DE18648C - Erzeugung von Triebkraft durch Anwendung von Flüssigkeiten mit niedriger Siedetemperatur - Google Patents
Erzeugung von Triebkraft durch Anwendung von Flüssigkeiten mit niedriger SiedetemperaturInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
(Columbia, V. S. A.).
Die Fig. 1 bis 4 stellen eine zweicylindrige,
durch Ammoniak- oder ähnliche Dämpfe getriebene rotirende Maschine dar. Der durch e,
Fig. 3, ankommende frische Dampf tritt durch das Ventil α und den Kanal al im Schieber in
den Hochdruckcylinder B ein. Die Welle a3
hat einen Arm α2, Fig. 1, welcher auf der einstellbaren Steuerungsmuffe b schleift, deren
Welle P durch ein Excenter oder dergleichen von der Hauptwelle D angetrieben wird. Der
Austrittskanal bei d\ Fig. 3, steht in Verbindung mit dem Ausströmungsrohr d, welches zu
dem Eintrittsventil des Niederdruckcylinders B1 führt. Dieser ist ähnlich dem ersten Cylinder B
construirt. Die Welle ist den beiden Cylindern gemeinschaftlich. Das Zuführungsrohr e des
dampfförmigen Körpers geht von dem Dome A* aus, Fig. 4. A* ist ein Theil des Gefäfses A.
Das Ausströmungsrohr/, Fig. 1 und 3, des
Cylinders Bl führt den gröfstentheils tropfbarflüssig gewordenen Körper nach einem geschlossenen,
kühl gehaltenen Gefäfs E ab. Von diesem Ausströmungsgefäfs führt oben eine
Röhre g nach dem gröfseren Cylinder F, Fig. 4, einer zweicylindrigen rotirenden Pumpe, die von
der Hauptwelle D angetrieben wird, Fig. 1 und 2. Der kleinere oder Hochdruckcylinder F1 dieser
Pumpe ist in seiner Construction dem gröfseren gleich; mittelst des Rohres h steht sein Eintrittskanal in Verbindung mit dem Austrittskanal des
gröfseren Cylinders F. Der Austrittskanal des kleineren Cylinders F1 ist durch das Rohr A1
mit einer Kammer k des Kessels A verbunden, woselbst die Flüssigkeit wieder in Dampf verwandelt
wird.
Der Kessel A, Fig. 4, ist ein Metallgefäfs, welches beiderseitig einen inneren, mit Kammern
versehenen Deckel A1 hat und zwischen diesen
Deckeln und den äufseren Enden mit freien Räumen, i zur Aufnahme eines Heizstoffes (z. B.
warmen Wassers) versehen ist. Röhren/ verbinden die seitlichen Räume z; sie sind gut in
den inneren Deckeln A1 abgedichtet. Das Eintrittsrohr
i1 für das Wasser mündet in den Zwischenraum i des einen Kesselendes, während
das Austrittsrohr z2 von dem gegenüberstehenden
Zwischenraum .2 ausgeht. Das durch z1 eintretende
Wasser strömt durch Röhren/ zwischen den Räumen i und fiiefst durchi2 ab. Röhren /
umgeben concentrisch die Röhren/ und ermöglichen einen Umlauf des Ammoniaks durch die
so gebildeten ringförmigen Zwischenräume und die Kammern k der beiden inneren Deckel AK
Innerhalb der Kammern k sind abwechselnd Scheidewände m angebracht, um das Ammoniak
zu veranlassen, einen möglichst gewundenen Um- , lauf zu machen.
Durch hl tritt das Ammoniak von der
Pumpe FF1 in die Ammoniakkammer des
Kessels A. Vom Boden des Gefäfses E führt
weiterhin ein Rohr n, Fig. ι und 4, unmittelbar nach dem unteren Theile der entgegengesetzten
Kammer k; dieses Rohr η bringt das tropfbarflüssig gewordene Ammoniak in den Kessel A.
Die Ueberführung geschieht mit Hülfe eines In-
jectois bei G, worin Ammoniakdampf unter hohem Druck, der in einem Hülfskessel H erzeugt
wird, als' treibende Kraft dient.
Der Hülfskessel H wird durch eine Pumpe /, Fig. 2, mit· ,Ammoniak gespeist, welches von
dem unteren Theile des Kessels A mittelst der Röhre ο entnommen und durch Röhren o1
eingetrieben wird. Die Stehbolzen /, Fig. i,
dienen zur Verstärkung der Kesselwandungen. Die Wärme wird dem Arhmoniak hier durch
Röhren r und s, Fig. i, zugeführt; erwärmtes Wasser läfst man durch die Röhre r2 in den
Raum rl eintreten, von wo aus dasselbe in den Röhren r steigend und in den äufseren, oben
geschlossenen concentrischen Röhren ί fallend in den Raum i1 eintritt, um alsdann durch
Röhren s2 abzulaufen. Ammoniakdampf kann
auf diese Weise auf hohen Druck gebracht und unter diesem durch die Röhre t, Fig. ι und 2,
dem Injector G zugeführt werden. In der Röhre / oder dem oberen Theile des Kessels ist ein
Sicherheitsventil tx angebracht, mit welchem sich
das eine Ende eines Hebels t2 hebt, dessen
anderes Ende mittelst der Zugstange tz ~ ein Ventil ν bewegt, um die Menge des einfliefsenden
Heizwassers zu regeln. In dem Mafse, wie das Sicherheitsventil t1 sich hebt, schliefst sich
das Ventil v. An allen Stellen der Anlage, wo dies hothwendig erscheint, sind Klappen, Hähne
und Ventile angebracht, welche das Zurückfiiefsen verhindern.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende: Der Ammoniakdampf gelangt von dem Kessel A
aus in den Hochdruckcylinder B, Fig. 2, mit beispielsweise Y10 Füllung, verrichtet auf Kosten
eines bedeutenden Theiles seiner Wärme Arbeit und strömt in den Niederdruckcylinder B1 mit
beispielsweise halber Füllung. Bei seinem Austritt aus. dem grofsen Cylinder ist der Dampf
zum gröfseren Theil tropfbarflüssig geworden, die Maschine selbst dient sonach zugleich als
Condensator. Nach seinem Austritt wird das Ammoniak durch die Pumpe FF1 und den
Injector G in den Kessel A geführt, um dort wiederum in gespannten Dampf umgewandelt
zu werden.
Fig. 5 zeigt die Anwendung der Erfindung auf eine Woo If sehe Maschine und damit
verbundene Pumpe. Hoch- und Niederdruckcylinder liegen waagrecht, und in jedem derselben
befindet sich der Austrittskanal am niedrigsten Punkte, um das tropfbarflüssig gewordene
Ammoniak ohne Schwierigkeit entfernen zu können. Die Wirkungsweise ist die vorhin beschriebene.
Um die Pumpencylinder kühl zu halten, «mgiebt man sie mit einem Mantel F2, Fig. 4.
Eine Kühlungsflüssigkeit tritt unter den Mantel bei w ein und fliefst durch eirje oder zwei Qeffnungen
w1 aus. . i
Zum Schutz des Ausströmungsgefäfses E gegen den Einflufs der Wärme der Umgebung dient
ein umschliefsendes Gefäfsy, in dessen Innern die Luft als schlechter Wärmeleiter wirkt. Um
das Ausströmungsgefäfs E oder irgend welchen Theil der Maschine zu entleeren, setzt man ein
oder mehrere Gefäfse damit in Verbindung, in denen eine Leere erzeugt oder ein aufsaugender
Körper angebracht wird. Solch ein Gefäfs ist in Fig. ι bei K angegeben und befindet sich
mit dem Ausströmungsgefäfse unter dem Metallmantel J. Dasselbe ist ähnlich einem Dampfkessel
mit Siederöhren; in den Röhren y läuft warmes Wasser oder ein anderes Heizmittel um.
Eine Röhre Z führt von einer der Ammoniakkammern des Kessels A, von dem Ausströmungsgefäfs
oder einer sonstigen Stelle der Maschine nach dem Aufsaugungsbehälter K und ist auf
ihrem Theile zl, Fig. 2, durchlöchert, um daselbst
das Ammoniak an den aufsaugenden Körper abzugeben. In dieser Weise kann man das Ammoniak eine beliebige Zeit ohne Verlust
aufbewahren, falls man zu irgend einem Theile der Vorrichtung, der mit Ammoniak gefüllt ist,
Zutritt haben will. Sobald man das aufgesaugte Ammoniak wieder gewinnen will, läfst man
warmes Wasser, oder ein anderes Heizmittel durch die Röhren oder den Heizraum strömen.
Das Ammoniak verdampft und wird dann als Dampf mittelst der Pumpe durch die Röhre 22,
die den oberen Theil von K mit der Röhre g verbindet, aus K hinweg- und wieder in die
Maschine geschafft.
Anstatt des Injectors läfst sich auch eine Druckpumpe verwenden, um das flüssig gewordene
Ammoniak von dem Ausströmungsgefäfse unmittelbar in den Kessel zu treiben. Ebenso
kann jedes dafür bekannte Mittel benutzt werden, um den die Kraftcylinder verlassenden
Dampf ununterbrochen während des Ganges der Maschine in den Kessel zurückzuführen und so
die Unterhaltung des Kreislaufes sicherzustellen.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Die Zusammenstellung einer Maschine B B1 mit geradlinig bewegten oder rotirenden Kolben, in welcher die sich ausdehnenden Dämpfe der Arbeitsfiüssigkeit theilweise niedergeschlagen werden, eines Ausströmungsgefäfses E, wohin die von der Maschine abgehenden flüssigen und dampfförmigen Körper übertreten, eines Kessels A, in welchem die Wiederzurückführung der Arbeitsflüssigkeit in dampfförmigen Zustand erfolgt, und der zur Ueberführung des Flüssigkeitsund Dampfgemisches von E nach A dienenden Mittel (Pumpe, Injector).
- 2. Das Ausströmungsgefäfs Έ, welches das von der Maschine B B1 kommende Flüssigkeitsund Dampfgemisch zunächst aufnimmt, in Verbindung mit einem schützenden Behälter J, wobei die innerhalb J befindliche Luft dem eingeschlossenen Ausströmungsgefäfse E gegenüber den Dienst eines schlechten Wärmeleiters versieht.Die Anwendung eines Aufsaugegefäfses K und seiner Verbindungswege ζ nach den Ammoniakkammern k des .Kessels A, dem Ausströmungsgefäfse u. s. w. behufs Ermöglichung einer sofortigen Entleerung irgend welcher Theile der Kraftmaschine von der Arbeitsflüssigkeit.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE18648C true DE18648C (de) |
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ID=295515
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT18648D Active DE18648C (de) | Erzeugung von Triebkraft durch Anwendung von Flüssigkeiten mit niedriger Siedetemperatur |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE18648C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3096356A (en) * | 1956-12-14 | 1963-07-02 | Cfmc | New aromatic amines and processes for their preparation |
-
0
- DE DENDAT18648D patent/DE18648C/de active Active
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| US3096356A (en) * | 1956-12-14 | 1963-07-02 | Cfmc | New aromatic amines and processes for their preparation |
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