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Anmelder : Architekt Karl Neuleitner, Nürnberg Titel : Einputzrosette
für Heizungsrohre Gebrauchsmuster Einputzrosetten für Heizungsrohre und andere Rohre,
mit deren Verlagerung beispielsweise infolge Erwärmung nach dem Einputzen der Rosette
gerechnet werden muß, haben u. a. den Zweck, dem Rohr eine radiale Verlagerung zu
gestatten, ohne daß durch die Verlagerung eine zerstörende Wirkung auf den Putz
ausgeübt wird. Zu diesem Zwecke ist ihr lichter Durchmesser um beispielsweise 6
bis 15 mm größer als der Durchmesser der Rohre, um welche sie herumgelegt werden.
Damit die Einputzrosetten ihren Zweck in jedem Falle erfüllen, müssen sie etwa koaxial
zu dem von ihnen umgebenen Rohr eingeputzt werden. Liegen sie abe-r während des
Einputzens beispielsweise auf dem waagerechten Rohr auf, so übt eine spätere,
| nach oben gerichtete Verlagerung des Rohres auf sie einen Druck |
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aus, der nur zu oft zur Zerstörung des Putzes führt, wenn das Rohr sich nach oben
hin verlagert.
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Die Erfahrung zeigt, daß die Einputzrosetten infolge Unaufmerksamkeit'der
Handwerker sehr oft nicht koaxial zum Rohr eingeputzt werden. Die Neuerung bezweckt
deshalb eine Ausbildung der Rosette, welche zwangsläufig zu einem koaxialen Einputzen
der Rosette führt.
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Die Neuerung ist gekennzeichnet durch die Rosette gegen das Heizungsrohr
oder dergleichen abstützende Abstandhalter, welche den Druck-oder Zugbeanspruchungen
beim Einputzen zu widerstehen vermögen, den Beanspruchungen durch Verlagerungen
der Rohre nach dem Einputzen jedoch durch bleibende oder elastische Verformung bereits
bei Druck-und Zugbeanspruchungen nachgeben, die unter derjenigen Größe liegen, die
zur Zerstörung des Putzes führen können.
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Werden die Abstandhalter als radial nach innen ragende leicht biegsame
Drahtstifte ausgebildet, so erfüllen sie den genannten Zweck.
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Werden sie dagegen entsprechend einer Weiterentwicklung der Neuerung
durch zwei etwa an den Enden ansitzende dünnwandige Ringscheiben gebildet, so verhindern
sie, daß der zylindrische Hohlraum zwischen Rosette und Rohr beim Einputzen mit
Mörtel gefüllt wird, was den Zweck der Rosette, dem Rohr eine radiale Bewegungsfreiheit
zu geben, ganz oder z. T. vereiteln würde.
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Eine bevorzugte Ausführungsform der Neuerung, welche den neuerungsgemäßen
Zweck in besonders guter Weise erfüllt, besteht darin, daß die Rosette und die Ringscheiben
einstückig aus Kunststoff leicht elastischer Qualität bestehen beispielsweise aus"Hostalon"
(eingetragenes Warenzeichen).
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Die Zeichnung bringt zwei Ausführungsbeispiele der Neuerung ; und
zwar zeigt, Figur 1 einen Axialschnitt durch eine Einputzrosette gemäß I-I der Figur
2, Figur 2 einen Schnitt gemäß II-II der Figur 1, Figur 3 eine Rosettenhälfte eines
zweiten Ausführungsbeispiels in einem Schnitt III-III der Fig. 4J und
Figur
4 eine Draufsicht auf Figur 3.
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Die Einputzrosette gemäß Figur 1 besteht lediglich aus einem Rohrabschnitt,
der durch eine Axial-Ebene in zwei Teile 1 und 2 aufgeteilt ist. Die beiden Teile
werden durch eine Ringfeder 3 zusammengehalten. Jede der beiden Hälften 1 und 2
ist in einer oberen und einer unteren Ebene mit sechs Stiften 7 versehen, die aus
leichtbiegsamem Draht bestehen. Diese Rosette wird auf ein Rohr aufgeschoben, wobei
sich die Stifte 7 leicht umbiegen und in ihrer Gesamtheit die Rosette etwa in axialer
Lage zu dem sie tragenden Rohr halten. Die Festigkeit der Stifte 7 ist so groß,
daß sie die Rosette während des Einputzens in ihrer Lage halten.
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Verlagert sich dagegen das Rohr später in radialer Richtung, so verbiegen
sich einige Stifte 7 noch stärker, ohne daß daß Rohr einen so starken Druck auf
die Rosette ausübt, daß die Rosette den sie umgebenden Putz zerstören könnte. Es
kann zweckmäßig sein, die Stifte 7 von vornherein schräg anzuordnen.
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Eine günstigere Ausführungsform zeigen die Figuren 3 und 4. Hier werden
zwei gleiche Hälften 11, von denen nur eine gezeichnet ist, zusammengesetzt. Beide
Hälften haben umlaufende Endflansche 12 und 13 sowie schmale Zwischenflansche 14,
die dazu dienen, der Rosette einen festen Sitz im Putz zu geben. An zwei diagonal
gegenüberliegenden Ecken sind Zapfen 15 vorgesehen, und an zwei anderen diagonal
gegenüberliegenden Ecken sind Bohrungen 16 vorgesehen.
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Zwei Hälften 11 können also zusammengesetzt werden, wobei die Zapfen
15 in die Bohrungen 16 eintreten. In der Nähe der beiden Enden sind dünnwandige
Ringscheiben 17 angeordnet, die mit den Teilen 11 aus einem Stück bestehen. Die
lichte Weite der Ringscheiben 17 ist
so groß, daß sie gerade noch
leicht über ein Rohr 18 geschoben werden können. Verlagert sich nach dem Einputzen
der Rosette das Rohr 18 in radialer Richtung, so gibt die dünnwandige Ringscheibe
17 elastisch nach. Sie kann auch aus hartem oder sprödem Material hergestellt werden,
so daß sie unter Einwirkung des Druckes des Rohres 18 zerspringt.-Beim Einputzen
der Rosette hindern die beiden Ringscheiben 17 das Eindringen von Mörtel in den
Ringraum, der von der Rosette 11 und dem Rohr 18 gebildet wird.