DE18648C - Erzeugung von Triebkraft durch Anwendung von Flüssigkeiten mit niedriger Siedetemperatur - Google Patents

Erzeugung von Triebkraft durch Anwendung von Flüssigkeiten mit niedriger Siedetemperatur

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DE18648C
DE18648C DENDAT18648D DE18648DA DE18648C DE 18648 C DE18648 C DE 18648C DE NDAT18648 D DENDAT18648 D DE NDAT18648D DE 18648D A DE18648D A DE 18648DA DE 18648 C DE18648 C DE 18648C
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DE
Germany
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liquid
ammonia
machine
vessel
boiler
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Application number
DENDAT18648D
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English (en)
Original Assignee
J. GANGEE aus London, z. Z. in Washington, Columbia (V. St. A.)
Publication of DE18648C publication Critical patent/DE18648C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K25/00Plants or engines characterised by use of special working fluids, not otherwise provided for; Plants operating in closed cycles and not otherwise provided for
    • F01K25/08Plants or engines characterised by use of special working fluids, not otherwise provided for; Plants operating in closed cycles and not otherwise provided for using special vapours
    • F01K25/10Plants or engines characterised by use of special working fluids, not otherwise provided for; Plants operating in closed cycles and not otherwise provided for using special vapours the vapours being cold, e.g. ammonia, carbon dioxide, ether

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Sorption Type Refrigeration Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
(Columbia, V. S. A.).
Die Fig. 1 bis 4 stellen eine zweicylindrige, durch Ammoniak- oder ähnliche Dämpfe getriebene rotirende Maschine dar. Der durch e, Fig. 3, ankommende frische Dampf tritt durch das Ventil α und den Kanal al im Schieber in den Hochdruckcylinder B ein. Die Welle a3 hat einen Arm α2, Fig. 1, welcher auf der einstellbaren Steuerungsmuffe b schleift, deren Welle P durch ein Excenter oder dergleichen von der Hauptwelle D angetrieben wird. Der Austrittskanal bei d\ Fig. 3, steht in Verbindung mit dem Ausströmungsrohr d, welches zu dem Eintrittsventil des Niederdruckcylinders B1 führt. Dieser ist ähnlich dem ersten Cylinder B construirt. Die Welle ist den beiden Cylindern gemeinschaftlich. Das Zuführungsrohr e des dampfförmigen Körpers geht von dem Dome A* aus, Fig. 4. A* ist ein Theil des Gefäfses A.
Das Ausströmungsrohr/, Fig. 1 und 3, des Cylinders Bl führt den gröfstentheils tropfbarflüssig gewordenen Körper nach einem geschlossenen, kühl gehaltenen Gefäfs E ab. Von diesem Ausströmungsgefäfs führt oben eine Röhre g nach dem gröfseren Cylinder F, Fig. 4, einer zweicylindrigen rotirenden Pumpe, die von der Hauptwelle D angetrieben wird, Fig. 1 und 2. Der kleinere oder Hochdruckcylinder F1 dieser Pumpe ist in seiner Construction dem gröfseren gleich; mittelst des Rohres h steht sein Eintrittskanal in Verbindung mit dem Austrittskanal des gröfseren Cylinders F. Der Austrittskanal des kleineren Cylinders F1 ist durch das Rohr A1 mit einer Kammer k des Kessels A verbunden, woselbst die Flüssigkeit wieder in Dampf verwandelt wird.
Der Kessel A, Fig. 4, ist ein Metallgefäfs, welches beiderseitig einen inneren, mit Kammern versehenen Deckel A1 hat und zwischen diesen Deckeln und den äufseren Enden mit freien Räumen, i zur Aufnahme eines Heizstoffes (z. B. warmen Wassers) versehen ist. Röhren/ verbinden die seitlichen Räume z; sie sind gut in den inneren Deckeln A1 abgedichtet. Das Eintrittsrohr i1 für das Wasser mündet in den Zwischenraum i des einen Kesselendes, während das Austrittsrohr z2 von dem gegenüberstehenden Zwischenraum .2 ausgeht. Das durch z1 eintretende Wasser strömt durch Röhren/ zwischen den Räumen i und fiiefst durchi2 ab. Röhren / umgeben concentrisch die Röhren/ und ermöglichen einen Umlauf des Ammoniaks durch die so gebildeten ringförmigen Zwischenräume und die Kammern k der beiden inneren Deckel AK Innerhalb der Kammern k sind abwechselnd Scheidewände m angebracht, um das Ammoniak zu veranlassen, einen möglichst gewundenen Um- , lauf zu machen.
Durch hl tritt das Ammoniak von der Pumpe FF1 in die Ammoniakkammer des Kessels A. Vom Boden des Gefäfses E führt weiterhin ein Rohr n, Fig. ι und 4, unmittelbar nach dem unteren Theile der entgegengesetzten Kammer k; dieses Rohr η bringt das tropfbarflüssig gewordene Ammoniak in den Kessel A. Die Ueberführung geschieht mit Hülfe eines In-
jectois bei G, worin Ammoniakdampf unter hohem Druck, der in einem Hülfskessel H erzeugt wird, als' treibende Kraft dient.
Der Hülfskessel H wird durch eine Pumpe /, Fig. 2, mit· ,Ammoniak gespeist, welches von dem unteren Theile des Kessels A mittelst der Röhre ο entnommen und durch Röhren o1 eingetrieben wird. Die Stehbolzen /, Fig. i, dienen zur Verstärkung der Kesselwandungen. Die Wärme wird dem Arhmoniak hier durch Röhren r und s, Fig. i, zugeführt; erwärmtes Wasser läfst man durch die Röhre r2 in den Raum rl eintreten, von wo aus dasselbe in den Röhren r steigend und in den äufseren, oben geschlossenen concentrischen Röhren ί fallend in den Raum i1 eintritt, um alsdann durch Röhren s2 abzulaufen. Ammoniakdampf kann auf diese Weise auf hohen Druck gebracht und unter diesem durch die Röhre t, Fig. ι und 2, dem Injector G zugeführt werden. In der Röhre / oder dem oberen Theile des Kessels ist ein Sicherheitsventil tx angebracht, mit welchem sich das eine Ende eines Hebels t2 hebt, dessen anderes Ende mittelst der Zugstange tz ~ ein Ventil ν bewegt, um die Menge des einfliefsenden Heizwassers zu regeln. In dem Mafse, wie das Sicherheitsventil t1 sich hebt, schliefst sich das Ventil v. An allen Stellen der Anlage, wo dies hothwendig erscheint, sind Klappen, Hähne und Ventile angebracht, welche das Zurückfiiefsen verhindern.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende: Der Ammoniakdampf gelangt von dem Kessel A aus in den Hochdruckcylinder B, Fig. 2, mit beispielsweise Y10 Füllung, verrichtet auf Kosten eines bedeutenden Theiles seiner Wärme Arbeit und strömt in den Niederdruckcylinder B1 mit beispielsweise halber Füllung. Bei seinem Austritt aus. dem grofsen Cylinder ist der Dampf zum gröfseren Theil tropfbarflüssig geworden, die Maschine selbst dient sonach zugleich als Condensator. Nach seinem Austritt wird das Ammoniak durch die Pumpe FF1 und den Injector G in den Kessel A geführt, um dort wiederum in gespannten Dampf umgewandelt zu werden.
Fig. 5 zeigt die Anwendung der Erfindung auf eine Woo If sehe Maschine und damit verbundene Pumpe. Hoch- und Niederdruckcylinder liegen waagrecht, und in jedem derselben befindet sich der Austrittskanal am niedrigsten Punkte, um das tropfbarflüssig gewordene Ammoniak ohne Schwierigkeit entfernen zu können. Die Wirkungsweise ist die vorhin beschriebene.
Um die Pumpencylinder kühl zu halten, «mgiebt man sie mit einem Mantel F2, Fig. 4. Eine Kühlungsflüssigkeit tritt unter den Mantel bei w ein und fliefst durch eirje oder zwei Qeffnungen w1 aus. . i
Zum Schutz des Ausströmungsgefäfses E gegen den Einflufs der Wärme der Umgebung dient ein umschliefsendes Gefäfsy, in dessen Innern die Luft als schlechter Wärmeleiter wirkt. Um das Ausströmungsgefäfs E oder irgend welchen Theil der Maschine zu entleeren, setzt man ein oder mehrere Gefäfse damit in Verbindung, in denen eine Leere erzeugt oder ein aufsaugender Körper angebracht wird. Solch ein Gefäfs ist in Fig. ι bei K angegeben und befindet sich mit dem Ausströmungsgefäfse unter dem Metallmantel J. Dasselbe ist ähnlich einem Dampfkessel mit Siederöhren; in den Röhren y läuft warmes Wasser oder ein anderes Heizmittel um. Eine Röhre Z führt von einer der Ammoniakkammern des Kessels A, von dem Ausströmungsgefäfs oder einer sonstigen Stelle der Maschine nach dem Aufsaugungsbehälter K und ist auf ihrem Theile zl, Fig. 2, durchlöchert, um daselbst das Ammoniak an den aufsaugenden Körper abzugeben. In dieser Weise kann man das Ammoniak eine beliebige Zeit ohne Verlust aufbewahren, falls man zu irgend einem Theile der Vorrichtung, der mit Ammoniak gefüllt ist, Zutritt haben will. Sobald man das aufgesaugte Ammoniak wieder gewinnen will, läfst man warmes Wasser, oder ein anderes Heizmittel durch die Röhren oder den Heizraum strömen. Das Ammoniak verdampft und wird dann als Dampf mittelst der Pumpe durch die Röhre 22, die den oberen Theil von K mit der Röhre g verbindet, aus K hinweg- und wieder in die Maschine geschafft.
Anstatt des Injectors läfst sich auch eine Druckpumpe verwenden, um das flüssig gewordene Ammoniak von dem Ausströmungsgefäfse unmittelbar in den Kessel zu treiben. Ebenso kann jedes dafür bekannte Mittel benutzt werden, um den die Kraftcylinder verlassenden Dampf ununterbrochen während des Ganges der Maschine in den Kessel zurückzuführen und so die Unterhaltung des Kreislaufes sicherzustellen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Die Zusammenstellung einer Maschine B B1 mit geradlinig bewegten oder rotirenden Kolben, in welcher die sich ausdehnenden Dämpfe der Arbeitsfiüssigkeit theilweise niedergeschlagen werden, eines Ausströmungsgefäfses E, wohin die von der Maschine abgehenden flüssigen und dampfförmigen Körper übertreten, eines Kessels A, in welchem die Wiederzurückführung der Arbeitsflüssigkeit in dampfförmigen Zustand erfolgt, und der zur Ueberführung des Flüssigkeitsund Dampfgemisches von E nach A dienenden Mittel (Pumpe, Injector).
  2. 2. Das Ausströmungsgefäfs Έ, welches das von der Maschine B B1 kommende Flüssigkeitsund Dampfgemisch zunächst aufnimmt, in Verbindung mit einem schützenden Behälter J, wobei die innerhalb J befindliche Luft dem eingeschlossenen Ausströmungsgefäfse E gegenüber den Dienst eines schlechten Wärmeleiters versieht.
    Die Anwendung eines Aufsaugegefäfses K und seiner Verbindungswege ζ nach den Ammoniakkammern k des .Kessels A, dem Ausströmungsgefäfse u. s. w. behufs Ermöglichung einer sofortigen Entleerung irgend welcher Theile der Kraftmaschine von der Arbeitsflüssigkeit.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT18648D Erzeugung von Triebkraft durch Anwendung von Flüssigkeiten mit niedriger Siedetemperatur Active DE18648C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3096356A (en) * 1956-12-14 1963-07-02 Cfmc New aromatic amines and processes for their preparation

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3096356A (en) * 1956-12-14 1963-07-02 Cfmc New aromatic amines and processes for their preparation

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