DE1815540C - Vorrichtung zum Bearbeiten von rohrförmigen Werkstücken mittels Druckwellen durch Unterwasser-Funkenentladung - Google Patents

Vorrichtung zum Bearbeiten von rohrförmigen Werkstücken mittels Druckwellen durch Unterwasser-Funkenentladung

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Publication number
DE1815540C
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DE
Germany
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electrode
workpiece
movable
thread
ignition
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Jochn Dr.-Ing. 8510 Fürth Haeusler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Original Assignee
Siemens AG
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Description

Die Erfindung bezieht Sich auf eine Vorrichtung zum Bearbeiten von rohrförmigen Werkstücken mittels Druckwellen durch Unterwasser-Funkenentladung einer Kondensatorbatterie über einen Entladekreis zwischen zwei Elektroden, zwischen denen ein vom Werkstück umfaßter Faden aus einem elektrisch nichtleitenden Träger mit einer leitenden Ummantelung als Zündvorrichtung vorgesehen ist, wobei eine Elektrode zum Einführen des Zündfadens ausgebilde: ist und eine Elektrode aus einem feststehenden und einem teilweise in das Innere des Werkstückes axial beweglichen Teil besteht.
Durch die Verwendung einer Zündvorrichtung, die aus einem Faden aus einem nichtleitenden Träger mit einer leitenden Ummantelung besteht, reduziert sich dank der Unversehrtheit des nichtleitenden Trägers nach der Entladung das Problem von der Einführung der Zündvorrichtung auf einen einfachen Weitertransport des Trägers bis zur erneuten Überbrückung der Elektroden durch die leitende Ummantelung. Dieser Vorteil läßt sich jedoch nur bei solchen Bearbeitungsproblemen anwenden, bei denen der Entladekreis der Vorrichtung und das Werkstück nicht miteinander verkettet sind. Hierdurch ergibt sich bei einem rohrförmigen Werkstück als Schwierigkeit, daß das den Zündfaden umfassende Werkstück nicht ohne irgendeine Demontage der Vorrichtung in diese eingebracht und aus dieser entnommen werden kann, wenn der Zündfaden durch die eine Elektrode eingeführt und durch die andere herausgeführt ist.
Es ist Aufgabe der Erfindung, bei derartigen Vorrichtungen, bei denen sich eine Verkettung zwischen Entladekreis und Werkstück nicht vermeiden läßt, eine einfache Möglichkeit des Einbringens des Werkstückes zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Zündfaden doppelt geführt, in der einen Elektrode ein- und ausgeführt und in der anderen Elektrode am beweglichen Teil umgelenkt ist, wobei die Elektrode mit der Umlenkvorrichtung derart ausgebildet ist, daß der zu Beginn eines Arbeitstaktes mechanisch und elektrisch vom feststehenden Elektrodenteil getrennte bewegliche Elektrodenteil durch das einströmende Wasser über die Länge des Werkstückes bis zum mechanischen und elektrischen Kon-
takt mit dem feststehenden Teü beweglich ist
Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, daß durch die Umlenkung des Zündfadens in dem beweglichen Teil der einen Elektrode, trotz der ohne Stromrückführung innerhalb des Werkstückes unver-
meidlichen Verkettung mit dem Entladekreis, ein einfaches Einbringen des Werkstückes möglich ist. Insbesondere kann die Bewegung des beweglichen Elektrodenteiles und damit auch der des Zündfadens innerhalb des Werkstückes mi'tels des ohnehin in das
ao Werkstück einzulassenden Wassers durchgeführt wer den, so daß der wichtigste, auch bei der erfindungsgc mäßen Vorrichtung noch verbleibende Bewegung^ Vorgang mit einem ohnehin notwendigen, also nicht zusätzlichen, verbunden werden kann.
»5 Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnungen erläutert. Es zeigt im Längs schnitt
F i g. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zu Beginn des Einbringens eines rohrförmigen Werkstükkes,
Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 in betriebsfertigem Zustand.
Bei dem aufzuweitenden zylindrischen Rohr 1 μ die Aufweitung durch die zweiteilige Matrize 2 vorge-
geben. Zur Entnahme des bearbeiteten und zum Einbringen eines neuen Rohres werden die Matrizeiihälftep 2 mittels zweier hydraulisch oder pneumatisch angetriebener Stempel 3 bewegt. />;ε Stempel 3 sind über eine isolierende Zwischenlage 4 an den Matrizenhälften 2 befestigt.
Die untere Elektrode 5 ist in der Bodenplatte 10 befestigt und von einem unteren Isolierteil 6 umgeben. Die obere Elektrode 9,19 besteht aus einem beweglichen Elektrodenteil 9 und einem feststehenden Elektrodenteil 19. Das obere Isolierteil 7 enthält den beweglichen Elektrodenteil 9 in festem Einbau. Das feststehende Elektrodenteil 19 ist über einen flexiblen Anschluß 21, beispielsweise ein Kupferdrahtgeflecht, und einen Schalter 22 mit der Hochspannungsklemme der Kondensatorbatterie 23 verbunden. Die Erdpotential führende Klemme der Kondensatorbatterie 23 ist mit der Bodenplatte 10 und damit mit der unteren Elektrode 5 verbunden. Als Zündvorrichtung ist ein Faden 8 aus einem nichtleitenden Träger mit einer leitenden Ummantelung vorgesehen, der doppelt geführt ist, was mittels einer in dem beweglichen Elektrodenteil 9 der oberen Elektrode 9,19 angeordneten Umlenkvorrichtung 24 erreicht ist.
Bei hinreichender öffnung der Matrizenhälften 2 wird das Rohr 1 über das die untere Elektrode 5 umgebende Isolierteil 6 und das auf diesem ruhende Isolierteil 7 des beweglichen Elektrodenteiles 9 der oberen Elektrode 9,19 geschoben. Durch Federn 11 werden Spannbacken 12 an das Rohr 1 gedrückt; dadurch wird diesem ein genügender Halt gegeben (Fig. 1). Darauf kann durch die Bohrung 13 in der unteren Elektrode 5 das für die Umformung erforderliche Wasser durch die Anschlußöffnung 14 in den
Raum 15 eingelassen werden. Da dieser über die Dichtringe 16 und den Einsatz 17 abgedichtet ist, kann durch hinreichend hohen Wasserdruck, wie er beispielsweise im Wasserleitungsnetz vorgefunden wird, das Isolierteil 7 mit dem beweglichen Elektrodenteil 9 der oberen Elektrode 9, 19 angehoben werden. Stößt das bewegliche Elektrodenteil 9 an die Kante 18 des an der Matrize 2 befestigten feststehen-Flektrodenteiles 19, der zweiteilig ausgeführt ist, ί so können die Ma'trizermälften 2 endgültig geflossen werden. In Betriebsberertschaft (Fi* 2) ,st S Rohr 1 im zu bearbeitenden Bereich mit Wasser «füllt. Dabei ist durch die ringförmige: Kupferemlage 20 für guten elektrischen Obergang zwischen dem angepreßten beweglichen Elektrodenten 9 und dem Sehenden ElektrodenteU 19 Sorge getragen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Vorrichtung zum Bearbeiten von rohrförmigen Werkstücken mittels Druckwellen durch Unterwasser-Funkenentladung einer Kondensatorbatterie über einen Entladekreis zwischen zwei Elektroden, zwischen denen ein vom Werkstück umfaßter Faden aus einem elektrisch nichtleitenden Träger mit einer leitenden Ummantelung als Zündvorrichtung vorgesehen ist, wobei eine Elektrofle zum Einführen des Zündfadens ausgebildet ist und eine Elektrode aus einem feststehenden und einem teilweise in das Innere des Werkstükkes axial beweglichen Teil besteht, dadurch gekennzeichnet, daß der Zündfaden (8) doppelt geführt, in der einen Elektrode (5) ein- und ausgeführt und in der anderen Elektrode (9, 19) am beweglichen Teil (9) umgelenkt ist. wobei die ElektrC'Ce (9, 19) mit der Umlenkvorrichtung (24) derart ausgebildet ist, daß der zu Beginn eines Arbeitstaktes mechanisch und elektrisch vom feststehenden Elektrodenteil (19) getrennte bewegliche Elektrodenteil (9) durch das einströmende Wasser über die Länge des Werkstückes (1) bis zum mechanischen und elektrischen Kontakt mit dem feststehenden Teil (18) beweglich ist.

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