DE1801909C3 - Handfeuerlöscher mit einem von Hand zu betätigenden Ventil - Google Patents
Handfeuerlöscher mit einem von Hand zu betätigenden VentilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Handfeuerlöscher mit einem mittels eines gesonderten, am Haltegriff angeordneten
Drückers zu betätigenden Ventil, welches mindestens eine Ventilspindel und mindestens einen
mit dieser verbundenen Absperrkörper aufweist, mit welchem eine Durchströmöffnung für das Treibmittel-Löschmittel-Gemisch
zur Abspritzdüse hin beliebig zu öffnen bzw. zu verschließen ist, wobei ein Betätigungsglied
zum Zerstören einer Durchstoßscheibe mit einem Durchstoßmesser gekuppelt ist, dessen
Längsachse einschließlich der des Betätigungsgliedes im wesentlichen etwa senkrecht zur Längsachse der
Ventilspindel und des Absperrkörpers angeordnet ist.
Die vorerwähnten Merkmale sind bei einem Sprühgerät zum Versprühen von Insektiziden, Germiziden, Bakteriziden, Medikamenten, Desinfektionsmitteln, deodorierenden Mitteln, Schmierstof-
fen. Farben, Lacken und anderen Chemikalien sowie flüssigen Gasen und Suspensionen aus fein verteilten
Feststoffteilchen durch die USA.-P«tentschnft
2 546 808 bekannt. Bei diesem bekannten Sprühgerät ist ein gesonderter Drücker unter Zwischenschaltung
ίο zweier Stößel druckfest mit einer Abspritzdiise verbunden, welche von einer axial beweglichen Ventilspindel getragen wird. An der der Abspritzdüse abgewendeten Seite trägt die Ventilspindel einen Abschlußkörper mit einem Dichteinsatz, welcher mit
einer Ventilsitzfläche zusammenwirkt, die einen Zu
führungskanal endseitig umschließt in den Zuführungskanal
mündet rechtwinklig zu diesem eine Bohrung, innerhalb welcher ein in den Sprühflüssigkeitsbehiilter
hineinragendes Steigrohr befestigt ist. Zwi-
sehen den etwa parallel im Abstand zueinander jeweils in einer gesonderten Bohrung des Ventilgehäuses
angeordneten Betätigungsstößeln ist eine weitere Bohrung vorgesehen, innerhalb welcher ein Durchstoßmesser
auf- und abbeweglich gelagert ist. Das
as Durchstoßmesser wird mittels eines Drehknopfes von
außen betätigt. Die Längs- bzw. Bewegungsachse des Durchsioßmcssers sowie des Drehknopfes sind im
wesentlichen etwa senkrecht zur Längsachse der Ventilspindel und des ihr zugeordneten Absperrkörpe
rs angeordnet.
Bei diesem vorbekannten Sprühgerät befinden sich die Längs- bzw. Bewegungsachse des Durchstoßmessers
sowie die Längs- bzw. Bewegungsachse des Absperrkörp'Ts
einschließlich der ihn tragenden Ventil-
spindel in einer Ebene. Diese Anordnung erfordert zunächst einen großen AutwapJ hinsichtlich der Mittel
zur Betätigung der Ventilspindel, da die Bewegungsachsen des Drückers, des Durchstoßmessers
und der Ventilspindel in ein und derselben Ebene angeordnet sind. Die zwischen dem Drücker und der
Ventilspindel angeordnete, hinsichtlich ihrer Quererstreckung mit diesen fluchtende Bohrung zur Aufnahme
des Durchstoßmessers muß de:n:'.dch umgangen werden. Dies geschieht bei der bekannten Bauart
mittels zweier Betätigungsstößel. Ein einziger Betätigungsstößel würde nicht ausreichen, da dieser immer
außermittig an der Abspritzdüse angreifen würde, mit der nachteiligen Folge, daß sich dieser einschließlich
der Ventilspindel verkanten oder zumindest nur sehr schwergängig zu bewegen sein würde.
Es sind somit bei diesem vorbekannten Sprühgerät zwei Betätigungsstößel erforderlich, welchen überdies
zwei gesondert herzustellende Führungsbohrungen zugeordnet werden müssen.
Das vorbekannte Sprühgerät erfordert jedoch nicht nur hinsichtlich der Betätigungselemente für die
Ventilspindel einen relativ hohen Aufwand. Vielmehr macht außerdem die Anordnung der im Ventilgehäuse
vorgesehenen Bohrungen (Aufnahmebohrung für das Durchstoßmesser, Aufnahmebohrung
für die Ventilspindel einschließlich des Abschlußkörpers, Aufnahmebohrung für das Steigrohr) bei der
Herstellung des Venülgehäuscs eine zeit- und kostenaufwendige Arbeitsweise erforderlich. Zusätzlich zu
den bereits erwähnten Führungsbohrungen für die beiden Betätigungsstößel muß zunächst einmal die
Bohrung zur Aufnahme des Durchstoßmessers hergestellt werden. Rechtwinklig zu dieser Bohrung muß
in einem weiteren Arbeitsgang die Aufnahmebohrung für die Ventilspindel einschließlich ihres Abschlußkörpers
sowie eine weitere Bohrung hergestellt werden, die zur Verbindung mit dem Steigrohr dient.
Wollte man dieses vorbekannte Sprühgerät als Permunent-Handfeuerlösdier
verwenden, so müßte an Stelle der bei ihm vorgesehenen Aufnahmebohrung für das Steigrohr ferner eine zusätzliche Verbindungsbohrung
vorgesehen werden, weiche in einen Raum oberhalb einer Durchstoßscheibe einmünden
müßte.
Auch der bei dieser bekannten Sprühvorrichtung
vorhandene Drehknopf einschließlich der diesem zugeordneten Spindel und der Spindelmutter erfordert
einen relativ großen Arbeitsaufwand bei der Herstellung. Ein Drehknopf verhindert außerdem den Einsatz
dickerer Durchstoßscheiben, da eine dickere Durchsloßscheibe durch das infolge der Drehbewegung
nur allmählich in axialer Richtung bewegbare Durchstoßmesser nur relativ schwer τ. zerstören ist. ao
Bei Handfeuerlöschern ist es jedoch grundsätzlich erforderlich, daß selbst schwächere Personen, beispielsweise
ältere Leute, Kinder oder von Brandga-.sen
bereits geschwächte Personen, einen solchen Loscht r betätigen können. Dünnere Durchstoßscheiben, »5
wie sie bei Drehknöpfen erforderlich sind, erlauben ferner keine so großen Behälterinnendrücke, wie sie
für eine größere Reichweite des LöschmittelstrahSs erforderlich sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen 3"
Handfeuerlöscher, insbesondere einen Permanent-Handfeuerlöscher, zu schaffen, dessen Ventilgehäuse
im Vergleich zu den bekannten Hand.'euerlöschern sowie auch im Vergleich zu dem vorstehend behandelten
bekannten Sprühgerät einen wesentlich einfächeren Aufbau aufweist und deshalb nvt einem geringeren
Arbeits- und Zeitaufwand herzustellen ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß das Betätigungsglied von einem Schlagknopf gebildet ist, dessen Längsachse und die Längsachse des
Durchstoßmessers einerseits sowie die Längsachse der Ventilspindel und des Absperrkörpers andererseits
in zwei verschiedenen, etwa parallel nebeneinander verlaufenden Ebenen angeordnet sind, deren
seitlicher Abstand relativ gering bemessen ist, derart. daß im Ventilgehäuse die Bohrung um das Durchstoßmesser
und die Bohrung zur Aufnahme des Absperrkörpers, eine Verbindungsöffnung für den
Durchtritt des Treibmittel-Löschmittel Gemisches schaffend, einander überschneiden. Das Ventilgt- 5"
hause des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Handfeuerlöschers erhält zunächst dadurch eine einfachere
Bauform, daß das Betätigungsglied von einem Schlagknopf gebildet ist. Zusätzliche Spindclgewinde-Abschnittc,
wie sie im Zusammenhang mit Drehknöpfen notwendig sind, entfallen somit. Der
wesentlichste Vorteil einer Schlagknopfauslösung, die an sich bekannt ist, ist der große Hub, den das
Durchstoßmesser bei einer Auslösung ausführt und die Möglichkeit, auf einfache und leichte Weise, beispielsweise
di'rch Aufstoßen des gesamten Feuerlöschers
mit seinem Schlagknopf auf den Fußboden, mit einem Mal eine verhältnismäßig große Schlagkraft
aufbringen zu können, welche mit Sicherheit ausreicht, selbst eine Durchstoßschcibe größerer
Dicke und FestigXe.it zu zerstören. Infolgedessen hat man die Möglichkeit, bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Handfeuerlöscher Durchstoßscheiben größerer Dicke und Festigkeit zu verwenden. Dies
hat, wie bereits erwähnt, den Vorteil, daß man höhere Treibmitteldrücke benutzen kann, wodurch wiederum
eine größere Tragweite des Löschmittel-Strahles erreichbar ist.
Besondere Vorteile ergeben sich indessen iiurcli
die erfindungsgemäß vorgeschlagene Anordnung der Längsachse des Schlagknopfes und der Längsachse
des Durchstoßmessers einerseits und der Längsachse der Ventilspindel und des Absperrkörpers andererseits.
Dadurch, daß die vorgenannten Längsachsen in zwei verschiedenen, etwa parallel nebeneinander verlaufenden
Ebenen angeordnet sind, ist die Ventilspindel in axialer Richtung von außen leicht zugänglich.
Daher besteht die Möglichkeit, die Ventilspindel einschließlich des ihr zugeordneten Absperrkörpers
mit einfachen und wenig aufwendigen Mitteln zu betätigen. Aufwendige Betätigiingsmitlel, wie sie bei
der bekannten Bauart in Fw τη von zwei getrennten
Betätigungsstößeln vorhanden iind, sind somit bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Handfeuerlöscher
nicht notwendig. Mit den Betätigungsstößcln der bekannten Bauart entfallen beim Gegenstand der
Erfindung gleicheitig die Führungsbohrungen der Betätigungsst'jßel,
so daß der Handfeuerlöscher gemäß der Erfindung schon aus diesem Grunde wesentlich
cii·:,.jnei und billiger herzuste'Ien ist als das vorstellend
behandelte bekannte Sprühgerät.
Die beiden Ebenen, in welchen die vorerwähnten Längsachsen angeordnet sind, befinden sich in einem
relativ geringen seitlichen Abstand derart nebeneinander, daß sich die Bohrung zur Aufnahme des
Durchstoßmessers und die Bohrung zur Aufnahme des Absperrkörpers überschneiden. Durch diese vorteilhafte,
teilweise Überschneidung der Bohrung zur Aufnahme des Durchstoßmessers einerseits und zur
Aufnahme des Absperrkörpers andererseits entfällt eine besondere Verbindungsbohrung, weiche — wie
bereits erwähnt — zusätzlich vorgesehen sein müßte, wenn man das vorbekannte Sprühgerät zu einem Permancnt-Handfeuerlöscher
umgestalten wollte. Eine derartige \ erbindungsbohrung, die einen Durthiritt
des Treibmiliel-Löschmittel-Gemisches ermöglicht,
läßt sich im allgemeinen nur schlecht und stets mit erhöhtem Aufwand in das Ventilgehäuse einbringen.
Es ist daher für die Fertigung von erheblichem Vorteil, wenn eine derartige Verbindungsbohrung entfällt,
wie dies bei dem Ventilgehäuse nach der Erfindung der Fall ist. Das sich teilweise Überschneiden
der beiden vorgenannten Bohrungen führt beim Gegenstand der Erfindung zu dem weiteren Vorteil, daß
sich zwischen den beiden Bohrungen sine relativ große Verbindungsöffnung für den Durchtritt des
Treibmittcl-Löschmittel-Gemisches erreichen läßt, welche D: isselverluste bei der Strömung des Trcibmttfel-LöschmiUel-Gemischcs
auf ein Mindestmaß herabsetzt.
Bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Handfeuerlöscher
wird das Ventilgehäuse vorzugsweise in einem Hohlpreß-Verfahren hergestellt. Die meisten
Hohlräume lassen sich hierbei bereits bei der Herstellung des Gehäuserohlings im Hohlpreß-Verfahren
herstellen und bedürfen höchstens einer geringen Nachbearbeitung. Ein derartiger Hohlpreß-Vorgang
zu Herstellung des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Ventilgehäuscs ist vor allem für die Serienhcrstellung
derartiger Gehäuse von erheblichem Vorteil.
Die spanabgebende Verformung bei der Herst'·!-
lung des Ventilgchiiuses nach der Ivrfindimg W-schrjinkl
sich, da cine gesonderte Verbindungsbohrung
einfallt, auf die Herstellung zur Aufnahme der Ventilspindel bzw. der sich daran anschließenden
UoInimg, in welche die Abspril/.dÜM· eingeschraubt
wird. Diese Höhlungen verlaufen tangential zu der bereits im Rohling nach dem Hohlpreß-Vorgang vorhandenen
Bohrungen zur Aufnahme des Durchstoümessers.
Ihre Herstellung ist relativ einfach und läßt sich in wenigen Bohrvorgängen mittels einfacher
Formbohrer bewerkstelligen. Demgegenüber ist die Herstellung des bei dem bekannten Sprühgerät verwendeten
Ventilgehäuses wesentlich komplizierter und erfordert eine Vielzahl von arbeitsaufwendigen
Zerspanungsvorgiingen.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsfcrm der Erfindung
besitzt das Ventil zwei Ventilspindeln und zwei diesen zugeordnete Absperrkörper, mit denen
zwei Durchströmöffnungen für das Treibmittel-Löschmittel-Gemisch zu jeweils einer Abspritzdüse
hin zu öffnen bzw. zu verschließen sind. Eine derartige doppelte Anordnung vergrößert den freien Gcsamtdurchströmqucrschnitt,
der dem Trcibmittel-Löschmittel-Gemisch beim Ausströmen aus dem Handfeuerlöscher zur Verfügung steht. Die vorteilhafte
Folge hiervon ist, daß bei dieser Ausführungsform eine besonders große Löschmittelmenge pro
Zeiteinheit abgespritzt werden kann, wodurch naturgemäß die Wirkung des Handfeuerlöschers beträchtlich
verbessert wird. Grundsätzlich ist es dabei auch möglich, mehr als zwei Ventilspindeln Absperrkörper
und Abspritzdüsen vorzusehen. Ferner können zwei Ventilspindeln, zwei Absperrkörper sowie zwei
Durchströmöffnungen auch dann vorgesehen sein, wenn nur eine gemeinsame Abspritzdüse vorgesehen
ist, d. h., das Treibmittel-Löschmittel-Gemisch von den beiden Durchströmöffnungen einer gemeinsamen
Abspritzdüse zugeführt wird.
Bei der vorstehend behandelten Ausführungsform der Erfindung ist es von Vorteil, wenn die Längsachsen
der Ventilspindel und der Absperrkörper sich beiderseits des Durchstoßmessers bzw. des Schlagknopfes
erstrecken und zusammen mit den zu diesen Längsachsen koaxial angeordneten Abspritzdüsen
etwa parallel zueinander angeordnet sind. Grundsätzlich ist es hierbei möglich, die Düsen etwas geneigt
zueinander anzuorJnen. Dies hat zur Folge, daß der Löschmittelstrahl in einigem Absland vom Handfeuerlöscher
einen besonders großen Querschnitt besitzt, so daß gleichzeitig eine größere Fläche des Brandherdes
mit Löschmittel beaufschlagt wird, was vor allem bei Flächenbränden von Bedeutung ist.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Ventilspindeln bzw. deren Abspenkörper sowohl
einzeln als auch gemeinsam zu betätigen. Dies hat den Vorteil, daß die pro Zeiteinheit abgespritzte
Löschmittelmenge durch Schließen einer Durchströmbohrung um die Hälfte reduziert bzw. durch
öffnen der zweiten Durchströmbohrung verdoppelt werden kann. Es läßt sich somit die pro Zeiteinheit
abgespritzte Löschmittelmenge weitgehend den jeweiligen Erfordernissen bei den Löscharbeiten anpassen.
In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand eines Ausfuhrungsbeispiels veranschaulicht
Es zeigt
F i g. 1 den oberen Abschnitt eines Handfeuerlöschers nach der Erfindung in der Seitenansicht,
F i g. 2 das Ventil des erfindungsgcmäßcn Handfeuerlnscheis
in der Draufsicht,
F i g. 3 einen Abschnitt des Handfciierlöschers
nach I'ig. I und 2 in der rückwärtigen Ansicht.
F-' i g.4 einen Schnitt nach tier Linie IV-IV der
F i g. I.
F i g. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der F i g. I.
In Fig. 1 ist mit 1 der obere Abschnitt eines
ίο Löschmittelbehälters bezeichnet, welcher einen eingeschweißten
Anschlußstutzen 2 aufweist. In den Anschlußstutzen 2 ist cm Ventilgehäuse 3 eingeschraubt.
Das Ventilgehäuse 3 besitzt einen Haltegriff 4 zum Tragen und Führen des Handfeuerlöschcrs. Zum
Einleiten des Löschvorganges ist im Bereich der oberen Stirnfläche des Ventilgehäuses 3 ein Schlagknopf
5 vorgesehen, der in seiner Ruhestellung dargestellt ist und zum Löschmittelbehälter 1 hin heruntergedrückt
werden kann. Zum Auslösen des I.ösch-
»o Vorganges besitzt der Handfeuerlöscher einen Drükker6,
der in Pfeil richtung χ nach oben bewegt werden muß, um dem im Löschmittelbehälter 1 vorhandenen
Treibmittcl-Löschmittel-Gemisch den Weg nach außen freizugeben.
»5 Die '»-erstehend beschriebenen Teile sind größtenteils
auch in den Fig. 2 und 3 zu erkennen. In F i g. 2 ist jedoch der Löschmittelbehälter 1 der Einfachheit
halber fortgelassen worden, während der Drücker 6 durch den Haltegriff 4 verdeckt wird. Von
dem Drücker 6 ist lediglich ein Ansatz 6 α erkennbar, der an einem mit einem Kopf versehenen Endabschnitt
einer Ventilspindel 7 angreift, die aus dem Ventilgehäuse 3 herausragt. Durch Betätigen des
Drückers 6 in Pfeilrichtung χ wird mittels des Ansatzcs
6 η die Ventilspindel 7 in Pfeilrichtungy aus dem
Ventilgehäuse 3 um ein begrenztes Maß herausgezogen, wodurch der Löschvorgang ausgelöst wird, det
zuvor durch einen kräftigen Druck oder Schlag aul den Schlagknopf 5 eingeleitet worden ist.
Fig. 3 läßt demgegenüber wieder einen Teil des Drückers 6 erkennen und außerdem die Ausbildung
seines Ansatzes 6 α. Der Schlagknopf 5 wird ir Fig.3 teilweise durch den Haltegriff4 abgedeckt
der auch einen Teil des Drückers 6 verdeckt. Sowoh!
der Haltegriff 4 als auch der Drücker 6 sind im Querschnitt
etwa U-förmig ausgebildet, wobei jedoch auch zahlreiche andere Ausführungsformen gewähr* werden
können.
Der in F i g. 4 dargestellte Längsschnitt zeigt der
inneren Aufbau des Handfeuerlöschers und laß
seine Wirkungsweise erkennen. In das Innere de: Löschmittelbehälters 1 ist das nicht dargestellt«
Löschmittel eingefüllt und steht unter hohem Treib mitteldruck. Das Treibmittel-Löschmittel-Gemisd
kann den Löschmittelbehälter 1 zunächst nicht ver lassen, da der Anschlußstutzen 2 gasdicht hn Lösch
mittelbehälter 1 eingeschweißt ist und die mit 8 be zeichnete Bohrung des Anschlußstutzens 2 zum Ven
tilgehäuse3 hin mittels einer Durchstoßscheibe!
druckmitteldicht verschlossen ist. Die Durchstoß scheibe 9 ist dabei zwischen zwei Dichtscheiben U
angeordnet und wird von einem Schraubeinsatz 1] fest gegen einen Ansatz des Anschlußstutzens 2 ange
preßt
Zum Leiten des Löschmittel-Treibmittel-Gemi
sches während des Löschvorganges vom Boden de Löschmhtelbehälters 1 zum Ventilgenäüse3 hin dien
ein Steigrohr 12, das gegen den Druck eines Feder
clemcntes 13 axial verschieblich in der BohrungS wird. Der nun vorhandene Zustand des Handfeuerlö-
des Anschlußstutzens2 gelagert ist. Der Spaltraum sellers ist in Fig.4 dargestellt. Der Schlagknopf5
zwischen der Außenfläche ties Steigrohres 12 und läßt sich — wie in Fi g. 4 zu erkennen — mit kräfti-
der Innenfläche der Bohrung8 des Anschlußslul- gern Druck oder mit einem Schlag zum Löschmittel-
zcns2 ist mittels einer Dichtung 14 abgedichtet. Die 5 behälter 1 hin bewegen, wobei das Durchstoßmesser
Bohrung IS in der Wandung des Steigrohres 12 im Be- 17 ebenfalls um den gleichen Weg nach unten bewegt
reich des dem Ventilgehäuse 3 zugekehrten Endab- wird und dabei die Durchstoßscheibe 9 zerstört,
■chniltes dient zum Eingreifen eines hakenförmig Hiernach ist es dem Löschmittel möglich, angetrie-
tusgebildeten Werkzeuges, um ein Herausziehen des ben von dem unter hohem Druck stehenden Treib-
Steigrohres 12 bei abgenommenem Ventilgehäuse 3 to mittel, durch das Steigrohr 12 in die mit 21 bezeich-
tum Zwecke der Reinigung bzw. der Neufüllung des nete Bohrung des Ventilgehäuses 3 zu gelangen, die
Löschers zu ermöglichen. zur Aufnahme des Durchstoßmessers 17 dient.
Das Ventilgehäuse3 ist in den Anschlußstutzen2 Die Bohrung 21, die auch in Fig.5 zu erkennen
mittels einer Dichtung 16 treibmitteldicht einge- ist, überschneidet sich mit einer zweiten Bohrung 22,
schraubt. Es enthält ein koaxial zum Steigrohr 12 ge- 15 die zur Aufnahme der Ventilspindel 7 und eines mit
führtes Durchstoßmesser 17, das in einer axial ver- dieser verbundenen Absperrkörpers 23 dient. Das
laufenden Bohrung des Ventilgehäuses 3 längsver- Trr.ibmittel-Löschmittel-Gemisch steht somit auch in
schieblich und dichtend geführt ist. Das Durchstoß- der Bohrung 22 an, die es jedoch nicht verlassen
messer 17 ist mit seinem dem Löschmittelbehälter 1 kann, weil der Abspefrkörper 23 eine Durchströmabgekehrten
Endabschnitt über eine Schraubverbin- ao öffnung 24 abdichtet, die zu einer nicht dargestelldung
lösbar am Schlagknopf 5 befestigt. Der Schlag- ten Düse führt, welche in die mit 25 bezeichnete Geknopf
5 wird von einer Druckfeder 18 nach oben ge- windebohrung des Ventilgehäuses 3 eingeschraubt
drückt, wobei diese Bewegung begrenzt wird durch wird. Erst bei Betätigung des Drückers 6 wird die
einen Ansatz 17 α des Durchstoßmessers 17, der die Ventilspindel 7 in Pfeilrichtung y bewegt, so daß sich
in F i g. 4 dargestellte Lage des Schlagknopfes 5 zum 25 der Absperrkörper 23 gegen die Wirkung eines
Ventilgehäuse 3 bestimmt. Der Schlagknopf 5 ist da- Federelementes 26 von seinem Sitz abhebt und die
bei um ein beträchtliches Maß oberhalb der mit 19 Durchströmöffnung 24 freigibt. Wird der Drücker 6
bezeichneten Stirnfläche des Ventilgehäuses 3 an- losgelassen, so drückt das Federelement 26 den Abgeordnet.
Zwischen dieser Stirnfläche 19 des Ventil- Sperrkörper 23 wieder in die in Fig.5 dargestellte
gehäuses 3 und der mit 20 bezeichneten, dieser züge- 3° Lage zurück, wodurch der Löschvorgang unterbrokehrten
Stirnfläche des Schlagknopfes S ist im Regel- chen wird.
fall eine nicht dargestellte Sicherungsschelle angeord- Die im vorstehenden am Beispiel eines Perma-
net, die ein unbeabsichtigtes Herunterdrücken des nent-Löschers beschriebene Erfindung läßt sich ohne
Schlagknopfes 5 verhindert und die sich zweckmä- weiteres auch für Hochdrucklöscher anwenden, wo-
ßigerweise plombieren läßt. 35 bei lediglich der Anschlußstutzen 2 eine andere Forrr
Zum Einleiten des Löschvorganges ist es zunächst erhält, da außer dem Steigrohr 12 bei einem Hoch
erforderlich, diese nicht dargestellte Sicherungs- drucklöscher noch eine Treibmittelflasche und eil
schelle zu entfernen, wobei deren Plombe zerstört Blasrohr angeschlossen werden müssen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Handfeuerlöscher mit einem mittels eines gesonderten, am Haltegriff angeordneten Drükkers
zu betätigenden Ventil, welches mindestens eine Ventilspindel und mindestens einen mit dieser
verbundenen Absperrkörper aufweist, mit welchem eine Durchströmöffnung für das Treibmittel-Löschraittel-Gemisch
zur Abspritzdüse hin beliebig zu öffnen bzw. zu verschließen ist, wobei
ein Betätigungsglied zum Zerstören einer Durchstoßscheibe mit einem Durchstoßmesser gekuppelt
ist, dessen Längsachse einschließlich der des Betätigungsgliedes im wesentlichen etwa
senkrecht zur Längsachse der Ventilspindel und des Absperrkörpers angeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Betätigungsglied
von einem Schlagknopf (5) gebildet ist, dessen Längsachse und die Längsachse des Durchstoßmessers
(17) einerseits sowie die Längsachse der Ventilspindel (7) und des Absperrkörpers (23)
andererseits in zwei verschiedenen, etwa parallel nebeneinander verlaufende.! Ebenen angeordnet
sind, deren seitlicher Abstand relativ gering bemessen ist, derart, daß im Ventilgehäuse (3) die
Bohrung (21) um das Durchstoßmesser (17) und die Bohru.jg (22) zur Aufnahme des Absperrkörpers
(23), eine Verbindungsöffnung für den Durchtritt des \ reibm.Uel-Löschmittel-Gemisches
schaffend, einander überschneiden.
2. Handfeuerlöscher nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Ventil zwei Ventilspindeln (7) und zwei diesen zugeordnete Absperrkörper
(23) besitzt, mit denen zwei Durchströmöffnungen (24) für das Treibmittel-Löschmittel-Gemisch
zu jeweils einer Abspritzdüse hin zu öffnen bzw. zu verschließen sind.
3. Handfeuerlöscher nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsachsen der
Ventilspindeln (7) und der Absperrkörper (23) sich beiderseits des Durchstoßmessers (17) bzw.
des Schlagknopfes (S) erstrecken und zusammen mit den zu diesen Längsachsen koaxial angeordneten
Abspritzdüsen etwa parallel zueinander angeordnet sind.
4. Handfeuerlöscher nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilspindeln
(7) bzw. deren Absperrkörper (23) sowohl einzeln als auch gemeinsam zu betätigen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681801909 DE1801909C3 (de) | 1968-10-09 | 1968-10-09 | Handfeuerlöscher mit einem von Hand zu betätigenden Ventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19681801909 DE1801909C3 (de) | 1968-10-09 | 1968-10-09 | Handfeuerlöscher mit einem von Hand zu betätigenden Ventil |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1801909A1 DE1801909A1 (de) | 1970-06-04 |
| DE1801909B2 DE1801909B2 (de) | 1974-02-28 |
| DE1801909C3 true DE1801909C3 (de) | 1974-10-03 |
Family
ID=5709988
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19681801909 Expired DE1801909C3 (de) | 1968-10-09 | 1968-10-09 | Handfeuerlöscher mit einem von Hand zu betätigenden Ventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1801909C3 (de) |
-
1968
- 1968-10-09 DE DE19681801909 patent/DE1801909C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1801909A1 (de) | 1970-06-04 |
| DE1801909B2 (de) | 1974-02-28 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| SH | Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971 | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee | ||
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