DE1809772C - Verfahren und Vorrichtung zum Abtren nen der Flüssigkeit aus einem gelartigen Flussigkeits Feststoff Gemisch - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Abtren nen der Flüssigkeit aus einem gelartigen Flussigkeits Feststoff GemischInfo
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Description
1 2
Abtrennen der Flüssigkeit aus einem gelartigen und Abkühlen des Behältermaterials sehr unwirt-
Flüssigkeits-Feststoff-Gemisch, insbesondere zum schaftlich.
Entwässern von Vorklär- und Filterschlamm in Der vorliegenden Erfindung Hegt die Aufgabe zu-
Wasseraufbereitungswerken od. dgl., wobei durch 5 gründe, ein einfaches Verfahren zur Schlammentwäs-
Gefrieren des Schlamms das Wasser ausgefroren und serung zu schaffen, das nicht die Nachteile des be-
durch anschließendes Wiederauftauen von den Fest- kannten Verfahrens hierzu aufweist,
stoffen abgetrennt wird, unter Verwendung eines Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der
Kältekreislaufs. Sie betrifft außerdem eine Vorrich- Schlamm kontinuierlich durch den Verdampfer eines
tung zur Durchführung dieses Verfahrens, welches io Kältekreislaufs gefroren, anschließend weiterbeför-
sich grundsätzlich auch zum Abtrennen der Flüssig- dert und durch den Kondensator wieder aufgetaut
keit aus Abfallschlämmen chemischer und anderer wird.
Industriewerke eignet. Der große Vorteil des erfindungsgemäßen Ver-
In Wasseraufbereitungswerken fallen gewöhnlich fahrens liegt darin, daß es kontinuierlich ist. Damit
größere Mengen Schlamm an. Diese gelartigen 15 ist es sehr wirtschaftlich und sehr sicher. Der
Schlamme werden normalerweise gestapelt und ge- Schlamm strömt sozusagen kontinuierlich am Vertrocknet.
Die Hauptschwierigkeit liegt dabei in der dämpfer des Kältekreislaufs entlang, v/obei er geEntwässerung
des Schlamms. Es ist bekannt, hierzu froren wird, und strömt anschließend kontinuierlich
den Schlamm zu gefrieren und wiederaufzutauen, am Kondensator entlang, wobei er wieder aufgetaut
Dabei wird seine Struktur derart zerstört, daß eine ao wird.
Zerlegung in Wasser und absitzbare Feststoffe statt- Nach einer besonders vorteilhaften Ausbildung des
findet (vgl. P. W. Doe, B en η, L. R. Bays, Das erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Schlamm
Eindicken von Schlamm durch Gefrieren, Zeitschrift auf einer als Verdampfer des Kältekreislaufs dienen-
»Die Wasserwirtschaft«, 8/1966, S. 259 bis 262). den Gefriertrommel gefroren und nach Entfernen
Bei dem bekannten Verfahren wird der Schlamm 35 von dieser auf einer als Kondensator des Kältekreisunter Verwendung eines Kompressionskältekreislaufs laufs dienenden Auftau-Wärmetauscherrutsche wiein
großen BeHltern in dicken Schichten gefroren der aufgetaut. Zur Erzielung gleichmäßiger Schlamm-
und anschließend wieder aufgetaut. Dabei strömt zu schichtdicken auf der Gefriertrommel kann dabei das
verdampfendes flüssiges Kälter .iitel in Rohren durch Auftragen des Schlamms auf diese einerseits dadurch
Behältei, in denen Schla.iim gefroren, und zu kon- 30 erfolgen, daß die Gefriertrommel selbst in eir
densierender Kältemitteldampf Li Rohren durch Be- Schlammbad eingetaucht wird, wobei der überschüshälter,
in denen bereits gefrorener Schlamm wieder sige Schlamm mittels eines Abstreifmessers in das
aufgetaut werden soll. Nach Umsteuern des Kälte- Schlammbad zurückgeführt wird. Andererseits kann
mittelkreislaufs beginnt jeweils ein neuer Zyklus. hierzu eine obere Aufgabevorrichtung dienen, die so
Dieses Verfahren ist also diskontinuierlich. Dabei 35 ausgebildet ist, daß ebenfalls nur eine gewünschte
wird jedoch zum Auftauen einer Behälterfüllung eine Schlammschichtdicke aufgefroren wird,
größere Zeitspanne benötigt als zum Gefrieren der Vorteilhafterweise wird der Schlamm in einer
Behälterfüllung. Dies ist bedingt durch die unter- dünnen Schicht auf der Gefriertrommel gefroren,
schiedliche Wärmeleitzahl von Wasser und Eis, d. h., wobei die Schichtdicke 3 bis 5 mm, vorzugsweise
der Wärmetransport vom zu kondensierenden Kälte- 40 4 mm, beträgt. Dadurch können ausreichend hohe
mitteldampf durch das Wasser hindurch zum schmel- Gefrier- und damit Arbeitsgeschwindigkeiten für das
zenden Gefriergut ist wesentlich schlechter als der erfindungsgemäße Verfahren erreicht werden. Außer-
Wärmetransport vom zu gefrierenden Schlamm durch dem bleibt die zu übertragende Kälteleistung vom
den gefrorenen Schlamm hindurch zum zu verdamp- Verdampfer zum ungefrorenen Schlamm bei diesen
fenden flüssigen Kältemittel. Die somit längere Auf- 45 geringen Gefrierschichtdicken im wesentlichen immer
tauzeit bestimmt die Zyklusdauer. gleich, wodurch sich ein äußerst wirtschaftlicher und
Dadurch ist das bekannte Verfahren sehr unwirt- stabiler Verfahrensablauf ergibt,
schaftlich. Der bereits gefrorene Schlamm wird un- Zweckmäßigerweise wird der gefrorene Schlamm nötigerweise weiter abgekühlt, oder die überschüssige nach etwa 0,9 Umdrehungen der Gefriertrommel Kälte muß vernichtet werden, was in beiden Fällen 50 mittels eines mit sehr geringem Abstand von voreinen Energieverlust bedeutet. Weiterhin ergeben zugsweise 0,15 mm, von der Gefriertrommel angesich durch das Füllen und Leeren der Behälter Tot- ordneten, an seiner gesamten Schabekante gezahnten zeiten für die gesamte Anlage. Das Umsteuern der Abschabemessers von dieser als kleinvolumige Seher-Anlage, welches an sich bereits eine Quelle für Be- ben entfernt, wobei die maximale Scherbendicke triebsstörungen sein kann, bedingt einen großen 55 3 bis 5 mm beträgt. Damit werden alle Voraussetzun-Regel- und Steueraufwand. Die Behälter zum Oe- gen für ein sichsres, gleichmäßiges und sehr schnelles frieren bzw. Wiederauftauen des Schlamms müssen Wiederauftauen des gefrorenen Schlamms gezur Erzielung gleichmäßiger Schichtdicken in auf- . schaffen.
schaftlich. Der bereits gefrorene Schlamm wird un- Zweckmäßigerweise wird der gefrorene Schlamm nötigerweise weiter abgekühlt, oder die überschüssige nach etwa 0,9 Umdrehungen der Gefriertrommel Kälte muß vernichtet werden, was in beiden Fällen 50 mittels eines mit sehr geringem Abstand von voreinen Energieverlust bedeutet. Weiterhin ergeben zugsweise 0,15 mm, von der Gefriertrommel angesich durch das Füllen und Leeren der Behälter Tot- ordneten, an seiner gesamten Schabekante gezahnten zeiten für die gesamte Anlage. Das Umsteuern der Abschabemessers von dieser als kleinvolumige Seher-Anlage, welches an sich bereits eine Quelle für Be- ben entfernt, wobei die maximale Scherbendicke triebsstörungen sein kann, bedingt einen großen 55 3 bis 5 mm beträgt. Damit werden alle Voraussetzun-Regel- und Steueraufwand. Die Behälter zum Oe- gen für ein sichsres, gleichmäßiges und sehr schnelles frieren bzw. Wiederauftauen des Schlamms müssen Wiederauftauen des gefrorenen Schlamms gezur Erzielung gleichmäßiger Schichtdicken in auf- . schaffen.
wendiger Weise mit geometrisch geordneten Ein- Mit Vorteil fallen die Scherben vom Abschabebauten versehen sein. Diese Behälter sind außerdem 60 messer auf die Wärmetauscherrutsche herab. Das
den starken und unaufhörlichen Wechselbeanspru- von den auf dieser auftauenden Scherben ablaufende
chutigen, die das ständige Gefrieren und Wieder- Wasser fließt mit Vorteil ständig von der Wttrmeauftauen mit sich bringt, ausgesetzt. Ihr Material ist tauscherrutsche, welche hierzu, vorzugsweise über
also bezüglich Ermüdungserscheinungen ständig ge- ihre gesamte Fläche, Durchbrllche sehr geringer
fährdet. Man wird daher grundsätzlich nur teure 65 Weite aufweist, in ein Auffangbecken ab. Dadurch
Materialien für die Behälter sowie Überdies für die ergibt sich ein fast unmittelbarer Kontakt zwischen
Rohrleitungen und sämtliche sonstigen dem stan- dem noch gefrorenen Schlamm und der Wärme·
dieen Umsteuerprozeß unterliegenden Teile der An- tauscherrutsche.
3 4
Die nach dem Auftauen der Scherben zurück- zu. In den im Vorratsbehälter 10 befindlichen
bleibenden Feststoffe werden zweckmäßigerweise Schlamm ist die Gefriertrommel 6 eingetaucht, und
auch kontinuierlich in das Auffangbecken befördert, bei ihrer Drehung wird der Schlamm in einer dünnen
in welchem sie, vorzugsweise in einem in dessen Schicht kontinuierlich auf sie aufgetragen. Damit bei
unteren Teil angeordneten Kiesbett, abgelagert wer- 5 der Schlammauftragung eine über die gesamte Geden.
Sollte es einmal vorkommen, daß einzelne friertrommelbreite einstellbare, gleichmäßige Schicht-Scherben
auf der Wärmetauscherrutsche nicht ganz dicke gewährleistet ist, wird unmittelbar nach dem
aufgetaut werden, so wird dies durch Wärmeaus- Herausdrehen der Gefriertrommel 6 aus dem im Vortausch
dieser Scherben mit dem im Auffangbecken ratsbehälter 10 befindlichen Schlammbad der überbefindlichen
Wasser nachgeholt. io schüssige Schlamm mittels eines verstellbaren Ab-
Das in dem Auffangbecken befindliche Wasser Streifmessers 11 in den Vorratsbehälter 10 zurückkann
auf einfache Weise durch mindestens eine per- geführt.
forierte Wandung hindurch kontinuierlich in ein Die auf der Gefriertrommel 6 verbleibende
Wasser-Sammelbecken abgeleitet werden. Dabei ist Schlammschicht wird dann auf dieser kontinuierlich
die perforierte Wandung mit Vorteil doppelwandig 15 im Verlauf von 0,9 Umdrehungen gefroren. Danach
ausgeführt, wobei sich in dem Zwischenraum Filter- wird die gefrorene dünne Schicht mittels eines an
material befindet. seiner gesamten Schabekante gezahnten Abschabe-
Um zu vermeiden, daß bei zu geringer der Wärme- messers 12 als kleine Scherben 13 abgeschabt, welche
tauscherrutsche abverlangter Auftauleistung, insbe- auf die Wärmetauschern^ ehe 3 fallen und sich auf
sondere bei Inbetriebsetzung der Ar lage, der Druck ao dieser gleichmäßig verteilen. 1 iuf der Wärmetauscherauf
der Hochdruckseite des Kältekreislaufs einen rutsche 3 werden die Scherben 13 kontinuierlich
maximalen Wert übersteigt, kann die Wärmetauscher- wieder aufgetaut. Das beim Auftauen entstehende
rutsche zusätzlich gekühlt werden. Dies kann durch Wasser fließt dabei ständig durch über die gesamte
Berieselung mit einer Kühlflüssigkeit erfolgen, wobei Fläche der Wärmetauscherrutsche 3 angeordnete
die Kühlflüssigkeitsmenge durch ein vom Kältemittel- 35 Bohrungen ±4 sehr geringen Durchmessers in ein Aufdruck
hinter der Wärmetauscherrutsche gesteuertes fangbecken 15. Die Feststoffe fallen nach ihrer weitest-Regelventil
eingestellt wird. gehenden Befreiung vom Wasser ebenfalls in das Auf-Gemäß einer weiteren, ebenfalls sehr vorteilhaften fangbecken 15, in welchem sie in einem auf dessen
Ausführungsform der Erfindung fallen die von der Grund angeordneten Kiesbett 16 abgelagert werden.
Gefriertrommel entfernten Scherben direkt in das mit 30 Das in dem Auffangbecken 15 befindliche Wasser
erwärmtem Kühlwasser, beispielsweise aus einem fließt kontinuierlich durch eine doppelwandig aus-Röhrenkessel-Kondensator,
gespeiste Auffangbecken geführte perforierte Wandung 17, bei welcher in dem und werden unmittelbar in diesem wieder aufgetaut. Zwischenraum Filtermaterial 18 angeordnet ist,
Als durch den Kondensator zu erwärmendes Kühl- einem Wasser-Sammelbecken 19 zu, aus. welchem es
wasser kann dabei ein Teil des sich im Wasser- 35 durch eine Austrittsöffnung 20 in Richtung des
Sammelbecken ansammelnden Wassers verwendet Pfeiles 21 ausfließen kann- Die Feststoffe werden
werden, ebenfalls, beispielsweise durch Erneuern des Kies-
Es ist von Vorteil, die Warmwasser-Zulaufleitung bettes 16, aus dem Auffangbecken 15 entfernt, was
möglichst nahe an der Stelle anzuordnen, an der die in der Zeichnung jedoch nicht dargestellt ist.
Scherben in das Auffangbecken fallen. Dadurch 40 Oberhalb der Wärmetauscherrutsche 3 ist zu deren
erhält einerseits das im Auffangbecken befindliche zusätzlicher Kühlung im Normalbetrieb und ganz
Wasser an der Stelle, an der die Scherben in das besonders beim Inbetriebsetzen der gesamten Anlage
Becken fallen, eine gewisst, den Wärmeaustausch eine Kühlwasser-Berieselungseinrichtung 22 angeord-
zwischen den gefrorenen Scherben und dem Wasser net, welcher das zusätzliche Kühlwasser durch eine
verbessernde Turbulenz, und andererseits wird da- 45 Kühlwasserleitung23 zuströmt. Die Kühlwassermenge
durch vorteilhafterweise die Ablagerung der Fest- wird durch ein in der Kühlwasserleitung 23 angeord-
stoffe gerade an dieser Stelle weitgehend verhindert. netes Regelventil 24 in Abhängigkeit vom Kälte-
Eine Anlage zur Durchführung des erfindungs- mitteldruck in der Kältemittel-Flüssigkeitsleitung 5
gemäßen Verfahrens erfordert geringe Investitions- zwischen WHrmetauscherrutsche 3 und Drosselkosten
und hat einen geringen Platzbedarf. 30 ventil 4 eingestellt. Als zusätzliches Kühlwasser kann
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nach- beispielsweise ein Teil des aus der Austrittsöffnung
stehend an Hand mehrerer in der Zeichnung sehe- 20 austretenden Wassers dienen,
matisch dargestellter Ausführungsbeispiele einer Bei der Ausführungsform nach F i g. 2 it»t der Kon-Vorrichtung zu seiner Durchführung näher erläutert. densator des Kältekreislaufs als Röhrenkessel-Kon-
matisch dargestellter Ausführungsbeispiele einer Bei der Ausführungsform nach F i g. 2 it»t der Kon-Vorrichtung zu seiner Durchführung näher erläutert. densator des Kältekreislaufs als Röhrenkessel-Kon-
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 weist ein 55 densator 3a ausgeführt, welcher durch ei:<e Leitung
Kompressions-Kältekrcislauf einen Kompressor 1, 3/>
mit Kühlwasser aus dem Wasser-Sammelbecken
einen mit diesem durch eine Kältemittel-Hochdruck- 19 versorgt wird. Das durch den Kondensator 3a
leitung 2 verbundenen, als Auftau-Wärmetauscher- erwärmte Kühlwasser fließt durclv eine Leitung 3 c
rutsche 3 ausgeführten Kondensator sowie einen mit dem Auffangbecken IS zu, in welches die von der
diesem durch eine mit einem Drosselventil 4 ver- 60 Gefriertrommel 6 entfernten Scherben 13 direkt
sehene Kältrmittel-Flüssigkeitsleitung 5 verbundenen, herabfalle» und in welchem diese wieder aufgetaut
als Gefriertrommel 6 ausgebildeten Verdampfer auf, werden.
welcher wiederum mit dem Kompressor 1 durch eine Sinngemäß wird hier entsprechend das durch die
Kältemittel-Niederdruckleitung 7 verbunden ist. Kühlwasserleitung 23 herangeführte zusätzliche KUhI-
Der zu entwässernde Schlamm strömt kontinuier- 63 wasser in die Leitung 3 b eingegeben, Im Übrigen ist
lieh, von einer geeigneten nicht dargestellten Dosier- die Arbeitsweise dieser Ausführungsform der Erfineinrichtung
kommend, in Richtung des Pfeiles 8 dung grundsätzlich die gleiche wie die jener nach
durch die Zuführleitung9 einem Vorratsbehälter 10 Fig. 1.
In Fig. 2 ist außerdem noch eine andere Art des
Auftragens der Schlammschicht auf die Gefriertrommel 6 dargestellt. Es wird eine obere Aufgabevorrichtung 1Od verwendet. Dabei kann ebenfalls die
aufzutragende Schlammschichtdicke dutch Verstellen eines den Abschluß der Aufgabevorrichtung
10a in Drehrichtung der Gefriertrommel 6 bildenden Abstreifmessers 11a genau eingestellt werden.
Claims (18)
1. Verfahren zum Abtrennen der Flüssigkeit aus einem gelartigen Flüssigkeits-Feststoff-Gemisch, insbesondere zum Entwässern von Vorklär- und Filterschlamm in Wasscraufbereitungs-
werken od. dgl., wobei durch Gefrieren des Schlamms das Wasser ausgefroren und durch
anschließendes Wiederauftauen von den Feststoffen abgetrennt wird, unter Verwendung eines
Kältekreislaufs, dadurch gekennzeich- ao net, daß der Schlamm kontinuierlich durch den
Verdampfer des Kältekreislaufs gefroren, anschließend weiterbefördert und durch den Kondensator wieder aufgetaut wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- »5
kennzeichnet, daß der Schlamm auf einer als Verdampfer des Kältekreislaufs dienenden Gefriertrommel gefroren und nach Entfernen von
dieser auf einer als Kondensator des Kältekreis-
'laufs dienenden Auftau-Wärmetauscherrutsche
wieder aufgetaut wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Auftragen des Schlamms
auf die Gefriertrommel durch ihr Eintauchen in ein Schlammbad erfolgt, wobei der überschüssige
Schlamm mittels eines verstellbaren Abstreifmessers in das Schlammbad zurückgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Auftragen des Schlamms
auf die Gefriertrommel durch eine obere, mit einem verstellbaren Abstreifmesser versehene
Aufgabevorrichtung erfolgt.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schlamm in einer dünnen Schicht auf der Gefriertrommel gefroren wird, wobei die Schichtdicke 3 bis 5 mm, vorzugsweise 4 mm, beträgt.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der gefrorene Schlamm als kleinvolumige Scherben von der Gefriertrommel entfernt wird, wobei
die maximale Scherbendicke 3 bis 5 mm beträgt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das von den auftauenden
Scherben ablaufende Wasser ständig von der Wärmetauscherrutsche in ein Auffangbecken abfließt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Auftauen der Scherben die zurückbleibenden Feststoffe kontinuier-
Hch in das Auffangbecken befördert werden, in
welchem sie, vorzugsweise in einem in dessen
unteren Teil angeordneten Kiesbett, abgelagert werden.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das in dem Auffangbecken
befindliche Wasser durch mindestens eine perforierte Wandung hindurch kontinuierlich in ein
Wasser-Sammelbecken abgeleitet wird.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wärmetauscherrutsche, insbesondere bei Inbetriebsetzung der Anlage, zusätzlich geklihlt
wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche Kühlung durch
Berieselung der Wärmetauscherrutsche mit einer Kühlflüssigkeit erfolgt, wobei die Kühlflüssigkeitsmenge durch ein vom Kältemitteldruck
hinter der Wärmetauscherrutsche gesteuertes Regelventil eingestellt wird.
12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
einen kontinuierlich betriebenen Kältekreislauf ft.·« Kondensator und Verdampfer, wobei der Verdampfer als Gefriertrommel (6) und der Kondensator als vorzugsweise in deren Nähe angeordnete Auftau-Wärmetauscherrutsche (3) ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch ein mit sehr geringem Abstand
von vorzugsweise 0,15 mm von der Gefriertrommel (6) angeordnetes, an seiner gesamten
Schabekante gezahntes Abschabemesser (12).
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmetauscherrutsche (3), vorzugsweise über ihre gesamte
Fläche, Durchbrüche (14) sehr geringer Weite aufweist.
15. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß
unterhalb der Wärmetauscherrutsche (3) ein Wasser- und Feststoff-Auffangbecken (15) angeordnet ist, welches in seinem unteren Teil ein
Kiesbett (16) aufweist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15 dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum des Auffangbeckens (15) durch mindestens eine perforierte
Wandung (17) mit dem Innenraum eines Wasser-Sammelbeckens (19) in Verbindung steht.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die perforierte Wandung (17)
doppelwandig ausgeführt ist, wobei sich in dem Zwischenraum Filtermaterial (18) befindet.
18. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Wärmetauscherrutsche (3)
eine Kühlflüssigkeits-Berieselungseinrichtung (22) angeordnet ist, wobei zwecks Einstellung der
Kühlflüssigkeitsmenge ein vom Kältemitteldruck hinter der Wärmetauscherrutsche (3) gesteuertes
Regelventil (24) vorgesehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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