DE1909855C - Verfahren zur formgetreuen Nachbildung von Straßenoberflachen fur Versuchsfahrbah - Google Patents

Verfahren zur formgetreuen Nachbildung von Straßenoberflachen fur Versuchsfahrbah

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DE1909855C
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Description

Die Iτίhulling betrifft ein Verfahren zur foringeireuen Nachbildung vnn Slraßenobcrflächen für Versuchsfahrbahnen.
Zum I rproben vnn neuen lahrzeugkonslriiktionen mit·;1 für Versuchszwecke werden Prüfstrecken henoiigi, die auf kurzer Strecke mojiliclist alle Arien \oii Unebenheiten, Bodenwellen od. dgl aufweisen, die in dem dem Fahrzeugverkehr zur Verfügung stehenden Siradennetz vorkommen. Mit Hilfe dieser VerMichsl'ahrbahnen ist es möglich, das Versuchsfaliizeug mehreren Beanspruchungen zugleich auszusetzen. Dabei kommt es darauf an, daß die Prüfstrecke möglichst formgeireue Nachbildungen der wirklichen Stralknoherflächen enthält.
l's ist bekannt, zur Reproduktion eines ausgewählten Fahrhahnahschnillcs ein Verfahren anzuwenden, bei dem auf einer etwa vier Meter langen, mit einem Zeichenpapicr bespannten Holzplatte ein mit einem Rad versehenes Zeichengerät verschiebbar angeordnet ist. Beim Durchfahren der unterhalb der Holzplatte liegenden Spur mit dem Aufzeichengerät zeichnet sich eine Kopie der Straßcnobcrfliiche auf dem Zeichenpapier ab, so daß an Hand dieser Zeichnung eine Holzschablone angefertigt werden kann, mit der die Profilierung der Betonmassc für die Versuchsfahrbahn erfolgt. Zur Vereinfachung werden immer nur zwei Spuren einer Fahrbahn, die etwa der Spur des Versuchsfahrzeuges entsprechen, aufgezeichnet. Beim Formen der Oberfläche der Versuchsfahrbahn . ird dadurch eine rechte und eine linke Fahrbahn mit entsprechend der Spurcnauf-/eichnung gleichbleibender Profilierung hergestellt.
Dieses Verfahren hat den Nacht' I, daß die neue Prüfstrecke keine sehr genaue Nachbildung des ausgewählten Fahrbahnabschnittes darstellt, sondern in seiner ganzen Breite dem gleichbleibenden Profil der Holzschablone entspricht. In der Praxis fährt ein Fahrzeug jedoch nicht immer die gleiche Spur, so daß es laufend unterschiedlichen Beanspruchungen ausgesetzt ist. Das Verfahren hat noch einen weiteren Nachteil, der darin besteht, daß das Abiastrad infolge seiner Große kleinere Unebenheiten, die das Fahrverhalten des Fahrzeuges beeinflussen, nicht berücksichtigen kann.
Der Frfinching liegt die Aufgabe zugrunde, eine formgetreue Nachbildung von Straßenoberflächen für Versuchsbahnen zu ermöglichen.
Diese Aufgabe winI erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß von dem ausgewählten Teil der Straßennhcrflächc zunächst ein aus einem Zwnkomponcntcn-I larisehciumkimstslnff bestehender Negativabdruck iKTgeslelll wird, wobei du: Haftung an der Straßcnoberfläehc durch ein Kunststofftrcnnmitlcl oj. dgl. unicrbuiiden wird, daß di·.· Oberfläche des Ncgaiivahliikkes \<'|- dem Fincießcn des Betons od. dgl. mit (.πι in Κ MisMefltr- 'ir'njitel bestrichen wild und daß ti it ι in cm ί' ■■; it ι ■-1! JiiJ ι' .·. K aus HcIo η oil dgl. gegossen wird der nach dem Frhärlcn in die Versuchsfahrbahn anbaubar ist.
Is is! vorteilhaft, wenn di'· nachzubildende Siralicnobfrfliichi· nut einer Hol/rahmenschablonc niiii'i'i.'ii/l wird. Is ist auch denkbar, daß Schablonen aii1 Mct;ill \ ("rwendung finden und damit die Größe di-s NrIMIiVaI-IiMiIk(1S (lurch dir :·ιι.icrc Umrandung bciircn/l wird Bei großflächigen Straßenslüekcn Uni- .en enlspicilii'nd mehrere Abdrucke hergestellt wciil. die spaii'i 'iis.immcnj'esct/l in die Versuchsf .ilu I).inn rim'!1!!."f '.v . ι den.
Nachdem die nachzubildende Siraßenoberfliiche mit einer iiolzrahmenseluihlone umgrenzt isl, kann als Kunslstofflrenriiiiillel ein Trennmittel mit gummiariigen ligcnschaflen innerhalb der HoIzrahmeiisch.iblone maschinell auf die Siruilenoherllitche aufgellten werden, so daß die Haftung /wischen der Straße und dem Hartschaunikunstslnlf unterbunden wird.
Fs ist vorteilhaft, wenn der Hartschauni1 unMstoff
ίο maschinell vermischt und unter hohem Druck auf die innerhalb der Holzrahmenschablone liegende, mit dem Kunststoffirennmille! versehene Siraßenoberfliiche aufgespritzt oder aufgeschäumt wird.
Die Dicke der Harschauinkunslsloffschicht richtet s.ch entsprechend nach der Größe des Negativabdruckes und nach der Art der der Hartschaumkun.ststoffschicht zugemischien Zusatzstoffe.
Nach dem Aushärten des Harlschaumkjnststoffes wird der Negativabdruck von der Straßenoberfläche abgehoben, gewendet und eine zweite Holzrahmenschablone aufgesetzt, die die Betoi -.-se od. dgl. für den Positivabdruck aufnimmt. A- den Negativabdruck wird zweckmäßigerweise eine Kunststofftrennschicht innerhalb des Holzrahmens aufgetragen, so daß eine Verbindung zwischen dem Beton und dem Negativabdruck verhindert wird.
Die Erfindung wird an Hand einer Zeichnung, die eine Vorrichtung zur Durchführung des beanspruchten Verfahrens darstellt, im folgenden näher erläutert.
Es zeigt
Fig. I eine schau bild liehe Darstellung der HoIzrahmenschablone fur den Negativabdruck mit einem Teil des Hartschaumkunststoffes und einem Teil einer unebenen Straßenoberfläche und
F i g. 2 eine schaubildliche Darstellung der übereinandergesetzten Holzrahmenschablonen fur den Negativabdruck und den Positivabdruck mit einem Teil der Betonmasse.
In der F i g. I ist die Straßenoberfläche 1 zu erkennen, von der ein Negativabdruck 2 aus einem Zwcikomponenten-Hartschaumkunststoff 3 hergestellt wird, dessen Haftung an der Straßenoberfläche durch ein Kunststcfftrcnnmittel 4 unterbunden wird. Der Negativabdruck 2 befindet sich in einer HoIzrahmenschablone 5, Jic die nachzubildende Straßenoberfläche 1 umgrenzt. Das Kunststofftrennmittcl 4, welches giimmiartige Eigenschaft besitzt, wird innerhalb der Holzrahmcnschdblone 5 auf die Straßenoberfläche 1 aufgetiapen. Der Hartschaumkunststoff 3 für den Negativabdruck 2 ist auf Polyurethanbasis hergestellt und durch Zusatzstoffe aktiviert.
IKr Hartschaumkunststoff 3 wird maschinell vcrm ist η und unter hohem Druck auf die innerhalb
r,5 der Holzrahmenschablonc 5 liegende, mit der Kunstr,tofftrcnnsehicht4 versehene Straßenoberfläche 1 aufgespritzt oder aufgeschäumt und bildet nach dem Aushärten eine gcschlosscnzellige Struktur. Die Holzrahmenschablone S ist mit Laschen 6 versehen, durch welche Stahlbügcl 7 zum Abheben das Negativabdruckes 2 von der Straßei\»berfläche 1 geschoben sind.
In der Fig. 2 ist zu erkennen, daß auf die gewendete llolzrahmcnschabloncS mit dem fertigen Negativabdruck 2 eine zweite Holzrahmenschablonc 8 aufgesetzt ist, die die Betonmasse9 für den Posilivahdruck 10 aufnimmt. In der Fig. 2 ist der Holzrahmen 5, 8 in einer zweiteiligen Ausführungsform
dargestellt. Die gewendete Holzrahnienseliuhlone 5 liegt wegen der Laschen 6 auf Balken 11.
Zwischen dem Negalivabdruck 2 und dem l'ositivibdruck 10 isi eine Kunstsioffirennschichl 12 angebracht, die eine Verbindung /wischen Beton und Hartscliauinkunslsluff verhindert. Wie weiterhin aus der lig. 2 zu entnehmen ist, sind in den Posilivabdruck 10 Ösen 13 und Buchsen eingegossen, an denen sich mittels Schäkel 14 Hebemiltel 15 befestigen lassen. Nach dem Trennen des Positivuhdruckcs 10 in von dem Negalivalidruck 2 weiden die Ösen 13 entfernt und der IV.silivahdruck 10 in ein den. Ab messwagen des Positivabdruckes 10 entsprechendes Fundament einer Versuchsfahrbahn, die in den Figuren nicht dargestellt ist, eingegossen.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur formgeireuen Nachbildung von Straßenoberflächen für Versuchsfahrbahnen, ao dadurch gekennzeichnet, daß von dem ausgewählten Teil der Straßenoberfläche (1) zunächst ein aus einem Zwcikomponenlen-Hartichaumkunsistoff (3) bestehender Negativabdruck (2) hergestellt wird, wobei die Haftung an der Straßenoberflächeduich ein Kunststofftrennmittel (4) od. dgl. unterbunden wird, daß die Oberfläche des Ncgativabdruckes (2) vor dem Eingieß.n des Betons od. unl. mit einem Kunststofftrennmittel
(4) bestrichen wird und daß darin ein l'osiiivubdiuck aus Beton od. dgl. gegossen wird, der nach dem F.rhärien in die Versuchsfahrbahn einbaubar ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nachzubildende Strallenoherfliiche (I) mit einer Holz- oder .Meiallrahnienschablnne (5) unigrenzt wird.
3. Verfahrer: nach Anspruch 2, daduich jji·- k. nn/e>uinct, daß als Kunsistofftrcnnmiltc! (4) cm Trennmittel mit gummiarligen lügen>ch;i(u-ji inncihalb der I loi/iahmensehabbne (S) duimIii nell yuf die Slraßenoberflache (1) aufgetragen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hartschautnkunstsloff [?■>) maschinell vermischt und unter hohem Druck auf die innerhalb der Holzrahmenschablone (5) liegende, mit dem Kunststofftrennmittel (4) versehene Straßenoberflär^'i (I) aufgespritzt oder aufgeschäumt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzrahmenschablone (5) mit dem fertigen Negativabdruck (2) gewendet und eine zweite Holzrahmenschablone (8) aufgesetzt wird, daß auf den Negativabdruck (2) eine Kunststofftrennschicht (12) od. dgl. aufgebracht wird und daß die Betunmasse (9) auf den beschichteten Negativabdruck aufgebracht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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