DE189706C - - Google Patents
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- DE189706C DE189706C DENDAT189706D DE189706DA DE189706C DE 189706 C DE189706 C DE 189706C DE NDAT189706 D DENDAT189706 D DE NDAT189706D DE 189706D A DE189706D A DE 189706DA DE 189706 C DE189706 C DE 189706C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G09—EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
- G09B—EDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
- G09B19/00—Teaching not covered by other main groups of this subclass
- G09B19/02—Counting; Calculating
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— JVe 189706 -KLASSE 42m. GRUPPE
Zerlegbare Rechenmaschine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 20. Juni 1906 ab.
Die Erfindung betrifft eine leicht zerlegbare Rechenmaschine für die Veranschaulichung
aller Additions-, Subtraktions-, Multiplikations- und Divisionsaufgaben im Zahlengebiet
von ι bis ioo und darüber hinaus. Die Maschine kann ferner zur leicht erfaßbaren Darstellung
der großen und kleinen Einmaleinsreihen benutzt werden. Bei dem Zerlegen größerer Zahlen in Einer, Zehner, Hunderter,
ίο Tausender, Zehntausender, Hunderttausender
und Millioner und dem zusammenfassenden Lesen derartiger Zahlengruppen leistet sie
ebenfalls Dienste. Kleine Aufgaben zur Einführung in das Rechnen mit den vier Spezies
können auch an ihr gelöst werden. Der Apparat gestattet endlich noch, Dezimalzahlen
und gemeine Brüche zu veranschaulichen.
Fig. ι der Zeichnung zeigt die gebrauchsfertig
hergestellte Maschine. Auf der Platte des Schultisches liegt das 8 cm breite, 2 cm
starke und etwa 1,70 m lange Grundbrett. Es wird durch zwei Haken mit Schrauben
angedrückt. Fig. 3 zeigt einen solchen Haken von der Seite gesehen. An den beiden Enden
des genannten Brettes sind zwei Metallhülsen aufgeschraubt. Ihre Höhe beträgt 6 cm. Sie
sind in Winkeln von 70 bis 8o° nach hinten ausgerichtet. In diese Hülsen passen die
beiden 2 cm breiten, 2 cm dicken und 1,30
bis 1,35 m hohen Stützen. An jeder derselben sitzen vorn 22 Winkelhaken paarweise übereinander.
Die freien Schenkel dieser Eisenwinkel sind in der Mitte durchlocht zur Aufnahme
der Klemmstifte. Fig. 4 zeigt das obere Ende eines Ständers mit zwei Winkelhaken
und dem zugehörigen Haltestäbchen. Die beiden Stützen stehen so weit auseinander,
daß die elf 1,65 m langen, 2 cm hohen und ι cm breiten Querleisten nur mit ihren
Enden zwischen die nach vorn ausgerichteten Winkelschenkel zu liegen kommen. In die
obere Kante jeder dieser Leisten ist eine ι cm tiefe Längsrinne eingenutet. Das Kopfstück
eines solchen Auflegestabes mit eingesägter Nut wird in Fig. 5 veranschaulicht. Der Abstand von Leiste zu Leiste beträgt
10 cm. Fig. 6 zeigt eine Blechhülse, deren im ganzen fünf zum Apparat gehören, und
die dazu dienen, zwei Leisten so zu verbinden und zu verlängern, wie in Fig. 1
unten zu sehen ist. Wird die Maschine nicht mehr gebraucht, so kann sie, wie das durch
Fig. 2 angedeutet ist, zu einem 8 cm breiten und 6 cm hohen vierkantigen Bündel zusammengelegt
werden. Zwei Klammern halten die einzelnen Teile in dieser Lage fest. Fig. 7 zeigt die Seitenansicht eines solchen Verschlußstückes.
Auf ein 8 cm langes und 2 bis 3 cm breites Eisenstück sind zwei 7 cm
lange Gewindestifte aufgesetzt. Über die freien Enden der letzteren wird ein anderer,
mit den entsprechenden Löchern versehener Metallstab als Deckel gestreift und durch
zwei Flügelschrauben festgedrückt. Eine besondere Kiste dient zur Aufbewahrung der
an dieser Maschine zu gebrauchenden Zählstäbchen. Dieselben sind ihrer Beschaffenheit
nach angedeutet in den Fig, 8 bis 15; ihre
Verwendung wird gezeigt in Fig. i. Wir sehen daselbst die Zahlbilder:
Wie durch Zusammensetzung dieser Grundgruppen größere Zahlen darzustellen sind,
zeigt folgende Übersicht:
7 = 4 + 3
8 = 4 + 4
8 = 5 + 3
8 = 6 + 2
9 = 6 + 3
9 = 5 + 4
ίο = 6 + 4
ro = 5 + 5
11 = 5 + 5 + ι
12 = 5 + 5 + 2
13 = 5 + 5 + 3
14 = 5 + 5 + 4
15 = 5 + 5 + 5
16 = 5 + 5 + 5 + ι
17 = 5 + 5 + 5 + 2
18 = 5 + 5 + 5 + 3
19 = 5 + 5 + 5 + 4
20 = 5 + 5 + 5 + 5·
Die Größe der Rechenzeichen ist, wie in Fig. ι ersehen werden kann, verschieden. Im
ersten Schuljahre werden Stäbchen verwendet, die 24 cm lang, 2,5 cm breit und nur so dick
sind, daß sie lose in die Nuten der Leisten hineinsinken. In der folgenden Zeit bevorzugen
wir Zählkörper von nur 12 cm Länge und 1,5 cm Breite. Die Querstäbchen der
Zahlbilder in Fig. 1 würden herunterfallen, wenn sie nicht durch Drahtbügel gehalten
würden. Eine entsprechende Anzahl der größeren Stäbchen ist nämlich je mit drei
Doppelhaken versehen. Bei den kleineren Rechenzeichen genügen zwei doppelseitig herausstehende
Haltebügel. Fig. 9 und 10 zeigen die Kantenansicht zweier mit den beschriebenen
Drahtbögen versehenen Zählbrettchen. Sollen die kleinen Kinder lernen, daß von 5 zu 6 = ι fehlt, so muß das, was hinzu-
* 50 zudenken ist, in irgendeiner Weise markiert werden. Es geschieht dies, wie in Fig. 1
unten rechts zu sehen ist, durch ein aus Draht gebogenes Rahmen- oder Ergänzungsstäbchen. Soll ein solches stehend verwendet
werden, so wird es mit drei einfachen Haken versehen und sieht dann aus, wie Fig. 8 zeigt.
Die Zählkörper sind der besseren Unterscheidbarkeit wegen farbig. In Fig. 11 werden
die Vorder- und Rückansichten der Einer gezeigt, die wir uns schwarz-weiß, weiß-rot,
gelb-blau und rot-schwarz gestrichen zu denken haben. Fig. 12 zeigt ein kupferfarbenes Zehner-,
ein silberglänzendes Hunderter-, ein goldbronzenes Tausender-, ein grünweißes Zehntausender-, ein blauweißes Hunderttausender-
und ein gelbfaseriges graues Millionerstäbchen. Teilt man. ein weißrotes Einerzeichen
in zehn gleichgroße Felder, so ist jedes dieser farbigen Stückchen 0,1; zerlegt
man ein solches Zehntel wieder in zehn gleiche Querstreifen, so ist jeder Teil 0,01 . . ., und
jedes Hundertstel wird bei in gleicher Weise fortgesetzter Teilung als das Zehnfache von
0,001 erkannt. Die so gewonnenen weißen und roten Zehntel, Hundertstel und Tausendstel
leimen oder malen wir auf schwarze Grundbretteben. Die Tausendstel werden, am
besten durch dünne punktierte Linien markiert. Fig. 13 stellt dar 1 weißes Zehntel, 1 weißes
Hundertstel und 1 weißes Tausendstel. Auf der ebenfalls schwarzen Rückseite dieser drei
so bemalten Grundbrettchen haben wir uns dieselben dezimalen Teilstücke in roter Farbe
aufgetragen zu denken. Für das Rechnen mit gemeinen Brüchen dienen besondere Bruchrechnungszeichen,
die entweder durch farbige Felder, wie in Fig. 14, oder durch kontrastierende
Querstriche, wie das Fig. 15 veranschaulicht, halbiert, gedrittelt, geviertelt oder
gefünftelt sind. Will der Lehrer darstellen: ι Ganzes = 9/9 · · ■ % = l Ganzes, '/3 = 3/o · ■ ·
3/9 = Y3, so nimmt er drei benachbarte Leisten
aus der Maschine und legt sie mit der Nut nach unten wieder ein. Darauf sucht er sich
ein schwarzes, ein weißes und ein rotes dreiteiliges Stäbchen und stellt sie senkrecht übereinander
auf die also ummontierten Maschinenteile. Die Kinder erkennen nun: 1 Ganzes
= 8/b ■ ■ · % = ι Ganzes, >/, = % . . . %
= V3 7b = % ■ · · % = % Tra?e-10°
haken sind an den Bruchrechenzeichen nichtvorhanden.
Die ganze Maschine kann auch aus Metall gefertigt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Eine zerlegbare Rechenmaschine, gekennzeichnet durch zwei an den Tisch zu klemmende Stützen, die als Träger für . lose eingelegte wagerechte Leisten mit Längsnuten dienen, in welche, zweiseitig verwendbare, zum Teil mit Haken versehene Zählstäbchen zur Herstellung von Zahlbildern eingelegt werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE189706C true DE189706C (de) |
Family
ID=453228
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT189706D Active DE189706C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE189706C (de) |
-
0
- DE DENDAT189706D patent/DE189706C/de active Active
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