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Verfahren zum Füllen von kleinen Behältern und hierfür geeignete Behälter
Die Erfindung betrifft eine Verfahrensweise zum Füllen von kleinen Behältern, insbesondere
zur Herstellung kosmetischer Stifte, die durch Betätigung einer Schraube od. dgl.
aus dem Behälter geschoben und bei Rückdrehung wieder eingezogen werden, sowie die
Ausbildung von Behältern, bei denen dieses Verfahren angewendet werden kann.
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Derartige kleine Behälter finden immer weitere VerbreitUng, da die
verschiedensten Produkte in derartigen Behältern auf den Markt gebracht werden.
Die Herstellungskosten derartiger Behälter im Vergleich zu dem enthaltenden Produkt
sind jedoch noch ziemlich erheblich, so dass ein grosçer Verbrauch derartiger Behälter
einen merklichen Verlust bildet.
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Darüber hinaus erfolgt die Füllung der kleinen Behälter bisher in
einer wenig praktischen und sehr umständlichen Art und Weise.
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Diese Füllung wird hierbei nämlich durch die vordere Oeffnung des
Behälters vorgenommen, was verschiedene Arbeitsgänge erforderlich macht. So ist
zunächst die Kappe oder Hülse des Behälters abzuschrauben, worauf dann die eigentliche
Füllung beginnen kann, welche bisher mit nicht ganz einfachen Mitteln erfolgte,
worauf dann die Kappe wieder aufgeschraubt wird.
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Zweck der vorliegenden Erfindung ist im Hinblick auf die vorstehend
geschilderten Wertverhältnisse eine Herabsetzung der Gestehungskosten der eingangs
beschriebenen Behälter in der Weise, dass diese nicht höher sind als das enthaltende
Produkt.
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Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Füllverfahrens
für derartige kleine Behälter, insbesondere zur Herstellung kosmetischer Stifte,
welches schnell und sauber durchführbar ist, keine vorherige Demontage des Behälters
erfordert und in einer automatis chen Arbeitsweise ausführbar ist.
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Ein solches Verfahren ist hierzu erfindungsgemäss dadurch gekennzeichnet,
dass bei zusammengesetztem Behälter durch eine in eine Längsbohrung der Betätigungsschraube
eingeführte Sonde die Füllung in den Behälter gedrückt und hierauf die Längsbohrung
nach Herausziehen der Sonde verschlossen wird.
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Die Behälter zur Durchführung eines solchen Füllverfahrens sind nach
einem weiteren Merkmal der Erfindung gekennzeichnet durch eine Betätigungsschraube
mit Längsbohrung zur Einführung der Fülisonde sowie durch Luftlöcher zum Entweichen
der enthaltenden Luft und einen Verschluss der Bohrung von aussen.
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Diese Längsbohrung der Betätigungsschraube kann hierbei in Richtung
auf das Behälterinnere verlängert sein und einen geringeren Querschnitt aufweisen
. Der Uebergang zwischen den beiden verschiedenen Querschnitten ist hierbei zweckmässigerweise
abgeschrägt und kann als Anschlag für die vordere Stirnfläche der Sonde dienen.
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Die Luftlöcher zum Entweichen der Luft beim Füllen des Behälters können
in vorteilhafter Weise in die Längsbohrung der Betätigungsschraube münden, so dass
bei Verwendung einer Sonde mit geringerem Aussenquerschnitt als die Längsbohrung
die Luft durch diese Längsbohrung entweichen kann.
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Der Verschluss der Längsbohrung erfolgt nach Durchführung der Füllung
und Herausziehen der Sonde mittels eines Verschlussstopfens, welcher von einer Rippe
gehalten wird. Hierbei kann es ferner zweck~ mässig sein, im äusseren Abschnitt
der Schraubenbohrung einen Schlitz vorzusehen, welcher beim Einsetzen des Verschlussstopfens
ein Spreizen dieses Bohrungsabschnittes zulässt.
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Da der erfindungsgemässe Behälter mit besonderem Vorteil aus Kunststoff
herstellbar ist, kann der eingesetzte Verschlussstopfen in üblicher Weise innerhalb
der Längsbohrung verschweisst werden.
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In der beigefügten Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform
eines erfindungsgemässen Behälters in axialen Längs schnitten dargestellt, wobei
zeigen: Fig. 1 : den Behälter kurz vor oder während der Füllung mit eingesetzter
Sonde und Fig. 2: in vergrösserter Darstellung den oberen Teil vor dem Verschluss
der Längsbohrung.
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Nach der Darstellung in Fig. 1 enthält der Behälter eine Mittelschraube
1 mit einem Aussengewinde 2, welches mit einer Grundplatte 3 in Eingriff steht und
diese bei Umdrehung dieser Mittelschraube in der Zeichnung nach unten oder oben
bewegt. Oberhalb dieser Platte 3 befindet sich eine Abdichtung 4, um einen sicheren
Verschluss der Fill masse 5 nach aussen zu gewährleisten. Diese Dichtungsscheibe
4 ist Teil einer Hülse 6, über welche die Mittelschraube 1 mittels eines Betätigungsknopfes
7 in Umdrehung versetzt wird.
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Innerhalb dieser Betätigungsschraube 7 bzw. der Hülse 6 ist eine Längsbohrung
8 mit einem geeigneten Durchmesser vorgesehen.
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Darüber hinaus enthält auch der Gewindeteil der Mittelschraube 1 eine
Längsbohrung 9, welche die Längsbohrung 8 in axialer Richtung fortsetzt und an ihrem
inneren Ende im Innenraum 10 des Behälters mündet. Dieser Innenraum 11, welcher
durch die beiden erwähnten Längsbohrungen mit der Füllmasse geftllt wird, steht
über Luftlöcher mit der Umgebung in direkter Verbindung.
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Der Uebergang 12 zwischen den beiden verschiedenen Querschnitten der
Längsbohrungen 8 und 9 ist konisch abgeschrägt Itnd dient zum Anschlag des unteren
Endes 13 einer Füllsonde 14. Dieses untere Ende 13 der Sonde 14 ist in gleicher
Weise ausgebildet wie der Uebergang 12, so dass beim Einsetzen der Sonde eine einwandfreie
Abdichtung zwischen dem Füllkanal 15 der Sonde 14 und der Längsbohrung 9 in der
Mittelschraube 1 erhalten wird. Gleichzeitig bewirkt eine konische Abschrägung dieser
beiden Anschlagsflächen eine selbsttätige Zentrierung des Sondenendes 13 innerhalb
der Längsbohrungen Bei einer abgewandelten Ausführungsform ist es möglich, den Querschnitt
der in der Zeichnung unteren Längsbohrung 9 so gross zu wählen, dass die Sonde 14
bis zum unteren Ende dieser Bohrung eingesetzt werden kann.
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Die auf diese Weise eingeführte und gehaltene Sonde 14 gestattet in
einfacher Weise die Einfüllung einer flüssigen oder verflüssigten Masse 5, wobei
erforderlichenfalls ein Ueberdruck zur Füllung angewendet werden kann. Die in dem
Behälter enthaltene Luft entweicht wZhrend der Füllung zunächst durch die axialen
Bohrungen 16 in der Grundplatte 3 und dann durch Radialbohrungen 17 in der Hülse
6, welche in deren Längsbohrung 8 münden. Die lichte Weite dieser Längsbohrung 8
ist hierbei grösser gewählt als der Aussenquerschnitt der Sonde 14, so dass sich
zwischen diesen beiden Teilen ein Ringraum 18 ausbildet, durch welchen dann die
Luft aus dem Behälter nach aussen entweichen kann.
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Die Einrichtungen zur Betätigung der Sonde und Füllung des Behälters
mittels Druck sind hierbei nicht dargestellt.
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Fig. 2 zeigt die Ausbildung des oberen Endes der Längsbohrung 8 in
der Hülse 6, welches nach Füllung des Behälters und nach Herausziehen der Sonde
14 verschlossen werden muss. Dieser Verschluss besteht hierbei aus einem Stopfen
21, dessen zylindrischer Teil 22 nach Einsetzen des Stopfens den oberen Teil 23
der Längsbohrung 8 verschliesst. Zum Halten dieses Stopfens in seiner Lage ist oberhalb
des Verschlussstopfens eine Rippe 24 vorgesehen, welche von oben auf den Verschluss
stopfen drückt.
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Zur Erleichterung des Einsetzens des Stopfens in die Längsbohrung
8 kann der äussere Abschnitt 25 der Hülse 6 mit einem Schlitz versehen sein, wodurch
eine vorübergehende Spreizung beim Einsetzen des Verschlussstopfens ermöglicht wird.
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Selbstverständlich können zum Verschluss der Längsbohrung auch andere
Mittel verwendet werden.