DE189830C - - Google Patents

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DE189830C
DE189830C DE1906189830D DE189830DA DE189830C DE 189830 C DE189830 C DE 189830C DE 1906189830 D DE1906189830 D DE 1906189830D DE 189830D A DE189830D A DE 189830DA DE 189830 C DE189830 C DE 189830C
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DE
Germany
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liquid
gases
vessel
rotation
containers
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DE1906189830D
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 189830 KLASSE 12 e. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. April 1906 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zum Absorbieren, Kondensieren und Reinigen von Gasen sowie zur Durchführung von Reaktionen zwischen Flüssigkeiten und Gasen, bei welcher die Gase durch einen durch Zentrifugalkraft in der Schwebe erhaltenen Flüssigkeitsring von dessen unterem Rande her hindurchgeleitet werden, zu dem Zwecke, die aufsteigenden Gase mit der zum
ίο Reagieren, Absorbieren, Kondensieren oder Reinigen dienenden Flüssigkeit in innige Berührung zu bringen.
Die Vorrichtung benutzt das Prinzip, daß, wenn in ein rotierendes, zylindrisches oder konisches, unten geschlossenes Gefäß Wasser oder eine breiige Flüssigkeit eingetragen wird, der Inhalt des Gefäßes bald infolge der Zentrifugalkraft an den Gefäßwandungen emporsteigt, so daß der Boden des Gefäßes frei wird und die Flüssigkeit die Form eines schwebenden und rotierenden Ringes annimmt. Wird in dieses rotierende Gefäß noch ein festes, d. h. unbewegliches zylindrisches Gefäß so eingehängt, daß die Wandüngen des rotierenden Gefäßes sich von denen des feststehenden in einem gleichmäßigen und angemessenen Abstand befinden, so wird dieser ringförmige Zwischenraum sehr bald durch den oben erwähnten Flüssigkeitsring ausgefüllt.
Diese schwebende Flüssigkeitsmenge kann nun dazu benutzt werden, Gase, Luft usw.
mit der betreffenden Flüssigkeit in möglichst fein verteiltem Zustande und für längere Zeit in Berührung zu bringen. Zu diesem Zwecke wird das innere Gefäß mit einem Boden versehen und durch diesen das Gas eingeführt. Das letztere tritt alsdann von unten her in den Flüssigkeitsring ein, nimmt an der Rotation teil und steigt durch die Flüssigkeit empor.
Die Zeichnung zeigt die Vorrichtung teils im Schnitt, teils in Ansicht.
Das zur Aufnahme der Flüssigkeitsmenge dienende Gefäß A wird mittels der Welle B unterstützt und angetrieben, und in das Gefäß A ist das feststehende Gefäß C konzentrisch eingesetzt, welches von dem Gestell D unterstützt wird. Wird nun Flüssigkeit durch den Stutzen E des Rohres F in das Gefäß A eingeführt und letzteres in Rotation versetzt, so steigt die Flüssigkeit in den zwischen beiden Gefäßen bestehenden Zwischenraum an und kann durch die Wahl der Tourenzahl in der richtigen Höhenlage erhalten werden. Wird alsdann durch das Rohr F Gas, Luft usw. zugeführt, so steigen diese in Gestalt von Blasen auf und der nicht absorbierte oder kondensierte Teil derselben zieht durch den Rohrstutzen G ab.
Genügt die Reibung der Flüssigkeit an den mehr, oder weniger rauhen Wandungen der Gefäße nicht, um eine innige und intensive Mischung von Gasen und Flüssigkeit'zu
erzielen, so kann die Außenseite des feststehenden Gefäßes C mit Stiften α oder mit schräg ansteigenden Leisten b oder dergl. versehen werden. Derselbe Effekt würde auch erzielt werden, wenn das äußere Gefäß A feststehend und das innere B rotierend ausgeführt wird, in welchem Falle die schrägen Leisten b dazu dienen würden, die Flüssigkeit anzuheben.
ίο Die Absorptions- bezw. Waschflüssigkeit läßt sich beliebig erneuern, indem man frische Flüssigkeit mit den Gasen in das Gefäß C eintreten läßt. Durch die Wahl der Tourenzahl kann man die neu hinzutretende Flüssigkeitsmenge der in den Ringbehälter H übertretenden anpassen, die bei / abfließt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Vorrichtung zum Absorbieren, Kondensieren oder Reinigen von Gasen sowie zur Durchführung von Reaktionen zwisehen Flüssigkeiten und Gasen, gekennzeichnet durch zwei ineinander gesetzte Behälter, von denen der eine feststeht, der andere in Umdrehung zu versetzen ist, und durch ein den Boden des inneren Behälters durchsetzendes, die Gase derart zuführendes Rohr, daß die Gase gezwungen sind, in dem bei der Rotation durch die Zentrifugalkraft in der Schwebe erhaltenen, den Zwischenraum zwischen den beiden Behältern ausfüllenden Flüssigkeitsring aufzusteigen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1906189830D 1906-04-04 1906-04-04 Expired - Lifetime DE189830C (de)

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AT34169D AT34169B (de) 1906-04-04 1907-09-30 Vorrichtung zum Absorbieren, Kondensieren oder Reinigen von Gasen, sowie zur Durchführung von Reaktionen zwischen Flüssigkeiten und Gasen.

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