DE1908318C - Filtervorrichtung - Google Patents
FiltervorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Filtervorrichtung, welche eine erste Frequenzumsetzung mit Hilfe eines
ersten Modulators bildet, der durch einen Hilfsgenerator mit variabler Frequenz/ gespeist wird und
mit einem Schmalbandfilter der Mittenfrequenz Fl verbunden ist, welchem eine inverse Frequenzumsetzung
mit Hilfe eines zweiten Modulators folgt, der mit der Frequenz / gespeist wird und mit einem
Breitbandfilter verbunden ist, wobei eine Vielzahl von durch das Spektrum von diskreten Frequenzen
parallel gespeisten Filtern vorgesehen ist.
Aus der USA.-Patentschrift 2 038 202 ist in einem Trägerstrom-Übertragungssystem ein Multiplexsystem
bekannt, welches zwei ähnliche Ketten aufweist, weiche parallel mit einem komplexen Spektrum
großer Bandbreite verbunden sind, wobei die erste Kette ein erstes Gruppenbandfilter mit einer Bandbreite
von 200 kHz aufweist, weiterhin einen ersten Modulator besitzt, welcher durch eine erste Frequenz/i
gespeist wird, weiterhin ein Bandfilter derselben Bandbreite von 200 kHz besitzt, weiterhin
einen zweiten Modulator aufweist, welcher durch die erste Frequenz/1 gespeist wird, und schließlich ein
zweites Gruppenbandfilter besitzt, welches mit dem ersten Gruppenbandfilter identisch ist. Die zweite
Kette enthält ein drittes Gruppenbandfilter, welches ebenfalls eine Bandbreite von 200 kHz aufweist,
einen Modulator, welcher durch eine zweite Frequenz/2 gespeist wird, ein Bandfilter, welches dieselbe
Bandbreite von 200 kHz aufweist, und ein vieiles
Gruppenbandfilter, welches mit dem ersten Gruppeiibandlilter
identisch ist. In dieser bekannten Anordnung besitzen somit sämtliche Filter dieselbe
Bandbreite von 200 kHz.
Weiterhin ist aus »IHRE Transactions on Aerospace and lilcL-i'iMiic Systems«, Band AES-2 (Januar
Nr. 1, S. 94 bis 101, eine Vorrichtung bekannt, die es gestattet, aus einem komplexen Spektrum eine
Frequenz zu gewinnen, und zwar mittels eines durch eine externe Frequenz erregten ersten*Modulators,
auf den ein Schmalbandfilter folgt, und einen durch die gleiche externe Frequenz erregten zweiten Modulator,
auf den ein breiteres Bandpaßfilter folgt, an dessen Ausgang isoliert eine einzige der Frequenzen
des Spektrums auftritt. Der erste Modulator führt
ίο eine erste Frequenzumsetzung durch, die zu der gewünschten
Frequenz und allein zu der gewünschten Frequenz in dem Durchlaßband des ersten Filters
führt. Diese umgesetzte isolierte Frequenz wird durch eine zur ersten inverse zweite Umsetzung, die durch
den zweiten Modulator durchgeführt wird, an ihre ursprüngliche Stelle zurückgebracht. Am Ausgang
des zweiten Bandpaßfilters tritt riann wieder die isolierte Frequenz auf. Durch Änderung der externen
Frequenz wird nach Wunsch die aus dem komplexen
ao Spektrum gewonnene isolierte Frequenz gewählt. Auf diese Weise wird mit einem einzigen Schmalbandfilter
eine Filtervorrichtung mit variabler Frequenz gebildet. Wenn das komplexe Spektrum sehr dicht
ist, kann mit einem Filter mit sehr schmaiem Band,
z. B. mit einem zwar teueren, aber einzigen Quarzfilter, jede variable und von ihren nahe neben ihr
liegenden Frequenzen isolierte Frequenz erhalten werden, während nach dem üblichen Verfahren pro
Frequenz ein Quarzfilter erforderlich und der dadurch entstehende Aufwand nicht tragbar wäre.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, aus einem Frequenzband und insbesondere aus einem
dichten komplexen Spektrum nicht nur eine, sondern eine größere Anzahl von Frequenzen auszufiltern,
die untereinander einen vorgegebenen und festen Abstand besitzen, wobei die ausgewählten Frequenzfolgen
in diesem Spektrum eine beliebige Lage haben können und wobei die einzelnen diskreten Frequenzen
im allgemeinen zueinander äquidistant sind.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Frfindung vor, daß alle Modulatoren direkt durch den Generator
variabler Frequenz gespeist sind und alle Schmalbandfilter eine unterschiedliche Mitten frequenz haben.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der externe Oszillator mit
variabler Frequenz von einem Generator gebildet ist, der Frequenzen liefern kann, die eine arithmetische
Folge mit der gleichen Differenz q bilden.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßer/ Vorrichtung besteht darin, daß es ermöglicht wird,
mit einfachsten Mitteln, und zwar unter Verwendung von nur einem einzigen Quarz hoher Stabilität einen
Synthesator für eine Vielzahl von Frequenzen zu schaffen, der sich für alle Frequenzen durch eine
außerordentlich hohe Stabilität auszeichnet.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist insbesondere vorteilhaft anwendbar für die Erzeugung der Trägerfrequenzen
in einem Einseitenband-Duplex-Radiotelefoniesystem, welches mit gemeinsam benutzten
Frequenzen arbeitet.
Die Erfindung ermöglicht es weiterhin, mil sehr einfachen Mitteln einen Synthesator hoher Stabilität
aufzubauen, und zwar gleichzeitig für mehrere Frequenzen, welche untereinander konstante arithmetische
Beziehungen besitzen.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung an Hand eines speziellen
Beispiels einer drei Frequenzen umfassenden entnommenen
Gruppe erläutert. Zur Vereinfachung des Verständnisses wurden genau definierte numerische
Frequenzwerte gewählt, aber es ist selbstverständlich, daß es sich dabei nur um ein Beispiel handelt.
F i g. 1 zeigt ein Schaltbild eines Kammfilters, das in einem Synthesator eingebaut ist, der Gruppen von
drei Frequenzen liefert, die von 50 zu 50 kHz gestaffelt sind und jeweils in den Bändern 140 bis
144 MHz, 145 bis 149 MHz, 150 bis 154 MHz mit Abständen gleich 5 MHz liegen;
F i g. 2 zeigt eine einer speziellen wichtigen Anwendung entsprechende Schaltung, die 50 Frequenzpaare
liefert, welche gleichermaßen von 50 zu 50 kHz gestaffelt sind, und zwar mit einem Abstand,
der ebenfalls gleich 5 MHz zwischen den zwei Frequenzen eines gleichen Paares ist.
F i g. 1 — Nach F i g. 1 ist ein Generator 5, der mittels bekannter Einrichtungen ein Fr :quenzspektrum
mit hoher Stabilität (10~7) liefert, wobei die
Frequenzen zwischen 140 und 154 MHz von 50 zu 50 kHz gestaffelt sind, parallel mit dem Eingang von
drei Ketten 10, 20, 30 verbunden, welche jeweils drei erste Modulatoren 11, 21, 31, drei Schmalbandfilter
12, 22, 32, drei Modulatoren 13, 23, 33, drei B rollbandfilter 14, 24, 34 und drei Ausgangsklemmen
15, 25, 35 aufweisen. Die sechs Modulatoren werden gemeinsam durch eine Frequenz erregt, die
von einem Oszillator 6 geliefert wird, der den Bereich 120 bis 124MHz gleichermaßen von 50 zu 50 kHz
bedeckt.
Die Eingänge der mit dem Oszillator 6 verbundenen ersten Modulatoren sind mit av α,, α., und die
Eingänge der zweiten Modulatoren mit bv b.„ b.s bezeichnet.
Die Mit'enfrequenz des Filters 12 beträgt 20 MHz, die des Filters 22 beträgt 25 MHz und die des Filters
32 beträgt 30 MHz. Alle diese drei Filter besitzen eine Bandbreite, die es mit Sicherheit ermöglicht,
eine ein Vielfaches von 50 kHz darstellende einzelne Komponente zu isolieren, z. B. 20 MHz ±
15 kHz, 25 MHz ± 15 kHz, 30 MHz ± 15 kHz.
Alle drei Ausgangsfilter 14, 24, 34 besitzen eine Bandbreite in der Größenordnung von 4 MHz : 140
bis 144 MHz für 14. 145 bis 149 MHz für 24, 150 bis 154 MHz für 34.
Die Einrichtung arbeitet folgendermaßen: Es wird angenommen, daß der Oszillator 6 beispielsweise
auf fe — 121,350MHz eingeregelt ist. Die Frequenz/s = 141,350 MHz, welche in dem
Eingangsspektrum vorhanden ist, liefert mit der Frequenz fe eine Differenzfrequenz von 20 MHz, die das
Filter 12 durchläuft. Die aus dem Filter 12 austretende Frequenz 20 MHz liefert in dem Modulator
mit der Frequenz fe eine Summenfrequenz gleich /s.
Diese einzige Frequenz, die durch das Breitbandfiiter
14 ausgewählt wird, wird der Ausgangsklemme zugeführt.
Eine ähnliche Überlegung bezüglich der Kette (Filter 22 auf 25 MHz) und der Kette 30 (Filter
auf 30 MHz) zeigt, daß aus dem Eingangsspektrum bei 25 die Frequenz 146,350 MHz und an der Klemme
35 die Frequenz 151,350 MHz erhalten werden.
Die Ungenauigkeit-n und Frequenzabweichungen
des Oszillators 6 sind beseitigt. An den Ausgängen werden die Frequenzen mit hoher Stabilität wieder
erhalten, die in dem Eingangsspektrum vorhanden sind. Die Toleranz bei der Frequenz des Oszillators 6
ist im Absolutwert die Bandbreite der Filter 12, 22, 33, nämlich ± 15 kHz, d. h. im Relativwert etwa
10 ~> und somit sehr mäßig.
Fig.'2 — Fig. 2 entspricht einem speziellen Fall
von großer praktischer Bedeutung, bei dem eine bestimmte Anzahl von Frequenzpaaren zu liefern ist,
nämlich η = 2. Der Einheitsabstand beträgt auch hier
ίο 50 kHz. Dieser Fall entspricht der Sende-Empfangs-Anlage
für Duplex-Funkfernsprechen mit Frequenzmodulation mit einer Trägerfrequenz für die Verbindung
in einer Richtung und einer anderen Trägerfrequenz für die Verbindung in der anderen Richtung.
Es sind 50 Verbindungen vorgesehen, d. h. 50 Frequenzpaare, wobei zwei Frequenzen eines gleichen
Paares um 5 MHz, nämlich der Breite von 100 Einheitskanälen von 50 kHz Brei., voneinander entfernt
sind.
Der Generator 5 zur Erzeugung des Spektrums ist hier durch die Anordnung 51 bis 58 ersetzt. Dabei ist
51 ein auf 5 MHz arbeitender Quarzoszillator mit hoher Stabilität (10~7). Die Frequenz wird in 52 mit 4
und dann in 53 mit 7 multipliziert. Sie wird in 54 as durch 10 und in 55 nochmals durch 10 dividiert. Am
Ausgang von 55 wird eine Frequenz von 50 kHz erhalten. Mit 56 ist ein Generator zur Erzeugung von
Harmonischen von 50 kHz bezeichnet. Der Modulator 57 liefert die Schwebungen von 140 MHz mit den
Harmonischen von 50 kHz, und durch ein Bandfilter 58 wird das Spektrum 140 bis 147,500 MHz herausgegriffen.
Dieses Spektrum wird dem Eingang der zwei Ketten 10 und 20 zugeführt, welche ähnlich den mit den
gleichen Bezugszeichen versehenen Ketten in Fig. 1 sind, jedoch mit dem Unterschied, daß die Breitband-Ausgangsfilter
14 und 24 gemäß F i g. 1 hier die Bänder 140 bis 142,450 MHz (Kette 10) und 145 bis
147,450 MHz (Kette 20) überdecken. Der Oszillator 6 der F i g. 1 ist durch die Anordnung
61, 62, 63, 64 ersetzt. Mit 61 ist eine Anordnung von zehn Quarzoszillatoren bezeichnet, die beispielsweise
die Frequenzen 50 MHz, 50,050 ... 50,450 MHz liefern, welche von 50 zu 50 kHz abgestuft sind. Mit
62 ist eine Anordnung von 5 Quarzoszillatoren bezeichnet, die beispielsweise die Frequenzen 70,
70,500 ... 72 MHz liefern, die von 500 zu 500 kHz abgestuft sind.
Diese 15 Quarzoszillatoren können gegebenenfalls jeweils durch einen einzigen Oszillator mit zehn und
fünf umschallbaren Quarzen ersetzt werden.
Mit 63 ist ein Modulator bezeichnet, dei nach Wunsch auf eine der zehn Ausgangsfrequenzen von
61 einerseiis "and auf eine der fünf Ausgangsfrequenzen
von 62 andererseits umgeschaltet werden kann. Die durch das Bandpaßfiltcr 64 ausgewählte Ausgangsfrequenz
120 bis 122,450 MH/. wird den Ketten 10 und 20 wie in Fig. 1 i»n den Eingängen ar />,
(Kette 10) und a.„ b., (Kette 20) zugeführt.
Bei 15 unu 25 treten zwei einen Abstand von 5 MHz aufweisende Frequenzen auf, die Harmonische
von 50 kHz sind und in den Bereichen der vorstehend erwähnten Breiibandfiltor liegen.
Auf diese Weise werden 50 Frequenzpaare mit hoher Stabilität mit einem Quarz von hoher Stabilität
und 15 Quarzen von mittlerer Stabilität erhalten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Filtervorrichtung, welche eine erste Frequenzumsetzung mit Hilfe eines ersten Modulators
bildet, der durch einen Hilfsgenerator mit variabler Frequenz / gespeist wird und mit einem
Schmalbandnlter der Mittenfrequenz Fl verbunden ist, welchem eine inverse Frequenzumsetzung
mit Hilfe eines zweiten Modulators folgt, der mit der Frequenz / gespeist wird und miteinem Breitbandfilter
verbunden ist, wobei eine Vielzahl von durch das Spektrum von diskreten Frequenzen
parallel gespeisten Filtern vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß alle Modulatoren
(13, 23, 33; 14, 24, 34) direkt durch den Generator (5) variabler Frequenz gespeist sind
und alle Schmalbar.dfilteT (12, 22, 32) eine unterschiedliche
Mittenfrequenz haben.
2. Filtervorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Spektrum aus Frequenzen besteht, die eine
arithmetische Folge mit der Differenz q bilden, dadurch gekennzeichnet, daß der extreme Oszillator
mit variabler Frequenz von einein Generator (6) gebildet ist, der Frequenzen liefern kann, die
eine arithmetische Folge mit der gleichen Differenz -q bilden.
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