DE1925140B2 - Vorrichtung zum transportieren von waerme von einem niedrigeren zu einem hoeheren temperaturniveau - Google Patents
Vorrichtung zum transportieren von waerme von einem niedrigeren zu einem hoeheren temperaturniveauInfo
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Description
60
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung /um
•ansportiercn von Wärme von einem niedrigeren zu nein höherenTemperatuinivcau.
Bei einer bereits vorgeschlagenen Vorrichtung der rt. auf die sich die Erfindung bezieht, liegen die beiden
imperaturniveaus unter der Temperatur des λ-Piinks
von Helium und die Vorrichtung enthält einen entspricht, in der:
Ap = die Druckdifferenz über dem Kanal,
η = die Dichte des Heliums,
S = die Entropie des Heliums und
AT = die Temperaturdifferenz zwischen den beiden Seitendes Kanals ist.
η = die Dichte des Heliums,
S = die Entropie des Heliums und
AT = die Temperaturdifferenz zwischen den beiden Seitendes Kanals ist.
Weitere diesbezügliche Daten lassen sich finden in »Fluid Mechanics«, L.D.Landau und E. M. Li fshilz,
Pergamon Press, 1959 und in »Quantum Fluids«, D. F. Brewer, Proceedings of the Sussex
University Symposium, 16. bis 20. August 1965.
Weiter ist nach Anderson Δμ = Ιιη, wobei h die
Konstante von Planck und η die Anzahl quantiziertci
Wirbelringe im Suprafluidum ist, die an der Kanalwanc entstehen.
Beim Starten der vorgeschlagenen Vorrichtung wire nun durch die Pumpwirkung eine Treibkraft /1μ auf da!
Medium im Umlaufkanal ausgeübt. In dem Augcnblid ist die Temperatur in der Vorrichtung noch liberal
gleich, also AT=O. Das bedeutet, daß die genannte A\
nach der obenstehenden Foriucl in eine Druckdifferen.
Ap über den Teil des Umlaufkanals, der sich an dii
Saugseitc der Pumpe anschließt, (da im Supralcck keim
Wirbel auftreten können, wird Δμ am Supraleck NuI sein) umgewandelt wird. Infolge dieser Druckdilfercn:
wird normales Helium durch diesen Kanalteil zu Pumpe fließen. Mit diesem Strom normalen Helium
wird zugleich ein Wärnicstrom von der einen Seile de
Supralecks zur Pump; und zum Kühler crhalter
Dadurch entsteht eine Temperaturdifferenz AT am
Supraleck, was zur Folge hat, daß die Druckdifferenz Ap an dem sich an die Saugseite der Pumpe anschließenden
Ka.nalteil kleiner wird. Am Supraleok wird nun eine Druckdifferenz herrschen, wobei, weil im Supraleck
keine Wirbel auftreten, Ap=ρ SA 7"ist.
Auf diese Weise ist eine einfache Vorrichtung erhalten um, ausgehend von einer Temperatur, die unter
dem Λ-Punki des Heliums liegt, bei einer niedrigeren
Temperatur Kälte zu erzeugen. Bei dieser Vorrichtung ist zur Erzeugung der Triebkraft Δμ eine Pumpe
erforderlich. Diese Pumpe kann beispielsweise eine Zentrifugalpumpe oder eine Kolbenpumpe sein, an der
Pumpe gibt es keine Temperaturdifferenz, also AT=O. und somit ist
1 Ap
Δμ=
Eine Schwierigkeit dabei ist, daß diese Pumpe bei Temperaturen in der Nähe von Γ Κ arbeitet, was
selbstverständlich konstruktive Probleme mit sich bringt, und weiter muß eine derartige Pumpe mit einer
Antriebsvorrichtung, die bei Zimmertemperatur arbeitet, gekuppelt sein. Durch die Kupplung wird Wärme
zur Pumpe fließen, weiche Wärme dadurch dissipien wird, daß eine Menge flüssigen Heliums aus dem die
Pumpe umgebenden Heliumbad verdunstet. Das bedeutet also einen Verlust.
Die Erfindung bezweckt, eine Vorrichtung der oben beschriebenen Art zu schaffen mit einer besseren
Wirkung und einer einfacheren Konstruktion als die der vorgeschlagenen Vorrichtung, wobei die Pumpvorrichtung
nach dem bekannten Prinzip des Brunneneffektes arbeitet (vgl. »Handbuch der Kältetechnik« von Rudolf
PI a η k, Bd. 8,1957, S. 357 und 358).
Die erfindungsgemäße Vorrichtung, bei der beide Temperaturniveaus unter der Temperatur des λ-Punktes
von Helium liegen und die thermisch isoliert ist und einen Durchströmungskanal enthält, der im Betrieb der
Vorrichtung mit 4He gefüllt iüt, ist dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchströmungskanal ein erstes Supraleck enthält, das sich mit seiner einen Seite an eine
Zuführungsleitung von 4He bei einer Temperatur, die
unter dem λ-Punkt liegt, anschließt und sich mit seiner anderen Seite an einen ersten Raum anschließt, wo dem
Helium Wärme zugeführt werden kann, welcher Raum über eine erste Leitung und einen Kühler, in dem dem
Helium bei einer Temperatur, die unter dem λ-Punkt liegt, Wärme entnommen werden kann, an ein zweites
Supraleck anschließt, das an seiner anderen Seite durch einen zweiten Raum begrenzt ist, in dem dem Helium
Wärme zugeführt werden kann, und an welchen Raum sich eine zweite Leitung anschließt, wobei im ersten
und/oder zweiten Raum eine Heizvorrichtung angeordnet ist, mit der dem Helium Wärme zugeführt weiden
kann bei einer höheren Temperatur als die, welche im Betrieb im Kühler herrscht, und die erste und zweite
Leitung derart bemessen sind, daß im Betrieb das Medium darin seine kritische Geschwindigkeit überschreitet
und Wirbel auftreten.
Auf diese Weise ist eine Vorrichtung erhalten, bei der durch Zuführung von Wärme an das 4He im ersten oder
zweiten Raum bei einer höheren Temperatur als die. welche im Kühler herrscht, ein Brunnenpumpeffekt am
ersten bzw. zweiten Supraleck auftritt, wodurch eine Triebkraft Δμ auf das Helium im Durchströmungskanal
erhalten wird. d. h.. wie obenstehend bereits erläutert ist.
daß dann am anderen Supraleck eine Druckdifferenz und eine Temperaturdifferenz entsteht. Wird beispielsweise
im zweiten Raum Wärme zugeführt bei der höheren Temperatur, dann tritt die Brunnenpumpwirkung
am zweiten Supraleck auf, während eine Druckdifferenz und eine Temperaturdifferenz am
ersten Supraleck entsteht, mit der Folge, daß im ersten Raum eine niedrigere Temperatur herrscht. Bei dieser
niedrigeren Temperatur kann ein Gegenstand gekühlt werden, der dann also bei dieser niedrigeren Temperatur
dem Helium Wärme abgibt. Dadurch, daß infolge der Druckdifferenz an der ersten Leitung sowohl Supralfluidum
als auch normales Helium hindurchfließen. wird die dem ersten Raum zugeführten Wärme mit diesem
normalen Helium mit zum Kühler abgeführt werden. Andererseits ist es auch möglich, im ersten Raum bei
höherer Temperatur Wärme zuzuführen, wobei dann am ersten Supraieck eine Brunnenpumpwirkung auftritt,
und am zweiten Supraleck eine Druckdifferenz und Temperaturdifferenz entsteht, was zu einer Kälteerzeugung
bei niedrigerer Temperatur im zweiten Raum führt.
Auf diese Weise ist eine Vorrichtung erhalten mit einer oder zwei Pumpvorrichtungen ohne bewegende
Teile, die mit einem Motor auf Zimmertemperatur verbunden sind. Die Heizvorrichtungen können beispielsweise
eine kleine elektrische Heizspirale enthalten, die je über zwei dünne Drähte mit der Umgebung
verbunden sind, so daß Hineinlecken von Wärme durch die Leitung gering sein wird. Auch ist es möglich, die
Heizvorrichtungen als Platte oder Stab gut leitenden Materials auszubilden, die bzw. der über Wärmeleiter
mit der Umgebung in Verbindung gebracht werden kann.
Auf diese Weise ist eine Kühlvorrichtung erhalten, bei
der durch Zuführung von Wärme an nur eine Heizvorrichtung an einer anderen Stelle Kälte bei einer
niedrigeren Temperatur erzeugt wird, wobei beliebig geheizt werden kann im ersten oder im zweiten Raum
und somit die Kälte auch beliebig im /weiten oder im ersten Raum erhallen werden kann.
Bei einer weiteren günstigen Ausführungsforni der
erfmdungsgemäßen Vorrichtung ist diese in einem Vakuumraum angeordnet, wobei die eine Seite des
ersten Supralecks und die zweite Leitung außerhalb des Vakuumraums münden, wobei der Vakuumraum mit der
darin angeordneten Vorrichtung in ein Bad mit flüssigem 4He mit einer Temperatur, die unter dem
λ-Punkt liegt, untergetaucht werden kann, wobei der Kühler mit dem flüssigen 4He Bad in wärmeleitender
Verbindung steht.
Eine weitere günstige Ausführungsform der erfmdungsgemäßen Vorrichtung weist das Kennzeichen auf,
daß die vom zweiten Raum abgewandte Seite der zweiten Leitung über einen weiteren Kühler, in dem
dem Helium Wärme entnommen werden kann bei einer Temperatur, die unter dem Λ-Punkt liegt, sich an die eine
^eite des ersten Supralecks anschließt. Dabei ist die
Vorrichtung also durch einen geschlossenen Umlaufkanal mit zwei Supralecks, zwei Räumen und zwei Kühlern
gebildet. Dieses Ganze läßt sich nach einer weiteren Ausführungsform in einem Vakuumraum anordnen, der
in ein Bad mit flüssigem Helium mit einer Temperatur unter dem λ-Punkt untergebracht werden kann, wobei
dann die beiden Kühler mit dem Heliumbad in thermischem Kontakt stehen.
An Hand der Zeichnung, in der als Beispiel schematisch und nicht maßgerecht in Fig. I und 2 zwei
Ausführungsformen von Vorrichtungen zum Transportieren
von Wärme zwischen zwei unter dem Λ-Punkt von Helium liegenden Temperaturniveaus dargestellt
sind, wird die Erfindung näher erläutert.
Die Vorrichtung nach F i g. 1 enthält einen Kanal 1, in dem ein erstes Supraleck 2 aufgenommen ist. Der Kanal
1 steht mit seiner oberen Seite mit einem flüssigen Heliumbad 3, in einem Dewargefäß 4, in offener
Verbindung. Durch Absaugung des Dampfes über dem Heliumbad 3 mit Hilfe einer nicht dargestellten
Vakuumpumpe wird die Temperatur des Heliumbades 3 niedriger gehalten als die Temperatur des λ-Punktes.
Die Temperatur des Heliumbades 3 kann beispielsweise 1,3" K betragen. Der Kanal 1 mündet an seiner anderen
Seite in einen Raum 5, in dem ein zu kühlender Gegenstand 6 fest angeordnet werden kann. An den
ersten Raum 5 schließt sich eine erste Leitung 7 an, die sich mit ihrer anderen Seite über einen Kühler 8 an ein
zweites Supraleck 9 anschließt. Das Supraleck 9 ist an seiner einen Seite durch einen zweiten Raum 10
begrenzt. Der Raum 10 schließt sich an eine zweite Leitung 12 an, die im Heliumbad 3 mündet. Im Raum 10
ist eine elektrische Heizvorrichtung 11 angeordnet, die
über Stromzuführungsdrähte 13 mit einer nicht dargestellten Stromquelle verbunden ist. Das Supraleck
2, der Raum 5, der Kanal 7, der Kühler 8, das Supraleck 9, der Raum 10 und die Leitung 12 sind in einem
Vakuumraum 14 angeordnet, der sich über den Kanal 15 an eine nicht dargestellte Vakuumpumpe anschließt, die
das Vakuum aufrechterhält. Weiter kann im Raum 5 ebenfalls eine Heizvorrichtung 11' angeordnet sein,
während im Raum 10 auch ein zu kühlender Gegenstand 6' vorhanden sein kann.
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende: Durch Stromzufuhr an die Heizvorrichtung 11 wird die
Temperatur im Raum 10 etwas höher werden als an der Unterseite des Supralecks 9 im Kühler 8, wo die
Temperatur (1,3°K) des Heliumbades 3 herrscht. In der Annahme, daß im Kühler 8 eine Temperatur T0 und ein
Druck Pq herrscht, und im Raum 10 eine Temperatur
7ö + /17"erzeugt wird, wird sich nach der Formel
Δμ
±-SAT
und infolge der Tatsache, daß Δμ> am Supraleck 9 Null
ist, ein Druck ρο+Δρ5 einstellen, wobei der Druckunterschied
am Supraleck Ap5=qSA Ts ist.
Die Treibkraft auf das Helium in der zweiten Leitung 12 ist nun
Δρ\2
Δμιι = + SATn.
Infolge der Tatsache, daß in der zweiten Leitung 12 Wirbel auftreten, ist 4μΐ2 = 0. Dadurch, daß die zweite
Leitung 12 an seiner vom Raum 10 abgewandten Seite im Heliumbad mündet, wird die Temperatur dort der
Temperatur 7ö im Kühler 8 gleich sein. Das bedeutet, daß die Temperaturdifferenz am Supraleck und die
Temperaturdifferenz an der zweiten Leitung einander gleich sind, also Δ TS=AT\2- Dadurch ist
oder die Triebkraft der Pumpe ist
Δμ =
Δμ\
— Am 2 Aps
was der Formel der von beispielsweise einer Flüssigkeitspumpe zwischen zwei gleichen Temperaluren
gelieferten Triebkraft entspricht.
Durch diese erhaltene Brunnenpumpwirkung wird also Helium aus dem Kühler 8 zum Heliumbad 3
gepumpt. Das bedeutet, daß im Kühler 8 ein niedrigerer Druck herrschen wird als im Raum 5. so daß eine
Druckdifferenz Αρη an der ersten Leitung 7 entsteht.
Infolge dieser Druckdifferenz wird auf das Medium in jener Leitung eine Triebkraft ausgeübt werden, derart
daß suprafluides und normales Helium zum Kühler 8 fließt. Dem normalen Heliumstrom entspricht ein
Wärmestrom vom Raum 5 zum Kühler 8. Dadurch wird die Temperatur im Raum 5 sinken. Infolgedessen
entsteht eine Temperaturdifferenz AT2 am Supralcck 2
was zur Folge hat, das an diesem Supraleck 2 auch eine Druckdifferenz herrschen wird, wobei wieder, weil im
Supraleck 2 keine Wirbel auftreten,/Ip5 = qSATs. Es wird
sich ein Gleichgewichtszustand einstellen, wobei die von der Pumpe (Supraleck 9. Raum 10, Heizvorrichtung 11
und Leitung 12) gelieferte auf das Medium wirkende Triebkraft der Triebkraft, die erforderlich ist, um das
Medium durch den Teil (Supraleck 2, Raum 5 und Leitung 7) der Vorrichtung fließen zu lassen, gerade
entspricht. Dabei wird im Raum 5 eine niedrigere Temperatur von beispielsweise 0,70K herrschen. Im
Raum 5 ist ein zu kühlender Gegenstand 6 angeordnet, der bei dieser Temperatur dem Helium Wärme abgibt.
Diese zugeführte Wärme wird mit dem Strom normalen Heliums durch die Leitung 7 zum Kühler 8 abgeführt
werden. Auf diese Weise ist also eine Kühlleistung für den Gegenstand 6 erhalten.
Der Kühler 8 ist dabei als Kanalteil ausgebildet, der
zur Erhaltung einer großen wärmeaustauschenden Oberfläche mit einem Sintermaterial, wie zusammengesinterten
Kupferkugeln, gefüllt ist, wobei die Außenwand desselben mit einer Kupferplatte 13, die mit
Kühlflossen 14 in das Heliumbad ragt, verbunden ist Dadurch wird das Helium, das aus der Leitung 7 in den
Kühler 8 fließt, auf die Temperatur des Heliumbads 3 gekühlt.
An 5>telle der Heizvorrichtung Ii Strom zuzuführen
kann gewünschtenfalls der Heizvorrichtung W irr Raum 5 Strom zugeführt werden. Dies hat zur Folge
daß nun ein Brunnenpumpeffekt am Supraleck 2 auftreten wird, wobei der Druck im Raum 5 höher seir
wird als im Kühler 8. Aus dem Raum 5 fließt dann da; Helium über die Leitung 7 zum Kühler 8, wo es auf die
Temperatur des Heliumbades 3 gekühlt wird. Au ähnliche Weise wie obenstehend beschrieben wird nur
eine Druck-Temperaturdifferenz am Supraleck ί entstehen, während an der Leitung 12 eine Druckdiffe
renz besteht die das Helium aus dem Raum 10 zun Heliumbad fließen läßt. Mit der dadurch erhaltener
Strömung normalen Heliums wird Wärme aus den Behälter 10 mit niedrigerer Temperatur zum Heliumbac
abgeführt !;ü Raum 10 wird dann Kälte erzeugt be beispielsweise 0,70K. Diese Kälteerzeugung kam
beispielsweise zur Kühlung eines Gegenstandes 6 benutzt werden.
Auf diese Weise ist also eine Kühlvorrichtung fü äußerst niedrige Temperaluren erhalten, wobei durcl
Wärmezufuhr an nur einer Stelle eine Kälteerzeugung
an einer anderen Stelle erhalten wird.
F i g. 2 zeigt eine etwas andere Ausführungsform der Vorrichtung nach Fig. 1. Bei dieser Ausführungsform
sind das erste Supraleck 2, der erste Raum 5, die erste Leitung 7, der Kühler 8, das zweite Supraleck 9 und die
zweite Leitung 12 auf gleiche Weise ausgebildet und auf dieselbe Weise miteinander verbunden wie bei der
Vorrichtung nach F i g. 1. Nur ist jetzt das vom Raum 10 abgewandte Ende der Leitung 12 über eine Leitung 17
und einen weiteren Kühler 18 mit der vom Raum 5 abgewandten Seite des Supralecks 2 verbunden. Die
Leitung 17 und der Kühler 18, der als Flosscnkiihlcr ausgebildet ist. befindet sich außerhalb des Vakuum-
raums 14 und stehen mit dem Heliumbad 3 in Verbindung. Auf diese Weise ist also ein geschlossener
Umlaufkanal erhalten, der mit 4He gefüllt ist. Die
Wirkungsweise dieser Vorrichtung entspricht der der Vorrichtung nach Fi g. 1.
Es dürfte einleuchten, daß in konstruktiver Hinsicht noch eine Vielzahl nicht dargestellter Abwandlunger
möglich sind, unter Einhaltung des Prinzips, auf dem die
Erfindung beruht, nämlich die Erzeugung einer Druck ίο differenz am ersten Supraleck durch Erzeugung einei
Temperaturdifferenz am zweiten Supraleck und die gegenseitige Verbindung durch Leitungen, die derar
bemessen sind, daß das Suprafluidum darin sein* kritische Geschwindigkeit überschreitet.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Transportieren von Wärme von einem niedrigeren zu einem höheren Temperaturniveau,
bei der beide Temperaturniveaus unter der Temperatur des λ-Punktes von Heüum liegen
und die thermisch isoliert ist und einen Durchströmungskanal enthält, der im Betrieb der Vorrichtung
mit 4He gefüllt ist. dadurch gekenn ζ eichnet,
daß der Durchströmungskanal zwei Supralekke (2, 9) enthält, wobei das erste Supraleck (2) sich
mit seiner einen Seite an eine Zuführungsleitung (17) von 4He bei einer unter dem λ-Punkt liegenden
Temperatur, und sich mit seiner anderen Seite an einen ersten Raum (5) anschließt, in dem dem
Helium Wärme zugeführt werden kann, und der sich über eine Leitung (7) und einen Kühler (8), in dem
dem Helium bei einer unter dem λ-Punkt liegenden Temperatur Wärme entnommen werden kann, an
das zweite Supraleck anschließt, das an seiner anderen Seite durch einen zweiten Raum (10)
begrenzt ist, in dem dem Helium Wärme zugeführt werden kann und an den sich eine zweite Leitung
(12) anschließt, ferner im ersten und/oder im zweiten Raum (5 bzw. 10) eine Heizvorrichtung (H' bzw. 11)
angeordnet ist, mit der dem Helium Wärme bei einer höheren Temperatur zugeführt werden kann als die.
welche im Betrieb im Kühler (8) herrscht, und die erste (7) und zweite Leitung (12) derart bemessen
sind, daß im Betrieb das Medium darin seine kritische Geschwindigkeit überschreitet und Wirbel
auftreten.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung in einem Vakuumraum
(14) angeordnet ist, und die eine Seite des ersten Supralecks (2) und die zweite Leitung (12) außerhalb
dieses Vakuumraums münden, wobei der Vakuumraum mit der darin angeordneten Vorrichtung in ein
Bad mit flüssigem 4He mit einer Temperatur, die unter dem λ-Punkt liegt, untergetaucht werden kann,
und der Kühler (8) mit dem flüssigen 4He-Bad (3) in wärmeleitender Verbindung steht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vom zweiten Raum (10) abgewandte
Seite der zweiten Leitung (12) über einen weiteren Kühler (18). in dem dem Helium Wärme entnommen
werden kann bei einer Temperatur, die unter dem λ-Punkt liegt, sich an die eine Seite des ersten
Supralecks (2) anschließt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung in einem Vakuumraum
(14) angeordnet ist, der als Ganzes in ein Bad (3) mit flüssigem Helium mit einer Temperatur unter dem
Λ-Punkt untergetaucht werden kann, und die beiden Kühler (8, 18) mit dem Heliumbad thermisch
verbunden sind.
Umlaufkanal, der mit 4He gefüllt ist. und in dem s,ch
mindestens eine Materialmasse befindet mit der Eigenschaft daß normales 4He nicht durch diese Masse
hindurchfließen kann, während supraflüssiges 'He
hindurchfließen kann, ohne daß bei der Durchsiromung
sich mitbewegende Wirbel auftreten. Diese Materialmasse erstreckt sich über einen Teil des Umlaufkanals
und füllt den Durchlaß desselben. Der Umlaufkanal enthält eine Pumpvorrichtung, die im Betrieb eine
Druckdifferenz über der erwähnten Materialmasse aufrechtzuerhalten vermag, wobei die Materialmasse
und wenigstens der auf der Seite niedrigeren Druckes dieser Masse liegende Teil des Umlaufkanals thermisch
isoliert ist, und der sich an die Seite höheren Druckes der erwähnten Matcrialmasse anschließende Teil des
Umlaufkanals in wärmeleitender Berührung ist mit einem Kühler, beispielsweise einem Heliumbad, mit
einer Temperatur, die niedriger ist als die das λ-Punktcs von 4He. Dabei sind der Durchlaß des Umlaufkanals und
die Pumpvorrichtung derart bemessen, daß das Helium darin seine kritische Geschwindigkeit überschreitet und
Wirbel auftreten.
Im nachfolgenden wird die Materialmasse, welche die
Eigenschaft aufweist, daß normales 4He praktisch nicht
durch diese Masse hindurchfließen kann und das supraflüssige 4He diese Masse durchfließen kann, ohne
daß bei der Durchströmung sich mitbewegende Wirbel auftreten, als »Supraleck« bezeichnet.
Bei dieser vorgeschlagenen Vorrichtung ist dadurch ein kontinuierlicher Kühlprozeß erhalten, daß im
Umlaufkanal Wirbel auftreten. Nach Landau gilt
nämlich für einen Kanal, in dem sich Helium mit einer Temperatur unter dem λ-Punkt befindet, daß eine
Treibkraft Δμ- auf dieses Helium der Beziehung
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| NL6807903 | 1968-06-05 |
Publications (3)
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|---|---|
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| DE1925140B2 true DE1925140B2 (de) | 1976-04-29 |
| DE1925140C3 DE1925140C3 (de) | 1976-12-16 |
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| GB1266427A (de) | 1972-03-08 |
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| BE734084A (de) | 1969-12-04 |
| US3589138A (en) | 1971-06-29 |
| FR2010178B1 (de) | 1973-05-25 |
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