KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 44: Kurzwaaren.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 28. Februar 188a ab.
Unsere Verbesserungen betreffen die Anbringung eines Zündstreifens, welcher durch
seine grofse Dauerhaftigkeit die Uebelstände vermeidet, welche die schnelle Abnutzung der
Streichfiächen an den Schachteln der schwedischen Streichhölzer mit sich bringen.
Auf beiliegender Zeichnung sind unsere Einrichtungen an einem Tisch-, einem Wand- und
einem Taschenfeuerzeug dargestellt.
Fig. ι zeigt die obere Ansicht,
Fig. 2 die Vorderansicht, und
Fig. 3 einen Querschnitt des Tischfeuerzeuges a.
Fig. 4 ist Vorderansicht,
Fig. 5 Seitenansicht,
Fig. 6 obere Ansicht,
Fig. 7 Horizontalschnitt des Wandfeuerzeuges.
Das Taschenfeuerzeug ist in
Fig. 8 im Querschnitt, und in
Fig. 9 und 10 in der Oberansicht im geöffneten Zustand dargestellt.
Fig. 11 stellt den Zündstreifen m dar.
Die Anordnung des letzteren, der aus Papier oder beliebigem anderen Material besteht, das
auf beiden Seiten mit Zündmasse bestrichen und dann in der in der Zeichnung angegebenen
Weise gefaltet ist, bildet den Haupttheil unserer Erfindung. Dieser gefaltete Zündstreifen wird
in die Spalte f des Tisch- und Wandfeuerzeuges gelegt, die letzte Falte um die abgeschrägte
Kante χ gebogen und dann zwischen den Falz b geschoben. Ist die eine Seite der zwischen
den Falzen liegenden Falte abgenutzt, so dreht man sie um und benutzt die andere Seite zum
Anstreichen. Ist auch diese Seite untauglich geworden, so wird die ganze Falte abgerissen
und die nächstfolgende zwischen den Falz b geschoben. Auf diese Weise läfst sich bei
einiger Länge des gefalteten Zündstreifens ein Feuerzeug auf sehr lange Zeit brauchbar erhalten.
Bei dem Taschenfeuerzeug, Fig. 8, wird der ganze Zündstreifen m zwischen den
Falz b geschoben und hat man nur nöthig, die zu benutzende Fläche immer oben zu erhalten.
Das Tischfeuerzeug ist mit einem Schubfach 0 versehen, dessen Vorderwand g zum bequemeren
Einfüllen der Streichhölzer durch Scharnier umlegbar ist und durch die Feder d in der Verschlufsstellung
erhalten wird. Die Scheidewände c sollen das Durch einanderfallen der Streichhölzer verhindern, und die Oese e dient
zum Oeffhen des Schubfaches.
Bei dem Wandfeuerzeug ist der Behälter i in der gewöhnlichen Weise über der zwischen den
Falzen b befindlichen Streichfläche angebracht.
Der gefaltete Zündstreifen m ruht, wie gesagt, bei dem Taschenfeuerzeug vollständig zwischen
den Falzen b, und sind diese letzteren an der Platte k befestigt, die sich zwischen Deckel und
Boden der in bekannter Weise aus Metallblech gefertigten Streichholzschachtel befindet. An
dem Boden dieser Schachtel ist ein Querstreifen η angebracht, der die Köpfe der darunterliegenden
Streichhölzer schützen soll.
PATENT-Anspruch:
An Feuerzeugen für schwedische Streichhölzer gefaltete, auf beiden Seiten mit Zündmasse bestrichene
Zündstreifen m, welche entweder zwischen zwei Falze b eingeklemmt werden oder
in den Spalten/ liegen und nur mit einer Falte zwischen den Falz b zu liegen kommen.