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Gerät für den Gebrauch von flüssiger Schminke (Zusatz zu Patent .
... ... (Patentanmeldung-P 17 57 096.6)) Die Erfindung betrifft Geräte für den Gebrauch
von flüssiger Schminke, flüssigen Teigen zum Schminken der Augenlider, flüssigem
Lippenrot, Nagellack, kosmetischen Medikamenten, Klebstoffen, verschiedenen Firnissen,
Verdünnungsmitteln, Lösungsmitteln, Arbeitsflüssigkeiten für das graphische Gewerbe
und allgemein gesagt, von allen mehr oder minder viskosen Plüssigkeiten, die im
folgenden, der Einfachheit halber, allgemein mit dem Wort "Schminke" bezeichnet
werden.
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Solche, in dem Hauptpatent (Patentanmeldung P 17 57 096.6) beschriebene
Geräte enthalten einen im Verschlussteil eines die Schminke oder dgl. enthaltenden
Behälters befindlichen Pinsel, der von einem Schutzrohr umgeben ist, das durch die
Einwirkung geeigneter Steuermittel auf dem Pinselstiel so gleitet, dass es die Pinselhaare
mindestens während des
Wiedereinsteckens des Pinsels in den Behälter
bedeckt und mindestens während des Gebrauchs des Pinsels freilegt, wobei im Halsteil
des Behälters' ein elastisches Dichtungsteil vorgesehen ist, das unter Druck an
dem Schutzrohr anliegt.
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Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Vervollkommnung dieser Geräte
dadurch, dass der aus dem Behälter herausgezogene, mit Schminke getränkte Pinsel
eine äussere Form aufweist, die ihn besonders für die bestimmte Verwendung geeignet
macht, z. B.
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eine runde, fein zugespitzte Form, eine flache oder eine dreieckige
Form usw.
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Um dies zu erreichen, ist nach dem Vorschlag der Erfindung das Halsteil
des Vorratsbehälters auf seiner Innenseite mit einen rohrförmigen, verformbaren,
eine Reinigungszange bildenden leil ausgestattet, das aus mehreren, durch radiale
Schlitze voneinander getrennten Segmenten besteht, die von elastisch aneinanderliegenden
Reinigungslippen begrenzt sind, deren Enden zusammen eine im wesentlichen konische
Wand bilden, deren Spitze gegen den Boden des Vorratsbehälters gerichtet und entsprechend
der Porm des Pinsels durchbrochen ist, die dieser beim Verlassen des Vorratsbehälters
haben soll.
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Derart ausgestattete Geräte arbeiten im allgemeinen zufriedenstellend,
es kann aber trotzdem vorkommen, dass dann, wenn das Gerät sehr lange nicht mehr
benutzt wurde, die Abstreiflippen nicht mehr hinreichend elastisch aneinander anliegen,
so dass dann, wenn der Pinsel von neuem mit einer ausreichenden Kraft herausgezogen
wird, dieser nicht mehr in einem befriedigenden Mass gereinigt wird.
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Um diesem Misstand abzuhelfen, wird gemäss einer anderen Ausfuhrungsform
der Erfindung die aus einem rohrförmigen, verformbaren Element bestehende Reinigungszange
koaxial im Innern des Verschlussteils angeordnet, mit dem seine vollständig von
einander getrennten Segmente in ihrer in Längsrichtung mittlere
Zone
durch weiche, als Scharniere wirksame Stege verbunden sind, wobei das den Reinigungslippen
entgegengesetzte Ende jedes Segments mit einem Innenwulst ausgestattet ist, dessen
Durchmesser so bemessen ist, dass dann, wenn das Ende des Schutzrohres an dem Innenwulst
anliegt, die Reinigungslippen gegeneinander gepresst werden.
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Bei dieser besonderen Ausführungsform werden die Reinigungslippen
nicht mehr allein durch die Elastizität des Stoffes, aus dem sie bestehen, gegeneinander
gedrückt, sondern sie werden durch die Schwenkbewegung um ihre Scharniere richtiggehend
mechanisch gegeneinander gepresst. Diese Schwenkbewegung wird durch das Schutzrohr
verursacht, wenn dieses gegen die Innenwülste am anderen Ende wie die Reinigungslippen
an den Segmenten vorgesehenen Innenwülste drückt und diese Enden nach aussen auseinrnder
bewegt, was zu einem Zusammendrückens der genannten Reinigungslippen führt.
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Die Erfindung wird durch die Xektüre der folgenden BeschreibunE und
das Studium der anliegenden Zeichnungen besser verständlich werden, in denen, rein
beispielsweise, zwei Ausführungsformen eines Geräts für den Gebrauch von Schminke
nach der Erfindung dargestellt sind.
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Fig. 1 zeigt den Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform eines
Geräts nach der Erfindung in geschlossener Lage, Fig. 2 zeigt einen ähnlichen Längsschnitt,
wie die Fig. 1 in einer Phase des Öffnungsvorganges, Fig. 3 zeigt das völlig geöffnete
und zum Gebrauch bereite Gerät, Fig. 4 zeigt eine Anfangsphase des Verschliessens
des Geräts, Fig, 5 zeigt die Endphase des Verschliessene des Geräts, Fig. 6 zeigt
im vergrösserten Masstab einen teilweisen Querschnitt nach der Linie VI-VI der Fig.
6, Fig. 7 und 8 zeigen zwei Abwandlungen der Fig. 6,
Pig. 9 zeigt
den Längsschnitt durch eine zweite Ausführungsform des Geräts in geschlossener Lage.
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Fig.10 - 15 zeigen Teilansichten der aufeinander folgenden Phasen
des Herausziehens des Pinsels und seines Wiedereinbringens an seinen Platz im Behälter,
Fig.16 und 17 sind teilweise Querschnitte nach den Linien XVI-XVI und XVII - XVII
der Fig. 12.
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Das in den Pig. 1 - 8 dargestellte Gerät ist für den Gebrauch eines
flüssigen Teiges, z. B. für das Schminken der Augenlider bestimmt, es könnte aber
auch für den Gebrauch zahlreicher anderer Flüssigkeiten, wie solche weiter oben
aufgeführt wurden, dienen.
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Das Gerät besteht im wesentlichen aus einem, die zu gebrauchende Flüssigkeit
2 enthaltenden Vorratsbehälter 1 und einem Pinsel 7 mit Haaren 4, dessen Stiel 5
in einem Pinseltragstück 6 befestigt ist, das in einer Hülse 7 gelagert ist, mit
der der Benutzer den Pinsel in der Hand hält.
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Der Vorratsbehälter 1 -ist z. B. aus Polyäthylen durch Spritzguss
hergestellt und ist mit einer Gebrauchshülle 11 aus einem verzierten Metall, z.
B. Aluminium oder Messing,umgeben. Die Haare 4 des Pinsels bestehen z. B. aus Marderhaaren
und der Pinselstiel 5 ist mit dem Tragstück 6 in einem Stück gegossen und besteht
z. B. aus Polypropylen.
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Das dem Pinselstiel 5 abgewendete Ende des Tragstücks 6 trägt einen
Ansatz 13, der mit Druck in das Innere der Hülse 7 eingesetzt ist. Diese besteht
beispielsweise gleichfalls aus einem verzierten Metall, wie Aluminium oder Messing.
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Der Pinsel 3 ist von einem, z. B, aus einem unter dem Namen "Delrin"
bekannten Kunststoff bestehenden Schutzrohr 16 umgeben, das auf dem Pinsel gleiten
kann und mit einer Büchse 17 aus einem Stück besteht. Büchse 17 und Schutzrohr 16
können
z. B. in einem Stück gegossen sein. Die Büchse 17 kann im
Innern der Hülse 7 gleiten und ihr dem Schutzrohr 16 abgewendetes Ende weist einen
Innenwulst 18 auf, der wahlweise in die eine oder andere von zwei Ringnuten 21,
22 des Pinseltragstückes 6 (siehe Pig. 1 und 4) eingreifen kann-und dabei das Schutzrohr
16 entweder in seiner in der Pig. 4 dargestellten, herausgezogenen Lage oder in
seiner in der Fig. 1 dargestellten, in die Hülse 7 eingesteekten Lage verriegelt.
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Dank den elastischen Eigenschaften der beteiligten Stücke, insbesondere
des aus Polypropylen bestehenden Pinseltragstückes 6, ist diese Verriegelung elastisch.
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Wenn das Schutzrohr 16 sich in seiner in die Hülse 7 eingesteckten
Lage befindet (z. B. Fig. 1), befinden sich die Haare 4 des Pinsels ausserhalb des
genannten Schutzrohres. Wenn dagegen das Schutzrohr 16 aus der Hülse 7 herausgezogen
ist, wie dies in der Pig. 4 dargestellt ist, sind die Haare 4 des Pinsels im Inneren
des Schutzrohres 16 eingeschlossen und werden von diesem beschützt.
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Die den Haaren 4 benachbarte Partie des Pinselstieles 5 weist einen
Dichtungsring 25 auf, der an dem Innern des Schutzrohres 16 anliegt. Beispielsweise
kann dieser Dichtungsring 25 mit dem Pinselstiel 5 in einem Stück aus Polypropylen
gegossen sein.
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Auf der oberen Partie des Vorratsbehälters 1 wird mittels einer Klemmuffe
26 ein Teil 27 festgehalten, das im folgenden als Halsteil des Vorratsbehälters
bezeichnet wird. Die Muffe 26 besteht aus einem verhältnismässig weichen Kunststoff,
z. B. "Neopren buna" von einer Shore-Härte 60 während das Halsteil 27 aus einem
Superpolyamid, z. B. aus Nylon, besteht.
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Das Halsteil 27 ist von einer Verlängerung der Gebrauchshülle 11 bedeckt,
deren Aussendurchmesser im wesentlichen dem Innendurchmesser der Hülse 7 gleich
ist, so dass die Hülle mit leichter Reibung auf das bedeckte Halsteil aufgeschoben
werden kann.
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Auf das Ende des Halsteiles 27 wird durch das umgebogene Ende der
Gebrauchshülle 11 ein Dichtungsring 31, z. B. aus "Neopren" mit einer Shoe-Härte
70 gedrückt. Der Innendurchmesser des Dichtungsringes ist um einen geringen Betrag
kleiner als der Aussendurchmesser des Schutzrohres 16, so dass dieses abgestreift
wird, wenn der Pinsel aus dem Vorratsbehälter herausgezogen wird.
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Das Halsteil 27 des Vorratsbehälters hat eine innen liegende Verlängerung
32, die im folgenden Reinigungszange genannt wird und die in einer nach unten zulaufenden
kegelstumpfförmigen Partie 33 endet. Deren Ende enthält eine kleine Öffnung 34,
z. B. in greisform, die in den Fig. 3 und 6 mit 34 bezeichnet ist. Die Reinigungszange
32 und ihr kegelstumpffprmi -ges Ende 33 haben radiale Spalten 35, deren Zahl beim
vorliegenden Beispiel vier beträgt und die z. B. vier Segmente begrenzen, die zusammen
eine nach aussen dehnbare Reinigungszange bilden, die sich beim Einstecken des Pinsels
in den Vorratsbehälter öffnet. Die Reibungskraft der Reinigungszange 32 wird durch
die elastische Klemmuffe 26 verstärkt, die auf die genannte Zange einen radial nach
innen gerichteten Druck ausübt, Die Wirkungsweise des Geräts ist die folgende: Wenn
das Gerät geschlossen ist, nehmen seine verschiedenen Teile die in der Fig. 1 dargestellte
Lage ein. Die Hülse 7 ist ganz auf das Halsteil 27 aufgestülpt, so dass die Büchse
17 unter Zwischenlage des Dichtungsringes 31 oben auf dem Halsteil 27 aufliegt.
Die Büchse 17 befindet sich im Innern der Hülse 7 und das mit ihr aus einem Stück
bestehende Schutzrohr 16 lässt die Haare 4 des Pinsels unbedeckt, die somit frei
in die Flüssigkeit 2 eintauchen. Die Dichtheit des Geräts wird an mehreren Stellen
gesichert: Zuerst durch den Dichtungsring 25,'der den Pinselstiel 5 gegen das Schutzrohr
16 abdichtet; dann durch die Lippen 33 der Reinigungszange 32,
die
durch ihre eigene Elastizität und die dazu kommende Elastizität der Klemmuffe 26
gegen das Schutzrohr 16 gedrückt werden und schliesslich durch den Dichtungsring
31, der zwischen dem Ende des Halsteiles 27 und der gegenüberliegenden Endfläche
der Büchse 17 zusammengedrückt und dabei radial gegen das Schutzrohr 16 gerückt
wird. Es kann daher keine Flüssigkeit aus dem Innern des Vorratsbehälters austreten,
gleichgültig, welche Lage er einnimmt.
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Für den Gebrauch genügt es, den Pinsel herauszuziehen, wobei der Vorratsbehälter
1 mit der einen Hand und die Hülse 7 mit der anderen Hand ergriffen und auseinander
gezogen werden. Die Verriegelung-der Büchse 17 in der Ringnut 22 übt eine Kraft
aus, die die, im übrigen ziemlich schwache Reibung zwischen dem Schutzrohr 16 und
den Lippen 33 der Reinigungszange 32 und dem Dichtungsring 31 übersteigt. Im Verlauf
dieser Bewegung streift der Dichtungsring 31 die kleine Flüssigkeitsmenge ab, die
möglicherweise das Schutzrohr 16 verunreinigen könnte, nach dem sie zwischen diesem
und den Lippen 33 der Reinigungszange 32 hindurchgetreten war. Wenn beim Anheben
des Pinsels dessen Haare 4 am unteren Ende der Reinigungszange 32 ankommen, drückt
diese die Haare zusammen und quetscht die überflüssige Fl;j.ssigkeit heraus, so
dass im Pinsel nur die Flüssigkeitsmenge verbleibt, die seine Anwendung ohne die
Gefahr eines Abfliessens oder Tropfens von Flüssigkeit ermöglicht. In dem Ausführungsbeispiel
lassen die Ränder der Lippen 33 der Reinigungszange 52 zwischen sich ein kreisförmiges
Loch 34 frei, das die Gesamtheit der Haare des Pinsels in eine runde und zugespitzte
Form bringt, die den Gebrauch erleichtert. Die Fig. 3 zeigt den ganz herausgezogenen
Pinsel in der Gebrauchslage.
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Bevor der Pinsel in den Vorratsbehälter zurückgesteckt wird, wird
das Ende des Schutzrohres 16 über die Haare 4 des Pinsels geschoben, wie dies in
der Fig. 4 dargestellt ist. Hierzu wird mit der einen Hand die Hülse 7 gehalten
und mit der anderen
Hand an dem Schutzrohr 16 im Sinn des Pfeiles
f2 gezogen. Dabei überwindet die Zugkraft die elastische Verriegelung des Innenwulstes
18 in der Ringnut 22.
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Während das Tragstück 6 mittels der Hülse 7 mit der einen Hand gehalten
wird, wird der ganz von dem Schutzrohr 16 umgebende Pinsel in den Behälterhals 27
des Vorratsbehälters 1 eingeführt, der dabei mit der anderen Hand gehalten wird.
Das leicht zugespitzte Ende des Schutzrohres 16 drückt die Öffnung in dem Dichtungsring
31 im Anfang dieser Bewegung auseinander.
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Wenn dann das Ende des Schutzrohres 16 das Ende der Reinigungszange
32 erreicht hat, drückt es dessen Lippen 33 auseinander. In einem bestimmten Zeitpunkt
nimmt das Gerät die in der Fig. 5 dargestellte Lage ein, in der das eine Ende der
Büchse 17 auf der oberen Fläche des' Dichtungsringes 31 liegt, der seinerseits oben
auf dem Halsstück 27 aufliegt.
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Dabei befindet sich das Schutzrohr 16 in seiner tiefsten Eintauchlage
im Vorratsbehälter. Bis dahin reicht die Kraft der elastischen Verriegelung der
Büchse 17 auf dem Tragstück 6 dazu aus, dass die auf die Büchse ausgeübte Kraft
ungeschwächt auf das Schutzrohr 16 übertragen wird und diesem die Uberwindung der
Reibungskräfte an dem Dichtungsring 31 und vor allem an den Lippen 33 der Reinigüngszange
32 ermöglicht.
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Dadurch wird diese entgegen ihrer eigenen elastischen Kraft und der
elastischen Kraft der sie umgebenden Klemmuffe 26 aufgedrückt. Nunmehr wird auf
die Hülse 7 eine steigende Kraft ausgeübt, bis diese die Kraft der elastischen Verriegelung
übersteigt. Sodann enthakt sich das Tragstück 6 aus dem Innenwulst 18 der Büchse
17, verschiebt sich in dieser von oben nach unten und nimmt dabei den Pinsel 3 mit,
dessen Haare aus dem unteren Ende des Schutzrohres 16 austreten und in die Flüssigkeit
eintauchen. Die Austrittsbewegung des Pinsels aus dem Schutzrohr wird durch den
Eintritt des elastischen Innenwulstes 18 der Büchse 17 in die Ringnut 22 des Tragstückes
6 begrenzt.
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Nunmehr nehmen alle Teile die in der Fig. 1 dargestellte Lage ein
und das Gerät ist wieder vollkommen geschlossen.
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Pür die Bequemlichkeit des Gebrauchs ist es wünschenswert, dass ausgehend
von der in der Fig. 3 dargestellten Gebrauchslage das Schutzrohr 16 zum Schutz der
Pinselhaare 4 mit einer sehr geringen Kraft herausgezogen werden kann, wie dies
die lt'ig. 4 zeigt. Zu diesem Zweck ist das elastische Verriegelungssystem des Tragstücks
6 in dem Innenwulst 18 der Wjchse 17 so ausgeführt, dass die elastische Verriegelungskraft
der beiden Teile viel schwächer ist, wenn sich der Innenwulst 18 in der Ringnut
22 befindet, wie dies in der Pig. 3 dargestellt ist, als wenn er sich in der Ringnut
21 befindet, wie dies in der Fig. 4 dargestellt ist, da doBch in dieser letztgenannten
Lage die Verriegelung stark genug sein muss, um den Öffnungswiderstand an der Öffnung
der Reinigungszange 32 zu überwinden. Dies kann durch verschiedene Profile der Ringnuten
21 und 22 erreicht werden.
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Wenn der Pinsel aus dem Vorratsbehälter herausgezogen wird, verleiht
die zentrale Öffnung 34 der Reinigungszange 32 dem Pinsel eine der Porm der Öffnung
entsprechende Form. Bei dem in den Fig. 1 - 6 dargestellten Ausführungsbeispiel
hat diese Öffnung 34 eine kreisförmige Porm. Je nach den Erfordernissen kann diese
Öffnung gemäss den Abwandlungen nach den Fig. 7 und 8 auch rechteckig, wie bei 36
dargestellt ist, oder dreieckig, wie bei 37 dargestellt ist, ausgeführt sein.
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In einer Abwandlung könnte die Klemmuffe 26 der Reinigungszange 32
weggelassen und letztere so ausgebildet werden, dass ihre eigene Elastizität allein
ausreicht, um beim Herausziehen des Pinsels mit hinreichendem Druck an ihm anzuliegen.
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Die Mittel, die eine axiale Verschiebung der Ringnuten des mit dem
Schutzrohr verbundenen Tragstückes relativ zum Halsteil zulassen, könnten auch andere
sein, als die hier dargestellten und beschriebenen.
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Bei einer anderen, in den Fig. 9' - 17 dargestellten Ausführungsform
besteht
das Gerät wiederum im wesentlichen aus einem die zu verwendende Flüssigkeit 2 enthaltenden
Vorratnbehälter 1 (Fig. 1) und einem Pinsel 3, dessen Haare mit 4 bezeichnet sind.
Der Pinselstiel 5 ist an einem Tragstiiclr 6 befestigt, das sich in einer Hülse
7 befindet, mit der der Gebraucher den Pinsel in der Hand halt.
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Diese andere Ausführungsform stimmt in vielen Einzelheiten mit der
nach der Fig. 1 überein und daher werden für die einander entsprechenden Teile die
gleichen Bezugszeichen verwendet. Es werden daher im folgenden nur die Eigentümlichkeiten
der zweiten Ausführungsform beschrieben werden, die von denen der Ausführungsform
nach der Fig. 1 abweichen.
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Zwischen dem Halsteil 41 und der oberen Partie des Vorratsbehälters
1 ist die Randpartie einer geschmeidigen und elastischen Membran 61 (siehe auch
die Pig. 16) eingelegt und verschweisst. Die mittlere Zone dieser Membran weist
sternförmig angeordnete Einschnitte 62 auf, deren radiale Länge ausreicht, dass
die zwischen ihnen vorhandenen dreieckigen Zungen 63 sich biegen und einen Durchlass
für das Schutzrohr 16 und den Pinsel 3 bilden können, wie dies beispielsweise in
den Fig. 9 und 10 dargestellt ist. Diese Membran besteht beispielsweise aus Neopren.
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Im Innern des Hals stückes 41 und koaxial zu ihm befindet sich ein
rohrförmiges und verformbares Teil 44, das aus mehreren Segmenten 45 (im vorliegenden
Beispiel vier) besteht, die durch radiale Zwischenräume 46 (Fig. 12 und 17) völlig
voneinander getrennt sind. An ihrem dem Boden des Vorratsbehälters zugewendeten
Ende sind diese Segmente 45 je durch eine Lippe 48 abgeschlossen. Zusammen bilden
diese Lippen eine Reinigungszange mit einer im wesentlichen konischen Form, deren
Spitze zum Boden des Vorratsbehälters hin gerichtet ist. Diese Spitze ist entsprechend
der Form, die der Pinsel nach dem Verlassen des Vorratsbehälters haben soll, gelocht.
Bei dem dargestellten
Beispiel ist dies eine rinde, mit 49 bezeichnete
Öffnung.
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Jedes der Segmente 45 ist in einer zwischen seinen Enden gelegenen
Zone mit der Wand des Behalterhalses 41 durch nachgiebige, als Scharnier wirksame
Stege 52 verbunden, deren Zahl bei dem dargestellten Ausführungebeispiel für jedes
Segment zwei betr3gt. Vorzugsweise werden die Segmente 45 und ihre Stege 52 mit
dem Halsstück 41 in einem Stück gegossen, z. B.
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aus einem Superpolyamid, wie Nylon.
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Das Ende jedes Segmentes 45, das dem mit einer Reinigungslippe 48
ausgestatteten Ende entgegengesetzt ist, weist einen Innenwulst 55 auf und die Gesamtheit
der kreisförmig gebogenen Innenwiilste der vier Segmente bildet einen Ring von einem
solchen Innendurchmesser, dass dann, wenn das untere Ende des Schutzrohres 16 an
dem genannten Innenwulst anliegt, wie dies z. B. in der Fig. 13 dargestellt ist,
die Reinigungslippen 48 gegeneinander gedrückt werden.
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Jedes der Segmente 45 bildet mil; seinen Scharnieren 52 eine Art eines
zweiarmigen Hebels, der in dem Hals 41 des Vorratsbehälters verschwenkt werden kann,
ohne sich dabei elastisch zu verformen. Dabei kann das Segment entweder die in der
Fig. 13 dargestellte Lage einnehmen, bei der die Reinigungslippen 48 zusammengedrückt
sind oder die in der Fig. 14 dargestellte Lage, bei der die genannten Lippen voneinander
entfernt sind.
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Das Ende des Schutzrohres 16 hat auf einer Länge, die geringer ist
als die Länge der Segmente 45 einen Durchmesser D (Fig.12), der eine durchgreifende
Reinigung des Pinsels sicherstellt, wie dies später bei der Beschreibung der Fig.
11 deutlich werden wird. Der Rest des Schutzrohres hat einen kleineren Durchmesser
d, um eine Ermüdung der Gesamtheit der Teile für das Reinigen und Abwischen, insbesondere
der Segmente 45 mit den Lippen 48 und dem Dichtungsring 31 zu vermeiden.
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Das Gerät arbeitet wie folgt: Wenn das Gerät geschlossen ist, nehmen
seine Teile die in der Fig. 9 dargestellte Lage ein. Für den Gebrauch genügt es,
den Pinsel herauszuziehen, indem man den Vortatsbehalter 1 mit der einen Hand und
die Hülse 7 mit der anderen Hand ergreift und auseinanderzieht. Die Verriegelung
der Büchse 17 in der Ringnut 22 (Fig. 9) des Pinseltragstückes 6 übt eine Kraft:
aus, die grösser als die im übrigen sehr kleine Reibungskraft zwischen dem Schutzrohr
16 einerseits und der weichen Membran 61, den Lippen 48 der Reinigungszange 44 und
dem Dichtungsring 31 andererseits ist. Im Verlauf dieser Bewegung wischt der Dichtungsring
31 die kleine Flüssigkeitsmenge ab, die sich möglicherweise aussen am Schutzrohr
16 befindet und zwischen diesem und den Lippen der Reinigungszange hindurch gegangen
war. Wenn das Ende des Schutzrohres 16 aus der Membran 61 (Fig. 10) herausgetreten
ist, drücken deren dreieckige Zungen 63 (Fig. 16) unverzüglich gegen den Stiel 5
des Pinsels 3 und streifen den grösseren Teil der überschüssigen Flüssigkeit von
den Pinselhaaren 4 ab, wodurch eine Verunreinigung der Reinigungslippen 48 vermieden
wird. Anschliessend erreicht das Ende mit dem Durchmesser D des Schutzrohres den
Innenwulst 55 der Segmente 44 (Fig. 11) und drückt deren obere Enden auseinander,
indem es diese um deren Scharniere 52 verschwenkt. Dadurch werden die Reinigungslippen
48 kräftig nach innen und gegen die Haare 4 des Pinsels gedrückt, den sie dabei
formen und in dessen Haaren sie nur die zum Gebrauch unbedingt nötige Flüssigkeitsmenge
belassen. Der Gebraucher hält nun die Hülse 7 in der Hand, die den Pinsel trägt,
dessen Haare freiliegen. Die Flüssigkeit kann nun ohne Gefahr des Herunterlaufens
oder Tropfens verwendet werden. Die Enden der Reinigungslippen 48 lassen zwischen
ihnen eine runde Öffnung 49 offen, die auf irgend eine Weise die Gesamtheit der
Pinselhaare in eine wohlgerundete und zugespitzte Form bringt, was den Gebrauch
des Pinsels erleichtert. Die Abdichtung des Vorratsbehälters, der nunmehr seines
Stöp-sels beraubt ist, erfolgt durch die Membran 61, deren dreieckige Zungen 63
sich mit
ihren Rändern berühren.
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Nach dem Gebrauch und ehe der Pinsel wieder in den Volwatsbehalter
gesteckt wird, wird das Ende des Schutzrohres 16 über die Pinselhaare 4 gezogen,
wie dies in der Fig. 12 dargestellt ist. Hierzu wird die Hülse 7 mit der einen Hand
gehalten, während mit der anderen Hand auf das Schutzrohr 16 im Sinn des Pfeiles
f2 eine Zugkraft ausgeübt wird, die gross genug ist, um die elastische Verriegelung
des Innenwulstes 18 in der Kreisnut 22 (Pig. 9) zu überwinden.
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Während die Hülse 7 immer noch mit der einen Hand gehalten wird, wird
der von dem Schutzrohr 16 ganz bedeckte Pinsel 3 durch die Dichtungsplatte 31 hindurch
in das Halsstück 41 des Vorratsbehälters, der dabei von der anderen Hand gehalten
wird, eingesteckt.
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Das leicht zugespitzte Ende des Schutzrohres 16 erweitert beim Beginn
der Einsteckbewegung das Loch des Dichtungsringes 31 und dringt anschliessend in
dis Reinigungszange 44 ein (Fig. 13). Wenn das Ende des Schutzrohres schliesslich
die Reinigungslippen 48 erreicht, drückt es diese auseinander, wie in der Fig. 14
dargestellt ist. Beim weiteren Einstecken des Pinsels drückt das Ende des Schutzrohres
16 die Zungen 63 der Membran 61 auseinander (Fig. 14). In einem bestimmten Zeitpunkt
nehmen die Einzelteile des Geräts eine Lage ein, in der das Ende der Büchse 17 an
der oberen Pläche des auf dem Behälterhals 41 befestigten Dichtungsringes 31 anliegt
und in der das Schutzrohr 16 im Vorratsbehälter seine tiefste Eintauchtiefe hat.
Bisher war die Kraft der elastischen Verriegelung der Büchse 17 auf dem Pinseltragstück
6 gross genug, damit die auf letzteres ausgeübte Kraft ganz auf das Schutzrohr 16
übertragen-wurde, sodass dieses-die Reibungskraft an dem Dichtungsring 31 und hauptsächlich
an'den Lippen 48 der Reinigungszange überwinden und diese entgegen ihrer elastischen
Kraft öffnen kann, Wird weiterhin ein Druck auf die Hülse 7
ausgeübt,
wird schliesslich die Kraft der elastischen Verriegelung überwunden und das Pinseltragstück
6 hakt sich aus dem Innenwulst 18 der Büchse 17 los und verschiebt sich in diese
hinein. Die Haare 3 des Pinsels 4 treten aus dem Ende des in die Flüssigkeit eintauchenden
Schutzrohres 16 heraus. Die Austrittsbewegung des Pinsels wird durch den Eintritt
des elastischen Innenwulstes 18 der Büchse 17 in die Ringnut 22 des Pinseltragstückes
6 begrenzt. Nunmehr haben alle Teile die in der Fig. 9 dargestellte Lage eingenommen
und das Gerät ist wieder völlig geschlossen.
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Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen und dargestellten Ausführungsformen
beschränkt, es können vielmehr entsprechend der ins Auge gefassten Verwendung zahlreiche
Abwandlungen vorgenommen werden, ohne dass dadurch der Schutzbereich der Erfindung
verlassen wird.
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Ansprüche :