DE180107C - - Google Patents
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01K—ELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
- H01K1/00—Details
- H01K1/50—Selection of substances for gas fillings; Specified pressure thereof
Landscapes
- Discharge Lamp (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 180107 -' KLASSE 21/. GRUPPE
ROBERT HOPFELT in BERLIN.
Bei Glühlampen, deren Glühfaden in einem Quecksilberdampf oder dergl. glühen, müssen
naturgemäß die Glühfäden aus einem Stoffe bestehen, welcher von dem Dampf nicht an-
.'5 gegriffen wird. Als solche Glühfäden kommen daher in erster Linie Kohle und !Carborundum
in Betracht.
Die größere Helligkeit solcher Lampen gegenüber den gewöhnlichen. Lampen scheint
nun darauf zu beruhen, daß die Dampfzone, welche unmittelbar um den Glühfaden sich
befindet, in intensive Weißglut kommt und leuchtet dieselbe daher, wenn' der Kohlenfaden
ebensoweit erhitzt wird wie in gewohnlichen Lampen, bedeutend mehr. Wenn
hier in nachfolgendem nur von Quecksilber die Rede ist, so geschieht dieses der einfacheren
Erklärung halber, es eignen sich jedoch hierfür noch andere Dämpfe, wie z. B. Natrium,
Kalium usw., wenn auch Quecksilber entschieden die besten Eigenschaften besitzt.
Es kommen jedoch nur solche Dämpfe in Betracht, welche sich bei gewöhnlicher Temperatur
zu flüssigen oder festen Körpern kondensieren.
Es hatte sich herausgestellt, daß die größte Wirkung erzielt wird, wenn der Dampf eine
möglichst hohe Dichte besitzt. Um diese zu erreichen, ist es erforderlich, die Glaswandung
möglichst in ihrer ganzen Ausdehnung hoch zu erhitzen, da sich sonst die Dämpfe an der Glaswand kondensieren. Da als
Wärmewirkung nur diejenige des Glühfadens benutzt werden kann, hat es sich als erforderlich
erwiesen, in den Glasbehälter noch ein Gas, welches sich nicht kondensieren
kann, einzuführen und welches die Wärme des Glühfadens auf die Glaswand überträgt.
Selbstredend darf der Druck dieses Gases im kalten Zustande nur ein sehr geringer
sein, da sonst das Quecksilber wieder schwieriger verdampft, indem das Gas infolge der
Erwärmung sich stark ausdehnt. Es wird also ein bestimmter Gasdruck das günstigste
Verhältnis ergeben. Zu hoch darf der Gasdruck auch aus dem Grunde nicht sein, da
sonst die Abkühlung des Fadens größer ist als der Vorteil, den das Quecksilber hervorruft.
Selbstredend wird infolge der größeren Abkühlung des Fadens die Temperatur desselben
eine geringere sein als in normalen Lampen. Man muß daher den Faden etwas höher belasten,
um annähernd auf gleiche Temperatur zu kommen. Die Helligkeit, welche aber mit einer solchen Lampe erzielt wird, ist eine bedeutend
größere. Es hat sich z. B. gezeigt, daß eine Lampe für 65 Volt, welche mit 0,87 Ampere brannte, 16 Kerzen ergab. Derselbe
Faden in Quecksilberdampf, dem eine geringe Menge Stickstoff zugesetzt war, ergab
bei 1,02 Ampere und 76,5 Volt 48 Kerzen = i,()25 Watt pro Kerze. Der Faden hatte
in dem Fall noch nicht die Temperatur wie in ersterem Fall, was dadurch festgestellt
wurde, daß die Lampen im warmen Zustande plötzlich auf geringe Stromstärke geschaltet
wurden, und wurde diejenige Stromstärke gesucht, bei welcher die Fäden gerade zu glühen
anfingen. Der Faden der gewöhnlichen Lampe zeigte das erste Glühen bei 0,2 Ampere und
17 Volt = 3,4 Watt, der Faden in Quecksilber-
(2. Auflage, ausgegeben am 27. Mär\ igog.J
dampf dagegen erst bei 0,25 Ampere und
21 Volt = 5,2 Watt. Das ist ein Unterschied von 55 Prozent, während beim normalen
Brennen der Faden der Quecksilberlampe um 36 Prozent höher belastet war. Die Lichtabnahme
und Brenndauer dieser Lampe hat dieses außerdem bestätigt.
Praktisch wird man nun z. B. so verfahren, daß die Lampen nicht absolut luftleer gemacht
werden, sondern vielleicht bis 0,1 oder bis 2 mm Quecksilbersäule, je nach der Größe
des Gefäßes, gepumpt wird. Die warmen Quecksilberdämpfe verbinden sich dann mit dem Sauerstoff, so daß annähernd reiner Stickstoff
übrig bleibt. Man kann zu diesem Zweck auch Phosphor anwenden, oder es wird ein
solches Gas, welches vorteilhaft gegenüber dem Faden und Quecksilber indifferent ist,
nachträglich eingeleitet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Elektrische Glühlampe, deren Glühfaden in Dampf von Quecksilber oder dergl. glüht, dadurch gekennzeichnet, daß ein nicht kondensierbares Gas in geringen Mengen in den Glühlampenbehälter eingefüllt oder in demselben erzeugt wird, um die Wärme des Glühfadens genügend auf die Glaswand zu übertragen, damit das hier befindliche Quecksilber oder dergl. zur Verdampfung kommt bezw. die Kondensation desselben genügend verhindert wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT29285D AT29285B (de) | 1906-01-16 | 1906-11-23 | Elektrische Glühlampe, deren Glühfaden in Dampf von Quecksilber oder dgl. glüht. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR371778T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE180107C true DE180107C (de) |
Family
ID=8894727
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1906180107D Expired - Lifetime DE180107C (de) | 1906-01-16 | 1906-01-16 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE180107C (de) |
| FR (1) | FR371778A (de) |
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- FR FR371778D patent/FR371778A/fr active Active
-
1906
- 1906-01-16 DE DE1906180107D patent/DE180107C/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR371778A (de) |
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