach hinten umgekippt wird. Der Druckbogen 16 kommt daher unter dem Ansauger 12 an und wird von diesem erfaßt. Da aber das innere Blatt schwebend bleibt, wird die Fotozelle 12" sofort verdunkelt, was die Ablösung des Druckbogens 16 vom Ansauger 12 bewirkt. Danach wird der Druckbogen 16 (2 c und 2 d) vom Ansauger 13 ergriffen und endgültig umgekippt, so daß derselbe mit dem Deckblatt 17 um die Rolle 8 laufen muß, wobei die obere umgekippte Hälfte von der Kappe 9 in dieser Lage gehalten wird, um anschließend auf der Pfanne 10 zu landen.
Die F i g. 3 bis 3d beziehen sich auf das Öffnen eines Druckbogens 18, der oben mit zwei Deckblättern 19 und 20 versehen ist. In diesem Falle (Fig. 3a und 3b) kippt der erste Ansauger 11 das äußere Deckblatt 19, da keine Wirkung auf die Fotozelle 11" ausgeübt wird. Der Ansauger 12 kippt das zweite Deckblatt 20 um (Fig. 3 b und 3 c). Auch in diesem Falle wird die Fotozelle 12" nicht beeinflußt. Zum Schluß kippt der Ansauger 13 die obere Hälfte des Druckbogens 18 und steckt alles zwischen die RoIIeS und die Kappe 9, um es danach offen auf der Pfanne 10 abzulegen.
Wie aus den Abbildungen ersichtlich, sind für die öffnung der Druckbogen nicht die Deckblätter oder
Einlageblätter von Interesse, die in der Mitte oder unterhalb der Druckbogen selbst angeordnet sind, da die äußeren in der unteren Hälfte durch Schwerkraft gehalten werden. Die inneren können auf derartige Weise verleimt werden, daß sie an der unteren Hälfte ankleben.
Es ist auch offensichtlich, daß das öffnen der Druckbogen mit größter Einfachheit erfolgt, und daß die Maschine ohne besondere vorhergehende Einstellungen oder Einregulierungen unabhängig und aufeinanderfolgend verschiedenste Druckbogen, kombiniert mit Illustrationen, öffnen kann.
Außerdem gestatten die Leichtigkeit, mit der die Saugerarbeiten, und die Schnelligkeit des Einwirkens der Fotozellen einen Betrieb bei Höchstgeschwindigkeit, die mit den bisher bekannten Maschinen nicht erreichbar ist.
Andere Zusammenstellungen sind möglich, indem man auf verschiedene Art die Ansauger und die Fotozellen kombiniert. Zum Beispiel kann man bei einigen Ansaugern die Ansaugung unterbrechen oder einige Fotozellen ausschließen, wodurch andere als die oben beschriebenen Fälle gelöst werden können. Man kann z. B. auch sogenannte Druckbogen mit parallelen Falten mit oder ohne eingeklebten Blättern öffnen.
iü Die Vorrichtung kann auch nichtautomatisch arbeiten, wozu die optische und fotoelektrische Anlage ausgeschaltet werden kann, und man an deren Stelle einen elektronischen, elektromagnetischen oder mechanischen Programmator arbeiten läßt, der vorher auf Grund der Zusammensetzung des Buches eingestellt wird und im geeigneten Augenblick die Elektroventile der darauf folgenden Ansauger steuert.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum mittigen Öffnen eines kreuzweise gefalzten Druckbogens, auf dem mehrere mit dem Hauptfalz verbundene Deck- oder Einlageblätter abliegen, für die Auflage auf einen Fördersattel, welche Vorrichtung aus einem die Druckbogen mit dem Hauptfalz hinteiiliegend zuführenden Förderer und einseitig auf den Druckbogen einwirkenden, voneinander entfernt angeordneten, rotierenden Saugern oder Saugergruppen besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Bogenförderer als Transportband (1,2) ausgebildet ist, welches mit einem horizontalen oder leicht geneigten Abschnitt (7) unter den Saugern oder Saugergruppen (11, 12, 13) vorbeilaufend angeordnet ist und welches auf den Hauptfalz und zum Festhalten des freien Randes der unteren Hälfte des geöffneten Druckbogens ao (4, 16, 18) einwirkende Greifer (5,6) aufweist, und daß jedem Sauger oder jeder Saugergruppe (11,12) bis auf den letzten oder die letzte (13) in Förderrichtung gesehen je eine fotoelektrische Lichtschranke (H", 12") zum Abtasten der Bogenseiten und Steuern der Saugwirkung zugeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, daduich gekennzeichnet, daß anstatt der fotoelektrischen Lichtschranken (Ll", 12", 14) zur Steuerung der Sauger bzw. Saugergruppen (11, 12,13) eine progi ammgesteuerte Elcktronikschaltung vorgesehen ist.
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