DE1796050C - Verfahren zur Vergasung von Braunkohle - Google Patents
Verfahren zur Vergasung von BraunkohleInfo
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Description
fluidisierende Wirkung der ausströmenden Gase und größten Teil seiner Wärme an den Vergasungsraum
Dämpfe erfolgt bzw. das darin befindliche Einsatzgut ab.
Es besteht selbstverständlich bei Anwendung der Dem Vergasungsraum20 ist eine Verbindungsleitung
Lehre gemäß der USA.-Patentschrift 2276 343 die 24 nachgeschaltet, die in einem lrennraum-3
Möglichkeit, dem rohrförmigen Vergasungsraum 5 mündet. Letzterer ist am oberen bnde mit eine,
einen größeren Durchmesser zu geben, bei welchem Abführungsleitung 26 für das Gas versenen, in
ein Festsetzen d-^s Einsatzgutes innerhalb des Rohres welcher ein Regelorgan 27 angeordnet ist. Am unteren
auf jeden Fall vermieden wird. Allerdings wird dabei Ende des Trennraurr.es 25 befindet sich eine uruckdie
Querschnittsfläche dieses Rohres dann so groß, s chleuse 28 für das Abführen der festen ment vergasdaß
eine gleichmäßige Beheizung nicht mehr gewähr- io baren Produkte. Diese Druckschleuse ze wira von
leistet ist. Vielmehr nimmt das Ausmaß der Erwär- einem Schieberpaar 29 gebildet,
mung innerhalb des Vergasungsraumes von innen Die in der Zeichnung dargestellte hinncntung
nach außen ab, wodurch das Gesamtergebnis des arbeitet in der Weise, daß die im Trichter Ij.Retina-Verfahrens
ungünstig beeinflußt wird und sei es nur liehe Rohbraunkohle. 30 der Pumpe 11 z"getunJl una
durch eim unvollkommene Ausnutzung des einge- 15 durch den Kolben 12 gegen die Kugel 15 des ventus
setzten Brennstoffes, so daß hierbei wieder zumindest 14 gedrückt wird. Infolge des von der feder 10 geein
Teil des Kostenvorsprunges der Rohbraunkohle steuerten Nachgebens der Kugel 15 gelangt die koi.-gegenüber
anderen Brennstoffen verlorengeht. braunkohle über das Verbinawngsrohr 18 in den
In der Zeichnung ibt eine Einrichtung z^r Durch- Vergasungsraum 20. .
führung des Verfahrens im Schema dargestellt. 20 Durch die Zuleitung 22 wird ein fluides Heizmittel.
Diese Einrichtung weist eine Kolbenpumpe 11 mit beispielsweise das Reaktorkuhlmittel Helium eines
einem Kolben 12 auf. Oberhalb der Pumpe ist ein Hocht^mperaturkernreaktors, in den Kaum i* cm-Zuführungstrichter
13 für die Rohbraunkohle vorge- und, nachdem es seine Wärme abgegeben hat, über
sehen. Der Pumpe 11 ist ein Kugelventil 14 nachge- die Leitung 23 wieder abgeführt Aut Uruna aer so
schaltet, das im wesentlichen aus einer hin- und her- *5 erfolgenden Beheizung des Vergasungsraumes zu
verschiebbaren Kugel !5, einer Feder 16 und einer wird die in diesem befindliche P-0™™™0™;*""
Stützfläche 17 für die letztere besteht. Lie Feder 16 nächst getrocknet, in eine Trockenkohle 31 ubergedrückt
die Kugel 15 bei zurückgezogenem Kolben 12 führt und dabei und danach vergast so dab an,
gegen die Dichtkante des Ventilgehäuses. Ende des Vergasungsraumes 20 lediglich das aus der
An der dem Kolben 11 augekehrten Seite des 30 Vergasung gewonnene Gas und Vergasungsruck-Ventilgehäuses
ist ein Verbindungsrohr 18 ange- stände, d.h. in der Hauptsache Kohleasche, vorschlossen,
das in einen oder mehrere rohrförmige, handen sind. Das Gas strömt in den Trennraurn-5
horizontal verlegte Vergasungsräume 20 übergeht, und nimmt hierbei die Vergasungrruckstanoe jj mn.
wobei in der Zeichnung nur ein einziger derartiger Es wird über die Abführungsleitung 26 und das
Vergasungsraum dargestellt ist. Der Vergasungsraum 35 Regelorgan 27 aus dem Trennraum 25 abgeführt, uu.
ist in einem Abstand von einem Gehäuse 21 umgeben, am Boden des Trennraumes 25 sich ansammelnden
das mit einer Zu- und einer Ableitung 22 bzw. 23 für Vergasungsrückstände werden durchι wecn«te»
das Heizmittel versehen ist. Letzteres gibt während Öffnen des Doppelschiebers über die Schleuse Z8
seines Aufenthaltes im zwischen Gehäuse 21 und abgeführt. Als Endprodukt stehen somit Gas und die
Vergasungsraum 20 befindlichen Ringraum 19 den 40 Vergasungsrückstande zur verfugung.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1 2
mit einem Vergasungsmittel durch einen rohr-
Patentanspruch- förmigen, horizontal verlegten, indirekt beheizten
Vergasungsraum geführt wird. Sie bezweckt — aus-
Verfahren zur Vergasung von Braunkohle, gehend von der Überlegung, daß Braunkohle unmittelgemäß
dem die Kohle mit einem Vergasungsmittel 5 bar nach der Gewinnung der billigste Kohlenstoffdurch
einen rohrförmigen, horizontal verlegten träger ist — eine bessere Wirtschaftlichkeit nnes
und indirekt beheizten Vergasungsraum geführt solchen Verfahrens. Somit hegt der Erfindung die
wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Aufgabe zugrunde, das vorerwähnte Verfahren so
Einsatzgut Rohbraunkohle gewählt wird, deren durchzuführen, daß dieser Kostenvorsprung der
durch die Aufheizung ausgetriebenes Eigenwasser io Braunkohle gegenüber anderen Brennstoffen weitin
an sich bekannter Weise als Vergasungsmittel gehend erhalten bleibt und für das Endprodukt gedient.
· nutzt werden kann. Dabei soll der Verfahrensablauf
einfach und übersichtlich sein und die Verwendung
einfacher Einrichtungen zulassen. Dazu gehört, daß
15 zusätzlichen Aufwand bedingende Maßnahmen vor und während des Vergasungsprozesses weitestgehend
vermieden werden.
Durch die britische Pateritschrift 168 581 ist ein Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung
Verfahren zur Vergasung von Braunkohle bekannt, vor, daß als Einsatzgut Rohbraunkohle gewählt wird
bei welchem diese zunächst pulverisiert, also fein- ao deren durch die Aufheizung ausgetriebenes Eigen
zerkleinert, und alsdann in Wasser aufgeschlämmt wasser in an sich bekannter Weise als Vergasungs
wird. Die resultierende Suspension wird durch einen mittel dient.
indirekt beheizten Vergasungsraum gepreßt, der als Dadurch wird erreich1, daß kostensteigernde Voreine
horizontale Achse aufweisende Rohrschlange behandlungen, insbesondere Trocknung und Feinstausgebildet
ist. Ein wesentlicher Nachteil dieses 25 zerkleinerung, vermieden werden. Wesentlich ist
bekannten Verfahrens besteht darin, daß es durch weiterhin, daß, nachdem die Rohbraunkohle eimat
die erforderliche Feins"erkleinerung eine erhebliche in den Vergasungsraum eingebracht worden ist, sie
Kostenbelastung erfährt, zumal Braunkohle zur dort im Zuge der Verdampfung des in ihr enthaltenen
Durchführung einer solchen Feinstzerkleinerung zu- Wassers und ihn:r Entgasung eine Auflockerung ernächst
getrocknet werden muß. Vveiten die Wirt- 30 fährt, in deren Verlauf das Einsatzgut sich weitgehend
schaftlichkeit des Verfahrens ungünstig beeinflussende wie ein Fluidatbett verhält, wobei die entstehenden
Auswirkungen ergeben sich aus der Notwendigkeit, Gase und Dämpfe das Fluidierungsmittel bilden. Aui
ein besonderes Rührwerk zur Herstellung der Grund der innerhalb des Vergasungsraumes zwangs-Suspension
vorzusehen. Schließlich können auch weise auttretenden Gasströmung in Richtung auf das
Schwierigkeiten dadurch entstehen, daß im in Trans- 35 Austragsende desselben erfolgt dabei gleichzeitig ein
portrichtung vorderen Abschnitt der Rohrschlange Transport der Feststoffteilchen, die in Gestalt von
Verstopfungen zumindest in jenen Bereichen auf- teilweise und vollkommenen getrockneten Kohletreten,
in denen das Gemisch im Zuge des Durch- körnern, teilvergasten Kohlenkörnern und Asche vorfließens
der Rohrschlange eine im wesentlichen nach liegen. Insgesamt gesehen läuft also der Vergasungsoben
gerichtete Bewegung durchführt. Es erscheint *o prozeß unter sehr günstigen wirtschaftlichen Bedinzwar
denkbar, derartige Schwierigkeiten von vorn- gungen ab, die im Ergebnis die Gestehungskosten
herein dadurch weitgehend auszuschließen, daß ein des Endproduktes günstig beeinflussen,
hoher Wasseranteil vorgesehen wird, der unter allen Durch die USA.-Patentschrift 2 276 343 ist zwar in Betracht kommenden Umständen in allen Teilen ein Verfahren zur Vergasung von Rohbraunkohle der Rohrschlange die Fließfähigkeit des Gemisches 45 unter Verwendung eines indirekt beheizten rohrsicherstellt. Dabei werden jedoch Schwierigkeiten und förmigen Vergasungsraumes bekannt, wobei dieser Belastungen anderer Art auftreten, die sich z. B. Vergasungsraum jedoch vertikal verläuft und die daraus ergeben, daß viel mehr Wasser verdampft Rohbraunkohle, deren Eigenwasser ebenfalls als werden müßte als an sich für die angestrebte Vergasungsmittel dient, von oben nach unten durch chemische Umsetzung notwendig ist. 5° diesen Vergasungsraum hindurchgeführt wird. Dabei Ein ähnliches durch die französische Patentschrift tritt jedoch ein wesentlicher Nachteil auf, der darin 968 955 bekanntes Verfahren sucht die vorstehend besteht, daß bei einem Rohr mit engem Durchmesser angeführten Schwierigkeiten durch Verwendung eines zwar über den Querschnitt gleichmäßige Beheizung besonderen Treibmittels zu beseitigen, das den Trans- erzielbar ist, wobei jedoch eine Verstopfung des port der in den Vergasungsraum einzuführenden 55 Rohres unvermeidbar ist. Dies ist im wesentlichen Mischung bewirkt. Wenn dieses Treibmittel als darauf zurückzuführen, daß die im Vergasungsraum Produkt oder Nebenprodukt des Vergasungsverfah- befindliche Rohbraunkohle eine Art Säule bildet, die rens anfallen soll, wird letzteres außerordentlich auf Grund des Eigengewichtes der Rohbraunkohle kompliziert und unübersichtlich, wodurch die Wirt- eine gewisse Zusammenpressung erfährt, so daß eine schaftlichkeit ungünstig beeinflußt wird. Dies kann 60 Auflockerung durch die im Zuge der Beheizung entin noch stärkerem Maße gelten, wenn das Treibmittel stehenden Gase und Dämpfe nicht möglich ist. Demvon mi [fen zugeführt wird. Die mit dem Treibmittel gegenüber verzichtet die Erfindung auf den scheinbar zusammenhängende Kostenbelustung ist bei diesem einfacheren Weg des Transportes von oben nach bekannten Verfuhren auch deshalb von Bedeutung, unten, wobei der horizontale Vergasungsraum auf weil es ebenfalls die Verwendung von feinst/.erkleincr- 65 jeden Fall ein Festsetzen der Kohle durch Zusammentcr Kohle od. dgl. vorsieht. pressen derselben unter dem Einfluß des Eigen-Dic S findung geht aus von einem Verfuhren zur gewichtes vermeidet und die Auflockerung des Ein-Vurgusung von Braunkohle, gemäß dem die Kohle satzgutes innerhalb des Vergasungsruumes durch die
hoher Wasseranteil vorgesehen wird, der unter allen Durch die USA.-Patentschrift 2 276 343 ist zwar in Betracht kommenden Umständen in allen Teilen ein Verfahren zur Vergasung von Rohbraunkohle der Rohrschlange die Fließfähigkeit des Gemisches 45 unter Verwendung eines indirekt beheizten rohrsicherstellt. Dabei werden jedoch Schwierigkeiten und förmigen Vergasungsraumes bekannt, wobei dieser Belastungen anderer Art auftreten, die sich z. B. Vergasungsraum jedoch vertikal verläuft und die daraus ergeben, daß viel mehr Wasser verdampft Rohbraunkohle, deren Eigenwasser ebenfalls als werden müßte als an sich für die angestrebte Vergasungsmittel dient, von oben nach unten durch chemische Umsetzung notwendig ist. 5° diesen Vergasungsraum hindurchgeführt wird. Dabei Ein ähnliches durch die französische Patentschrift tritt jedoch ein wesentlicher Nachteil auf, der darin 968 955 bekanntes Verfahren sucht die vorstehend besteht, daß bei einem Rohr mit engem Durchmesser angeführten Schwierigkeiten durch Verwendung eines zwar über den Querschnitt gleichmäßige Beheizung besonderen Treibmittels zu beseitigen, das den Trans- erzielbar ist, wobei jedoch eine Verstopfung des port der in den Vergasungsraum einzuführenden 55 Rohres unvermeidbar ist. Dies ist im wesentlichen Mischung bewirkt. Wenn dieses Treibmittel als darauf zurückzuführen, daß die im Vergasungsraum Produkt oder Nebenprodukt des Vergasungsverfah- befindliche Rohbraunkohle eine Art Säule bildet, die rens anfallen soll, wird letzteres außerordentlich auf Grund des Eigengewichtes der Rohbraunkohle kompliziert und unübersichtlich, wodurch die Wirt- eine gewisse Zusammenpressung erfährt, so daß eine schaftlichkeit ungünstig beeinflußt wird. Dies kann 60 Auflockerung durch die im Zuge der Beheizung entin noch stärkerem Maße gelten, wenn das Treibmittel stehenden Gase und Dämpfe nicht möglich ist. Demvon mi [fen zugeführt wird. Die mit dem Treibmittel gegenüber verzichtet die Erfindung auf den scheinbar zusammenhängende Kostenbelustung ist bei diesem einfacheren Weg des Transportes von oben nach bekannten Verfuhren auch deshalb von Bedeutung, unten, wobei der horizontale Vergasungsraum auf weil es ebenfalls die Verwendung von feinst/.erkleincr- 65 jeden Fall ein Festsetzen der Kohle durch Zusammentcr Kohle od. dgl. vorsieht. pressen derselben unter dem Einfluß des Eigen-Dic S findung geht aus von einem Verfuhren zur gewichtes vermeidet und die Auflockerung des Ein-Vurgusung von Braunkohle, gemäß dem die Kohle satzgutes innerhalb des Vergasungsruumes durch die
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1796050B DE1796050B (de) | |
| DE1796050C true DE1796050C (de) | 1972-12-28 |
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