DE1935239B2 - Thermoplastische formmassen auf der grundlage stabile, feinkristalline gefuege aufweisender polyolefine - Google Patents

Thermoplastische formmassen auf der grundlage stabile, feinkristalline gefuege aufweisender polyolefine

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DE1935239B2 DE19691935239 DE1935239A DE1935239B2 DE 1935239 B2 DE1935239 B2 DE 1935239B2 DE 19691935239 DE19691935239 DE 19691935239 DE 1935239 A DE1935239 A DE 1935239A DE 1935239 B2 DE1935239 B2 DE 1935239B2
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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Description

2. Thermoplastische Formmassen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil an Keimbildungsmittel 0,1 bis 1 Gewichtsteil beträgt.
3. Thermoplastische Formmassen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Keimbildungsmittel eine Teilchengröße von 5 bis 20 μ aufweisen.
4. Thei moplastische Formmassen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Keimbildungsmittel Py romellithsäuredianil verwendet ist.
gezielten Abkühlung durch das sch echte Warmeleiiiö'en teilkristalüner Hochpolymerer Grenzen sind So erhält man m diesen Formartikeln SHiu. jTf.ö(Wen Wandstarkeunterschieden rnfirar'uSefchmäßigen Abkühlung über den "esamtquerschnitt ein mehr oder minder uneinheii-Ses Geiuge und damit innere Spannungen und Sokneoft nSit vermeidbaren Fehler und Inhomo-
, ,.n wirken sich auch bei dielektrisch beanspruchgemtaten wirken sicn au ^ elcklr:,.chen
ten F°r u mt5llen/s Upo7vmer!n aus. Mechanische und Eigenschaften des Po^meren a
30.
Die Erfindung betrifft stabile, feinkristalline Gefüge aufweisende, partiell kristalline Polyolefine.
Der Kristallinitätsgrad teilkristalliner Polyolefine ist keine Materialkonstante, sondern weitgehend eine Funktion der thermischen Vorbehandlung dieser Hochpolymerer.
Für viele Anwendungsbereiche in der Technik ist ein hoher Kristallinitätsgrad wünschenswert, da mit zunehmendem kristallinen Anteil wichtige mechanische und mechanisch-thermische Eigenschaften angehoben und die elektrische Festigkeit verbessert werden.
Weit mehr noch als der absolute Kristallinitätsgrad beeinflußt der übermolekulare Ordnungszustand im Polymeren dessen Materialeigenschaften. Beim Abkühlen teilkristalliner, geschmolzener Hochpolymerer bilden sich zunächst Kristallite, die sich zu Überstrukturen, sogenannter Sphärolithen, vereinigen. Die entstehenden Sphärolithe sind in sich keine einheitlichen Gebilde. Bei langsamer Abkühlung der Polymerschmelze erhält man, insbesondere bei linearen, d. h. wenig verzweigten Polyolefinen, große, gut ausgebildete Sphärolithe, während bei schneller Abkühlung kleine Sphärolithe mit unregelmäßiger Kristallstruktur entstehen. Die Bildung verschiedenartiger übermolekularer Strukturen in Abhängigkeit von der thermischen Vorbehandlung ist ein wichtiger Faktor, der die makroskopischen Polymereigenschaflen weitgehend bestimmt.
Es ist bekannt, daß ein grobkristallines Gefüge spröder und gegen Spannungsrißbildung anfälliger als ein feinkristallines Material ist. Man ist deshalb in der Technik bemüht, durch geschickte Steuerung der Abkühlung beim Herstellungsprozeß ein feinkristallines und homogenes Gefüge zu erhalten. Bei der Herstellung dünnwandiger Artikel (Wandstärke 5= 1 mm) ist dieses Problem nicht so kritisch wie bei der Fertigung dickwandiger Formkörper wo der j/n/p/.-'n und anderen Thermo-Stoffe wie Natriumsulfat, CaI-οπα, ^.uuidioxid, Silikate Aluminiumoder organische Salze wie Wismutsahcylat, Mniumsuccinat, Aluminium-p-tert.-butylbenzoat und Alkoxyaluminiumbenzoate, aber auch spezielle μ ,oder Polycarbonsäuren zuzusetzen, um wSensterte Eigenschaften wie erhöhte Transwunsclienswer fc erhalten. Die erwähnten
Sndu^genäS edoch einige wesentliche Nachteile So müssen sie in Form von sehr feinen Pulvern <? α) oder sogar in kolloidaler Verteilung angewandt werden um die beabsichtigte Wirkung zu erzielen. Wekerhin ist festzustellen, daß einige der bisher bekannten Keimbildungsmittel gegenüber den emzelnen "pö yolefinen ganz unterschiedlich wirksam sind. Der für kristallines Polypropylen bekannt gue Keim bildner p-tert.-Butylbenzoesaure zeigt z. B. in PoIv-
ne Wirkung. .
lorphthalsäureanhydrid in kristallinem PoIyjvlen erhöht die Kristallisationsgeschwindigkeit w Pnlvmerschmelze und führt zu einem feinknstalfneiXÄidlittaäuredianhydndund^Phthalsäueanhydrid zeigen dagegen nur geringe Wirkung. Nachteilig ist ferner, daß einige der bekannten Keimbildungsmittel wichtige physikalische E.gen-Sen der Polyolefine verschlechtern. Gerade Zusätze iinogenen Charakters oder solche mit hohem Dnolmoment wirken sich besonders negativ auf die elektrischen Eigenschaften aus. Mischungen aus Polyolefinen mit freien Carbonsäuren als Keimbildungsn Hassen sich nur schwierig verarbeiten, da letztere Se unangenehme Eigenschaft haben korrod.ercnd auf die Verarbeitungsmaschinen zu wirken.
überraschenderweise wurde nun gefunden daß aromatische Carbonsäureimide und N-substituierte a oma he Carbonsäureimide diese Nachteile nicht Sei und in par.iell kristallinen Polyolefinen, bevorzugt in Hoch- und Niederdruckpolyathylenen teilkristallinen Polypropylenen und Polybuien-1 feinkristalline und von der Verarbeitungsyorgeschichte wSieer abhängige Gefüge, bei gleichzeitig erhöhtem Kristallinitätsgrad erzeugen. Die erhaltenen feinkristallinen Gefüge sind thermisch stabil, d. h es tritt auch bei hohen Einsatztemperaturen ,m mikrokristallinen Festkörper keine Gefiigevergroberung em Ein weiterer Vorteil der Verbindungen der Erfindung ist der, daß sie thermisch stab.l und im Polymeren leicht dispergierbar sind. Ein weiterer Vorzug der N-substituierten aromatischen Carbonsäureimide ist. diß sie ein kleines elektrisches Moment aufweisen.
also besonders vorteilhaft für Polyolefine sind, die in der Starkstrom- und Hochfrequenztechnik Verwendung finden. Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Erzeugung stabiler, feinkristaHiner Cfctüge in festen, kristallinen Polyolefinen durch Zugabe von Keimbildungsmitteln. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß als Zusatz 0.01 bis 10% aromatische Carbonsäureimide und/oder N-substituierte aromatische Carbonsäureimide, bezogen auf das Polyolefingewicht, verwendet werden.
Die in den erfindungsgemäßen Formmassen verwendeten Imide bzw. N-substituierten Imide lassen sich ohne Schwierigkeit aus den entsprechenden aromatischen Di- bzw. Tetracarbonsäuren und Ammoniak bzw. aromatischen und aliphatischen Aminen herstellen. Geeignete Verbindungen sind z. B. Naphthalimid, PyromeHithsäuredianil, Perylentetracarbonsäuredianil, Naphthalanil und N-Anilino-phthalimid.
Besonders geeignet sind Verbindungen, die aus kernhalogenierten Di- bzw. Tetraearbcnsäuren und Ammoniak, aliphatischen und aromatischen Aminen, vorzugsweise aber kernhalogenierten aromatischen Aminen, darstellbar sind, also z. B. Tetrachlorphthalimid. N-(p-Chlor)phenyl-phthalimid. Tetrabromphthalanil, Tetrachlorphthalanil. N - tert. - Butylphthalimid, N-n-Butyl-tetrachlorphthalimid, N.N'-Di-(p-chlor)phenyl-pyromellithsäurediimid, N-(p-Chlor)-phenyl-tetrachlorphthalimid, N-(2,4-Dichlor)phenylphthalimid und N-(p-Brom)phenyl-tetruchlorphthalimid.
Wirksam sind auch Verbindungen gemäß der Erfindung, in denen die aromatische Carbonsäurc- und Aminkomponente Alkyl- und/oder Arylsubstituenten enthalten. Substanzen also wie z. B. N-Phenyltetraphenylphthalimid. N-p-Tolyl-telrachlorphlhalimid. N-(p-Chlor)phenyl-tetraphenylphthalimid. Die erfindungsgemäßen Substanzen wirken in partiell kristallinen Polyolefinen als Keimbildungsmittel, die zur Bildung sehr vieler und sehr kleiner Sphärolithe führen. Der Rekristallisationsbeginn geschmolzener, mit den erfindungsgemäßen Substanzen nukleiierter Polyolefine liegt bei höheren Temperaturen, und der Rekristallisationsprozeß verläuft schneller und führt zu einer gleichmäßigeren und feineren Krislallstruktur als ohne Zugabe dieser Keimbildungsmittel.
Dabei ist es nicht notwendig, diese Substanzen auf Teilchengrößen <; 1 μ zu bringen. Vorteilhaft lassen sie sich bei Partikelngrößen von 1 bis 100 μ, bevorzugt 5 bis 20 μ, einsetzen. Der besondere Vorzug dieser Substanzen liegt darin, daß sie bereits bei sehr niedrigen Konzentrationen stark wirksam sind. Um die erwünschte keimbildende Wirkung zu erreichen, sind 0,01 bis 10%, bevorzugt jedoch 0,1 bis 1%, bezogen auf das Polyolefin, ausreichend.
Die Keimbildungsmittel können gemäß der Erfindung im Gemisch untereinander und auch mit anderen bekannten keimbildenden Substanzen eingesetzt werden.
Geeignet sind kristalline Olefin-, Homo- und Mischpolymerisate von Olefinpolymeren, vorzugsweise Hoch- und Niederdruckpolyäthylen (Dichte 0.91 bis 0,98). partiell kristallines Polypropylen und Polybuten-1.
Die in der erfindungsgemäßen Formmasse verwendeten aromatischen Carbonsäureimide und substituierten Carbonsäureimide sind bei Raumtemperatur fest und können in das Polyolefin durch irgendeines Her üblichen Verfahren eingearbeitet werden, z. B.
indem das Keimbildungsmittel als Pulver in einem Fluidmischer mit dem Polymeren trocken vermengt oder auch in einer geeigneten Flüssigkeit gelöst bzw. dispergiert dem Polyolefin zugesetzt und die Mischung dann in einem Extruder verarbeitet wird. Ebenso üblich ist das Verfahren, von dem Keimbildungsmittel z. B. in einem Banbury-Mischer, in einem Extruder oder auf der Walze ein Konzentrat in dem Polymeren herzustellen, um dieses dann bei der Verarbeitung dem reinen Polymeren zuzusetzen. Die gemäß der Erfindung verwendeten Verbindungen können auch direkt der Polymerschmelze zugegeben und in diese eingemischt werden.
Die erfindungsgemäßen Formmassen können weiterhin noch übliche Zusätze wie Alterungsstabilisatoren, Lichtschutzmittel, Gleitmittel, hochschmelzende Wachse, Farbstoffe oder Pigmente enthalten.
Besonders vorteilhaft sind flüssige indifferente Zusätze mit einem Siedepunkt ^ der Verarbeitungstemperatur des Polyolefins wie z. B. aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe. Sie beeinflussen die mikrokristalline Strukturausbildung nicht, verzögern aber die Krisiaiiisationsgeschwindigkeit des nukleiierten Materials etwas. Dadurch kann sich das kristalline Gefüge des extrudicrten oder spritzgegossenen Körpers über ein etwas größeres Temperaturintervall ausbilden, wodurch die Entstehung von inneren Spannungen weitgehend vermieden wird.
Die aus handelsüblichen isotaktischen Polypropylen und den Keimbildungsmitteln gemäß der Erfindung bei verschiedenen Form- und Massetemperaturen hergestellten Spritzgußkörper zeigen nicht nur einen höheren Kristallinitätsgrad (Röntgenstrukturkristallinitätj bzw. eine damit gleichlaufend höhere Dichte (Schwebedichte), sondern auch ein gleichmäßiges, feines i'nd vor allem gegenüber Verarbeitungsbedingungen weitgehend stabiles Gefüge. Durch die gleichzeitig mit den Keimbildungsmitteln in den Formmassen bewirkte höhere Kristallisationstcmpenuur. verbunden mit einer höheren Kristallisationsgeschwindigkeit, ergibt sich ein entscheidender Vorteil bei der Verarbeitung, z. B. beim Spritzguß, da die Zykluszeit verkürzt und damit der Ausstoß in kürzerer Zeit erfolgen kann.
Polymere, hergestellt unter Verwendung der erfindungsgemäßen Keimbildner, weisen gegenüber den unter Verwendung der bekannten Keimbildner hergestellten Polymeren nicht nur ein stabiles, mikrokristallines Gefüge bei erhöhtem Kristallinitätsgrad auf, sondern auch verbesserte mechanische und — bei dielektrisch beanspruchten Formkörpern auch verbesserte elektrische Eigenschaften auf. Auf Grund der gleichmäßigeren Kristallisation und der feinen MikroStruktur verläuft die Volumschrumpfung beim Abkühlvorgang wesentlich einheitlicher, wodurch Schrumpflunker weitgehend vermieden werden.
Die Kristallisationstemperatur und die Kristallisationsgeschwindigkeil wurden mit einem Heiztischmikroskop unter polarisiertem Licht bestimmt. Dazu wurde eine zu einer Folie verpreßte Probe des Polymeren auf dem Heiztisch auf 200 C erhitzt und dann um 4 C/min abgekühlt. Die Temperatur, bei der die ersten Sphärolithe sichtbar werden, wurde als Rekristallisationstemperatur festgehalten, während die Temperatur, bei der sich das Gefüge optisch nicht mehr verändert, als Kristallisationsende bezeichnet wurde. Die Differenz beider Temperaturen ( Ir) ist ein Maß für die Kristallisationsgeschwindigkeit.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert.
Beispiel 1
In einem Kneter wurden ζ 2 einem bei iSO C plastifizierten, handelsüblichen, isotaktischen Polypropylen (Schmelzindex /s etwa 6) jeweils 0,5% nachstehend aufgeführter Keimbildner gegeben und zu homogenen Mischungen verarbeitet. Von den Mischungen wurde jeweils eine Probe zu einer Folie verpreßt und am Heiztisch eines Polarisationsmikroskops, wie oben beschrieben, untersucht. In Tabelle I sind die aus verschiedener« Mischungen erhaltenen If-Werte, die ein Maß für die Kristallisationsgeschwindigkeiten darstellen, zusammengefaßt.
Tabelle I
Isotakt. Polypropylen + Keimbildncr
«je 0.5%)
Kontrollmaterial (ohne Zusatz) + Tetraphenylphthalanil
-f Pyromellithsäuredianil
+ N.N'-DHp-chlor)-phenyl-pyromellithsäurediimid
+ Perylentetracarbonsäuredianil + Naphthalanil
+ N-Cetyl-tetrachlorphthalimid + N-(p-chlor)-phenyl-tetrachlorphthalimid
+ Tetrachlorphthalimid
+ N-Anilino-tetrachlorphthalimid + Tetrachlorphthalanil
Beispiel 2
I (-Wert ( C)
14,0 5,0 6,5 6.0
7,5 7.5 8,0 8,0
8,0
9,0
10,0
Beispiel 3
Eine auf einem Extruder hergestellte Mischung au& handelsüblichem isotaktischem Polypropylen (Schincizindex ;5 etwa 6) und 0,5% (bezogen auf das Polymere) Pyromellithsäuredianil wurde auf einer Spritzgußmaschine zu Normkleinsläben (4 χ 6 χ 50 mm) bei verschiedenen Zylinder- und Foi mtemperaturen verspritzt.
Die Spritzkörper wurden in kleine Würfel von etwa I mm Kantenlängezerteilt und die Schwebedichte (Isopropanol/Diäthylenglykol) bestimmt. Tabelle 11 zeigt verschiedene Testwerte. Sie zeigt nicht nur die auf Grund des höheren Kristallinitätsgrades der mit Pyromellithsäuredianil als Keimbildner versehenen Spritzgußkörper höheren Dichtewerte, sondern auch. daß die Dichteschwankungen des nukleiierten Materials nicht mehr so groß sind wie die des Kontrollmaterials, was zweifelsfrei auf ein stabileres Gerufe hinweist.
Tabelle III
Dichtewerte von Sprilzgußkörpern
aus Polypropylen (A) und Polypropylen mit
0.5% Pyromellithsäuredianil (B)
,0 Sprilzgußkörpcr
Zylindertcmpcrulur
( C)
40
In einem Kneter wurden zu einem bei 160'C plastifizierten, handelsüblichen, isotaktischen PoIybuten-(l) (Schmelzindex/5 0,5) jeweils 0,5% nachstehend aufgeführte Keimbildner gegeben und zu homogenen Mischungen verarbeitet. Von den Mischungen wurde jeweils eine Probe zu einer Folie verpreßt und am Heiztisch eines Polarisationsmikroskopes, wie oben beschrieben, untersucht. In Tabellen sind die aus verschiedenen Mischungen erhaltenen J f-Werte, dieein Maß für die Kristallisationsgeschwindigkeiten darstellen, zusammengefaßt.
Tabelle II I i-Wctt
Isolakt. Polybuten-! I) + Kcimbildner I C)
(je 0,5%) 14.5
Kontrollmaterial (ohne Zusatz) 5,0
+ Pyromellithsäuredianil 5,0
-ι- Tetrachlorphthalanil 8,0
J- N-p-Chlorphenyltclrachlorphthalimid 10.0
+ N-Cetyl-tetrachlorphthalimid 10.0
4- Nanhthalani!
210
230
250
270
210
230
250
270
I'orm- B e i s ρ A B
icmpcratur
( C| (p/cm3) (g an1)
30 0,9029 0.9054
30 0,9018 0.9047
30 0,9025 0.9047
30 0,9034 0.9050
70 0,9033 0.9059
7'.) 0,9037 0.9054
70 0,9035 0.9056
70 0,9014 0.9051
icl 4
45 In einem Kneter wurden zu einem bei 180 C plastifizierten, handelsüblichen, isotaktischem Polypropylen (Schmelzindex /5 etwa 6) jeweils 0,5% nachstehend aufgeführte Keimbildner gegeben und zu homogenen Mischungen verarbeitet.
Von den Mischungen wurde jeweils eine Probe bei 200; C (unter ^-Atmosphäre) zwischen zwei Objektgläsern zu sehr dünnen Scheibchen (d % 100 μ) mit einem Durchmesser von etwa 10 mm gepreßt. Von diesen Proben wurde nach einem röntgenographischen Verfahren die relative Kristallinität bestimmt. Dazu wurden von jedem Präparat drei Diffraktometer-Aufnahmen mit CuKr-Strahlung(35 kV. 18 mA) unter Verwendung eines Ar-Geigerzählrohres als Detektor im Winkelbereich 2 D = 7 bis 3 Γ stets in Richtung zu größeren Streuungswinkeln hergestellt. Die Auswertung der Aufnahmen erfolgte planimetrisch. Die relative Kristallinität X wird als Verhältnis der Fläche der kristallinen Reflexe zur Gesamtfläche der
amorphen und kristallinen Streuung im vermessenen Winkelbereich festgelegt.
Tabelle IV
Isouiklisclics Polypropylen + Kcimhildncr
1(1.5% I
, , . „ , , , r , , Kontrollmaterial (ohne Zusatz)
Jede Aufnahme wurde mehrlach ausgewertet und _ ,,. , .. ,. .,
aus allen Meßwerten Pur jedes Präparat der Mittelwert + Pyromelhthsauredianil
genommen, der als Maß Pur die in der folgenden + Tetrachlorphlhalanil
Tabelle IV angegebene relative KristalUnität dient. io + Naphthalanil
Rek gcnl

Claims (1)

19 35 23S Patentansprüche:
1. Thermoplastische Formmassen auf der Grundlage stabile, feinkristalline Gefüge aufweisender Polyolefine, bestehend aus
a) 100 Gewichtsteilen Polyolefin,
b) 0,01 bis 10 Gewichtsteilen aromatischer Carbonsäureimide und/oder N-substituierter aromatischer Carbonsäureimide als Keimbildungsmittel sowie
c) üblichen Zusätzen in üblichen Mengen.
DE19691935239 1969-07-11 1969-07-11 Thermoplastische Formmassen auf der Grundlage stabile, feinkristalline Gefüge aufweisender Polyolefine Expired DE1935239C3 (de)

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AT572770A AT306361B (de) 1969-07-11 1970-06-25 Verfahren zum Herstellen stabiler, feinkristalliner Gefüge in festen partiell kristallinen Polyolefinen
AT907870A AT312922B (de) 1969-07-11 1970-10-08 Verfahren zum Herstellen stabiler, feinkristalliner Gefüge in festen partiell kristallinen Polyolefinen

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DE1935239A1 DE1935239A1 (de) 1971-01-14
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DE1935239C3 DE1935239C3 (de) 1976-09-23

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2290296A (en) * 1994-06-13 1995-12-20 Sandoz Ltd Imide nucleating agents for polymers

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2290296A (en) * 1994-06-13 1995-12-20 Sandoz Ltd Imide nucleating agents for polymers

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