-
Verkaufsautomat, insbesondere zur Ausgabe von Fahrscheinen Die Erfindung
betrifft einen Verkaufsautomaten, in-sbesondere zur Ausgabe von Fahrscheinen, mit
einem Münzprüfen und einem durch Tasten o.dgl. über Signalleitungen voreinstellbaren
Saldorechenwerk, in welchem die Beträge der eingeworfenen Münzen von dem voreingestellten
Gesamtbetrag subtrahiert werden, und das bei Einwurr der geforderten Mindestgeldmenge
die Warenausgabe veranlaßt.
-
Bei Verkaufsautomaten setzt sich in zunehmendem Maße der Wunsch durch
, nioht nur Waren einer bestimmten Preisklass@ auszug@ben,sondern in der Wahl der
Vorkaurzpreise der/einzelnen Gegenstände variabel zu sein. Es
sind
bereits Automaten zur Ausgabe von Fahrscheinen bekannt, die belspte~lsweise von
Verkehrsunternehmen aufgestellt werden, und an denen durch Tastendruck ein bestimmter
Tarif gewählt werden kann. Danach können in-beliebiger Folge Münzen in den MUnzschlitzeingeworfen
werden, bis der dem gewählten Tarif entsprechende Betrag entrichtet ist. Ist das
der Fall, so wird die Ausgabe des gewünschten Fahrscheines veranlaßt. Bei derartigen
Fahrscheinautomaten können bei nicht ganz sachgemäßer Behandlung eine Reihe von
Schw@rigkeiten auftreten, die zu erheblichen Verzögerungen bei der Fahrscheinausgabe
führen können. Stellt beispielsweise ein-Benutzer des Fahrscheinautomaten, der einen
bestimmten Tarif gewählt hat,nach Einwerfen einiger Münzen fest, daß sein Münzvorrat
zum Einlösen der vollen Tarifsumme nicht ausreicht, so kann entweder eine Geldrückgabetaste
gedrückt werden, durch die veranlaßt wird, daß die bisher eingeworfenen Münzen wieder
ausgegeben werden, es muß aber zusätzlich eine Sicherung vorgesehen sein, die dafür
sorgt, daß der eingeworfene Münzbetrag auch dann wieder ausgeworfen wird, wenn die
Münzeingabe nach einer vorgegebenen Zeit noch nicht beendet ist. Eine weitere Schwierigkeit
kann sich dadurch ergeben, daß ein Benutzer des Fahrscheinautomaten nach Einwerfen
einiger Münzen feststellt, daß er es unterlassen hat die Tarifwahltaste zu drücken,
und daß beispielsweise noch die Tarifwahl des vorigen Benutzers eingestellt ist.
Wird dieser Zustand erst während der Münzeingabe entdeckt, so ist es erforderlich
zunächst die GeldrUckgabetaste zu drücken, um dann den neuen gewtlnsohten Tarif
einzustellen und die Münzen von neuem einzuwrfen.
-
Eine weitere Schwierigkefteftei---Nünzaut-omaten stets dann auftritt,
wenn die Tarife so festgelegt sind, daß mehrere Münzen eingeworfen werden müssen,
besteht darin, daß ein Kunde, dessen Kleingeld es nicht zuläßt,den gewählten Tarifbetrag
genau zu bezahlen, der aber bereit ist,den Tarif gegen Herausgabe einer Fahrkarte
geringfügig zu überzahlen,keinen Fahrschein bekommen kann.
-
Als Beispiel sei hier angeführt, daß Jemand,der acht Zehnpfennigstücke
besitzt,nicht in der Lage ist die Ausgabe eines Fahrscheines,der 75 Pfennig kostet,
aus den bekannten Fahrscheinautomaten zu veranlassen, da er nicht in der Lage ist,den
gefordert-en Betrag von 75 Pfennig auf den Pfennig genau zu entrichten.
-
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung der vorstehend genannten Nachteile.
Sie geht von der Aufgabe aus, einen Verkaufsautomaten zu schaffen, der den an derartige
Automaten zu stellenden Anforderungen in höherem Maße gerecht wird als die bekannten
Automaten, und bei dem daher die Dauer der Belegungszeiten erheblich verringert
ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei einem Verkaufsautomaten
der eingangs genannten Art das Saldorechenwerk über eine erste Signalleitung im
Ruhezustand des Automaten auf einen ausgewählten, von Null verschiedenen Betrag
eingestellt ist, und daß die übrigen Tasten im Sinne einer Disjunktionsbedingung
derart geschaltet sind, daß das Signal der ersten Signalleitung bei Betätigung einer
der Tasten unterbrochen ist.
-
Durch diese Maßnahme wird aus einer größeren Anzahl möglicher Tarife
oder Verkaufspreise ein einzel-ner Tarif oder Verkaufspreis bevorzugt eingestellt.
Dieser
Tarif soll im folgenden als "Vorgabetarif" bezeichnet werden.
-
Bei der Fahrscheinausgabe für Verkehrsunternehmen durch Fahrscheinautomaten
hat es sich bei Vorhandensein verschiedener Tarife herausgestellt, daß in zahlreichen
Fällen ein ganz bestimmter Tarif mit erheblich größerer Häufigkeit gefordert wird
als alle anderen Tarife. Durch die erfindungsgemäße Maßnahme ist es möglich, einen
derartigen Vorgabetarif im Automaten derart einzustellen, daß eine Fahrkarte dieses
Tarifs stets dann ausgegeben wird, wenn ohne Tastendruck, also ohne eine besondere
Tarifwahl vorzunehmen,der geforderte-MUnzbetrag eingeworfen wird. Wird jedoch eine
der Signaltasten zur Wahl eines anderen Tarifes gedrückt, so muß der Vorgabetarif
im Saldorechenwerk unterdrückt werden, und es muß hier der dem gewählten Tarif entsprechende
Betrag voreingestellt werden. Dies geschieht dadurch, daß das Signal der ersten
Signalleitung unterbrochen wird, wodurch im Saldorechenwerk der Vorgabetarif gelöscht
wird, so daß w der geählte Tarif eingegeben-werden kann. Das Saldorechenwerk ist
mit dem Münzprüfer des Automaten verbunden, der nach Einwerfen einer jeden Münze
deren Betrag ermittelt und diesen dem Saldorechenwerk mitteilt. Stellt das Saldorechenwerk
auf diese Weise fest., daß der eingeworfene Münzbetrag der durch die Tarif wahl
voreingestellten Summe entspricht, so wird-die gesamte Tarifwahlschaltung unterbrochen,bis
die Ausgabe des Fahrscheines erfolgt ist erst dann kann die Solaltung für die nächste
Tarifwahl vorbereitet werden.
-
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die erste
Signalleitung von einer ersten Kippstufe -gesteuert ist, daß eine zweite von dem
Saldorechenwerk gesteuerte Kippstufe vorgesehen ist, und daß der Ausgang der zweiten
Kippstufe über die hintereinander geschalteten Tasten mit dem Setzeingang der ersten
Kippstufe verbunden ist. Es wird also jeweils das Ausgangssignal einer der Kippstufen
über die Signalleitungen an das Saldorechenwerk gelegt. Zur Einstellung des Vorgabetarifes
im Saldorechenwerk genügt es, wenn die erste Kippstufe sich in der entsprechenden
Signalstellung befindet, während es zum Einstellen eines der übrigen durch Tastendruck
zu wählenden Tarife erforderlich ist, daß sich die zweite Kippstufe in der entsprechenden
Signalstellung befindet, und daß außerdem die entsprechende Tarifwahltaste gedrückt
ist. Hierbei ist wichtig, daß die erste Kippstufe die erste Signalleitung stets
dann auf Null-Signal legt oder auf andere Weise abschaltet, wenn eine der Tarifwahltasten
gedrückt worden ist.
-
Das Saldorechenwerk erzeugt in seiner Nullstellung und vorteilhaft
bei mindestens einem weiteren Betrag ein Ausgangssignal. Das Ausgangssignal des
Saldorechenwerkes verursacht unmittelbar die Ausgabe des gewünschten Fahrscheines,und
es sperrt die weitere Tarifwahl so lange, bis die Fahrscheinausgabe vollständig
abgeschlossen ist.
-
Es ist so eingestellt, daß nicht nur dann ein Ausgangssignal erzeugt
wird, wenn der Tarifbetrag auf den Pfennig genau entrichtet wurde, sondem auch dann,
wenn eine geringfügige tßberbezahlung stattgefunden hat. Ist der eingestellte Tarif
um ein beträchtliches Maß überbezahlt worden, so wird am Saldorechenwerk ein gesondertes
Ausgangssignal erzeugt, so
daß das eingeworfene Geld zurückgegeben und der eingestellte Tarif gelöscht wird.
-
Wird als Saldorechenwerk ein voreinstellbarer RUckwärtszähler oder
eine Subtrahiervorrichtung verwendet, so ist die Einstellung so vorzunehmen, daß
sowohl in der Null stellung des betreffenden Registers als auch bei kleinen negativen
Beträgen ein Ausgangssignal des Saldorechenwerkes erzeugt wird.
-
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält das Saldorechenwerk
ein über die SIgnalleitungen einstellbares erstes Register, ein vom NUnzprüfer aus
gesteuertes zweites Register und eine die Registerinhalte subtrahierende, das Ausgangssignal
des Rechenwerkes erzeugende Subtraktionsvorrichtung. Hierbei bleibt der durch Drücken
der Tarifwahltaste im ersten Register eingestellte Wert so lange erhaten,bis nach
vollständiger Bezahlung oder geringfügiger Überbezahlung das Ausgangssignal erzeugt
wurde. Es ist also möglich, daß ein Fahrgast, der erst nach Einwurf einiger Münzen
merkt, daß der falsche Tarif am Automaten eingestellt ist, in diesem Stadium durch
Drücken einer neuen Tarifwahltaste die Einstellung des ersten Registers ändert,
ohne daß ein Zeitverlust damit verbunden wäre oder der eingezahlte Betrag noch einmal
ausgeworfen wurde. Die Tarifwahl kann also so lange geändert werden, wie noch kein
Ausgangssignal erzeugt und damit die Ausgabe einer Fahrkar noch nicht veranlaßt
wurde. Bei dieser Betrachtung ist zurUbreSnfachung die Zetsteuerung zunächst unberücksichtigt
geblieben, die eine bestimmte
Zelt ganz nach dem DrUcken der Tarifwahltaste
bzw.
-
nach dem Einwerfen einer Münze für die Rückgabe des gezahlten Betrages
sorgt, wenn die Münzeingabe nicht zur Ausgabe eines Ausgangssignales am Saldorechenwerk
und damit nicht zur Fahrscheinausgabe geführt hat.
-
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die eine Figur
der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.In der Zeichnung ist
schematisch ein Funktionsschaltbild der~wichtigsten Teile der Tarifwahlsteuerung
eines Fahrscheinautomaten dargestellt.
-
Die in den Münzeinwurfschlitz eingeworfenen Münzen werden vom Mtinzprüfer
1 identifziert,und der jeweils ermittelte Betrag wird über die Leitung 2 dem Saldorechenwerk
3 zugeführt. Hier werden die bei einem Ausgabevorgang eingezahlten MUnzen addiert
und von dem durch die Tarifwahl voreingestellten Betrag subtrahiert.
-
Entspricht die Summe der eingeworfenen Münzwerte genau dem durch Tarifwahl
voreingestellten Wert, oder liegt sie ge@ingfügig darüber, so wird an Leitung 4
ein Ausgangssignal erzeugt, durch das die Fahrscheinausgabe veranlaßt wird.
-
Um die verschiedenen Tarife im Saldorechenwerk 3 voreinstellen zu
können, sind diesem die Tarifwahlleitungen 5,6,7,8, zugeführt. Die Leitung 5 ist
über einen Schalttaster 10 mit dem Ausgang einer bistabilen Kippstufe 14 verbindbar.
Im Ruhezustand verbindet der Schalttaster 10 jedoch den Ausgang der Kippstufe 14
mit dem Schaltarm eines weiteren der Tartfwahlleltung 6 zugeordneten Schalttasters
11. Dieser Schaltarm ist in
seiner Ruhestellung wiederum mit dem
Schaltarm des nächstfolgenden der Leitung 7 zugeordneten Schalttasters 12 verbunden
usw.. Auf diese Weise sind die Schalttaster 10 bis 13 in ihrer Ruhestellung hintereinandergeschaltet,
und sie verbinden den Ausgang der Kippstufe 14 über Leitung 15 mit dem Setzeingang
einer weiteren bistabilen Kippstufe 16. Der Ausgang dieser Kippstufe 16 ist über
eine Entkopplungsdiode 17 und einen innerhalb des Automaten einstellbaren Wählschalter
18 mit den Voreinstell-E1ngZngen des Saldorechenwerkes 3 verbunden. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel ist der Wählschalter 18 so gestellt, daß er den Ausgang der
Kippstufe 16 mit der Tarifwahlleitung 9 bzw. 5 verbinde-t. Diese Tarifwahlleitung
9 entspricht dem Vorgabetarif, der immer dann eingestellt ist, wenn keine der Tarifwahltasten
10 bis 13 gedrückt wurde.
-
Ein Ausgang des Münzprüfers 1 ist über Leitung 21 an den Ausgang der
Kippstufe 16 geschaltet, um zu erreichen, daß nach Einwurf der ersten Münze über
Leitung 9 kein Signal mehr am Saldorechenwerk 3 ansteht. Der Registerstand kann
auf diese Weise heraufgezählt werden.
-
Es si angenommen, daß der Ausgang der Kippstufe 14 in dem gezeichneten
Schaltzustand Signal führt. Dieses Signal wird über die Schalttaster 10 bits 13
und über Leitung 15 an den Setzeingangder Kippstufe 16 geführt, so daß deren Ausgang
ebenfalls Signal führt, das über Leitung 9 am Saldorechenwerk ansteht und hier den
dem Vorgabetarif entsprechenden Betrag in einem Register voreinstellt. Die übrigen
Tarifwahlleitungen 5,6,7,8 sind spannungslos. Wird in diesem Zustand ein MUnzbetraglin
den MUnzschlitz des Automaten eingeworfen, so werden die Münzen vom Münzprüfer 1
nacheinander iden4 tifiziert und die entsprechen zu Signale werden über Leitung
2 an das Saldorechenwerk 2 abgegeben. Entspricht
der Münzbetrag
dem über Leitung 9 voreingestellten Wert, so wird an Leitung 4 ein Ausgangssignal
des Saldorechenwerkes 3 erzeugt, das einmal die Fahrscheinausgabe veranlaßt und
zum anderen über Leitung 19 die beiden bistabilen Kippstufen 14,16 rücksetzt, so
daß die Ausgänge beider Kippstufen Nullsignal führen.
-
Damit ist in der Zeitspanne zwischen der vollständigen Entrichtung
des geforderten Betrages und der Ausgabe des Fahrscheines keine neue Tarifwahl und
auch keine Beeinflußung des Saldorechenwerkes 3 möglich. Ist die Fahrscheinausgabe
erfolgt, so wird die Kippstufe 14 über Leitung 20 wieder gesetzt, und als Folge
davon wird auch die Kippstufe 6 über die Wähltaster 10 bis-13 und Leitung 15 gesetzt.
-
Wird eine der Tarifwahltasten 10 bis 13 manuell gedrückt, so ist die
Leitung vom Ausgang der Kippstufe 14 zum Eingang der Kippstufe 16 unterbrochen,
und die Kippstufe 16 wird über hier nicht näher z»6rläuternde Schaltmittel rückgesetzt,
so daß an ihrem Ausgang ein Nullsignal steht.
-
Damit wird der über Leitung 9 am SaldorecRnerk 3 voreingestellte Betrag
gelöscht, und der Betrag derjenigen Leitung 6 bis 8, deren zugehöriger Tarifwahlschalter
10 bis 13 gedrückt wurde, bestimmt nurunehr die Voreinstellung des Saldorechenwerkes.
Wird daraufhin der neu voreingestellte Betrag entrichtet, so wird über Leitung 4
das Ausgangssignal abgegeben und die KLppstuSen 14, 16 werden bis zur Fahrscheinausgabe
in der bereits beschriebenen Weise gesperrt.
-
Es ist ferner eine Zeitsteuerung vorgesehen, die aus OrUnden der Übersichtlichkeit
nicht mit, tn dte Zoi',hiiun
aufgenommen wurde. Diese veranlaßt
das Rücksetzen der beiden Kippstufe 14,16, wenn eine der Tarifwahltasten 10 bis
13 gedrückt wurde, ohne daß nach einer voreingestellten Zeitspanne ein Ausgangssignal
an Leitung 4 erscheint. In diesem Falle muß die Schaltung ebenfalls in ihre Ruhestellung
zurückversetzt werden, d.h. es muß über Leitung 9 der Vorgabetarif im Saldorechenwerk
3 eingestellt werden.
-
Das Saldorechenwerk besitzt ein Register zur Voreinstellung und ein
die Summe der über Leitung 2 angezeigten Münzbeträge aufnehmendes zweites Register.
-
Die beiden Registerinhalte werden ständig miteinander verglichen.
Auf diese Weise ist es möglich,durch Drücken einer der Tarifwahltasten 10 bis 13
eine einmal eingestellte Tarifwahl auch während des Eingebens von Münzen so lange
zu verändern, bis an Leitung 4 ein Ausgang signal erzeugt wurde. Danach ist ein
Wer 1 des gewählten Tarifes nicht mehr möglich, da am Ausgang der Kippstufe 14 dann
ein Nullsignal steht.
-
Das Saldorechenwerk kann auch aus einem voreinstellbaren Rückwärtszähler
bestehen7 in den der zu zanlende Betrag durch die Tarlfzahl eingegeben wird, und
der entsprechend den Werten der eingeworfenen Milnzen heruntergezahlt wird.