DE1931972B2 - Verfahren zum herstellen von foerdergurten - Google Patents
Verfahren zum herstellen von foerdergurtenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren zum Herstellen von Fördergurten mit zwischen Decklagen
aus Gummi eingebetteten, in Längsrichtung durchlaufenden draht- oder seilartigen Festigkeitstrigern, bei
dem die Festigkeitslräger gespannt gehallen und auf
diese die Decklagen aus Kautschukmischung aufgebracht werden, der so aufgebaut Gurtrohling abschnittsweise
vorgepreßt und anschließend unter Druck- und Wärmeeinwirkung vulkanisiert wird.
Fördergurte mit in Längsrichtung durchlaufenden eingebetteten Drähten oder Seilen aus Stahl oder
anderen vergleichsweise hochfesten Werkstoffen haben sich im modernen Grubenbetrieb gut bewährt, weil ihre
geringe Dehnung, gute Muldungsfähigkeit und hohe Zugfestigkeit sich in Verbindung mit den heute
verwendeten großen Gurtlängen besonders vorteilhaft erweisen. Ihre hohe Zugfestigkeit macht diese Gurte zur
Förderung schwerer Lasten über weite Entfernungen geeignet.
Beim Herstellen von Fördergurten mit Verstärkungseinlagen aus solchen wenig dehnungsfähigen Werkstoffen,
wie insbesondere von Stahlseilen, sind die Seile unter einer beträchtlichen Zugspannung zu halten, um
ihre geradlinige und parallele Aasrichtung zueinander zu gewährleisten. Es ist zum Herstellen von stahlseilverstärkten
Fördergurten bekannt, alle Stahlseile einzeln für sich unter Zugspannung zu setzen und die vorher mit
den Stahlseilen zusammengebrachten Gummi-Decklagen unter Verwendung einer feststehenden oder
verfahrbaren, zur Ausübung von Wärme und hohem Druck auf den Gurcrohling geeigneten Presse in
aufeinanderfolgenden Schritten unter Aufrechterhaitung einer Zugspannung in einem längeren Gurtteil
abschnittsweise zu vulkanisieren. Bisher wurde es als wichtig angesehen, den im Vulkanisationsabschnitt
befindlichen Teil oes Gurtrohlings bei fortschreitendem Vulkanisationsvorgang unter einem hohen Druck in der
Größenordnung von 10kp/cm2 und einem Mehrfachen davon zu halten. Es ist zwar ausweislich z.B. der
deutschen Auslegeschrift 11 77 311 bekannt und üblich,
die auf die gespannt gehaltenen Drahtseile abgewickelten Kautschuk-Decklagen im Zuge der fortlaufenden
Konfektionierung unter gleichzeitiger Verformung niederzuwalzen. Auf die nachfolgende Vulkanisierung
bleibt dies aber ohne jeden Einfluß, und es wurde dem verhältnismäßig leichten Vorpressen des Gurtrohlings
allgemein auch keine über die Verbesseiung der Haftverbindung zwischen dem Decklagengummi und
den Stahlseilen hinausgehende Bedeutung zugemessen. Die andererseits für das Herstellen von Fördergurten
aus thermoplastischen Kunststoffen mit Gewebeeinlagen (brit. Patentschrift 8 54 678) wesentlich einfacheren
Ausgangsbedingungen konnten in dieser Hinsicht keine Anregungen zu verfahrensmäßigen Verbesserungen
vermitteln.
Der Erfindung liegt demgegenüber als Aufgabe zugrunde, das Herstellen insbesondere von sogenannten
Stahlseil-Fördergurten durch Anwenden wesentlich niedrigerer Vulkanisationsdrücke ohne Qualitätseinbußen
zu vereinfachen und durch die als Folge davon mögliche leichtere Ausführung der benötigten Vulkanisierpressen
zu verbilligen und wirtschaftlicher zu gestalten.
Diese Aufgabe wird für Verfahren der eingangs geschilderten Gattung erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß das abschnittsweise Vorpressen des Gurtrohlings mit einem den Vulkanisiei druck bis zu einem Mehrfachen
überschreitenden Druck je Abschnitt mehrere Minuten lang erfolgt.
Die Erfindung verläßt den Rahmen <*»ν üblichen
Verfahrensschritte und verlegt das Schwergewicht der Aufbauarbeiten auf ein dem abschließenden Vulkanisieren
voraufgehendes, hi bisher nicht praktizierten ungewöhnlichen Dimensionen ablaufendes Vorpressen
der Gurtrohlinge. Die unverhältnismäßig starke und über eine vergleichsweise lange Zeitdauer ausgeübte
Druckeinwirkur? hat eine derartige Verdichtung der Rohlinge zur Folge, daß für die nachfolgende Vulkanisierung
wesentlich niedrigere Preßdrücke als bisher notwendig angewandt werden können. Dieses überraschende
Ergebnis ermöglich' aber wiederum den Einsatz von Drehtrommel- und anderen kontinuierlich
arbeitenden Vulkanisiereinrichtungen, die wegen ihrer im Vergleich zu sonst üblichen Plattenpressen beschränkten
Druckwirkung zum Vulkanisieren hochwertiger Fördergurte, wie insbesondere der Stahlseil-Fördergurte,
nicht geeignet waren. Als weiterer Vorteil der Erfindung zeigte sich, daß gebrauchstüchtige Fördergurte
nach einmal als Folge der hohen Druckeinwirkung eingetretener Vereinigung der eingebetteten Drahtseile
mit den Decklagen durch ,Vulkanisieren der Rohlinge unter vergleichsweise niedrigem Druck fertiggestellt
und zwischen der Vereinigung und der Vulkanisierung beträchtliche zeitliche Unterbrechungen eingelegt werden
können, wobei die miteinander verpreßten Teile voi dem Vulkanisieren ohne Qualitätsminderung des Ender
Zeugnisses auch zu Wickeln gerollt und gelager und/oder nach anderen Stellen transportiert werder
können. Für das Vorpressen haben sich Drücke in dei Größenordnung von 35 bis 45 kp/cm2 bis herauf zi
60 kp/cm2 als zweckmäßig erwiesen.
Eine wichtige Voraussetzung für die Erzeugung hochwertiger Stahlseil-Fördergurte ist die gleichmäßig«
1 y /
und im wesentlichen parallele Ausrichtung der längs verlaufenden Stahlseile zueinander. Zum Vulkanisieren
gewebeverstärkter Fördergurte sind kontinuierliche Drehtrommelvulkanisiervorrichtungen bekannt. In
einer solchen Vorrichtung werden die Gewebelagen und die elastomeren Decklagen einzeln für sich
gespannt und einzeln in die Vorrichtung eingeführt, wo sie im Eingangsspalt zu einer Einheit miteinander
verpreßt werden. Verschiedentlich werden die Gewebelagen und die elastomeren Decklagen vorher durch ι ο
Hindurchführen zwischen Walzenpaaren mit einer oder zwei sngetriebenen Walzen leicht verdichtet, da sie in
diesem Zustand zum Einführen in die Drehtrommelvulkanisiervorrichtung
einfacher auszurichten sind, besonders dann, wenn eine große Lagenzahl vorhandcr, ist.
Entgegen den bisher geltenden Vorstellungen, daß solche Drehtrommelvulkanisiervorrichtungen zum Vulkanisieren
von Stahlseilfördergurten schon deshalb nicht geeignet seien, weil die zum Unterdrücken von
Ausweichbewegungen notwendige Zugspannung ein regelloses Einziehen der Drähte in die erweichte
Decklage am Innenbogen der Gurtrchlinge beim Durchlaufen durch die Vulkanisationszone zur Folge
haben würde, schafft die Erfindung die Voraussetzungen für die Anwendbarkeit des vorteilhaften kontinuierli- 2.·;
chen Vulkanisierverfahrens. Mit der einleitenden Vereinigung unter Hochdruckanwendung und der
nachfolgenden kontinuierlichen Drehtrommelvulkanisierung gelingt es, auch für Stahlseilfördergurte die
erwünschten Eigenschaften gleichmäßiger Spannungsverteilung und im wesentlichen paralleler Ausrichtung
der längs durchlaufenden Stahlseile zu erzielen und den aus der Verwendung der Drehtrommelvulkanisiervorrichtung
herrührenden Vorteil gleichförmiger Vulkanisation zu sichern, wobei gleichzeitig die Lage der
Stahlseile innerhalb des Deckplattengummis gewährleistet ist.
Die Haftung der elastomeren Decklagen an den undehnbaren Stahlseilen kann durch Einbauen eines
oder mehrerer Haftvermittler in die zum Herstellen der Decklagen verwendete Kautschukmischung begünstigt
werden. Der Zusammenhalt wird außerdem durch mechanische Verklammerung des Decklagengummis in
den Zwischenräumen zwischen den Stahlseilen verbessert. Diese Wirkung kann durch vorheriges Gummieren
der Stahlseile in einer Strangpresse mit Querspritzkopf weiterhin verbessert werden.
Ein besonders wirksames Verfahren zum ordnungsgemäßen Einbringen des Decklagengummis in die
Zwischenräume zwischen den Stahlseilen besteht darin, die Stahlseile und/oder die Decklagen vor dem
Aufbringen des Vorpreßdruckes au." eine Temperatur unterhalb der Vulkanisiertemperatur zu erwärmen.
Der Vulkanisationsvorgang braucht nicht unmittelbar anschließend nach dem Austreten der Gurtrohlinge aus
der Vorpresse durchgeführt zu werden. Vielmehr können die so vorbereiteter Rohlinge gelagert und/
oder transportiert und erst später der abschließenden Vulkanisation unterworfen werden.
Die Erfindung wird in der folgenden Beschreibung fco anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näl.^r
erläutert. In der Zeichnung zeigen
Fi g. IA und IB zusammen die schematische Darstellung
einer Einrichtung zum Herrichten eines Rohlings aus miteinander verpreßten Drähten und Decklagen in <>>
Draufsicht;
Fig.2Λ und 2B die Einrichtung nach Figl in
gleichartiger Darstellung in Seitenansicht und
F i g. 3 die schematische Darstellung einer kontinuierlichen Drehtrommelvulkanisiervorrichtung mit Mitteln
zum Regeln der Zugspannung, wie sie zum Vulkanisieren der mit den Einrichtungen gemäß F i g. 1 und 2
vorbereiteten Rohlinge Verwendung finden kann.
Die in den Fig. IA und 2A gezeichnete Einrichtung
enthält ein Gatter 11 m.t einer Vielzahl von Drahtspulen
12. Die Drahtspulen 12 sind mit Stahldraht 13 bewickelt, der nach Bedarf abgezogen werden kann. Die
Drahtspulen 12 sind zweckmäßig mit nicht gezeichneten Mitteln zum Regeln des Abzugs der Stahldrähte 13
versehen.
Die Schar der Strahldrähte 13 läuft durch Führungen 14 und 15, die die Stahldrähte 13 in ihrem weiteren
Verlauf mit gleichmäßigen Abständen in einer gemeinsamen horizontalen Ebene ausrichten. Von den
Führungen 14, 15 aus gelangt die gerichtete Schar in eine feststehende Klemme 16, die zum Einspannen der
zwischen ihren Klemmbacken durchlaufenden Stahldrähte 13 dient und die nach Bedarf geöffnet werden
kann, um den Stahldrähten 13 den Durchgang zu ermöglichen.
Von der Klemme 16 aus gelangen die Stahldrähte 13 in eine Entfettungseinheit 17, wo ihre Außenfläche
gereinigt wird, und nach dem Durchgang durch die Entfettungseinheit 17 in eine Spannvorrichtung 18, in
der die Stahldrähte 13 nach Bedarf unter Spannung gesetzt werden.
Nach der Darstellung in den Fig. IB und 2B laufen
die Stahldrähte 13 aus der Spannvorrichtung 18 durch eine Kammplatte 19, die in ihrer Stellung festliegt und
die Schar in ihren Breitenabmessungen zusammenzieht. Die Kammplatte 19 kann herausgenommen und gegen
eine andere mit unterschiedlicher Teilung ausgetauscht werden, wenn die Drahtabstände verändert werden
sollen.
Nach dem Verlassen der Kammplatte 19 treten die Stahldrähte 13 in den Wirkungsbereich einer unbeheizten
Presse 20 ein, deren obere Pressenplatte sich oberhalb und deren untere Pressenplatte sich unterhalb
der Stahldrähte 13 befindet. Die Presse 20 ist auf in Längsrichtung verlaufende Führungsschienen 21 aufgeseizt
und kann auf diesen vor- und rückwärts in der Bewegungsrichtung der Stahldrähte 13 über eine
Strecke von etwa gleich der wirksamen Länge der PressenplaUen verschoben werden. Die Bewegung der
Presse 20 wird in Aufeinanderfolge mit den Preßzyklen durch einer hydraulischen Arbeitszylinder 22 mit
Kolben hervorgerufen.
Der Rahmen der Presse 20 trägt an seiner der Zulaufrichtung der Stahldrähte 13 zugekehrten Seite
Kragarme 23 und 24, auf denen Wickelrollen 25 und 26 für als Bahnen vorbereitete obere und untere Decklagen
27 und 28 gelagert sind. Die obere Decklage 27 läuft nach vorn und unten über eine Führung 29 oberhalb der
Stahldräh :e 13 in die Presse 20 ein, während die untere
Decklage 28 nach vorn aufwärts über eine Führung 30 unterhalb der Stahldrähte 13 in die Presse 20 gelangt.
Die Führungen 29, 30 befinden sich an einem Stützgestell 31, das an der Stirnwand der Presse 20
angebrach; ist und außerdem noch eine mit Rücksicht auf die durchlaufenden Stahldrähte 13 an beiden Seiten
offene Kammer 32 trägt. Die Kammer 32 weist an ihrer AuslaSseite eine weitere Kammplatte 33 auf und ist mit
zum Teil biegsam ausgebildeten Zu- und Abführungsleitungen
34, 35 ausgerüstet, die ihrerseits mit einer zum Einleiten eines Heißluft- oder Heißgasstromes in die
Kammer 32 diene.iden Heizeinrichtung 36 in Verbin-
dung stehen. Die Anordnung ist vorzugsweise so getroffen, daß die Stahldrähte 13 aus der Kammer 32
und der Kammplatte 33 unmittelbar vor ihrer Vereinigung mit den Decklagen 27, 28 mit einer
Temperatur von etwa 94°C austreten. Anstatt durch Gas können die Stahldrähte 13 auch auf andere Weise,
beispielsweise durch Strahlungsheizung oder Elektroinduktion erwärmt werden. Als weitere Variante wäre es
noch denkbar, die Decklagen 27, 28 anstelle der Stahldrähte 13 oder gegebenenfalls sowohl die Stahldrähte
13 als auch die Decklagen 27,28 zu beheizen. Mit der Beheizung wird bezweckt, ein angemessenes
Einfließen der Kautschukmischung in die Zwischenräume zwischen den Stahldrähten 13 zu gewährleisten. Im
Hinblick hierauf ist die Beheizung der Stahldrähte 13 wirksamer und daher vorzuziehen, weil in diesem Falle
die Kautschukmischung der Decklagen 27, 28 nur im unmittelbaren Bereich der Stahldrähte 13 erweicht und
fließfreudiger gemacht und damit sichergestellt wird, daß die physikalische Beschaffenheit der Decklagen 27,
28 in weiter von den Stahldrähten 13 entfernten Schichten keine Änderungen erfährt.
In Vorlaufrichtung der Stahldrähte 13 unmittelbar an die Endstellung der Presse 20 anschließend befindet sich
eine weitere feststehende Klemme 37 mit nicht gezeichneten Betätigungsmitteln zum willkürlichen
Festklemmen und Wiederfreigeben des aus den Stahldrähten 13 und den Decklagen 27,28 zusammengesetzten
Gurtrohlings 38.
Der Klemme 37 ist ein Wickelbock 39 mit einer Wickeltrommel 40 und einer Antriebsvorrichtung 41
zum Aufwickeln des aus der Presse 20 und der Klemme 37 auslaufenden Gurtrohlings 38 nachgeordnet.
Im Betrieb der so weit beschriebenen Einrichtung laufen die Stahldrähte 13 von den Drahtspulen 12
nacheinander durch die Führungen 14, 15, die feststehende Klemme 16, die Entfettungseinheit 17 und
die Spannvorrichtung 18, worauf sie durch die heizbare Kammer 32 und die Kammplatte 33 in den Wirkungsbereich
der Presse 20 gelangen und von dort durch die der Presse 20 nachgeschaltete Klemme 37 geführt werden.
Die Decklagen 27, 28 laufen ebenfalls durch den Wirkungsbereich der Presse 20 und die zweite Klemme
37.
Im Schließzustand der beiden auf die Drahtschar am einen und die mit den vereinigten Decklagen 27, 28 am
anderen Ende einwirkenden Klemmen 16 und 37 werden die Stahldrähte 13 durch Betätigen der
Spannvorrichtung 18 unter Zugspannung gesetzt, und anschließend wird die Presse 20 in ihre dem größten
Abstand von der zweiten Klemme 37 entsprechende Endstellung verfahren und über eine angemessene
Zeitdauer geschlossen, um die Decklagen 27, 28 durch die Stahldrähte 13 hindurch miteinander zu verpressen.
Ein Preßdruck in der Größenordnung von 35 bis 45 kp/cm2 über eine Wirkdauer in der Größenordnung
von fünf Minuten hat sich in der Praxis als ausreichend für die Erzielung eines befriedigenden Endergebnisses
erwiesen. Noch bessere Ergebnisse lassen sich mit einem Druck bis zu 60 kp/cm2 erreichen, in welchem
Falle die Preßdauer auf drei Minuten abgekürzt werden kann. Beim Abschluß der Druckbehandlung werden die
Stahldrähte 13 entspannt und beide Klemmen 16, 37 geöffnet, und unter Aufrechterhaltung des Preßdruckes
auf den verpreßten Gurtabschnitt wird die Presse 20 in ihre andere Endstellung in der Nähe der zweiten
Klemme 37 verfahren, wobei die Stahldrähte 13 mit vorgezogen werden.
Im weiteren Verfahrensablauf werden die Stahldrähte 13 bzw. der Gurtrohling 38 durch Schließen beider
Klemmen 16,37 wieder eingespannt und die Stahldrähte 13 unter der Wirkung der Spannvorrichtung 18 gereckt,
wonach die Presse 20 entlastet und geöffnet und in ihre Ausgangsstellung zurückgefahren werden kann. Während
der Pressenverschiebung laufen entsprechend lange Bahnabschnitte der Decklagen 27, 28 von den
Wickelrollen 25, 26 ab und gelangen zwischen die Pressenplatten. Die Presse 20 wird darauf wieder
geschlossen, um den nächstfolgenden Abschnitt der Decklagen 27, 28 mit den zwischengelagerten Stahldrähten
13 zu verdichten. Diese Vorgänge werden in ständiger Aufeinanderfolge wiederholt, so daß der aus
miteinander vereinigten Decklagen 27, 28 und Stahldrähten 13 gebildete Gurtrohling 38 schrittweise aus
dem Bereich der zweiten Klemme 37 vorgezogen wird.
Gemäß einer anderen Ausführungsform kann die Presse 20 feststehend und die zweite Klemme 37 in
zeitlicher Abstimmung auf den Preßzyklus in Ablaufrichtung der Stahldrähte 13 hin- und herbewegbar
angeordnet sein. Hierbei wird die zweite Klemme 37 zunächst in ihre Ausgangsstellung in größter Annäherung
an die Presse 20 verfahren und geschlossen und dann die Spannvorrichtung 18 zum Recken der
Stahldrähte 13 betätigt. Darauf wird die Presse 20 geschlossen und der Preßdruck über eine angemessene
Zeitdauer aufrechterhalten, bis nach Aufheben des Druckes die Presse 20 wieder geöffnet und durch
Zurückstellen der Spannvorrichtung 18 die Zugspannung von den Stahldrähten 13 abgenommen wird.
Anschließend wird die erste Klemme 16 geöffnet und die zweite Klemme 37 in ihre andere Endstellung in
größtem Abstand von der Presse 20 vorgeschoben.
3:5 wobei die St&.hldrähte 13 zusammen mit den Decklager
27,28 mitgenommen werden. In dieser Stellung wird die erste Klemme 16 wieder über den Stahldrähten 13
geschlossen, die volle Zugspannung mittels der Spannvorrichtung 18 auf die Stahldrähte 13 aufgegeben, die
41) Presse 20 über dem nächstfolgenden Abschnitt dei
Stahldrähte 13 und Decklagen 27, 28 geschlossen unc die zweite Klemme 37 geöffnet und nach Zurückfahrer
in ihre Ausgangsstellung neben der Presse 20 über der in dem vorhergegangenen Arbeitszylinder in der Presst
4:5 20 verdichteten Gurtrohlingsabschnitt wieder geschlos
sen. Diese Vorgänge werden in gleicher Reihenfolgt wiederholt, so daß sich ebenfalls ein schrittweise!
Auslaufen der miteinander vereinigten Decklagen 27,2i
und Stahldrähte 13 aus dem Bereich der zweiter Klemme 37 ergibt.
Der zu Wickeln gerollte Gurtrohling 38 au: verdichteten Decklagen 27,28 und Stahldrähte 13 win
nach Bedarf dem Lager entnommen und eine beispielsweise als kontinuierliche Drehtrommelvulkani
steigvorrichtung ausgebildeten Vulkanisiervorrichtuni zum Fertigvulkanisieren zugeführt ]e nach dei
vorliegenden Umständen kann der Gurtrohling 38 aucl unmittelbar in die Vulkanisiervorrichtung einlaufer
Eine zweckdienliche Drehtrommelvulkanisiervorrich
tung ist in F i g. 3 gleichzeitig mit der Anordnung voi
Spannwalzen 42 zum Aufgeben einer regelbare: Zugspannung auf den vulkanisierbaren Gurtrohling 31
vor dem Einlauf in die Drehtrommeivuikanisiervorrich
tung dargestellt. Wenn der Gurtrohling 38 von de Presse 20 und der zweiten Klemme 37 den Spannwalze
42 unmittelbar zuläuft, wird ein Durchhang in Forr einer Ausgleichsschleife vorgesehen, um den aus de
Preßzyklen intermittierend zugeführten Gurtrohling 3
kontinuierlich verarbeiten zu können.
Die Drehtrommelvulkanisiervorrichtung enthält eine Vulkanisiertrommel 43, eine Vorwärmtrommel 44 und
ein die letztere umschlingendes, zwischen dieser und der Vulkanisiertrommel 43 hindurchgeführtes und auch die
Vulkanisiertrommel 43 und zwei nachgeschaltete Trommeln 46 und 47 umschlingendes Druckband 45. Die
Anordnung ist in bezug auf die Spannwalzen 42 so getroffen, daß der verdichtete Gurtrohling 38 von den
Spannwalzen 42 kommend in im wesentlichen tangentialer Richtung zu der Vulkanisiertrommel 43 und der
Vorwärmtrommel 44 auf dem Druckband 45 in den Spalt zwischen diesen beiden Trommeln einläuft. Ein
Satz Stützrollen 48 ist hinter den Spannwalzen 42 vorgesehen, um den Gurtrohling 38 zu unterstützen und
bis unmittelbar vor den Einlauf in die Drehtrommelvulkanisiervorrichtung seitlich zu führen. Der fertigvulkanisierte
Gurt läuft über die Trommel 47 aus der Vorrichtung aus, wo er von dem Druckband 45
abgezogen und zu einem Wickel 49 gerollt wird.
Soll der vorbereitete Gurtrohling 38 unmittelbar nach Abschluß des Verdichtungsvorganges, d. h. also ohne
zwischenzeitliches Aufwickeln und Lagern fertigvulkanisiert werden, dann muß das Verpressen und
anschließende Ablaufen des Gurtrohlings 38 nach der Vulkanisiervorrichtung in einer die-für einen entsprechenden
Längenabschnitt erforderliche Vulkanisierzeit nicht überschreitenden Zeitspanne durchgeführt werden.
Für die Einstellung von Drehtrommelvulkanisiervorrichtungen ergeben sich günstige Bedingungen mit
Temperaturen an der Vulkanisiertrommel 43 in der Größenordnung von 155°C und in den Heizwindungen
des Druckbandes 45 in der Größenordnung von 177°C bei einer von der erforderlichen Vulkanisierzeit in
Abhängigkeit von der Dicke des Gurtrohlings 38 bestimmten Durchlaufgeschwindigkeit.
Seitlich an der Vulkanisiertrommel 43 sind vorzugsweise normale Kantenbänder befestigt und in ihrer
Einstellung so auf die Abmessungen des Gurtrohlings 38 abgestimmt, daß der fertigvulkanisierte Gurt glatte,
ausgeformte Kanten aufweist.
Es ist wichtig, daß die Breite des Druckraumes und die Dicke des Kantenbandes mit größtmöglicher Genauigkeit
bestimmt werden, um Verschiebungen des Gurtrohlings 38 innerhalb des Druckraumes oder auch
übermäßigen »Austrieb« und daraus folgende Lageänderungen der Stahldrähte 13 zu vermeiden.
Entgegen den Erwartungen der Fachwelt zeigte es sich, daß die Stahldrähte 13 beim Durchlauf des aus den
Stahldrähten 13 und den Decklagen 27,28 zusammengesetzten Gurtrohlings 38 durch die Drehtrommelvulkanisiervorrichtung
unter einer ziemlich bedeutenden Zugspannung gehalten werden können, ohne daß es zu
unkontrollierbarem Einschneiden der Stahldrähte 13 in die in Radialrichtung innere Decklage 27 kommt
Es wurde zunächst gefunden, daß die Bewegung der Stahldrähte 13 auf einem Kreisbogenabschnitt innerhalb
der Drehtrommelvulkanisiervorrichtung beim Bestehen geringer Spannungsunterschiede zwischen
einzelnen Stahldrähten 13 vor dem Einlaufen in die Vulkanisiervorrichtung infolge geringfügiger Stellungsänderungen der Stahldrähte 13 relativ zu der Oberfläche
der in Radialrichtung inneren Decklage 27 einen Spannungsausgleich zwischen den Stahldrähten 13
ermöglicht. Steht ein Stahldraht 13 innerhalb des konfektionierten Gurtrohlings 38 zufällig unter höherer
Zugspannung als die anderen Stahldrähte 13, so sucht er sich mit fortschreitendem Umlaufen des Gurtrohlings 38
um den Außenumfang der Vulkanisiertrommel 43 etwas ίο in Richtung nach dem Trommelmantel hin zu bewegen.
Nachdem der Gurtrohling 38 etwa Va einer vollen
Trommeldrehung zurückgelegt hat, ist mit einer Verschiebung des Stahldrahtes 13 um 1 mm in Richtung
nach der Trommelachse eine Längenkorrektur von etwa 5 mm erzielt worden. Dieses Ergebnis hat sich in
der Praxis als völlig ausreichend für den Ausgleich auftretender Spannungsunterschiede zwischen den
einzelnen Stahldrähten 13 erwiesen.
Der zur Vulkanisiertrommel 43 und zur Vorwärtstrommel 44 tangentiaie Einlauf des Gurtrohlings 38 in
die Drehtrommelvulkanisiervorrichtung gewährleistet, daß der Gurtrohling 38 der Heizwirkung beider
Trommeln 43, 44 weitgehend entzogen und beim Eintreten in die Vulkanisierzone noch vergleichsweise
kühl ist. An dieser Übergangsstelle weist die an den Gurtrohling 38 angreifende Zugkraft keine zu Verschiebungen
der Stahldrähte 13 in Richtung nach der Vulkanisiertrommel 43 führende seitliche Komponente
auf. Mit dem Umlaufen des Gurtrohlings 38 auf einem kreisbogenförmig gekrümmten Weg um die Vulkanisiertrommel
43 wird aufgrund der Zugspannung eine radial gerichtete Kraft aufgebaut Gleichzeitig weiden
die Decklagen 27, 28 mit zunehmender Erwärmung plastischer, so daß die Stahldrähte 13 sich unter diesen
Umständen der Innenschicht des Gurtrohlings 38 anzunähern suchen. Zu etwa dem gleichen Zeitpunkt
aber setzt die Vulkanisation der Gummimischung mit daraus folgenden Änderungen der physikalischen
Eigenschaften einschließlich zunehmender Beständigkeit gegen Verformungen ein, wodurch einer Verschiebung
der Stahldrähte 13 weitgehend entgegengewirkt wird. Ausweichbewegungen der Stahldrähte 13 finden
daher nur in einem beschränkten Abschnitt der Vulkanisierzone statt, und sie lassen sich dazu noch
durch Einstellen der Zugspannung innerhalb des Gurtrohlings 38 mit Hilfe der Spannwalzen 42
beeinflussen.
Wenn auch unter bestimmten Voraussetzungen die
Stahldrähte 13 in ihrer Gesamtheit das Bestreben haben können, sich in die in Radialrichtung innere Decklage 27
hineinzuziehen, so läßt sich nach den Erfahrungen der Praxis diese Ausweichbewegung doch unter Kontrolle
halten und sie kann durch entsprechenden Aufbau der Decklagen 27,28 ihre Berücksichtigung finden. So kann
beispielsweise die in Radialrichtung innere Decklage 27 dicker als die in Radialrichtung äußere Decklage 28
ausgeführt werden, wobei der Dickenunterschied derart zu bemessen ist, daß die Stahldrähte 13 in dem fertigen
Gurt ihre richtige Lage in bezug auf die Gurtoberflächen aufweisen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
709 518/17B
Claims (4)
1. Verfahren zum Herstellen von Fördergurten mit zwischen Decklagen aus Gummi eingebetteten,
in Längsrichtung durchlaufenden draht- oder seilartigen Festigkeitsträgern, bei dem die Festigkeitsträger
gespannt gehalten und auf diese die Decklagen aus Kautschukmischung aufgebracht werden, der so
aufgebaute Gurtrohling abschnittsweise vorgepreßt und anschließend unter Druck- und Wärmeeinwirkung
vulkanisiert wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das abschnittsweise Vorpressen des Gurtrohlings mit einem den Vulkanisierdruck bis
zu einem Mehrfachen überschreitenden Druck je Abschnitt mehrere Minuten lang erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vulkanisieren des vorgepreßten
Gurtrohlings kontinuierlich erfolgt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Festigkeitsträger
vor dem Aufbringen des Vorpreßdruckes auf eine Temperatur unterhalb der Vulkanisiertemperatur
erwärmt werden.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2, j.:;
dadurch gekennzeichnet, daß die Decklagen vor dem Aufbringen des Vorpreßdruckes auf eine
Temperatur unterhalb der Vulkanisiertemperatur erwärmt werden.
30
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