DE1908735C - Dämpfungsvorrichtung zum Abfangen des Schubkolbens eines Bolzeneintreibgerätes - Google Patents
Dämpfungsvorrichtung zum Abfangen des Schubkolbens eines BolzeneintreibgerätesInfo
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- DE1908735C DE1908735C DE1908735C DE 1908735 C DE1908735 C DE 1908735C DE 1908735 C DE1908735 C DE 1908735C
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Description
Die Erfindung bezieht, sich auf eine Dämpfungsvorrichtung
zum Abfangen des Sehubkolbens eines Bolzensetzgerätes, dessen Schubkolben einen im Führungsrohr
des Werkzeugs geführten bundförmigen Kolhenteil und einen den Bolzen od. dgl. treibenden
Kolbenschaft hat, der von einer am Kolbenteil angrenzenden elastischen Pufferhülse — deren Außendurclimesser
etwa der Laufbohrung des Führungsrohres entspricht — und einem mündungsseitig an
der Pufferhülse angrenzenden, verschiebbar angeordneten Anschlagring umschlossen ist.
Qei einem bekannten Bolzeneintreibgerät dieser Art (USA.-Patentschrift 3 249 279) liegt die äußere
Mantelfläche der Pufferhülse mit ihrem vorderen und hinteren Ende am Führungsrohr an. Dadurch kann
der mittlere Bereich der Pufferhülse den Schubkolben nicht an der ßohrungswand des Führungsrohres abbremsen.
Es sei denn, die Verformung der Pufferhülse wäre so stark, daß sie den Ringspalt zwischen
Führungsrohr und Schubkolben völlig ausfüllt. Eine solche starke Verformung verkürzt jedoch die Lebensdauer
der Pufferhülse.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Dämpfungsvorrichtung der eingangs beschriebenen
Art zu schaffen, deren Pufferhülse über ihre Funktion als hubbegrenzender Anschlag hinaus noch
wirksamer als Bremsorgan für den Kolben nutzbar ist, ohne die Lebensdauer der Pufferhülse zu vermindern.
Erfindungsgemäß wird »lie Aufgabe dadurch gelöst, daß sich die Mittenbohrung, vom Kolbenschaftdurchmesser
und von den Endbereichen der Pufferhülse ausgehend, bogenförmig über den mittleren Bereich
der Pufferhülse erstreckt. Dadurch bäumt sich während des Abfangens des Sehubkolbens insbesondere
der mittlere Bereich der Pufferhülse auf und wird gegen die Laufwandung des Führungsrohres gepreßt.
Die Bewegungsenergie des Kolbens wird somit nicht nur durch den Anschlag allein, sondern auch
sehr stark durch die Reibung der gegen die Innenwand des Führungsrohres angepreßten Pufferhülse
aufgezehrt. Damit wird das bisher stets als unangenehm empfundene harte Anschlagen des Kolbens
wesentlich gemildert.
Der Gegenstand der Erfindung ist an Hand de; Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Es zeigt
Fig. I einen Schubkolben in Ausgangsstellung im
Führungsrohr eines Schubkolbengerätes im Längsschnitt und
K i g. 2 den Schiibkolben in der vorderen Endstellung.
Mit 1 ist das Führungsrohr oder der Gerätelauf bezeichnet, in dessen engbemessenem Mündungsquerschnitt
sowohl der Bolzen 2 als auch das vordere als Schubstange 3a (Schubkolbenschaf 1) ausgebildete
Ende des Schubkolbens 3 untergebracht sind. Am rückwärtigen Ende der Schubstange 3 a ist ein KoI*
benendsUick3£> (Kolbenteil des Sehubkolbens) mittels Gewinde lösbar befestigt, das mit seiner großen
Stirnfläche den vollen Druck der Treibladungsgase aufnimmt und zu diesem Zweck im Führungsrohr I
gasdicht geführt ist. Bevor jedoch das Kolbenendstück 3 b aufgeschraubt wird, muß, da die Schubstange
3 a abgesetzt ist, erst ein loses Kolbenendstück 3c (Anschlagring) aufgezogen werden, dessen
freie Stirnfläche der des geräteseitigen Anschlages la entspricht. Dann folgt eine aus elastischem Werkstoff
ίο bestehende Pufferhülse 4, die nach dem Aufschrauben
des Kolbenendstückes 3 b soviel an Platz auf der Schubstange 3a einnimmt, daß die Vorderkante des
Kolbenendstückes 3 c gegen den Absatz der Schubstange 3 a satt anliegt.
Die Pufferhülse4 weist eine ringförmige Ausnehmung4a
auf, die von der zentralen Bohrung4i>
aus sich im Bogen über den mittle'ren Bereich der Pufferhülse 4 erstreckt. Lediglich in beiden Endbereichen
liegt die Pufferhülse 4 damit gegen die Schubstange 3 a an. Hinsichtlich Anordnung und Ausbildung der Ausnehmung
4 α ist der Querschnitt der Pufferhülse 4 genau in der Mitte ihrer Gesamtlänge am meisten
geschwächt. Wi?d nun die Pufferhülse 4 beim Auftreffen des Endstückes 3 c gegen den geräteseitigen
Anschlag 1 α axial zusammengedrückt, so erfolgt mit dem Stauchen gleichzeitig auch ein radiales Ausweiten
des Hülsenmantels derart, daß sich die Pufferhülse 4 fest gegen die Innenfläche des Führungsrohres
1 preßt. Der hierbei auftretende Reibungswiderstand dient zum Abbremsen des Kolbens 3. Da die
Reibung erst dann wirksam werden kann, wenn das Kolbenendstück 3c bereits den Anschlag la erreicht
hat, wird niemals der Fall eintreten, daß die Kolbenenergie aufgezehrt ist, bevor der Kolben diese vordere
Endstellung erreicht hat. Außerdem hat man es in der Hand, den Reibungswiderstand durch entsprechende
Werkstoffauswahl und Querschnittsbemessung der Pufferhülse mit dem Aufprallwiderstand so abzustimmen,
daß in jedem Fall der Schubkolben seine vordere Endstellung erreichen kann.
Claims (1)
- Patentanspruch:Dämpfungsvorrichtung zum Abfangen des Sehubkolbens eines Bolzensetzgerätes, dessen Schubkolben einen im Führungsrohr des Werkzeugs geführten bundförmigen Kolbenteil und einen den Bolzen od. dgl. treibenden Kolbenschaft hat, der von einer am Kolbenteil angrenzenden elastischen Pufferhülse — deren Außendurchmesser etwa der Laufbohrung des Führungsrohres entspricht — und einem mündungsseitig an der Purferhülse angrenzenden, verschiebbar angeordneten Anschlagring umschlossen ist, dass durch gekennzeichnet, daß sich die Mittenbohrung (4 6), vom Kolbenschaftdurchmesser und von den Endbereichen der Pufferhülse (4) ausgehend, bogenförmig über den mittleren Be· reich der Pufferhülse erstreckt.
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