DE1935149C - Klebstoffpatrone für Klebanker - Google Patents

Klebstoffpatrone für Klebanker

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DE1935149C
DE1935149C DE19691935149 DE1935149A DE1935149C DE 1935149 C DE1935149 C DE 1935149C DE 19691935149 DE19691935149 DE 19691935149 DE 1935149 A DE1935149 A DE 1935149A DE 1935149 C DE1935149 C DE 1935149C
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Walter Dipl.-Ing. 4350 Recklinghausen Marsch
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Becorit Grubenausbau Gmbh, 4350 Recklinghausen
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Description

usw., abhängig, so daß es wünschenswert ist, dieses Mengenverhältnis je nach Einsatzort der Patrone ändern zu können.
Es ist Autgabe der Erfindung, die obenaufgeführten Nachteile zu vermeiden.
Die Aufgabe soll erfindungsgemäß dadurch gelöst werden, daß der den Härter enthaltende Behälter außen an der Klebstoffpatrone befestigt ist,
Diese Befestigung des Behälters außen an der Patronenhülle bietet den Vorteil einer außerordentlich einfachen und unkomplizierten Herstellung der Patrone, ohne daß die Gefahr besteht, daß der leicht zerbrechliche, langgestreckte Behälter vorzeitig zerbricht. Dadurch, daß der Behälter für den Härter gegebenenfalls erst unmittelbar vor der Verwendung der Patrone an der Patrone befestig' zu werden braucht, ergeben sich auf verschiedene Weise Möglichkeiten, das Mengenverhältnis zwischen dem Härter einerseits und der Kunstharzmasse andererseits den jeweiligen Gegebenheiten optimal anzupassen.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung erstreckt sich der den Härter enthaltende Behälter übet die gesamte Länge der Klebstoffpatrone. Hierdurch ist die Gewähr gegeben, daß die Kunstharzmasse über den gesamten Längenbereich ausreichend mit Härter durchmischt wird.
Zweckmäßig sind auf den Umfang der Klebstoffpatrone verteilt mehrere den Härter enthaltende Behälter angeordnet. Durch eine entsprechende Variation der Anzahl der außen an der Patronenhü'.le befestigten Behälter für den Harter kann das jeweils günstigste Mischungsverhältnis zwischen Härter und Kunstharzmasse auf besonders einfache Weise hergestellt werden.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann es zweckmäßig sein, daß sich das Mengenverhältnis zwischen Härter und Kunstharz über die Länge der Klebstoffpatrone verändert. Diese Veränderung des Mengenverhältnisses kann einerseits dadurch erreicht werden, daß der oder die den Härter enthaltenden Behälter über die Länge der Patrone einen unterschiedlichen Querschnitt haben, derart, daß das Mengenverhältnis Härter—Kunstharz im Bohrlochtiefsten am größten ist. Der gleiche Effekt kann auch dadurch erzielt werden, daß die auf den Umfang der Patrone angeordneten Behälter für den Härter eine unterschiedliche Länge haben und derart angeordnet sind, daß das Mengenverhältnis Härter—Kunstharz im Bohrlochtiefsten am größten ist. Durch die oben beschriebene Veränderung des Mengenverhältnisses Härter—Kunstharzmasse ergibt sich über die Länge der Klebstoffpatrone verteilt eine unterschiedliche Aushärtgeschwindigkeit der Kunstharzmasse, und zwar derart, daß die Kunstharzmasse im Bohrlochtiefsten schneller aushärtet als an dem der Bohrlochmündung zugewandten Endabschnitt der Klebstoffpatrone. Hierdurch wird einerseits die Gefahr vermieden, daß die sich in die Klebstoffpatrone einbohrende Ankerstange in der abbindenden Kunstharzmasse steckenbleibt, ehe der Kopf der Ankerstange das Bohrlochtiefste erreicht hat. Andererseits hat die relativ große Härterkonzentration im Bohrlochtiefsten den Vorteil, daß die Ankerstange relativ schnei! einen festen Halt im Bohrloch bekommt, wenn sie im Bohrlochtiefsten angekommen ist, so daß die Stange relativ schnell vorgespannt werden kann oder anderweitig belastet werden kann.
Zweckmäßig besteht dit Patronenhülle aus einer weichen Kunststoffolie und enthält nur so viel Kunstharzmasse, daß sich die den Härter enthaltenden Behälter von außen in dem Umfang der Patrone eindrücken lassen. Hierdurch wird die Gefahr vermieden, daß die Behälter für den Härter zu weit über den Umfang der Patrone hinausstehen, wobei beim Einschieben in das Bohrloch die Gefahr besteht, daß sie vorzeitig zerstört werden.
ίο Bei Verwendung einer verhältnismäßig weichen Kunststoffolie als Patronenhülle ist der den Härter enthaltende Behälter zweckmäßig als Glasröhrchen ausgebildet. Dies hat den Vorteil, daß die bei der Zerstörung der Glasröhrchens entstehenden Glassplitter die verhältnismäßig z^ie Folie zerschneiden können.
Zweckmäßig sind der oder die den Härter enthaltenden Behälter mit Hilfe einer Umwicklung an der Patrone befestigt. Durch diese Umwicklung, die aus ao einem Textilfaden oder einem dünnen Draht bestehen kann, wird die Patrone zusätzlich gegen Beschädigung geschützt und erhält eine gewisse Steifigkeit, so daß sie sich beim Einschiehen in das Bohrloch nicht in demselben verkiemmen kann. Eine beispielsweise Ausführungsform der Klebstoffpatrone gemäß der Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der
F i g. 1 eine Klebstoffpatrone in eirfer ersten Ausführungsform in Seitenansicht.
F i g. 2 einen Schnitt durch die in F i g. 1 dargestellte Klebstoffpatrone,
F i g. 3 eine Klebstoffpatrone in einer zweiten Ausführungsform in Seitenansicht,
Fig. 4 einen Schnitt durch die in Fig. 3 dargestellte Klebstoffpatrone,
F i g. 5 eine Klebstoffpatrone in einer dritten Ausführungsform in Seitenansicht,
F i g. 6 eine Klebstoffpatrone in einer vierten Ausführungsform in Seitenansicht und F i g. 7 eine Klebstoffpatrone in einer fünften Ausführungsform in Seitenansicht zeigt.
In der Zeichnung ist die aus einer verhältnismäßig weichen Kunststoffolie bestehende Patronenhülle mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet. In dieser Patronenhülle 1 ist die gegebenenfalls mit Zuschlagstoffen dirchmischte Kunstharzmasse enthalten. Von außen liegen an der Patronenhülle 1 der bzw. die Behälter 2 für den Härter an. Diese Behälter! sind als Glasröhrchen ausgebildet, die sich über die gesamte Länge oder einen Teil der Länge der Patrone erstrecken.
Zur Befestigung der Behälter 2 dient eine Umwicklung 3, die aus Draht oder dünnen Textilfaden besteht. Wie die in den Fig. 2 und 4 dargestellten Querschnitte zeigen, ist die Patronenhülle 1 nicht prall, sondern nur teilweise mit Kunstharzmasce angefüllt, so daß sich der oder die Behälter 2 von außen in den Umfang der Patronenhülle 1 eindrücken können. Durch die Umwicklung und die sich eindrückenden Behälter 2 für den Härter erhält die Patrone die zürn Einführen in das Bohrloch notwendige Steifigkeit. Bei der aus den F i g. 1 und 2 hervorgehenden Ausführungsform der Klebstoffpatrone ist nur ein einziger, als Glasröhrchen ausgebildeter Behälter 2 für den Härter vorgesehen, der sich ungefähr über die gesamte Länge der Patrone erstreckt. Die aus den F i g. 3 und 4 hervorgehende zweite Ausführungsform ist dagegen mit drei auf den Umfang verteilt angeordneten Märterröhrchen 2 versehen. Bei der
dritten Ausführungsform gemäß F i g. 5 ist außerdem sich über die gesamte Patronenlänge erstreckenden Röhrchen 2 ein weiteres kurzes Härterröhrchen 21 vorgesehen, das nur an einem Endabschnitt der Patrone angeordnet ist. Die vierte Ausführungsform gernäß F i g. 6 sieht ein Härterröhrchen 22 vor, dessen einer Endabschnitt 221 aufgeweitet ist, so daß in diesem Endabschnitt 221 eine größere Härtermenge enthalten ist. Die fünfte Ausführungsform der Patrone gemäß F i g. 7 ist mit einem Härterröhrchen 23 versehen, das an einem Endabschnitt 231 eine abgetrennte Kammer enthält, die einen Härter enthält, der stärker wirksam ist als die im übrigen Röhrchen 23 enthaltenen Härter.
Die oben beschriebenen Klebstoffpalronen werden wie folgt verwendet. Nach Fertigstellung des Bohrloches wird die Klebstoffpatrone in das Bohrloch bis ins Bohrlochtiefste eingeführt. Dabei werden die Klebstoffpatronen gemäß den F i g- 5,6 und 7 derart in das Bohrloch eingeschoben, daß sich das Ende der Patrone, an dem die größere Härtermenge bzw. der intensiver wirkende Härter vorhanden ist, im Bohrlochtiefsten befindet. Dann wird die Ankerstange in das Bohrloch eingeschoben und mit Hilfe der Bohrmaschine in die Klebstoffpatrone eingebohrt. Dabei zerstört der Kopf der Ankerstange die Klebstoffpatrone und den oder die Behälter für den Härter und durchmischt anschließend die Kunstharzmasse mit dem Härter. Dabei wirkt sich vorteilhaft aus, daß die Splitter der zerstörten Glasröhrchen die Patronenhül-Ie zerschneiden, so daß auf jeden Fall eine einwand freie Durchmischung stattfinden kann.
Bei den Ausführungsformen gemäß den F i g. S, 6 und 7 bewegt sich die Ankerstange zunächst in einem Abschnitt des Bohrloches, in dem die Kunstharzmas se auf Grund der geringeren Menge bzw. Intensität des Härters verhältnismäßig langsam abbindet. Im Bohrlochtiefsten dagegen ist die Menge bzw. die Intensität des Härters so groß, daß die Kunstharzmasse unverzüglich abbindet, so daß der Anker schon nach
»5 sehr kurzer Zeit belastet werden kann.
Die Behälter für den Härter können gegebenenfalls erst unmittelbar vor dem Einbringen der Patrone in das Bohrloch an der Patrone festgebunden werden, so daß man je nach Wunsch die Härtermenge und
ao Härterverteilung auf die jeweiligen Gebirgsverhältnisse abstimmen kann.
An Stelle der Umwicklung kann gegebenenfall; auch ein zylinderförmiger Mantel vorgesehen werden, der sich über einen Teil der Länge der Patrons
«5 erstreckt und der die Patrone und den oder die der Härter enthaltenden Behälter umgreift.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (10)

sich über einen Teil der Länge der Patrone erPatentansprüche: " streckt und den oder die Behälter (2) sowie die Patrone umgreift.
1. Leicht zerstörbare Klebstoffpatrone zur
Verwendung beim Verkleben von Anker- 5
stangen in Löchern, beispielsweise für Ausbauzwecke in untertägigen Grubenbetrieben oder Die Erfindung betrifft eine leicht zerstörbare Klebzuxn Befestigen von Konstruktionsteilen an Fun- startpatrone zur Verwendung beim Verkleben von damenten, wobei die Klebstoffpatrone ein gege- Ankerstangen in Löchern, beispielsweise für Ausbaubenenfalls mit Zuschlagstoffen vermischtes »10 zwecke im untertägigen Grubenbetrieb oder zum BeKunstharz enthält, das beim Einbohren der An- festigen von Konstruktionsteilen an Fundamenten, kerstange mit einem Härter vermischt wird, der wobei die Klebstoffpatrone ein gegebenenfalls mit sich in einem gesonderten, aus leicht zerstörbarem Zuschlagstoffen vermischtes Kunstharz enthält, das Material hergestellten Behälter befindet, da- beim Einbohren der Ankerstange mit einem Härter durch geK -nnzeichnet, daß der den Här- 15 vermischt wird, der sich in einem gesonderten, aus ter enthaltende Behälter (2) außen an der Kleb- leicht zerstörbarem Material hergestellten Behälter Stoffpatrone befestigt ist. befindet.
2. Klebstoffpatrone nach Anspruch 1, dadurch Derartige Klebstoffpatronen haben in der Regel gekennzeichnet, daß der den Härter enthaltende eine Außenwand aus Glas oder aus einer geeigneten Behälter (2) sich über die gesamte Länge der ao Kunststoffolie. Gegebenenfalls können die Außen-Klebstoffpatrone erstreckt. wandungen der Patrone auch aus Papier oder einer
3. Klebstoffpatrone nach Anspruch 1 und 2, dünnen Pappe ausgeführt sein. Der den Härter entdadurch gekennzeichnet, daß auf den Umfang der haltende Behälter ist in der Regel als Glasröhrchen Klebstoffpatrone verteilt mehrere den Härter ent- ausgeführt, kann aber auch eine andere Form haben haltende Behä''er (2) angeordnet sind. as und aus anderen geeigneten Materialien hergestellt
4. Klebstoffpatrone nach Anspruch 1 bis 3, da- sein. Es sind auch Ausführungsformen bekannt, bei durch gekennzeichnet, daß de. oder die den Här- denen der Härter aus einer pulverförmigen Masse bete r enthaltenden Behalte. (2) über die Länge der steht, die zu einem Strang gepreßt ist. Das in der Pa-Patrone einen unterschiedlicher. Querschnitt ha- trone enthaltene Kunstharz ist mit Zuschlagstoffen ben, derart, daß das Mengenverhältnis Härter/ 30 durchmischt, die beispielsweise aus Quarzsand von Kunstharzmasse im Bohrlochtiefsten am größten mehr oder weniger feiner Körnung bestehen.
ist. Der den Härter enthaltende Behälter ist bei den
5. Klebstoffpatrone nach Anspruch 1 und 3, herkömmlichen Klebstoffpatrone*· :nnerhalb der Padadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Um- tronenhülle angeordnet. Die durch diese Anordnung fang der Klebstoffpatrone angeordneten Behälter 35 bedingten Nachteile der herkömmlichen Klebstoffpa-(2, 21) für den Härter eine unterschiedliche Lan- tronen sind insbesondere in der schwierigen Fertigung ge haben und derart angeordnet sind, daß das der Klebstoffpatronen zu sehen. Hierbei muß näm-Mengenverhältnis Härter/Kunstharzmasse im Hch entweder das den Härter enthaltende Röhrchen Bohrlochtiefsten am größten ist. in die bereits mit Kunstharzmasse angefüllte Patrone
6. Klebstoffpatrone nach Anspruch 1 bis 3, da- 40 eingedrückt werden. Infolge der Zuschlagstoffe hat durch gekennzeichnet, daß der oder die Behälter die Kunstharzmasse jedoch eine außerordentliche (23) für den Härter über die Länge der Patrone hohe Viskosität, so daß das nachträgliche Eindrükin zwei oder mehr Kammern unterteilt sind, die ken des Röhrchens, insbesondere bei verhältnismäßig mit Härter unterschiedlicher Wirksamkeit ange- langen Patronen, auf Schwierigkeiten stößt. Auf füllt sind, derart, daß die im Bohrlochtiefsten be- 45 Grund der großen Viskosität der Kunstharzmasse ist findliche Kunstharzmasse am schnellsten abbin- es andererseits auch nicht oder nur schlecht möglich, det. die Kunstharzmasse erst dann in die Patrone einzu-
7. Klebstoffpatrone nach einem oder mehreren bringen, wenn das Röhrchen bereits in die Patronender Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, hülle eingelegt ist, weil beim Einfüllen die Einfülldüdaß die Patronenhülle (1) aus einer weichen 50 se in die Patronenhülle eingesteckt werden muß und Kunststoffolie besteht und nur so viel Kunstharz- somit die Gefahr besteht, daß das Röhrchen vorzeitig masse enthält, daß sich die den Härter enthalten- zerbricht.
den Behälter (2) von außen in den Umfang der Wenn man, um diese Schwierigkeiten zu vermei-
Patrone eindrücken lassen. den, den Härter in einen Behälter füllt, der sich nicht
8. Klebstoffpatrone nach einem oder mehreren 55 über die gesamte Länge der Patrone erstreckt, wie der Ansprüche I bis 7, dadurch gekennzeichnet, dies bei Verwendung eines Glasröhrchens der Fall daß die den Härter enthaltenden Behälter (2) als ist, so besteht die Gefahr, daß sich die Kunstharz-Glasröhrchen ausgebildet sind. masse nicht gleichmäßig mit dem Härter durchmischt
9. Klebstoffpatrone nach einem oder mehreren und somit die Verklebung des Ankers mangelhaft der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, 60 wird.
daß der oder die den Härter enthaltenden Befiäl- Ein weiterer Nachteil bei den bekannten Klebstoff-
ter (2) mit Hilfe einer Umwicklung (3) an der Pa- patronen besteht darin, daß das Mengenverhältnis
trone befestigt sind. zwischen dem Härter und der Kunstharzmasse bei
10. Klebstoffpatrone nach einem oder mehre- einer fertig gefüllten Patrone ein für allemal festren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeich- 65 liegt.
net, daß der oder die den Härter enthaltenden Das jeweils günstigste Mengenverhältnis ist aber
Behälter (2) mit Hilfe eines zylindrischen Mantels von verschiedenen Einflußgrößen, wie z. B. der Ge-
an der Patrone befestigt sind, wobei der Mantel birgstemperatur, eventuell vorhandenen Klüften
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