DE1925140C3 - Vorrichtung zum Transportieren von Wärme von einem niedrigeren zu einem höheren Temperaturniveau - Google Patents
Vorrichtung zum Transportieren von Wärme von einem niedrigeren zu einem höheren TemperaturniveauInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Transportieren von Wärme von einem niedrigeren /u
einem höheren Temperaturniveau.
Bei einer bereits vorgeschlagenen Vorrichtung der Art. auf die sich die Erfindung bezieht, liegen die beulen
Temperaturniveaus unter der Temperatur des λ-Punktes von Helium und die Vorrichtung enthält einen
Umlaufkanal, der mit 4He gefüllt ist. und in dem sich mindestens eine Materialmassc befindet mil der
Eigenschaft, daß normales 4Hc nicht durch diese Masse
hindurchfließen kann, während supraflüssiges 4He
hindurchfließen kann, ohne d iß bei der Durchströmung
sich mitbewegende Wirbel auftreten. Diese Materialmassc erstreckt sich über einen Teil des Umlaufkanuls
und füllt den Durchlaß desselben. Der Unilaufkanal enthält eine Pumpvorrichtung, die im Betrieb eine
Druckdifferenz über der erwähnten Materialmassc aufrechtzuerhalten vermag, wobei die Materialmasse
und wenigstens der auf der Seite niedrigeren Druckes dieser Masse liegende Teil des Umlaufkanals thermisch
isoliert ist. und der sich an die Seite höheren Druckes der erwähnten Maierialmasse anschließende Teil des
Umlaufkanais in wärmeleitender Berührung ist mit einem Kühler, beispielsweise einem Hcliumbud. mit
einer Temperatur, die niedriger ist als die das /Punktes
von 4He. Dabei sind der Durchlaß des Umlaufkanals und die Pumpvorrichtung derart bemessen, daß das Helium
darin seine kritische Geschwindigkeii übcrschreiiei und
Wirbel auftreten.
Im nachfolgenden wird die Materialmassc welche die
Eigenschaft aufweist, daß normales 4He praktisch nicht
durch diese Masse hindurchfließen kann und das
supraflüssige 4He diese Masse durchfließen kann, ohne
daß bei der Durchströmung sich m.'tbewegende Wirbel
auftreten, als »Supraleck« bezeichnet.
Bei dieser vorgeschlagenen Vorrichtung ist dadurch ein kontinuierlicher Kühlprozeß erhallen, daß im
Umlaufkanal Wirbel auftreten. Nach Landau gilt
nämlich für einen Kanal, in dem sich Helium mit einer Temperatur unter dem λ-Punkt befindet, daß eine
Treibkraft Δμ auf dieses Helium der Beziehung
Δμ
^-~ SAT
ο
ο
6o entspricht, in der:
Jp = die Druckdifferenz über dem Kanal,
ο = die Dichte des Heliums,
5 = die Entropie des Heliumsund
AT = die Temperaturdifferenz zwischen den beiden Seitendes Kanals ist.
ο = die Dichte des Heliums,
5 = die Entropie des Heliumsund
AT = die Temperaturdifferenz zwischen den beiden Seitendes Kanals ist.
Weitere diesbezügliche Daten lassen sich finden in »Fluid Mechanics«, L.D.Landau und I". MLiI
shitz. Pergamon Press. 1959 und in »Quantum
Fluids«. D. F. Brewer, Proceedings of the Sussex University Symposium, 16. bis 20. August 1965.
Weiter ist nach Anderson Δμ = Ιιη, wobei Λ die
Konstante von Planck und π die Anzahl qualifizierter
Wirbclringe im Suprafluidum ist, die an der Kanahsanc
entstehen.
Beim Starten der vorgeschlagenen Vorrichtung wire nun durch die Pumpwirkung eine Treibkraft Αμ auf da>
Medium im Umlaufkanal ausgeübt. In dem Augenblick ist die Temperatur in der Vorrichtung noch liberal
gleich, also J7"=0. Das bedeutet, daß die genannte A^
nach der obenstehenden Formel in eine Druckdifferenz A[J über den Teil des Umlaufkanals, der sich an dii
Saugscitc der Pumpe anschließt, (da im Sunraleck keim
Wirbel auftreten können, wird Αμ am Supraleck NuI
sein) umgewandelt wird. Infolge dieser Druckdifferen.
wird normales Helium durch diesen Kanalteil /u Pumpe fließen. Mit diesem Strom normalen Helium
wird zugleich ein Wärniestrom von der einen Seite de
Supralecks /ur Pumpe und zum Kühler erhaltet
Dadurch entsteht eine Temperaturdifferenz AT am
Supraleck, was zur Folge hat, daß die Druckdifferenz Ap an dem sich an die Saugseite der Pumpe anschließenden
tCanalteil kleiner wird. Am Supraleck wird nun eine
Druckdifferenz herrschen, wobei, weil im Supraleck leine Wirbel auftreten.Ap=ρ SAT'^x.
Auf diese Weise ist eine eir.lache Vorrichtung
erhalten um, ausgehend von einer Temperatur, die unter
4cm λ-Punkt des Heliums liegt, bei einer niedrigeren
Temperatur Kälie zu erzeugen. Bei dieser Vorrichtung ι ο
fet zur Erzeugung der Triebkraft Δμ eine Pumpe
erforderlich. Diese Pumpe kann beispielsweise eine Zentrifugalpumpe oder eine Kolbenpumpe sein, an der
pumpe gibt es keine Temperaturdifferenz, also AT=O.
«nd somit ist
A
ΔΡ
Δμ - -—-
Eine Schwierigkeit dabei ist, daß diese Pumpe bei Temperaturen in der Nähe von Γ Κ arbeitet, was
selbstverständlich konstruktive Probleme mit sich bringt, und weiter muß eine derartige Pumpe mit einer
Antriebsvorrichtung, die bei Zimmertemperatur arbeilet,
gekuppelt sein. Durch die Kupplung wird Wärme iur Pumpe fließen, welche Wärme dadurch dissipiert
wird, daß eine Menge flüssigen Heliums aus dem die Pumpe umgebenden Heliumbad verdunstet. Das bedeutet
also einen Verlust.
Dii Erfindung bezweckt, eine Vorrichtung der oben
beschriebenen Art zu schaffen mit einer besseren Wirkung und einer einfacheren Konstruktion als die der
vorgeschlagenen Vorrichtung, wobei die Pumpvorrichtung nach dem bekannten Prinzip des Brunneneffektes
arbeitet (vgl. »Handbuch der Kältetechnik« von Rudolf Plank, Bd.8,1957,S. 357 und 358).
Die erfindungsgemäße Vorrichtung, bei der beide Temperaturniveaus unter der Temperatur des λ-Punk-
»es von Helium liegen und die thermisch isoliert ist und einen Durchströmungskanal enthält, der im Betrieb der
Vorrichtung mit 4He gefüllt ist, ist dadurch gekennzeichnet,
daß der Durchströmungskanal ein erstes Supraleck !enthält, das sich mit seiner einen Seite an eine
Zuführungsleitung von 4He bei einer Temperatur, die unter dem λ-Punkt liegt, anschließt und sich mit seiner
anderen Seite an einen ersten Raum anschließt, wo dem
Helium Wärme zugeführt werden kann, welcher Raum über eine erste Leitung und einen Kühler, in dem dem
Helium bei einer Temperatur, die unter dem λ-Punkt liegt, Wärme entnommen werden kann, an ein zweites
Supraleck anschließt, das an seiner anderen Seite durch einen zweiten Raum begrenzt ist, in dein dem Helium
Wärme zugeführt werden kann, und an welchen Raum sich eine zweite Leitung anschließt, wobei im ersten
und/oder zweiten Raum eine Heizvorrichtung angeordnet ist, mit der dem Helium Wärme zugeführt werden
kann bei einer höheren Temperatur als die, welche im Betrieb im Kühler herrscht, und die erste und zweite
Leitung derart bemessen sind, daß im Betrieb das Medium darin seine kritische Geschwindigkeit überschreitet
und Wirbel auftreten.
Auf diese Weise ist eine Vorrichtung ei halten, bei der
durch Zuführung von Wärme an das 4He im eisten oder zweiten Raum bei einer höheren Temperatur als die,
welche im Kühler herrscht, ein Brunnenpumpeffekt am ersten bzw. zweiten Supraleck auftritt, wodurch eine
Triebkraft Δμ. auf das Helium im Durchströmungskanal erhalten wird, d. h., wie obenstehend bereits erläutert ist.
daß dann am anderen Supraleck eine Druckdifferenz und eine Temperaturdifferenz entsteht. Wird beispielsweise
im zweiten Raum Wärme zugeführt bei der höheren Temperatur, dann tritt die Brunnenpumpwiikung
am zweiten Supraleck auf, während eine Druckdifferenz und eine Temperaturdifferenz am
ersten Supraleck entsteht, mit der Folge, daß im ersten Raum e>ne niedrigere Temperatur herrscht. Bei dieser
niedrigeren Temperatur kann eir Gegenstand gekühlt werden, der dann also bei dieser niedrigeren Temperatur
dem Helium Wärme abgibt. Dadurch, daß infolge der Druckdifferenz an der ersten Leitung sowohl Supralfluidum
als auch normales Helium hindurchfließen, wird die dem ersten Raum zugeführten Wärme mit diesem
normalen Helium mit zum Kühler abgeführt werden. Andererseits ist es auch möglich, im ersten Raum bei
höherer Temperatur Wärme zuzuführen, wobei dann am ersten Supraleck eine Brunnenpumpwirkung auftritt,
und am zweiten Supraleck eine Druckdifferenz und Temperaturdifferenz entsteht, was zu einer Kälteerzeugung
bei niedrigerer Temperatur im zweiten Raum führt.
Auf diese Weise ist eine Vorrichtung erhalten mil einer oder zwei Pumpvorrichtungen ohne bewegende
Teile, die mit einem Motor auf Zimmertemperatur verbunden sind. Die Heizvorrichtungen können beispielsweise
eine kleine elektrische Heizspirale enthalten, die je über zwei dünne Drähte mit der Umgebung
verbunden sind, so daß Hineinlecken von Wärme durch die Leitung gering sein wird. Auch ist es möglich, die
Heizvorrichtungen als Platte oder Stab gut leitenden Materials auszubilden, die bzw. der über Wärmeleiter
mit der Umgebung in Verbindung gebracht werden kann.
Auf diese Weise ist eine Kühlvorrichtung erhalten, bei der durch Zuführung von Wärme an nur eine
Heizvorrichtung an einer anderen Stelle Kälte bei einer niedrigeren Temperatur erzeugt wird, wobei beliebig
geheizt werden kann im ersten oder im zweiten Raum und somit die Kälte auch beliebig im zweiten oder im
ersten Raum erhalten werden kann.
Bei einer weiteren günstigen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist diese in einem
Vakuumraum angeordnet, wobei die eine Seite des ersten Supralecks und die zweite Leitung außerhalb des
Vakuumraums münden, wobei der Vakuumraum mit der darin angeordneten Vorrichtung in ein Bad mit
flüssigem 4He mit einer Temperatur, die unter dem λ-Punkt liegt, untergetaucht werden kann, wobei der
Kühler mit dem flüssigen 4He-Bad in wärmeleitender Verbindung steht.
Eine weitere günstige Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung weist das Kennzeichen auf.
daß die vom zweiten Raum abgewandte Seile der zweiten Leitung über einen weiteren Kühler, in dem
dem Helium Wärme entnommen werden kann bei einer Temperatur, die unter dem λ-Punkt liegt, sich an die eine
Seite des ersten Supralecks anschließt. Dabei ist die Vorrichtung also durch einen geschlossenen Umlaufkanal
mit zwei Supralecks, zwei Räumen und zwei Kühlern gebildet. Dieses Ganze läßt sich nach einer weiteren
Ausführungsform in einem Vakuumraum anordnen, der in ein Bad mit flüssigem Helium mit einer Temperatur
unter dem Λ-Punkt untergebracht werden kann, wobei dann die beiden Kühler mit dem Heliumbad in
thermischem Kontakt stehen.
An Hand der Zeichnung, in der als Beispiel schematisch und nicht maßgerecht in Fig. 1 und 2 zwei
Ausführungsformen von Vorrichtungen zum Transportieren
von Wärme zwischen zwei unter dem A-Punkt von Helium liegenden Temperaturniveaus dargestellt
sind, wird die Erfindung näher erläutert.
Die Vorrichtung nach F i g. 1 enthält einen Kanal 1. in dem ein erstes Supraleek 2 aufgenommen ist. Der Kanal
1 steht mit seiner oberen Seite mit einem flüssigen Heliumbad 3, in einem Dewargefäß 4, in offener
Verbindung. Durch Absaugung des Dampfes über dem Heliumbad 3 mit Hilfe einer nicht dargestellten
Vakuumpumpe wird die Temperatur des Heliumbades 3 niedriger gehalten als die Temperatur des λ-Punktcs.
Die Temperatur des Heliumbades 3 kann beispielsweise 1,3"K betragen. Der Kanal 1 mündet an seiner anderen
Seite in einen Raum 5, in dem ein zu kühlender Gegenstand 6 fest angeordnet werden kann. An den
ersten Raum 5 schließt sich eine erste Leitung 7 an, die sich mit ihrer anderen Seile über einen Kühler 8 an ein
zweites Supraleek 9 anschließt. Das Supraleek 9 ist an seiner einen Seite durch einen zweiten Raum tO
begrenzt. Der Raum 10 schließt sich an eine zweite Leitung 12 an, die im Heliumbad 3 mündet. Im Raum 10
ist eine elektrische Heizvorrichtung 11 angeordnet, die
über Stromzuführungsdrähte 13 mit einer nicht dargestellten Stromquelle verbunden ist. Das Supraleek
2, der Raum 5. der Kanal 7, der Kühler 8, das Supraleek 9. der Raum 10 und die Leitung 12 sind in einem
Vakuumraum 14 angeordnet, der sich über den Kanal 15 an eine nicht dargestellte Vakuumpumpe anschließt, die
das Vakuum aufrechterhält. Weiter kann im Raum 5 ebenfalls eine Heizvorrichtung 1Γ angeordnet sein,
während im Raum 10 auch ein zu kühlender Gegenstand 6' vorhanden sein kann.
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende: Durch Stromzufuhr an die Heizvorrichtung 11 wird die
Temperatur im Raum 10 etwas höher werden als an der Unterseite des Supralecks 9 im Kühler 8, wo die
Temperatur (1,3°K) des Heliumbades 3 herrscht. In der
Annahme, daß im Kühler 8 eine Temperatur 7ö und ein Druck Po herrscht, und im Raum 10 eine Temperatur
7o + ^17"erzeugt wird, wird sich nach der Formel
und infolge der Tatsache, daß Δμ, am Supraleck 9 Null
ist. ein Druck p» + Ap< einstellen, wobei der Druckunterschied
am Supraleek ^p5= qSA T3 ist.
Die Treibkraft auf das Helium in der zweiten Leitung 12 ist nun
Ap\i
Δμ\2 = 1- SATn.
Infolge der Talsache, daß in der zweiten Leitung 12
Wirbel auftreten, ist 4μΙ2 = 0. Dadurch, daß die zweite
Leitung 12 an seiner vom Raum 10 abgewandlen Seite im Heliumbad mündet, wird die Temperatur dort der
Temperatur T0 im Kühler 8 gleich sein. Das bedeutet,
daß die Temperaturdifferenz am Supraleek und die Temperaturdifferenz an der zweiten Leitung einander
gleich sind, also Δ Τ,=Δ Τ«. Dadurch ist
-Δρπ Apt
Δμη — +
oder die Triebkraft der Pumpe ist
Δμ =
was der Formel der von beispielsweise einer Flüssigkcitspumpe
/wischen zwei gleichen Temperaturen gelieferten Triebkraft entspricht.
ίο Durch diese erhaltene Brunnenpumpwirkung uiio
also Helium aus dem Kühler 8 zum Heliumbad 3 gepumpt. Das bedeutet, daß im Kühler 8 ein niedrigerer
Druck herrschen wird als im Raum 5, so daß eine Druckdifferenz Ap1 an der ersten Leitung 7 entsteht.
is Infolge dieser Druckdifferenz wird auf das Medium in
jener Leitung eine Triebkraft ausgeübt werden, derart,
daß suprafluidcs und normales Helium zum Kühler 8 fließt. Dem normalen Hcliumstrom entspricht ein
Wärmestrom vom Raum 5 zum Kühler 8. Dadurch wird die Temperatur im Raum 5 sinken. Infolgedessen
entsteht eine Temperaturdifferenz ATi am Supraleek 2
was zur Folge hat. das an diesem Supraleek 2 auch eine Druckdifferenz herrschen wird, wobei wieder, weil im
Supraleek 2 keine Wirbel auftreten. Ap, = tjSA 7",. Es wird
sich ein Gleichgewichtszustand einstellen, wobei die von
der Pumpe (Supraleek 9, Raum 10, Heizvorrichtung 11 und Leitung 12) gelieferte auf das Medium wirkende
Triebkraft der Triebkraft, die erforderlich ist. um das
Medium durch den Teil (Supraleek 2. Raum 5 und Leitung 7) der Vorrichtung fließen zu lassen, gerade
entspricht. Dabei wird im Raum 5 eine niedrigere Temperatur von beispielsweise 0,70K herrschen. Im
Raum 5 ist ein zu kühlender Gegenstand 6 angeordnet, der bei dieser Temperatur dem Helium Wärme abgibt.
Diese zugeführte Wärme wird mit dem Strom normalen Heliums durch die Leitung 7 zum Kühler 8 abgeführt
werden. Auf diese Weise ist also eine Kühlleistung Im
den Gegenstand 6 erhalten.
Der Kühler 8 ist dabei als Kanalteil ausgebildet, der
zur Erhaltung einer großen wärmeaustauschenden Oberfläche mit einem Sintermaterial, wie zusammengesinterten
Kupferkugcln. gefüllt ist. wobei die Außenwand desselben mit einer Kupferplatte 13. die mit
Kühlflossen 14 in das Heliumbad ragt, verbunden ist.
Dadurch wird das Helium, das aus der Leitung 7 in den
Kühler 8 fließt, auf die Temperatur des Heliumbads i
gekühlt.
An Stelle der Heizvorrichtung 11 Strom zuzuführen, kann gewünschtenfalls der Heizvorrichtung 11' im
Raum 5 Strom zugeführt werden. Dies hat zur Folge, daß nun ein Brunnenpumpeffekt am Supraleek 2
auftreten wird, wobei der Druck im Raum 5 höher sein wird als im Kühler 8. Aus dem Raum 5 fließt dann das
Helium über die Leitung 7 zum Kühler 8, wo es auf die
Temperatur des Heliumbades 3 gekühlt wird. Auf ähnliche Weise wie obenstehend beschrieben wird nun
eine Druck-Temperaturdifferenz am Supraleek 9 entstehen, während an der Leitung 12 eine Druckdiffe
renz besteht, die das Helium aus dem Raum 10 zum Heliumbad fließen läßt. Mit der dadurch erhaltenen
Strömung normalen Heliums wird Wärme aus dem Behälter 10 mit niedrigerer Temperatur zum Heliumbad
abgeführt. Im Raum 10 wird dann Kälte erzeugt bei beispielsweise 0,70K. Diese Kälteerzeugung kann
beispielsweise zur Kühlung eines Gegenstandes 6' benutzt werden.
Auf diese Weise ist also eine Kühlvorrichtung für äußerst niedrige Temperaturen erhalten, wobei durch
Wärmezufuhr an nur einer Stelle eine Kälteerzeugung
■n einer anderen Stelle erhalten wird.
l: i g. 2 zeigt eine etwas andere Ausfühningslorm der
Vorrichtung nach Fig. 1. Hei dieser Ausfuhrungslorm
sind das erste Supraleck 2. der erste Raum 5. die eiste
Leitung 7. der Kühler 8. das zweite Supraleck 4 und die
/.weite Leitung 12 auf gleiche Weise ausgebildet und aiii
dieselbe Weise miteinander verbunden wie bei der
Vorrichtung nach F i g. 1. Nur ist jetzt das vom Raum 10
abgewandie F.nde der Leitung 12 über eine Leitung 17
und einen weiteren Kühler 18 mit der vom Raum 5 abgcwandlcn Seite des Supralceks 2 verbunden. Die
Leitung 17 und der Kühler 18. der als Flossenkühler ausgebildet ist. befindet sich außerhalb des Vakinim-
raums 14 und stehen mit dem lleliumbad } in
Verbindung. Auf diese Weise ist also ein geschlossener
Umlaufkanal erhalten, der mn MIe gelullt ist. Die
Wirkungsweise dieser Vorrichtung entspricht tier der
Vorrichtung nach Fig. I.
Is dürfte einleuchten, dall in konstruktiv er llinsiehl
noch eine Vielzahl nicht dargestellter Abwandlungen
möglich sind, unter F.inhaltung des Prinzips, auf dem die
l.rlmdung beruht, nämlich die Frzeugung einer Druck·
düferen/ am ersten Supraleck durch Frzeugung einei
Temperalurdifferenz am zweiten Supraleck und du gegenseitige Verbindung durch Leitungen, die derar
bemessen sind, daß das Suprafluidum dann semi
kritische Geschwindigkeit überschreitet
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Transportieren von Warme
von einem niedrigeren zu einem höheren Temperalurniveau, bei der beide Temperaturniveaus unter
der Temperatur des Α-Punktes von Helium liegen und die thermisch isoliert ist und einen Durehströinungskanal
enthält, der im Betrieb der Vorrichtung mit 4He gefüllt ist, dadurch gekenn /eichnet.
daß der Durchströmungskanal zwei Stipralekke
(2, 9) enthält, wobei das erste Supraleck (2) sich mit seiner einen Seite an eine Zuführungsleitung (17)
von 4He bei einer unter dem Α-Punkt liegenden Temperatur, und sich mit seiner anderen Seite an
einen ersten Raum (5) anschließ«, in dem dem Helium Wärme zugeführt wurden kann, und der sich
über eine Leitung (7) und einen Kühler \8). in dem dem Helium bei einer unter dem Α-Punkt liegenden
Temperatur Wärme entnommen werden kann, an das zweite Supraleck anschließt, das an seiner
anderen Seite durch einen zweiten Raum (10) begrenzt ist, in dem dem Helium Wärme zugeführt
werden kann und an den sich eine zweite Leitung (12) anschließt, ferner im ersten und/oder im zweiten
Raum (5 bzw. 10) eine Heizvorrichtung (U' bzw. II) angeordnet ist. mit der dem Helium Warme bei einer
höheren Temperatur zugeführt werden kann als die. »eiche im Betrieb im Kühler (8) herrscht, und die
erste (7) und zweite Leitung (12) derart bemessen sind, daß im Betrieb das Medium darin seine
kritische Geschwindigkeit überschreitet und Wirbel auftreten.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung in einem Vakuumraum i(14) angeordnet ist, und die eine Seite des ersten
Supralecks (2) und die zweite Leitung (12) außerhalb dieses Vakuumraums münden, wobei der Vakuumraum
mit der darin angeordneten Vorrichtung in ein Bad mit flüssigem 4He mit einer Temperatur, die
unter dem λ-Punkt liegt, untergetaucht werden kann,
und der Kühlei (8) mit dem flüssigen 4He-Bad (3) in
wärmeleitender Verbindung steht.
3. Vorrichtung nach Anspruch !,dadurch gekennzeichnet,
daß die vom zweiten Raum (lO)abgewand-Ie Seite der zweiten Leitung (12) über einen weiteren
Kühler (18). in dem dem Helium Wärme entnommen werden kann bei einer Temperatur, die unter dem
Α-Punkt liegt, sich an die eine Seite des ersten Supralecks (2) anschließt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung in einem Vakuumraum (14) angeordnet ist, der als Ganzes in ein Bad (3) mit
flüssigem Helium mit einer Temperatur unter dem λ-Punkt untergetaucht werden kann, und die beiden
Kühler (8, 18) mit dem Heliumbad thermisch verbunden sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL6807903A NL6807903A (de) | 1968-06-05 | 1968-06-05 | |
| NL6807903 | 1968-06-05 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1925140A1 DE1925140A1 (de) | 1969-12-11 |
| DE1925140B2 DE1925140B2 (de) | 1976-04-29 |
| DE1925140C3 true DE1925140C3 (de) | 1976-12-16 |
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