DE1900487C - Tafeln oder Blätter aus Gelatine und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Tafeln oder Blätter aus Gelatine und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
1 9001487
Es ist bekannt, Blattgelatine herzustellen durch Auslaugen von entsprechend vorbehandelten Knochen
oder Häuten mit heißem Wasser, Filtrieren und Eindicken im Vakuum, anschließendem Erstarren auf
einer Kühl trommel Und Trocknen auf einem Träger, z, B1 einem Netz aus Kunststoff, das einen Trockenkanal
durchläuft. Die getrocknete Gelatinebahn wird endlich zu Blättern oder Tafeln zerschnitten,
Es _ ist ferner bekannt, daß beim Trocknen der
Gelatinebahn je nach Konzentration der zu trocknenden
Gallerte mehr oder weniger stark verdickte Kanten mit scharfen Spitzen oder Ecken entstehen.
Diese Kanten bringen manche Nachteile mit sich.
\Sie quellen und lösen sich schlechter als die mittleren
ebenen Teile der Gelatineblätter oder Tafeln, und es tntstehen bei der Auflösung sich nur langsam lösende
Gelatineteilchen.
Die scharfen Spitzen oder Ecken an den Kanten verursachen leicht Verletzungen beim Verpacken,
Auspacken und der weiteren Handhabung der GeIatinublätter.
Infolge Verhakens der Spitzen oder Ecken der aufeinanderliegenden
Gelatineblätter erschweren sie das Herausnehmen einzelner Blätter und besonders das
manuelle und maschinelle Abzählen. Transportieren mit Luftsaugern und Verpacken der Gelatine.
Auch zeigen r?>e bisher üblichen Gelatinetafeln
oder Blätter infolge der unregelmäßigen Kanten und Spitzen untereinander relativ gijße Gewichtsunterschiede.
Damit wird in Fälien einer relativ genauen Gewichtsvoi-schrift eine Wägung an Stelle einer Blattrahlbestimmung
unumgänglich.
Die Erfindung betrifft Tafeln oder Blätter aus Gelatine, die dadurch gekennzeichnet sind, daß die
beim Trocknen der Gelatinebahn entstandenen verdickten, gegebenenfalls scharfe Spitzen oder Ecken
aufweisen, abgeschnitten sind.
Die abgeschnittenen Kanten können vermählen
und zu Gela'inepulver verarbeitet werden.
Die Zeichnungen erläutern beispielsweise eine Ausführungsform der Erfindung. Sie zeiger, in perspektivischer
Ansicht getrocknete Gelatinebahnen getnäß Stand der Technik (Fig. 1) und gemäß Erfindung
(F i g. 2).
Man erkennt in F i g. 1 den mittleren dünnen und gleichmäßig ebenen Teil 1. Die Kante 2 der getrockneten
Bahn ist verdickt und hut bei 3 eine Einbuchtung. Auf der Unterseite der Bahn ist ein Muster 4
fcu erkennen, das beim Trocknen auf einem Netz aus Kunststoff entstanden ist, Tn der Nähe d<?r Kreuzwngsstellen
der Faden des Netzes sind scharfe Ecken 5
entstanden. Die verdickte Kante wird entlang der Linie 6-6 in Längs- und Querschnitt abgeschnitten.
Die erfindungsgemäßen Tafeln oder Blätter zeichnen sich dadurch aus, daß sie schnell und gleichmäßig
in Wasser gelöst werden, ohne daß dabei unerwünschte,
nur teilweise gelöste Teilchen zurückbleiben. Die Lösungsgeschwindigkeit der erfindungs-
iq gemäßen Tafeln ist, wie aus der Tabelle ersichtlich,
^für sämtliche untersuchte BIattstärken>
und bei verschiedenen Temperaturen größer als die der bisherigen
mit Kanten und Spitzen versehenen Tafeln. Die Beschleunigung gegenüber den mit Rändern behaf-
teten Tafeln beträgt teilweise bis zn 40% und wirkt
sich vor aliem bei niedrigen Temperaturen aus, was
für den Hausgebrauch von besonderem Nutzen ist. Eine Tabelle zeigt in ihrer zweiten Zeile das durchschnittliche
Gewicht einer Gelatinetafel, wie es aus
ao der genauen Gewichtsbestimmung von zwanzig aus eine/· Charge beliebig herausgegriffenen Tafeln dur-h
Mittelwertsbildung bestimmt wurde. Als Maß für die Gewichtsproduktion wurde die mittlere absolute Abweichung
vom Mittelwert angesehen. Ihr zum Durch-
as Schnittsgewicht der Tafel berechneter Prozentwert ist
in Zeile 3 der Tabelle angeführt. Es ist deutlich zu erkennen, daß die Gewichtsreproduktion der erfindungsgemäßen
glatten Gelatinearten etwa um einen Faktor 3 besser ist als im Fall der Gelatinetafeln mit
verdicktem Rand und spitzen Kanten. Damit ist eine durchschnittliche Gcwichtsreproduktion erreicht, die
es erlaubt, eine Massenbestimmung der Gelatine auf Grund einer Abzählung der Tafeln statt durch Wägung
vorzunehmen.
Die erfindungsgemäßen Tat!" und Blätter aus
Gelatine sind außerdem wegen des Wegfalls der sich ineinander verhakenden Spitzen längs der Kanten
sehr viel leichter zu handhaben und können insbesondere maschinell verpackt und sortiert werden.
Alle diese Vorteile der erfindungsgemäßen Gelatinetafeln mit glatten Rändern waren nicht ohne weiteres
vorauszusehen, zumal es keineswegs als sicher anzunehmen war, daß die Gelatinetafeln eine hinreichende
Schnittfeaigkeit haben, um nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelt zu werden, und
daß sie darüber hinaus beim Schnittvorgang, der zweckmäßigerweise in Stapeln von Blättern vorgenommen
wird, nicht entlang den Rändern verschweißen wurden.
Tabelle der Gewichtsreproduktionen und der Lösungsgeschwindigkeiten verschiedener Gelatir uen
(D (ßfaUj
[mit Rand]
(3)
tglatlj
(4)
[mit Rand)
(5)
[glatt!
(6)
[mit Rand]
(7)
[glatt!
(8)
Emit Rand]
Blattzahl
Durchschnittliches Gewicht (g)..,. jProzcntrische mittlere Abweichung
Durchschnittliche Losungsgeschwindigkeit (Sekunden)
35° C
5Ö°C ,
70° C
200 3,7785 0,86 ·/*
335 250 250
200
4,1766
3,57·/·
425 330 345
3,1458
1,18%)
300
3,2488
3,85%
400
325
295
325
295
500
2,1256
2,1256
235
180
160
180
160
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1,9728
1,9728
2,99 «/β
340
235
215
235
215
600
2,4671
1,36 β/ο
2,4671
1,36 β/ο
230
190
190
175
600
1,7246
3,90 Vo
1,7246
3,90 Vo
310
235
200
235
200
Claims (1)
- I 9OQÜP spg;f; ......'■ SB' Patentansprüche; " ltitinelösHOg» ^j""1 n^nfenen^cucser Pfthn; ^TafelnpderBluuer^GeiatinM^u^ ' .™S*SSS$$-I B ^eiiÜMeTÄnST'öftB die belni TrQckne.1P W- %ec Gelatinebahn entstandenen verdickten, gege- 5t Il ienenfails scharfen Spiteen oder Ecken aufwei- .i; If senden Kamen abgeschmtten sind, Ecken aufweisen, abschneidet.I # 2 Verfahren zur Herstellung von Tafeln ode* UKen 4mw || SI" "'II fe Hierzu !BlattZeichnungen
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