DE1908303C - Einrichtung zur Verminderung des Vorschubwiderstandes eines Schiffes - Google Patents
Einrichtung zur Verminderung des Vorschubwiderstandes eines SchiffesInfo
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Description
6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- richteten Wasserstrahl erzeugt, angeordnet ist.
kennzeichnet, daß im Vorschiff (10) eine mit 35 Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der Eineinem
Einlaß (54) im Schiffsboden versehene richtung zur Verminderung des Vorschubwider-Hochdruckpumpe
(52) mit einer oder mehreren Standes eines Schiffes nach der vorliegenden Erfinam
Vorsteven angeordneten nach vorne ge- dung sind aus der Figurenbeschreibung und den
richteten, drehbaren Düse (56) vorgesehen ist. Unteransprüchen ersichtlich.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch ge- 40 Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung
kennzeichnet, daß jede der Düsen am Ende eines werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erlänglichen,
schwenkbaren Düsenrohres (58) an- läutert.
geordnet ist. F i g. 1 stellt eine Seitenansicht eines Wulstbuges
herkömmlicher Konstruktion dar;
45 F i g. 2 ist eine Seitenansicht einer am Bug des Vorschiffs angeordneten Schraube, die einen nach
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Ver- vorn gerichteten Wasserstrahl erzeugt;
minderung des Vorschubwiderstandes eines Schiffes F i g. 3 zeigt eine Einrichtung gmäß F i g. 2 mit
durch Glättung der Bugwelle infolge der Interferenz einer am Bug befindlichen ummantelten Schraube;
der Bugwelle mit einer von der Einrichtung erzeugten 50 F i g. 4 ist eine Seitenansicht einer in einem
glättenden Welle. Strömungskanl innerhalb des Vorschiffs befindlichen
Ls sind Einrichtungen bekannt, um den Vor- Pumpenanlage mit einer im Auslaßabschnitt eines
schubwiderstand eines Schiffes mittels Bugwellen- Strömungskanals angeordneten Schraube;
glättung zu verringern. So werden zu diesem Zweck F i g. 5 zeigt eine Einrichtung gemäß F i g. 4, deren
am Schiffsbug unterhalb der Wasserlinie Wulstkörper 55 Einlaßabschnitt des Strömungskanals am Boden des
verwendet, welche eine Interferenz der Bugwelle mit Schiffes vorgesehen ist;
einer Nachstromwelle herbeiführen. Die Interferenz F i g. 6 zeigt eine Einrichtung gemäß F i g. 4, deren
beider Wellen führt zur beabsichtigten Glättung der Strömungskanal zwei seitliche Einlaßabschnitte aufBugwelle.
weist;
Wie sich aus der deutschen Patentschrift 64 998 60 Fig. 7 ist eine Schnittansicht von Linie VII-VII
ergibt, sind auch bereits Vorschläge gemacht worden, in Fig. 6;
um mittels eines Schraubenrades zur Beseitigung der Fig. 8 ist eine Seitenansicht einer im Vorschiff
Bugwelle bei Schiffen beizutragen. befindlichen Hochdruckpumpe, weiche über Düsen
Bei zur Wellenglättung verwendeten Wulstkörpern einen nach vorn gerichteten Wasserstrahl erzeugt;
am Bug der Schiffe c-geben sich bei größeren 65 F i g. 9 ist eine der F i g. 8 vergleichbare Seiten-Schiffen,
insbesondere bei Tankern, bauliche Pro- ansicht einer im Vorschiff befindlichen Hochdruckblcree,
welche die Entstehungskosten dieser Schiffe pumpe, welche über längliche Düsenrohre einen nach
wesentlich erhöhen. Es kommt hinzu, daß die am vorn gerichteten Wasserstrahl erzeugt.
F i g. 1 der Zeichnungen stellt den Wulst-Bug eines Eine weitere, zweckmäßige Ausfühningsform der
Schiffes herkömmlicher Konstruktion dar. Der mit vorliegenden Erfindung ist in den t<ig. ο una
12 bezeichnete, gestrichelt dargestellte Kurven- wiedergegeben. Wie sich au s derJFi8.7, ^e emc π
verlauf stellt die bei herkömmlichen Schiffen ohne Schnitt durch Fig. 6 darstellt, e**, Λ wnerhalb
Bugwulst entstehende Bugwelle dar. Der mit 16 be- 5 des Vorschiffes 10 em Stromungskanal as vorzeichnete
Kurvenverlauf zeigt die durch den Bug- gesehen, welcher arc Vorsteven austritt und „ut Zwe
wulst 14 erzeugte Wulstwelle, während der mit 18 seitlichen Einlaßabschnitten verbunden ist An üer
bezeichnete Kurvenverlauf die durch Interferenz der Zusammenführung der beiden in r g- '"""S= "
Bugwelle mit der Wulstwelle erzeugte, geglättete ten Einlaßabschnitte ist wiederum eine bäirauöe zj
Welle darstellt. xo vorgesehen, welche den nach vorne gerichteten
Durch Erzeugung einer geglätteten Welle 18 mit Wasserstrahl erzeugt. In allen Ausfuhrungstonnen
dem Bugwulst 14 kann der Vorschubwiderstand des gemäß F i g. 4 bis 7 der Zeichnungen wi,d e η AnSchiffes
reduziert werden, teil des Staudruckes des den Einlaßabschmt a. -
Unter Anwendung dieses Prinzips wurde durch die strömenden Wassers in den umleitenden Mromungs-
vorliegende Erfindung eine Einrichtung zur Vermin- 15 kanälen verwendet, wodurch die lnnerna d oes
derung des Vorschubwiderstandes eines Schiffes ge- Auslaßabschnittes befindliche Scnraube 1T vfT:
schaffen, welche ohne Verwendung eines Bugwulstes ringerter Kraft betrieben werden kann-"%^n/!e'
arbeitet. Das in Fig. 2 dargestellte Vorschiff 10 ist den genannten Ausführungsformen <·« Schraiihc
mit einer Pumpenanlage in Form einer Schraube 22 innerhalb des Vorschiffes befindet, Können au.
. ausgestattet, welche einen nach vorne gerichteten ao Schiffe auch in eisführenden Gewässern verwendet
Wasserstrahl erzeugt. Dieser nach vorne gerichtete werden, ohne daß eine Zerstörung durcti aas tis /u
Wasserstrahl erzeugt vor dem Bug des Schiffes eine befürchten ist. ..,
mit der eigentlichen Bugwelle interferierende, ge- Bei den vorangehend beschriebenen Ausfuhrungs-
glättete Welle 24. Wie in Fig. 3 gezeigt, kann die formen wird nach dem Prinzip vorgegangen, oe-
Schraube 22 mit einem Mantel 26 umgeben sein, um a5 trächtliche Wassermengen mit verhältnismäßig ge-
den Wirkungsgrad der Schraube zu erhöhen und den ringer Geschwindigkeit vom Bug nach vorne gencn-
nach vorne gerichteten Wasserstrahl zu bündeln. Die tet in Bewegung zu versetzen. LMe aurcn aits.
Richtung des nach vorne sich bewegenden Wasser- strömende Wassermasse dargestellte wnuiscne
Strahls ist begrenzt veränderbar. Energie kann jedoch auch in Form einer geringeren
In den Fig. 4 und 5 ist schematisch das Prinzip 30 jedoch schneller strömenden Wassermasse eingesetzt
nach der vorliegenden Erfindung unter Zuhilfenahme werden. . einer in einem Strömungskanal im Vorschiff an- Zu diesem Zweck wird eine im Vorscimr oetinugeordneten
Pumpenanlage dargestellt. Bei der in liehe Pumpenanlage in Betrieb gesetzt, weicne einen
Fig. 4 dargestellten Ausführungsform der Erfindung verhältnismäßig schmalen vom Bug nacn vorne geist
das Vorschiff 10 mit einem Strömungskanal 32 35 richteten Wasserstrahl mit großer Kratt una noncr
ausgestattet, welcher aus einem Einlaßabschnitt und Geschwindigkeit erzeugt. In Fig. 8 der^eicnnungen
aus einem Auslaßabschnitt besteht. Der Einlaß- ist schematisch diese Ausführungsform der vorhegenabschnitt,
der am Vorsteven in das Vorschiff 10 ein- den Erfindung dargestellt. Im Vorsclutt iw ats
tritt, steht über einen Umlenkabschnitt mit dem Aus- Schiffes befindet sich eine Hochdruckpumpe 52,
laßabschnitt in Verbindung. Der Auslaßabschnitt 40 deren Einlaß in geeigneter Lage am Schiffsboden
tritt unterhalb des Einlaßabschnittes am Vorsteven vorgesehen ist. Von der Hochdruckpumpe 52 wird
wieder aus. Auf diese Weise wird das über den ein Wasserstrahl mit hoher Geschwindigkeit aurcn
Einlaßabschnitt zugeführte, den Bug anströmende eine Düse 56, vom Vorsteven nach vorne gerichtet,
Wasser innerhalb des Umlenkabschnittes um i8()° ausgestoßen. Die Düse 56 ist drehbar am Bug anumgelenkt
und nach vorne gerichtet über den Aus- 45 geordnet. Wie durch den in gestrichelten Linien darlaßabschnitt
wieder abgeführt. Im Auslaßab^hnitt gestellten Richtungspfeil wiedergegeben ist, kann der
ist eine Schraube 22 angeordnet. Die Schraube 22 er- Wasserstrahl mit Hilfe der Düse 56 in verschiedene
zeugt, wie dies unter Bezugnahme auf die Fig. 2 Richtungen geleitet werden.
und 3 der Zeichnungen erläutert wurde, einen nach In Fig. 9 der Zeichnungen ist schließlich eine
vorne in Fahrtrichtung gerichteten Wasserstrahl, 50 ähnliche Anordnung dargestellt, bei weicher ein
welcher durch Interferenz mit der eingentlichen Bug- längliches, schwenkbares Düsenrohr 58 Verwendung
welle die geglättete Welle 24 am Vorschiff erzeugt. findet. Mit Hilfe dieses Dusenrohres kann der
Die Anordnung gemäß Fig. 5 der Zeichnungen ist Wirkungsbereich des Wasserstrahles nach vorne ver-
beziiglich der Strömungsführiing nahezu entgegen- lagert werden.
gesetzt zu der in Fig. 4 dargestellten ausgeführt. Bei 55 Ai, Stelle einer einzelnen Düse 56 bzw. eines eindieser
Ausführungsform befindet sich der Einlaß- zclnen Dusenrohres 58 können auch je nacli ueabschnitt
am Schiffsboden und steht über einen Um- schwincligkeit, Schiffsgröße u. dgl. mehrere Düsen
lenkabschnitt mit dem waagerecht nach vorne sich oder Düsenrohre zum Einsatz gebracht werden. Aut
erstreckenden Auslaßabschnitt am Vorsteven in Ver- diese Weise kann die Glättung der BugwelIe im gebindung.
Innerhalb des Auslaßabschnittes ist eben- 60 samten Geschwindigkeitsbereich des bchittes Vorfalls
eine Schraube 22 vorgesehen. genommen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Einrichtung zur Verminderung des Vor- demnach unterhalb oder überhalb dieser optimalen
Schubwiderstandes eines Schiffes durch Glättung 5 Schiffsgeschwindigkeit geringer.
der Bugwelle infolge der Interferenz tier Bug- Schließlich sind die Wulstkörper für eisgängige
welle mit einer von der Einrichtung erzeugten Schiffe nicht geeignet, da sie leicht durch Eisbrocken
glättenden Welle, dadurch gekennzeich- beschädigt werden können.
net, daß die glättende Welle durch einen von Davon ausgehend besteht die "Aufgabe der vor-
einer Pumpenanlage unter der Wasserlinie am io liegenden Erfindung, eine Einrichtung zur Verminde-Bug
erzeugten und nach vorn gerichteten Wasser- rung des Vorschubwiderstandes eines Schiffes der
strahl hervorgerufen wird. eingangs erwähnten Art zu. schaffen, welche nicht
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- beschädigt werden kann, einen konstruktiv einfachen
kennzeichnet, daß im Vorschiff (10) unterhalb Aufbau aufweist und bei Betrieb den verschiedenen
der Wasserlinie ein aus einem Einlaßabschnitt, 15 Schiffsgeschwindigkeiten angepaßt werden kann,
einem Auslaßabschnitt und einem U-förmigcn Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird da-Umlenkabschnitt
bestehender Strömungskanal durch gelöst, daß die glättende Welle durch einen von
(32) mit einer im Auslaßabschnitt befindlichen einer Pumpenanlage bei unter der Wasserlinie am
Schraube (22) angeordnet ist. Bug erzeugten und nach vorn gerichteten Wasser-
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge- 20 strahl hervorgerufen wird.
kennzeichnet, daß der Einlaßabschnitt des In gewissen Anwendungsfällen ist es vorteilhaft,
Strömungskanals (32) mittschiffs senkrecht über die Pumpenanlage innerhalb des Schiffsbuges andern
Auslaßabschnitt vorgesehen ist. zuordnen. Nach einer zweckmäßigen Ausgestaltung
4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge- ist die Einrichtung nach der vorliegenden Erfindung
kennzeichnet, daß der Einlaßabschnitt des »5 so aufgebaut, daß unterhalb der Wasserlinie ein aus
Strömungskanals (32) mittschiffs am Schiffsboden Einlaßabschnitt und Auslaßabschnitt bestehender
unterhalb des Auslaßabschnittes vorgesehen ist. Strömungskanal im Schiffsbug angeordnet ist, daß die
5. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge- beiden Kanalabschnitte durch einen U-förmigen Umkennzeichnet,
daß der Strömungskanal (32) zwei lenkabschnitt miteinander verbunden sind, so daß
je an einer Schiffsseite einmündende Einlaß- 30 das über den Einlaßabschnitt zugeführte, einabschnitte
aufweist, weiche sich in dem mitt- strömende Wasser umgelenkt wird, und daß im Ausschiffs
waagerecht nach vorne gerichteten Aus- laßabschnitt des Strömungskanals die Pumpenanlage
laßabschnitt vereinen. in Form einer Schraube, die einen nach vorn ge-
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