DE1908624B2 - Verfahren und Röhrenspaltofen zur Erzeugung von Olefinen durch thermische Spaltung von Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren und Röhrenspaltofen zur Erzeugung von Olefinen durch thermische Spaltung von Kohlenwasserstoffen

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DE1908624B2 DE19691908624 DE1908624A DE1908624B2 DE 1908624 B2 DE1908624 B2 DE 1908624B2 DE 19691908624 DE19691908624 DE 19691908624 DE 1908624 A DE1908624 A DE 1908624A DE 1908624 B2 DE1908624 B2 DE 1908624B2
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    • C10G9/14Thermal non-catalytic cracking, in the absence of hydrogen, of hydrocarbon oils in pipes or coils with or without auxiliary means, e.g. digesters, soaking drums, expansion means
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Description

in welcher Fe den Druck im engsten Düsenquerschnitt, P1 den Druck vor den Düsen und κ den Adiabatenexponenten bedeuten, ein kritisches Druckverhältnis unter Ausbildung von Schallgeschwindigkeit der strömenden Gase im engsten Querschnitt der Düse einstellt.
2. Röhrenspaltofen zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit Konvektionszone und Strahlungszone mit einer Anzahl von in der Strahlungszone parallelgeschalteten und auf der Eintritts- und Austrittsseite jeweils durch ein oder mehrere gemeinsame Sammelrohre verbundenen Reaktionsrohren, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Sammelrohr (9) und dem Eintritt in jedes der parallelgeschalteten Reaktionsrohre (10) in der Strahlungszone (2) Düsen (15) angeordnet sind, die so gestaltet sind, daß sich unter den Verfahrensbedingungen gemäß Anspruch 1 ein kritisches Verhältnis zwischen dem Druck vor der Düse und dem Druck im engsten Querschnitt der Düse unter Ausbildung von Schallgeschwindigkeit der strömenden Gase im engsten Querschnitt der Düse einstellt.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und einen Röhrenspaltofen zur Erzeugung von Olefinen durch hermische Spaltung von Kohlenwasserstoffen in Ge- »enwart von Wasserdampf im Röhrenofen mit einer \nzahl von parallelgeschalteten und auf der Einritts- und Austrittsseite jeweils durch ein oder meh-'ere gemeinsame Sammelrohre verbundenen Reak- :ionsröhren.
Es ist bekannt, Olefine, vorzugsweise Äthylen, durch thermische Spaltung von Kohlenwasserstoffen m Röhrenofen zu gewinnen. Einsatzmaterial sind iabei Kohlenwasserstoffgemische, die den ganzen Bereich gasförmiger und flüssiger Erdöldestillate umfassen, vorzugsweise aber Naphtha und Gasöl in Siedebereich zwischen 40 und 4000C. Aus diesei wird unter Wässerdampfzugabe ein olefinreiche Spaltgas erzeugt, aus dem in nachgeschalteten An lagen die Olefine abgetrennt werden.
Die bekannten Röhrenspaltöfen enthalten ei™ Konvektionszone und eine Strahlungszone. In de Konvektionszone wird im allgemeinen in waagerech ten Rohren das Gemisch aus Kohlenwasserstoff
ίο dämpfen und Wasserdampf nahezu auf die Reak tionsanfangstemperatur aufgeheizt. In der mit Gas und/oder Ölbrennern beheizten Strahlungszone wer den dem Reaktionsgemisch durch die Wärmestrah lung des Rauchgases die Reaktionswärme und eit
weiterer Teil der fühlbaren Wärme zugeführt, so dal in der Straklungszone die Spaltreaktion abläuft.
In den bekannten Röhrenofen sind in der Strah lungrzone Rohre von etwa 70 bis 120 m Gesamt länge vorgesehen, die senkrecht oder waagerecht ir
ao mehreren hintereinandergeschalteten Einzellängei angeordnet sind. Im allgemeinen sind diese Rohre aus Edelstahl-Schleuderguß mit 90 bis 120 mm In nendurchmesser ausgeführt. Die maximalen Reak tionstemperaturen erreichen 840 bis 890° C.
Üblicherweise werden in den Röhrenspaltöfei mehrere, vorzugsweise zwei bis acht, dieser Rohr wege parallel geschaltet, wobei für jeden Rohrweg j( ein Mengenregler für die Versorg'-—^ mit Kohlen Wasserstoffen und mit Wasserdampf dient. Je zwe Regler für jeden Rohrweg sind erforderlich, um fü alle parallelen Wege den gleichen Durchsatz unc das gleiche Kohlenwasserstoff-Wasserdampf-Verhält nis einzuhalten.
Bei der thermischen Spaltung von Kohlenwasser stoffen zu einem olefinreichen Spaltgas fällt stets ein< gewisse Menge Kohlenstoff an, der sich als Koks ar der Innenwandung der Reaktionsrohre ablagert unc im Laufe des Betriebes den Druckverlust in den ein zeinen parallelgeschalteten Rohrwegen unterschied lieh verändert.
Es ist bekannt, daß die Bildung des erwünschter Äthylens durch kurze Verweilzeit des Reaktionsge misches unter Reaktionstemperatur und einen niedri gen Reaktionsdruck geförder: wird.
In den bekannten Röhrenspaltöfen liegt die Ver weilzeit bei 0,5 bis 1,0 see, der mittlere Reaktion* druck, hervorgerufen durch den Druckverlust in einzelnen Rohrweg von 70 bis 120 m Länge, be 2,5 bis 3 bar.
Durch Verkürzung der Reaktionsrohre kann di< Verweilzeit verringert werden. Dann muß aber di< Reaktionstemperatur nach den Gesetzen der Reak tionskinetik erhöht werden. Um die Wärmestrom dichte und damit die Werkstofftemperatur der Reak tionsrohre nicht über die bereits bei den jetzt üb liehen Abmessungen erreichten oberen Grcnzwerti zu erhöhen, müssen dann aber die Rohrdurchmesse oder die Durchsätze verringert werden. In beidei Fällen muß dadurch die Anzahl der zur Erzeugunj
So einer bestimmten Spaltgasmenge erforderlichen par ausgeschalteten Rohrwege vergrößert werden. Al: untere Grenze für technische und wirtschaftlich reali sierbare Röhrenspaltöfen der beschriebenen Bau weise, bei der weder die Verweilzeit noch der Reak tionsdruck entscheidend vermindert werden, könner Rohre von etwa 50 m Länge und 75 mm Innendurch messer gelten.
Es sind auch Röhrenspaltöfen bekannt, bei denei
·» 4
eine Vielzahl von kurzen Rohrwegen von nur 10 bis dampf im Röhrenofen mit einer Anzahl von parallel-1.5 m Länge derart parallel angeordnet ist, daß sie geschalteten und auf der Eintritts- und Austrittsseite auf der Eintritts- und Austrittss.üte durch je einen jeweils durch ein oder mehrere gemeinsame Sammelgemeinsamen Sammler verbunden sind. Es ist dann rohre verbundenen Reaktionsrohren,
unabhängig vom Durchsatz des Ofens nur je ein 5 Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß Mengenregler für Kohlenwasserstoffe und Wasser- man zur Erzielung einer gleichmäßigen Verteilung dampf erforderlich. des Reaktionsgemisches auf alle parallelgeschalteten Bei dieser zweiten bekannten Ausführungsform Reaktionsrohre unabhängig von Druckänderungen der Röhrenspaltöfen besteht jedoch keinerlei Kon- in den Reaktionsrohren das Gemisch der zu spaltentrolle über die Verteilung des zu spaltenden Ge- io den Kohlenwasserstoffe mit Wasserdampf durch zwimiiches auf die einzelnen parallelen Rohre. Erfah- sehen dem Sammelrohr auf der Eintrittsseite und den rungsgemäß ist die Verteilung des Zuflusses auf eine einzelnen Reaktionsrohren angeordnete Düsen, leitet, Anzahl vor einem gemeinsamen Sammler ausgehende deren Querschnitt so bemessen ist, daß sich unter Rohre sehr ungleichmäßig und verändert sich durch den Verfahrensbedingungen entsprechend der Gleidie oben beschriebene Ablagerung von Koks in den 15 chung
Rohren ständig. Dieses führt mit Sicherheit zur Zerstörung einzelner Rohre durch unzureichende Küh- Pe / 2 \ -^y
lung. ~p7 = \7+ϊ) "
Bei einigen Bauformen dieser zweiten Ausführung
wird deshalb der Druckverlust am Eintritt in die par- 20 in welcher
allelen Rohre durch Lochblenden oder Düsen er- · ■
höht, um eine gleichmäßige Verteilung des Mediums pc den Druck im engsten Düsenquerschnitt,
auf die Rohre zu erreichen. Bei einer dieser Bauformen ist vorgesehen, Kohlenwasserstoff und Wasser- P1 den Druck vor den Düsen und
dampf getrennt mit gleichem Druck über Mischdüsen 25
den einzelnen Rohren zuzuführen. Es ist hierbei ein * den Adiabatenexponenten
mindestens 1,1-faches Druckverhältnis vor und hinter den Düsen vorgeschrieben (vgl. FR-PS 13 69 298). bedeutet, ein kritisches Druckverhältnis unter Aus-
Zur Vermeidung der in den beiden bekannten Bau- bildung von Schallgeschwindigkeit der strömenden
formen von Röhrenspaltöfen auftretenden Nachteile 30 Gase im engsten Querschnitt der Düse einstellt.
einerseits relative lange Verweilzeiten und hohe Der zur Durchführung des Verfahrens vorgeschla-
Reaktionsdrücke, zusätzlich grüßen Regelaufwand, gene Röhrenspaltöfen ist mit Konvektionszone und
andererseits Unsicherheit in der Verteilung des Re- Strahlungs_one mit einer Anzahl von in der Strah-
aktionsgernisches auf mehrere parallelgeschaltete lungszone parallelgeschalteten und auf der Eintritts-
^0I11-C —5 wird in der Erfindung ein Röhrenspalt- 35 und Austrittsseite jeweils durch ein oder mehrere ge-
ofen mii zahlreichen parallelgeschalteten kurzen meinsame Sammelrohre verbundenen Reaktionsrohre
Rohrwegen vorgeschlagen, bei dem durch Schaffung versehen. Er ist erfindungsgemäß dadurch gekenn-
besonderer Strömungsverhältnisse eine gleichmäßige zeichnet, daß zwischen dem Sammelrohr 9 und dem
Verteilung des Durchsatzes auf alle parallelgeschalte- Eintritt in jedes der parallelgeschalteten Reaktions-
ten Rohre sichergestellt ist. 4° rohre 10 in der Strahlungszone 2 Düsen 15 angeord-
Ordnet man in einer von einem gasförmigen Me- net sind, die so gestaltet sind, daß sich unter den
dium durchströmten Rohrleitung eine Düse an, die Verfahrensbedingungen gemäß Anspruch 1 ein kri-
so bemessen ist, daß das strömende Medium im eng- tisches Verhältnis zwischen dem Druck vor der Düse
sten Querschnitt ,der Düse Schallgeschwindigkeit er- und dem Druck im engsten Querschnitt der Düse
reicht und der Druck hinter der Düse kleiner ist als 45 unter Ausbildung von Schallgeschwindigkeit der strö-
der sich im engsten Querschnitt einstellende, so gilt menden Gase im engsten Querschnitt der Düse einstellt.
Pe / 2 \ ~ F i g. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine mögliche
-p- = \^+\) " Ausführungsform des erfindungsgemäßen Röhren-
1 50 spaltofens;
F i g. 2 ist ein Längsschnitt durch diesen Ofen ent-
(vgl. Fr. Bosnjakovic, Techn. Thermodynamit, lang der Linie I-I in Fig. 1;
Dresden 1948, 1. Teil, S. 159/160). Fig. 3 zeigt als Ausschnitt eine Einbaumöglich-
Darin sind Pc der Druck im engsten Querschnitt keit und Ausbildungsform der Düsen.
der Düse, P1 der Druck vor der Düse, und κ der 55 Der Röhrenofen besteht, wie üblich, aus der Kon-Adiabatenexponenten c„lcv-Pe ist also lediglich eine vektionszone 1 und der Strahlungszone 2.
Funktion der Eigenschaften des Gases. Thermodyna- In der Konvektionszone 1 ist das Röhrenbündel 3 misch wird das für diesen Zustand erforderliche Min- angeordnet, dem die zu spaltenden Kohlenwasserdestdruckverhältnis PpIP1 als »kritisches Druckver- stoffe durch die Leitung 4 mit dem Regelventil 5 und hältnis« bezeichnet. Damit ist auch die die Düse 60 der Wasserdampf durch die Leitung 6 mit dem Redurchströmende Menge allein abhängig vom Düsen- gelventil 7 zugeführt werden.
querschnitt und ihrem Vordruck P1. Veränderungen Das etwa auf die Reaktionsanfangstemperatur er-
des Druckes P2 hinter der Düse wirken sich auf die hitzte Gemisch von Kohlenwasserstoffdämpfen und
Durchflußmenge nicht aus, solange die Bedingung P., Wasserdampf wird aus dem Rohrbündel 3 in einer
kleiner oder gleich Pe erhalten bleibt. 6S Sammelleitung 8 aufgenommen und aus dieser zum
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Sammler 9 geleitet, von dem die Stromungswege der
Erzeugung von Olefinen durch thermische Spaltung Strahlungszone ausgehen. Diese Strömungswege sind
von Kohlenwasserstoffen in Gegenwart von Wasser- die parallelen Rohre 10, die an ihrer Austnttsseite
in einem weiteren Sammler 11 münden, aus dem das Spaltprodukt abgeleitet wird.
Die Rohre 10 werden mittels der Brenner 12 in den Seiten und im Boden der Strahlungszone beheizt. Das heiße Abgas der Strahlungszone gelangt durch den Rauchgaskanal 13 in die Konvektionszone und verläßt diese nach Abgabe seiner Wärme an das Rohrbündel 3 durch den Kamin 14.
Erfindungsgemäß ist in jedem Rohr 10 an der Eintrittsöffnung eine Düse 15 eingebaut, die mittels Flanschen und Schrauben befestigt (F i g. 3) oder eingeschweißt sein kann.
Ausführungsbeispiel
In den im Ausführungsbeispiel angegebenen Gleichungen bedeutet:
G (kg/sec) = Stoffmenge
m (kmol) = Molekulargewicht
Γ fUilf mkg 1 = Gaskonstante
= Adiabatenexponent
_ C^ = Stofftemperatur vor
der Düse
T1(0K) = Temperatur im engsten
Düsenquerschnitt
Te(0K) = Druck vor den Düsen
P1 (ata) = Druck im engsten Düsen
querschnitt
Pe (ata) = örtliche Schallgeschwin
digkeit = Geschwindig
keit im engsten Düsen
querschnitt
Ws = We (m/sec) = engster Düsenquerschnitt
/,(cm2) = Düsendurchmesser
de(cm) = Erdbeschleunigung
g = 9,81 (m/sec2)
einem Siedebereich von 35 bis 16OC0 und 55 kg/se Wasserdampf, also 150 kg/sec Gemisch mit einen mittleren Molekulargewicht von m = 56 kmol, eine Temperatur von T1 = 550°C es 823° K und einen Adiabatenexponenten von
durch den erfindungsgemäßen Spaltofen durchge setzt.
Aus der Düsengleichung ergibt sich durch Umfor mung zu
45
Der erfindungsgemäße Röhrenspaltofen besteht aus einer Anzahl Rohren von 60 mm innerem Durchmesser, die parallel geschaltet und mit der Ein- und Austrittsseite durch Sammler verbunden sind. Auf der Eintrittsseite ist zwischen Sammler und jedem Rohr eine Düse angeordnet. Der Austnttsdruck aus den Rohren ist mit 2 ata vorgegeben. Der Druckverlust im sauberen unverkokten Rohr ergibt sich aus der Durchflußmenge mit etwa 0,5 ata. Durch Koksablagerungen infolge Zersetzung der Kohlenwasserstoffe kann der Druckverlust auf 1 ata ansteigen. Die Düse muß folglich so bemessen sein, daß der Druck Pe mindestens 3 ata beträgt, um den Durchsatz durch alle Rohre konstant zu halten.
Die parallelgeschalteten Rohre des Ofens werden von einem Gemisch aus Naphtha und Wasserdampf durchströmt, das zu einem olefinreichen Spaltgas gespalten werden soll. Je m2 Rohrquerschnitt werden beispielsweise 95 kg/sec Naphtha mit einer Dichte von 685 kg/m3 bei einer Temperatur von 20° C und ein erforderlicher Druck vor den Düsen vor Pi=5,3ata, um bei Pe=3ata mindestens das geforderte kritische Druckverhältnis zu erreichen.
Die Geschwindigkeit im engsten Querschnitt dei Düsen ergibt sich aus der Gleichung
35 χ il
x+l m
zu Ws = 366 m/sec.
Durch die Druckabsenkung in der Düse tritt ein Temperaturabfall gegenüber T1 auf, der sich aus der Gleichung
für den engsten Düsenquerschnitt in diesem Beispiel zu
errechnet.
Ein einzelnes Rohr dieses Beispiels eines erfindungsgemäßen Spaltofens von 60 mm innerem Durchmesser oder 28,25 cm2 Querschnitt wird nach Voraussetzung durchströmt von
G = 0,002825 · 150 = 0,424 kg/sec
Reaktionsgemisch.
Zur Regelung dieses Mengenstromes ist ein Düsenquerschnitt fe erforderlich, der aus dem Gaszustand im engsten Querschnitt errechnet werden kann:
G · 848 - T,
Es ist für das hier durchgerechnete Beispiel
/c = 5,42 cm2
oder der Düsendurchmesser
dc = 2,62 cm.
Dieser Düsendurchmesser gewährleistet bei dem als Beispiel gewählten Ofen eine gleichmäßige Ver-
'8
teilung des Reaktionsgemisches auf alle parallelge- erwünscht, nur durch Änderung des Druckes P1 vor
schalteten Rohre, die unabhängig sind von Verände- den Düsen möglich.
rangen des Druckverlustes in einzelnen Rohren in- Das Spaltgas aus dem für das gewählte Beispiel
folge Koksablagerungen oder anderer Strömungswi- verwendeten Naphtha hat folgende Zusammenset-
derstände. Veränderungen des Durchsatzes sind, wie 5 zung:
Gewichtsprozent
H2 0,8
CH4 13,5
C2H2 0,5
C2H4 33,0
CnH6 4,0
C3H4 0,6
C3H6 13,0
C3H8 0,4
C4H6 5,0
C4 4,0
C5 — 200° C 22,7
>200°C 2,5
100,0
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Erzeugung von Olefinen durch thermische Spaltung von Kohlenwasserstoffen in Gegenwart von Wasserdampf im Röhrenofen mit einer Anzahl von parallelgeschalteten und auf der Eintritts- und Austrittsseite jeweils durch ein oder mehrere gemeinsame Sammelrohre verbundenen Reaktionsrohren, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Erzielung einer gleichmäßigen Verteilung des Reaktionsgemisches auf alle parallelgeschalteten) Re'äktiohsrohre unabhängig; von Druckänderungen in den Reaktionsrohren das Gemisch der zu spähenden Kohlenwasserstoffe mit Wasserdampf durch zwischen dem S.ammelrohr auf der Eintrittsseite und den einzelnen Reaktionsrohren angeordnete Düsen leitet, deren Querschnitt so bemessen ist, daß sich unter den Verfahrensbedingungen entsprechend der Gleichung
·. = fJ-Λ τ=\
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