DE1908665U - Elektrisches geraet mit einer festen isolierschicht zwischen teilen verschiedenen potentials. - Google Patents
Elektrisches geraet mit einer festen isolierschicht zwischen teilen verschiedenen potentials.Info
- Publication number
- DE1908665U DE1908665U DEW32843U DEW0032843U DE1908665U DE 1908665 U DE1908665 U DE 1908665U DE W32843 U DEW32843 U DE W32843U DE W0032843 U DEW0032843 U DE W0032843U DE 1908665 U DE1908665 U DE 1908665U
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- insulation
- electrical device
- parts
- magnesite
- weight
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01F—MAGNETS; INDUCTANCES; TRANSFORMERS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR MAGNETIC PROPERTIES
- H01F27/00—Details of transformers or inductances, in general
- H01F27/02—Casings
- H01F27/022—Encapsulation
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08K—Use of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
- C08K3/00—Use of inorganic substances as compounding ingredients
- C08K3/18—Oxygen-containing compounds, e.g. metal carbonyls
- C08K3/24—Acids; Salts thereof
- C08K3/26—Carbonates; Bicarbonates
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B3/00—Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
- H01B3/002—Inhomogeneous material in general
- H01B3/006—Other inhomogeneous material
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B3/00—Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
- H01B3/18—Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B3/00—Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
- H01B3/18—Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
- H01B3/30—Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances plastics; resins; waxes
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC
- Y10S—TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y10S174/00—Electricity: conductors and insulators
- Y10S174/01—Anti-tracking
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Insulating Materials (AREA)
Description
PA-B135096 -8,12.6«»
Westinghousc
Electric Corporation
Pittsburgh
Electric Corporation
Pittsburgh
64/8008
Elektrisches Gerät mit einer festen Isolierschicht ZY/ischen Teilen verschiedenen Potentials.
Für diese Anmeldung wird die Priorität aus der entsprechenden
USA-Anmeldung Serial No. 286 415 vom 7.6.1963 beansprucht«
Die Neuerung befaßt sich mit organischen Isolationen, die in Verbindung mit elektrischen Geräten verwendet werden. Sie betrifft
im besonderen die Verringerung der nachteiligen Effekte von Lichtbogeneinv/irkungen und die darauf zurückzuführenden
Kriechspuren und Kriechpfade innerhalb oder an der Oberfläche organischer Isolationen elektrischer Leiter unter elektrischen
Beans pruchungen.
Schm/Mi
WE-Case 34 862
Es ist eine bekannte lechnik, gewisse anorganische Zusätze bei
organischen Stoffen zu verwenden, die als elektrische Isolation dienen0 Unter den Zwecken, zu denen diese Zusätze beigefügt,
werden, ist die Erhöhung der Festigkeit., gegen Licht7l. .-·. „...
bögen und die sich daraus ergebenden Kriechspuren zu nennen·,
Ferner soll die ... Festigkeit gegen Kriechpfade vergrößert werden, die dadurch entstehen, daß die Isolation verschiedenen
Betriebszuständen bei der Verwendung, z.B. hoher Luftfeuchtigkeit oder Verunreinigungen oder Kombinationen dieser
Zustände bei anliegender elektrischer Spannung ausgesetzt ist ο Kriechspuren können z.B. zwischen Leitern auftreten, die
unterschiedliches elektrisches Potential aufweisen, wenn die Oberflächen- oder andere Verunreinigungen den Isolationswiderstand
eines Stoffes so weit herabsetzen, daß ein Leckstrom fließen kann. Wenn der Strom durch die Isolation fließt, erwärmt
sich die Isolation, und diese Erwärmung kann so intensiv werden, daß eine Verbrennung oder Verkohlung veranlaßt wird. Dies führt
wiederum zu Kohlenstoffbildung, was weiterhin zur Leitfähigkeit
der Isolation beiträgt. In kurzer Zeit ist dadurch ein leitender Pfad geringen Widerstandes zustande gekommen, der zu einem elektrischen
Durchschlag führt. Ferner kann die Verunreinigung der Oberfläche oder eine andere Verunreinigung den elektrischen
Widerstand so weit ändern, daß Lichtbogen infolge hoher örtlicher
Beanspruchung auftreten« Diese Lichtbogen führen zur Zersetzung des organischen Isoliermaterials, das als !Träger verwendet
wird. Daraus ergeben sich elektrische Versager in der genannten Weise. Während der Zusatz einiger Stoffe zu organi-
WE-Case 34 862
sehen Isolierraaterialien bekannt ist, um diese Wirkungen zu
verzögern, ist es bisher lediglich empirisch gelungen, solche Stoffe zu verwenden, da keine Voraussagen über die Anwendbarkeit
gegebener Stoffe im allgemeinen getroffen werden können.
Es ist ein allgemeines Ziel der Neuerung, eine neuartige elektrische
Isolierung zu schaffen, die sehr widerstandsfähig gegen die schädlichen Wirkungen von Lichtbögen und die sich daraus
ergebenden Kriechspuren ist.
Ein spezielles Ziel der Neuerung besteht darin, ein elektrisches Gerät zu schaffen, das eine neuartige Kombination elektrischer
Isolationen und einen oder mehrere elektrisch leitende Teile umfaßt, die leicht herzustellen sind und ausgezeichnete Widerstandsfähigkeiten
gegen Lichtbogen und Kriechspuren aufweisen.
Ein anderes Ziel der Heuerung ist es, eine neue Anordnung zu
schaffen, die organische Isolierstoffe in Kombination mit großen
Mengen spezieller, natürlich vorkommender mineralischer Magnesiumcarbonate oder Mischungen dieser umfaßt„ Die neue Isolation
soll leicht in gewünschte Formen gebracht und nährend langer
Perioden in Umgebungen verwendet v/erden können, die Lichtbogeneinwirkungen
und Kriechspuren unterliegen„
Andere Ziele der Neuerung ergeben sich aus der folgenden, ins einzelne gehenden Beschreibung und Erörterung der Neuerung.
WE-Case 34 862
Gemäß der Neuerung werden diese und andere Ziele dadurch erreicht und eine Isolation geschaffen, die insbesondere widerstandsfähig
gegen die Wirkungen von Lichtbogen und die darauf zurückzuführenden
Kriechspuren ist, daß ein Zusatz mineralischen, natürlich vorkommenden Magnesiumcarbonats zu organischen Isolierstoffen
verwendet wird, v/ie im folgenden im einzelnen angegeben wird ο Auf diese einfache Weise können die gewünschten Eigenschaften
organischen Isolierstoffen verliehen werden, ohne daß
von den gegenwärtig üblichen Sechniken zum Herstellen und Verarbeiten
dieser Isolierungen abgegangen werden muß» Darüber hinaus werden diese Ergebnisse bei hervorstechend wirtschaftlichen
Bearbeitungsweisen im Vergleich zu Techniken erreicht, die bisher verwendet wurden und entweder andere Stoffe für
diesen Zweck odor die Veränderung solcher Stoffe benutzten.
Wie oben bemerkt wurde, sind die Stoffe, die organisches Isoliermaterial
lichtbogen-und kriechspurfest machen, natürlich vorkommende Mineralien, die einen wesentlichen Teil Magnesiumcarbonat
enthalten» Typische Beispiele dieser Mineralien sind Magnesit oder Magnesiumcarbonat (MgGO^), Nesquehomit (MgCG.* °
3H2O), Hydromagnesit (3MgCQ~-Mg(QH)2*3HqO) und Magnesium alba
(4MgGO5»Mg(0H)2"5HgO)ο Während es für den Fachmann klar ist,
daß andere natürlich vorhandene Mineralien, die eine ähnliche Menge Magnesiumcarbonat enthalten, mit Vorteil zur Verwirklichung
der Neuerung verwendet werden können, bilden die vorstehend genannten Mineralien, insbesondere Magnesit, das bevorzugt
verwendete Material» Es ist festzuhalten, daß die Bezeich-
WE-Case 34 862
nung "natürlich vorkommendes mineralisches Magnesiumcarbonate" alle solche Mineralien einschließen soll, die einen wesentlichen
Teil Magncsiumcarbonat enthalten»
Die mineralischen Magnesiumcarbonate werden in Übereinstimmung
mit den der Neuerung zugrunde liegenden PestStellungen in fein
verteilter Form verwendet, d.h. in einer Größe, die durch ein
Nets mit 100 Maschen (£yler) passieren und vorzugsweise eine
Größe von -325 Maschen oder kleiner aufweisen. Die verwendeten Partikel besitzen sweckmäßig eine verhältnismäßig gleichmäßige
durchschnittliche Größe; sie können, falls erwünscht, zusätzlich gemahlen werden. Auf jeden Pail sind die mineralischen Partikel
in dem organischen Isoliermaterial in der üblichen Weise verteilt.
Die Stoffe können z.B. in Kautschuk oder Elastomere eingemahlen werden oder sie sind in Harzmaterialien gemischt, die
ausreichend flüssig sind, um ein Rühren zu ermöglichen, so daß gleichmäßige Dispersionen erhalten werden.
Eine der wesentlichen Grundlagen der Neuerung besteht darin,
daß, wie gefunden wurde, die Verwendung dieser natürlich vorkommenden anorganischen Mineralien in Isolationen die Beimengung
von Mengen bis zu 75 Gew.fo der sich daraus ergebenden Isolation
gestattet= Daraus erhält man eine erhöhte Lichtbogen- und Kriechspurbeständigkeit. Es wurde gefunden, daß so hohe
Füllungen mit künstlich hergestellten Analogen dieser Materialien nicht erreicht werden können. Zusätzlich ergibt sich daraus,
daß diese Mineralien im allgemeinen weit weniger teuer sind als
— 5 —
WE-Case 34 862
der organische Teil der Isolation, zumal in bezug auf das Gewicht,
ein wirtschaftlichor Vorteil bei so hohen Stillungen=,
Die tatsächliche Menge Magnesiumcarbonats, die für einen gegebenen
Zweck verwendet wird, hängt weitgehend von den Umständen der Verwendung ab, d.h, davon, ob eine mäßige oder schwere
Lichtbogenbeanspruchung zu erwarten ist, sowie von Betrachtungen der Verformbarkeit und dergl.
Wie vorstehend bemerkt wurde, können Isolierstoffe mit erstaunlich
großen Mengen natürlich vorkommender anorganischer Mineralien gefüllt werden ο Die Öl- oder Harzabsorption der natürlich
vorkommenden Mineralien ist kleiner als die Öl- oder Harzabsorption künstlich hergestellter Füllstoffe gleicher Partikelgrö'ße.
Offensichtlich haben die natürlich vorkommenden Mineralien eine kleinere Oberfläche als künstlich hergestellte Füllstoffe gleicher
Partikelgröße ο Diese Eigenschaften werden nicht nur durch die Entdeckung erhärtet, daß organische Bindematerialien mit
einem hohen Gehalt an Füllstoffen zufriedenstellen verformt,
ig
stranggepreßt oder anderweit ,verarbeitet werden können, wobei die Fließeigenschaften der Mischung wichtig sind, sondern auch durch die Entdeckung, daß für äquivalente Gewichtskonzentrationen von Partikeln ähnlicher Größe die natürlich vorkommenden Mineralien Mischungen mit einer besseren Fließfähigkeit als künstlich hergestellte Füllstoffe ergeben»
stranggepreßt oder anderweit ,verarbeitet werden können, wobei die Fließeigenschaften der Mischung wichtig sind, sondern auch durch die Entdeckung, daß für äquivalente Gewichtskonzentrationen von Partikeln ähnlicher Größe die natürlich vorkommenden Mineralien Mischungen mit einer besseren Fließfähigkeit als künstlich hergestellte Füllstoffe ergeben»
Im allgemeinen werden Mengen der Mineralien verwendet, die 20
bis 75 G-e\Vo$ ergeben» Sie führen, je größer die Konzentration
WE-Case 54 862
ist, zu um so besseren Lichtbogen- und Kriechspurbeständigkeiten»
Die obere Grenze ist in jedem Pail der maximale Betrag mineralischen Magnesiumcarbonate, der in der organischen Isolation
eingeschlossen sein kann, während geeignete Bearbeitungsei genschaften noch beibehalten v/erden, so daß die Isolationen
für elektrische Geräte in bekannter Weise verwendet werden können» Ein bevorzugter Konzentrationsbereich der Mineralien für
alle Isolationszwecke liegt in der Größenordnung von 20 bis
etwa 70 &ev/.#.
Die organischen Isoliermaterialien nach der Neuerung sind die bisher in der Elektroindustrie zum laminieren, Vergrießen,
Pressen und Verformen verwendeten Stoffe, beispielsweise für
solche Geräte wie Leistungsschalter, Transformatoren, Isolatoren
und verwandte Geräte. Im allgemeinen gibt es mehrere Klassen solcher organischer Isolationen, bei denen die vorliegende
Neuerung angewendet werden kann» Zu diesen gehören Gummi, geeignete synthetische Kautschukarten, Polyesterharze und
Epoxyharze, sowie Thermoplaste, wie Polyolefine (d.h. PoIyähtylen und Polypropylen), Polymethylmethacrylate und dergl.
Unter den Kautschukarten, die verwendet werden können, sind
solche wie Äthylen-Propylen und die sogenannten 2ri- oder
Terpolymere von Äthylenen und Propylen, Butyl-Kautschuk,
Neopren, Buna N, Styrol-Butadien-Kautschuk und dergl°, wobei
Butylkautschuk bevorzugt wird.
Die Epoxyharze sind eine andere wichtige Klasse Isolierstoffe, bei denen die Neuerung angewendet werden kann. Eine wichtige
WE-Case 34 862 l
Art im Handel erhältlichen Epoxyharzes ist die Mischung von
Kondensationsprodukten von Epichlorhydrin und einem polyhydrischen Phenol, gewöhnlich Diphenylolpropan, gewöhnlich bekannt
als Bisphenol Λ. Das Produkt wird Epoxyd oder Epoxyharz genannt,
v/eil in dem Polymer eine oder mehrere Epoxydgruppen (Oxiran-Eingo)
vorhanden sindo In Abhängigkeit von den vorliegenden
Umständen ergibt die Kondensation die Bildung von Polyäthem, und das Produkt enthält aliphatische und aromatische Hydroxylgruppen
auf Grund von Sekundarreaktionen„ Diese Harze können
daher im wesentlichen als Polyätherderivate der polyhydrischen
Ausgangsmaterialien angesehen werden, die Epoxyd- und Hydroxydgruppen in unterschiedlichen Mengen enthalten»
Wie angedeutet wurde, haben die Harze im allgemeinen mehr als eine Epoxydgruppe pro Molekül, z.3, mehr als eine bis etwa 10
Epoxydgruppen pro Molekül. Diese herzförmigen Polyätherepoxyde können ZoB0 durch die Reaktion von 1 bis zu 10 Molteilen eines
Epihalohydrins, vorzugsweise des Epichlorhydrins mit ungefähr
1 Molteil Bisphenol A in der Gegenwart von einem stöicohiometrischen
Überschuß an Alkali, bezogen auf die Menge des Halogens hergestellt werden„ Die Mischung wird auf eine temperatur im
Bereich von ungefähr 80 bis 110 C während einer Zeit erwärmt,
die awischen einer halben Stunde bis zu drei Stunden oder mehr in Abhängigkeit von den Mengen der verwendeten Reaktionsstoffe
variieren kann. Das erhaltene Polymer kann dann mit heißem Wasser ausgewaschen worden, um ungenutztes Alkali und Halogensalze
zu entfernen» Andere geeignete Mischungen werden durch die Peroxydation. . organischer Mischungen erhalten, die eine
WE-Case 34 862
Mehrzahl Olefingruppen enthalten; die Olefingruppen werden dabei
in Oxiran- odor Epoxydgruppen umgewandelt. Weitere Herstellungsvorfahren zur Erzeugung dioaer und anderer Epoxydharze sind'aus
der Patentliteratur bekannt, so z.B. aus den amerikanischen
Patentschriften 2 494 295, 2 500 600, 2 511 913 und 2 691 007.
Sie sind ferner in Standard-Lehrbüchern, wie z.B. Epoxy Resins von Skeiat, Rcinhold Publishing Co. (1958) und Epoxy Resins
von Leo u.a., McGraw-Hill (1957)» enthalten, auf die Bezug genommen
wird.
Die Polyesterharzmischungen werden durch die Reaktion eines polyhydrischen Alkohole und einer mehrbasigen Säure hergestellt,
von der mindestens ein Teil ungesättigt ist. Es ist üblich, Maleinsäure oder deren Anhydrid oder Fumarsäure als ungesättigte
Teile zu verwenden. Dieses Reaktionsprodukt (ein Polyester) wird üblicherweise mit einer Yinylkombination nach dem Lösen
in einem Vinylmonomer, wie z.B. Vinylacetat, Methylmethacrylat, Styrol oder dergl=, copolymerisiert. Gewöhnlich ist dabei ein
Katalysator, beispielsweise ein Pcroxyd-Katalysator, z.B. ein
tertiäres Butylhydroperoxyd oder Bencoylperoxyd vorhanden.
Verfahren zum Herstellen von Polyestern sind bekannt. Sie können ZoBo in der Patentliteratur oder in dem Buch "Polymers
and Resins" von Golding, (1959), D.Van ifostrand Company, gefunden
werden.
Die organischen Isolierstoffe, die mineralisches Magnesiumcarbonat
enthalten, können in der gleichen Weise wie bekannte
WE-CaBe 34 862
elektrische Isolierstoffg verwendet werden. Sie können z.B.
zusammen mit Glas- oder Asbestfasern geformt werden, um formen
zu ergeben, die zur Aufnahme oder Einbettung elektrischer Leiter 'geeignet sind, oder für Geräte, die Abstandsstücke benötigen,
wie Transformatoren» Es können auch zusammen mit Glasfibermatten,
Glasgeweben oder verschiedenen Asbestfasern Laminate hergestellt
werden. Ferner ist eo möglich, aus den genannten Pasern verstärkte,
mineralgefüllte Laminate zu erzeugen»
Die einzige Figur der beiliegenden Zeichnung ist ein Schnitt durch einen Transformator mit Isolation gemäß der Neuerung«
Der Transformator 10 besitzt einen Kern 12, der vorzugsweise auc einem geeignet geschichteten Material, zum Beispiel einem
Siliziumstahl besteht ο Um die Seitenochenkel 14 und 16 des
Kerns 12 sind Sekundärwicklungen 15 und 1? des Transformators
mit Abstand angeordnet. Die Sekundärwicklungen sind gegenüber den Schenkeln dec Kernes isoliert. Die Primärwicklungen 18 und
20 des Transformators sind mit Abstand um die Sekundärwicklungen
gelegt ο Eine Isolation 22 aus einer Mischung gemäß der Neuerung
umschließt den gesamten Aufbau und füllt die Zwischenräume zwischen den Sekundär- und Primärspulen sowie zwischen den Sekundärspulen
und den Schenkeln des Kernes. Sie kann in beliebiger Weise aufgebracht sein. Durch ihre Oberseite 27 führen die
Anschlüsse 24 und 26 für die Primär- und Sekundärwicklung des ;
Transformators. Palls erwünscht, kann die ganze Anordnung von '
einer Grundplatte 30 getragen werden. In solchen Transformatoren
können zwischen den mit Abstand angeordneten Leitern, die ver-
- 10 -
WE-Case 34 862
schiedenes Potential aufweisen, oder zwischen den Leitern "und
den Anschlüssen Lichtbogen auftreten, und es kann sich eine Kriechspur entwickeln» Dies gilt besonders für den Fall, daß
der Transformator in einer verschmutzten Atmosphäre betrieben wird ο Es ist festzuhalten, daß die der Neuerung eigentümlichen
Vorteile durch \rerwendung der beschriebenen natürlichen Mineralien
in organischen Isolationen erhalten werden können, gleichgültig, wie immer solche Isolation einer lichtbogengefährdeten
Umgebung ausgesetzt ist oder einer Umgebung, in der sich Kriechspuren bilden können„
Die Neuerung,-; wird im Zusammenhang mit den folgenden spezifischen
Beispielen näher beschrieben, in denen Einzelheiten zum Zwecke der Erläuterung angegeben werden, die nicht als Beschränkung
anzusehen sind» ;
Bei diesem Beispiel wird Butylkautschuk als organische Isolation
verwendet» Diese Art Kautschuk wird durch geeignete Mischung und Vulkanisierung eines bestimmten Butylkautschuk-Grundstoffes
hergestellt» Solche Grundstoffe sind Copolymere von Isobutylen in größeren Teilen, z.B. von 60 bis 90 fo, mit einem kleinen
Teil eines konjugierten Diolefins, wie z.B. Isopren oder Butadien» Auf diese Y/eisc erhält man ein Polyolefin-Polymer mit
einem verhältnismäßig hohen Molekulargewicht, das ungesättigte Gruppen enthält, so daß eine Vulkanisierung durch bekannte
Techniken erhalten werden kann. Solche Butylkautschukarten sind
- 11 -
WJS-Case 34 862
im Handel erhältlich» Sic werden insbesondere von der ESTJAY Co.
vertrieben» Der Butylkautschuk bei diesen Beispielen ist ein
Gopolymeres von ungefähr 99 Einheiten Isobutylen und 1 Einheit Isoprene
Der Butylkautschuk (Enjay Co» Nro035) wird auf eine kalte Zwei-RollenWalze
gegeben und bearbeitet, bis er sich vollständig um die Rollen legte Dann wird dem Kautschuk mineralisches Magnesiumcarbonat
(-325 Maschen) in kleinen Mengen beigefügt und das Walzen fortgesetzt, bis eine disperse Verteilung des Füllstoffes
erhalten ist« Der gefüllte Kautschuk wird dann auf einer beheizten Walze bei 150 C während 10 Minuten bearbeitete Danach
wird er wieder auf die kalte Walze gelegt, und es werden übliche
Butylkautschukbcschleuniger, Vulkanisiermittel, Weichmacher und dergl. in Mengen zugesetzt, die in der folgenden Tabelle angegeben
sind ο
| Tabelle I | Gewichtst eile | |
| Material | 100 | |
| But yIkaut s chuk | VJl | |
| Magnesiumoxyd | 5 | |
| Zinkoxyd | 3 | |
| Carbon black | 1,5 | |
| Elastopar (Monsanto) | , Maspeth, N.Yo) 10,0 | |
| Kenflex N (Kenrich Corp, | 5,0 | |
| Anti-Chek Wax (Sun Oil) | 5,0 | |
| Zinkstoarat |
- 12 -
WB-Case 34
Paraffinöl 511 (Sun Oil) 4,0
Dibenzo-p-chinondioxim 6,0
p-Chinondioxim 2,0
Bleioxyd (Pb3O4) 10,0
Schwefel 1 ,5
Nat „Mineral
Austr.Magnesit (MgGO,) 368,0 +
+ Das Magnesit beträgt 70 Gewichtsprozent der Mischung.
Elastopar ist eine im Handel erhältliche Form von N-Methyl-N,4-dinitrosoanilin,
das zu 33,3 Gew.?£ von Ton aufgenommen ist.
Kenflex N ist ein polymeres, aromatisches Kohlemvasserstoffharz
mit einem spezifischen Gewicht von 1,01, einem Zündpunkt von 190° G, einem Tropfpunk t von 2° G sowie einem Siedepunkt von
175° C bei 2 mm Quecksilbersäule. Es gilt als Plexibilisator
für Butylkautschuk. Das Wachs ist ein hochraffiniertes Petroleumwachs
mit einem Schmelzpunkt von 67 bis 68° C, einer Viskosität in SUS bei 99,5° C von 44,8, einem spezifischen Gewicht bei
15,5° G von 0,928 und von 0,767 bei 100° C.
Das Paraffinöl hat eine Viskosität von 100 bis 120 SUS bei 38° C,
einen Viskositätsindex von 90 und ein Gewicht von 31 bis 33 nach A.Pd.
Quadratische Stücke von 2,5 cm Kantenlänge, die aus dem Walzvorgang
erhalten werden, wurden naß in bezug auf die Lichtbogen-
und Kriechspurbeständigkeit geprüft. Bei dieser Untersuchung
werden geeignete Probestücke einer elektrischen Entladung vom
- 13 -
WE-Case 34 862
Metall zur Flüssigkeit ausgesetzt, die ununterbrochen während
einer Minute brennt. Die Flüssigkeit besteht zu einem Gewichtsprozent
aus Ammoniumchlorid in Wasser mit 0,1 Gewichtsprozent eines Benetzungsmittels (Aerosol OT). Unmittelbar nach jeder
Entladung wird die Oberfläche mit aufeinanderfolgend 500 und
1000 V auf Überschlag beansprucht. Das Prüfverfahren sowie die Einzelheiten der verwendeten Ausrüstung sind von Mandelkorn und
Dakin in einem Artikel mit dem Titel "Wet Surface Tracking of Insulation: A Differential Test With Controlled Short Discharges '
to a Water Electrode", AIEE Transactions, pt. Ill (Power Apparatus
and Systems), Vol. 81, 1962, Seite 291 beschrieben. Die Leistungspegel
der Entladungen sind 8,1 Watt, 555 Watt und 2,9 Watt,
sämtlich bei 3000 V.
Bei der Prüfung muß das Material der Lichtbogenentladung während
einer vollen Minute bei dem gewählten Leistungspegel widerstehen und keinen leitenden Pfad zeigen, wenn es unmittelbar folgend
mit 500 und 1000 Volt geprüft wird. Die Daten bei diesem Test wurden von Mandelkorn und Dakin denen der üblichen Staub- und
Nebelprüfungen (ASTM Verfahren D-2132-62T) wie folgt zugeordnet: Die 2,9 Watt-Beanspruchung entspricht einer 40 bis 60 stündigen
Beanspruchung im Staub- und Nebeltest, eine 5,5 Watt-Beanspruchung
entspricht 60 bis 300 Stunden Lebensdauer, und eine 8,1 Watt Beanspruchung entspricht einem Wert von mehr als 500 Stunden.
Verschiedene Proben von Butylkautschuk, die mit natürlichem
Magnesiumcarbonat gefüllt waren, wurden mit dem obengenannten
Verfahren untersucht. Bei einer Probe wurde natürliches Magnesit
- 14 -
WE-Caso 34-862
(MgCO*) in einer Menge von 70 Gev/.# der erhaltenen Isolation
verwendet= Das mineralische Carbonat wurde bei einer Korngröße
von -325 Maschen so verwendet, wie es erhalten worden war.
Die Proben wurden den verschiedenen Prüfungen unterworfen, die oben angegeben sind, und sie bestanden die Prüfungen bei allen
Leistungspegeln.
In anderen Versuchsreihen wurde das Magnesit mit einer Kugelmühle gemahlen und dann Butylkautschuk bis zu 70 Gew»$ beigefügt,
wie oben angegeben ist. 'Heile dieses Kautschuks wurden dem gleichen
Test bei 8,1 Watt unterworfen, wobei drei Versuchsreihen ausgeführt wurden und jede Versuchsreihe erfolgreich verlief.
In einer Kugelmühle gemahlene Proben des natürlichen Magnesits wurden in einer Menge von ungefähr 60 bis 65 °/° in Butylkautschuk
verwendet» Sie ergaben stets zufriedenstellende Ergebnisse im Bereich des 5,5 Watt leistungspegels, jedoch traten gelegentlich
Versager im Bereich des Leistungspegels von 8,1 Watt auf. Wie offensichtlich ist, ist auch diese Isolation geeignet. Sie sollte
aber unter \venigef gefährlichen Umständen als die vorgenannten
Proben verwendet werden.
Bei den obengenannten Stoffen wurden auch Versuche in bezug auf den tangens δ sowie kumulative Gewichtsverluste ausgeführt. In
allen Fällen wurde gefunden, daß die verbesserte Lichtbogen- und Kriechspurbeständigkeit gemäß der Erfindung ohne Einbuße in
diesen wichtigen Kenngrößen einreicht wurde.
WE-Oase 34 862
Dann wurde einem Butylkautschuk ein natürliches Hydromagnesit,
3MgCO,'Mg(OH)2'3H2O, bin zu 70 Gewichtsprozent zugefügt. Das
Mineral war auf einer Wiley-Mühle gemahlen worden, bis es durch
ein 400-Maschennctz (Tylcr) hindurchfiel. Die aus der Butylkautschuk-Mischung
geformten Proben wurden dann der vorgenannten Kriechspurprüfung bei einem Leistungspegel von 8,1 Watt
unterworfen und hielten in allen Fällen stand. Selbstverständlich würden sie sich auch bei kleineren Leistungspegeln bewährt
haben„
Es ist bekannt, in Kautschuk-, Epoxydharz- und Polyesterharzisolationen
hydratisiertes Aluminiumoxyd (Al2O^*3H20) zu verwenden,
um Lichtbogen- und Kriechspurbeständigkeit zu erhalten. Falls es aus irgendwelchen Gründen, z.B. im Interesse der bequemen
Verformbarkeit im Hinblick auf die Viskosität und dergl.
erwünscht ist, kann ein Teil des Magnesitgehalteg von Mischungen gemäß der Neuerung durch kleine Prozentsätze Aluminiumtrihydrat,
z.B. bis ungefähr 20 Gewichtsprozent der gesamten Isolation
ersetzt werden. So wurden z.B. Mischungen hergestellt aus 1 ) 20 io Aluminiumtrihydrat und 50 fo Magnesit und 30 fo Kautschuk
2) 15 °/> Aluminiumtrihydrat, 45 1P Magnesit und 40 $ Kautschuk und
3) 15 7° Aluminiumtrihydrat, 50 cß>
Magnesit und 35 % Kautschuk und im Hinblick auf die Lichtbogen- und Kriechspurbeständigkeit
untersucht. In allen Fällen wurden zufriedenstellende Resultate
erhalten. Ferner war festzustellen, daß auch die Verformbarkeit/
gemessen an den gegenwärtig üblichen Herstellungsverfahren, befriedigte .
- 16 -
WE-Case 34 862
Die anderen elastomere*! sowie thermoplastischen, organischen Isoliermaterialien,
die eingangs erwähnt wurden, können anstelle von Butylkautschuk in den obenstehenden Beispielen in der gleichen
allgemeinen Weise verwendet werden, um Magnesit enthaltende
Isolationen mit Lichtbogen- und Kriechspurbeständigkeit herzustellen.,
Isolierstoffe auf der Basis von Polyestern wurden wie folgt
untersucht: Es wurde eine Harzmischung aus folgenden Gewichtsteilen bereitet: 45 Teile eines ungesättigten Polyesterharzes,
das monomeres Methylmethacrylat (75 ?° Polyester) enthielt, mit
einer Säurezahl unterhalb 38 und einer Gardner-Holdt Viskosität bei 25° C von Z+ - ZI + (Paraplex P444, Rohm & Haas Co.)»
45 Heile eines selbstlöschenden Polyesterharzes mit einer Gardner-Holdt Viskosität von Z-Z1 und einem spezifischen Gewicht
von 1,26 (Laminae 4146, American Gyanamid), 4,5 Seile a-Hothylctyrol, 5 Teile Styrol und 0,5 Teile Benzoylperoxyd.
Es wurde natürliches Australisches Magnesit mit einer Partikelgrößc von -325 Haschen zugesetzt« Das Magnesit wurde in die
Harzmischung in solchen Mengen eingegeben, daß Gewichtskonzentrationen von 55$, 60$, 65$ und 70$ des Magnesits, bezogen auf
die erhaltene Isolation, zustandekamen. Durch Gießen oder Verformen
dec entgasten gefüllten Harzes in Scheiben von 6,2 mm Dicke wurden Proben hergestellt, die mit Hilfe von Wärme unter
Verwendung bekannter Techniken gehärtet wurden. Alle Proben bestanden die vorgenannten Kriechspurversuche im 5,5 Watt-
- 17 -
Y/E-Gase 34 862
Leistungsbereich, bei 70$ Konzentration auch alle Prüfungen im
8,1 Watt-Leistungabereich°
Bei anderen Versuchen wurden Harze, die 30$ Styrol und als Hest
das obengenannte Paraplex P444 enthielten und mit Australischem Magnesit in den gleichen Größenordnungen, d„ho bis zu 55, 60,
65 und 70 Gewichtsprozent, gefüllt waren, zu Proben verarbeitet
und wie vorstehend geprüft» Alle Proben bestanden die Kriechspurprüfung
im 5?5 Watt-Leistungsbereich und die 65 und 70 Gewichtsprozent-Proben auch die Versuche im 8,1 Watt-Leistungsbereicho
Wieder andere Probestücke enthielten als einzige Abweichung nur 20$ Styrol. Auch diese bestanden alle die 5>5 Watt-Leistungsprobe,
während die mit 70 Gewichtsprozent gefüllten Proben sich auch im 8,1 Watt-Leistungsbereich erfolgreich zeigten,
Es ist festzuhalten, daß die gleichen Harze ohne Hinzufügung des natürlichen Magnesits gemäß der Neuerung nicht einmal in ·
der Lage waren, die 1,3 Watt Lichtbogenprüfungen zu bestehen»
Es wird angenommen, daß dies in eindeutiger Form den erstaunlichen fortschrittlichen Effekt der Verwendung natürlich vorkommenden,
mineralischen Magnesiumcarbonate bei der Vermeidung von Lichtbogenwirkungen zeigt.
Bei weiteren Prüfungen wurde ein lichtbogenbeständiges, glasfaserverstärktes
Laminat dadurch hergestellt, daß übliche Glas- ' fasermatten in ein Polyesterharz eingebracht wurden, das beispielsweise
65 Gewichtsprozent natürliches Magnesit enthielt. Die Teile wurden unter Hitze und Druck verbunden.
- 18 - :
WE-Gase 34
Als Beispiel wurde ein Polyesterlamiiiierharz durch Mischen von
45 Teilen Paraplex P444, 45 Teilen Laminae 4146, 4,5 Teilen
a-Methylstyrol, 5 Teilen Styrol und 0,5 Teilen Benzoylperoxyd
(als Katalysator) hergestellt. Alle Mengenangaben beziehen sich auf das Gewicht. Auf 35 Gewicht st eile dieses Harzes wurden
65 Teile natürlichen Australischen Magnesits zugefügt. Die
Mischung wurde durch Verwendung einer Dreiwalzenfarbenmühle sorgfältig disporgiert. Drei Lagen von 219j 1-1/2 oz. Glasfibermatten
wurden in Formgrößo geschnitten mit der Harzfüllstoffmischung
getränkt. Die nassen Lagen wurden dann in einer Form gestapelt, auf 125° G vorgeheizt und bei 14 Atm. während 10 Minuten
bei 125° G gepreßt.
Nach der Entfernung der Proben aus der Form wurde ein glasfiberverstärktes
Laminat von annähernd 3 mm Dicke erhalten, das bei Untersuchungen im Hinblick auf Lichtbogen- und Kriechspurbeständigkeit
wie oben angegeben die 5,5 Watt-Leistungsgrenze erreichte.
Ähnliche Ergebnisse wurden erhalten, wenn natürliches Hydromagnesit
(65 Teile) anstelle des Australischen Magnesits in dem obigen Beispiel trat.
Andere Versuche wurden unter Verwendung von Epoxyharz ausgeführt,
dem natürliches Magnesit zugefügt wurde« Beispielsweise wurden 43,3 Teile eines Diglycidyläthers von Bisphenol A mit einer
- 19 -
WE-Oase 34 862
Viskosität bei 25° C von 10000 bis 16000 cps und einem Epoxyd-A'quivalent
gewicht von 185 bis 200 (Epi-Rez 510, Jones-Dabney Co.) und 23,3 Teile eines Epoxyharzes geringerer Viskosität mit :
einem gradkettigen Diglycidyläther mit einem Epoxydäquivalentgewicht
von 330 sowie einer Viskosität bei 25° C von 57 centist okes (Dow Chemical, : . . ■· DER 732) mit 33,3 Tei- '
len einer Amidamino-Härterlösung einer Viskosität von 150 bis
400 cps. bei 25 C und einem annähernden Äquivalentgewicht von
90 (Epicure 855, Jones-Dabney) gemischte Auf 30 Teile der Harzmischung
wurden 70 Teile natürlichen Australischen Magnesits zugefügt ο Die Harz-Magnesit-Mischung wurde sorgfältig dispergiert,
in eine Form gegossen und bei 100° C während zwei Stunden ausgehärtet« Dadurch wurden 6 mm dicke Probeplatten hergestellt,
die danach in bezug auf die Lichtbogen- und Kriechspurbeständigkeit untersucht wurden= Die Proben widerstanden den Beanspruchungen
im 5,5 Watt-Leistungsbereich.
Zusammen mit geeigneten Härtern können andere Harze und Monomere,
die Epoxydgruppen enthalten, als organische Binder für das mineralische
Magnesiumcarbonat gemäß der Neuerung verwendet werden. Beispiele solcher Stoffe sind die Oxironc (Food Machinery and
Chemical Corp.)» die epoxydiertenTriglyceride, wie Epoxol (Swift
and Co.), die Araldite (Ciba Co.) und die Spone (Shell Chemical
Co. )o
Wie bei Stoffen auf Kautschukbasis kann Aluminiumtrihydrat in
kleinen Mengen bis zu 20 Gewichtsprozent anstelle des mineralischen
Magnesiumcarbonats auch in Isolationen auf Polyester- ;
- 20 -
WE-Case 34 862
und Epoxydbasis treten und die Lichtbogen- und Kriechspurbeständigkeit
gemäß der Neuerung wird beibehalten. Ähnlich können Glas- und Asbestfasern in verschiedenen Formen eingeschlossen
werden, um besondere Eigenschaften au erhalten.
Aus der vorstehenden Erörterung und Beschreibung geht hervor,
daß die Neuerung eine sehr v/irksame lösung für das Problem der Isolationsaersetzung durch Lichtbogen und der Verringerung
von Kriechspuren in elektrischen Geräten bildet , die atmosphärischer
Verschmutzung ausgesetzt sind, wobei mit Abstand voneinander angeordnete Leiter verschiedenes elektrisches Potential
aufweisen«
1 Pigur
6 Ansprüche
- 21 -
Claims (6)
1. Elektrisches Gerät, insbesondere Transformator mit einem geschlossenen
Bisenkern (12) und diesen umgebenden Primärwicklungen (18,20) und Sekundärwicklungen (15, 17) sowie einer festen Isolation
(22) zwischen den Wicklungen (15,17,18,20) und dem Kern (12), die aus einem organischen Kunstharz und einem Zusatzstoff
zur Verbesserung der Kriechspurfestigkeit besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatzstoff in der Isolation (22) zwischen
den Metallteilen verschiedenen Potentials (12, 15, 17, 18, 20) ein natürlich vorkommendes Mineral ist, das zum überwiegenden
Teil Magnesiumkarbonat enthält.
2. Elektrisches Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Isolation (22) Magnesit (MgOO,) enthält.
3. Elektrisches Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolation (22) Nesquehomit (MgCO3.3H2O) enthält.
4· Elektrisches Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Isolation (22) Hydromagnesit (3MgCO5-Mg(OH)2.3H2O)
enthält.
— 1 —
5. Elektrisches Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolation (22) Magnesium alba (4MgCO5-Mg(OH)2.5H2O)
enthält.
6. Elektrisches Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isolation (22) 20 bis 70 Gewichtsprozent des Zusatzstoffes
enthält.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US286415A US3339013A (en) | 1963-06-07 | 1963-06-07 | Arc and tracking resistant insulation |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1908665U true DE1908665U (de) | 1965-01-21 |
Family
ID=23098505
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW32843U Expired DE1908665U (de) | 1963-06-07 | 1964-06-05 | Elektrisches geraet mit einer festen isolierschicht zwischen teilen verschiedenen potentials. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3339013A (de) |
| DE (1) | DE1908665U (de) |
Families Citing this family (12)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3525063A (en) * | 1968-09-16 | 1970-08-18 | Rucker Co | Differential transformer |
| US4100089A (en) * | 1976-01-16 | 1978-07-11 | Raychem Corporation | High-voltage insulating material comprising anti-tracking and erosion inhibiting compounds with insulating polymers |
| US4219607A (en) * | 1978-01-13 | 1980-08-26 | Raychem Corporation | High voltage insulating compositions containing phosphorus compounds |
| US4223071A (en) * | 1978-01-13 | 1980-09-16 | Raychem Corporation | High voltage insulating compositions containing phosphorus compounds |
| CH654437A5 (de) * | 1981-02-11 | 1986-02-14 | Bbc Brown Boveri & Cie | Elektrischer isolationskoerper. |
| AU2312384A (en) * | 1983-01-10 | 1984-07-12 | Bicc Public Limited Company | Improving the resistance of surfaces |
| US4668718A (en) * | 1984-10-05 | 1987-05-26 | Ciba-Geigy Corporation | Self-extinguishing, track-resistant epoxy resin moulding composition and use thereof |
| US4754250A (en) * | 1985-08-05 | 1988-06-28 | Firma Wilhelm Sedlbauer Gmbh | Holding device for toroidal cores provided with windings |
| JPH0354233A (ja) * | 1989-04-19 | 1991-03-08 | Furukawa Electric Co Ltd:The | 複合難燃剤およびそれを含有する難燃性樹脂組成物 |
| DE4138386A1 (de) * | 1991-11-22 | 1993-05-27 | Basf Ag | Flammfeste thermoplastische formmassen |
| DE4315208A1 (de) * | 1993-05-07 | 1994-11-10 | Basf Ag | Flammgeschützte thermoplastische Copolyesterformmassen |
| US7183890B2 (en) * | 2005-06-21 | 2007-02-27 | Jose De Jesus Camarena Villaseñor | Magnetic induction device |
Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2325416A (en) * | 1940-12-09 | 1943-07-27 | Schweitzer & Conrad Inc | Arc extinguishing means |
| US2768264A (en) * | 1953-04-28 | 1956-10-23 | Rostone Corp | Arc-suppressing device |
| US2997528A (en) * | 1957-01-09 | 1961-08-22 | Gen Electric | Electrical apparatus having insulation for eliminating creepage tracking |
| US2997527A (en) * | 1957-01-09 | 1961-08-22 | Gen Electric | Electrical apparatus having insulation for eliminating creepage tracking |
| US2997526A (en) * | 1957-01-09 | 1961-08-22 | Gen Electric | Electrical apparatus having insulation for eliminating creepage tracking |
| FR1267518A (fr) * | 1959-09-15 | 1961-07-21 | Siemens Ag | Procédé d'obtention de produits à base de résine époxyde contenant une matièrede charge et résistant aux courants de fuite |
-
1963
- 1963-06-07 US US286415A patent/US3339013A/en not_active Expired - Lifetime
-
1964
- 1964-06-05 DE DEW32843U patent/DE1908665U/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3339013A (en) | 1967-08-29 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0136572B1 (de) | Härtbare Polyesterformmassen | |
| DE1908665U (de) | Elektrisches geraet mit einer festen isolierschicht zwischen teilen verschiedenen potentials. | |
| DE2519574B2 (de) | Isoliertes Starkstromkabel und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE3135749A1 (de) | "feuerhemmende, durch strahlung haertbare, polymere massen" | |
| DE2249578A1 (de) | Verfahren zur herstellung von metallhaltigen aethylencopolymerisaten | |
| DE1469972A1 (de) | Erhoehung des Dielektrizitaetseffekts in Harzen und kautschukartigen Polymeren | |
| DE1901986A1 (de) | Haertbare Polymere | |
| DE3306447A1 (de) | Modifizierte polyolefin-verbindung sowie verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE1769521C3 (de) | Verwendung eines bestimmten Gemisches zur Herstellung der Grundschicht von kupferkaschierten Platten | |
| EP0101864B1 (de) | Ungesättigte, homo- und/oder copolymerisierbare Polyester, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung | |
| DE3512791C2 (de) | Isolierplatte | |
| DE2228978A1 (de) | Feuerhemmende masse | |
| DE69611009T2 (de) | Beschichtetes elektrisches Stahlblech zur Herstellung von Magnetkreisen | |
| DE2249813A1 (de) | Thermoplastische hochtemperaturverbindungen und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE3606068A1 (de) | Harzmischung zur herstellung von laminierten artikeln | |
| DE3045984A1 (de) | Nichtbrennbare klebstoffmasse | |
| DE1719251B2 (de) | Wärmevernetzbare Formmasse zur Herstellung von Halbleiterformkörpern Ausscheidung aus: 1219674 | |
| DE60013650T2 (de) | Superdielektrische hochspannungsisolation für dynamoelektrische maschine | |
| DE2224677A1 (de) | Elektrisches Gerät mit ölgetränkter Isolation | |
| EP0102487B1 (de) | Ungesättigte, homo- und/oder copolymerisierbare Poylester, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung | |
| DE3743964A1 (de) | Polyphenylenoxidharz-zusammensetzung | |
| DE2131845C3 (de) | Härtbare Kunststoff-Formmassen zur Herstellung von Formteilen mit erhöhter Lichtbogenfestigkeit | |
| DE1908644U (de) | Elektrisches geraet, insbesondere elektrischer schalter, mit einer festen islolierschicht zwischen teilen unterschiedlichen potentials. | |
| DE2461468C3 (de) | Stabilisator für Harze gegen radioaktive Strahlung | |
| DE1253786B (de) | Elektrisches Schaltgeraet mit Schwefelhexafluorid als Loeschmittel |