DE1793690B2 - 15-hydroxy-9-oxoprosta-5-cis-10,13- trans-triensaeure und deren salze sowie verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents

15-hydroxy-9-oxoprosta-5-cis-10,13- trans-triensaeure und deren salze sowie verfahren zu ihrer herstellung

Info

Publication number
DE1793690B2
DE1793690B2 DE19661793690 DE1793690A DE1793690B2 DE 1793690 B2 DE1793690 B2 DE 1793690B2 DE 19661793690 DE19661793690 DE 19661793690 DE 1793690 A DE1793690 A DE 1793690A DE 1793690 B2 DE1793690 B2 DE 1793690B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
salts
cis
compound
trans
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19661793690
Other languages
English (en)
Other versions
DE1793690C3 (de
DE1793690A1 (de
Inventor
Philip Franklin; Pike John Edward; Kalamazoo Mich. Beal (V.StA.)
Original Assignee
Ausscheidung aus: 15 93 644 The Upjohn Co., Kalamazoo, Mich. (V.StA.)
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ausscheidung aus: 15 93 644 The Upjohn Co., Kalamazoo, Mich. (V.StA.) filed Critical Ausscheidung aus: 15 93 644 The Upjohn Co., Kalamazoo, Mich. (V.StA.)
Publication of DE1793690A1 publication Critical patent/DE1793690A1/de
Publication of DE1793690B2 publication Critical patent/DE1793690B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1793690C3 publication Critical patent/DE1793690C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C405/00Compounds containing a five-membered ring having two side-chains in ortho position to each other, and having oxygen atoms directly attached to the ring in ortho position to one of the side-chains, one side-chain containing, not directly attached to the ring, a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, and the other side-chain having oxygen atoms attached in gamma-position to the ring, e.g. prostaglandins ; Analogues or derivatives thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)
  • Insertion, Bundling And Securing Of Wires For Electric Apparatuses (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description

CH.,lCH,.4-CH-X H H CH, -Y-ICH2I3COOH
.lurch
RO
c==o
CH,
in der X trans-CH = CH- und Y cis-CH = CH-bedeutet und R ein Wasserstoffatom oder einen niederen Alkanoylrest darstellt, in an sich bekannter Weise mit Essigsäure Wasser bzw. die Säure ROH abspaltet und die erhaltene Triensäure gegebenenfalls in üblicher Weise mit einer anorganischen oder organischen Base in ein pharmakologisch verträgliches Salz umwandelt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man in Gegenwart von 1 bis 25 Gewichtsprozent Wasser, bezogen auf Gewicht der Essigsäure, arbeitet.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Temperatur von etwa 40 bis 1500C gearbeitet wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft die 15-Hydroxy- stellung dieser Verbindung and von deren pharrna-9-oxoprosta-5-cis-10,13-trans-triensäure und deren 35 kologisch verträglichen Salzen mit anorganischen oder pharmakologisch verträgliche Salze mit anorganischen organischen Basen, das dadurch gekennzeichnet ist, oder organischen Basen sowie ein Verfahren zur Her- daß man aus einer Verbindung der Formel 11
OH
CH,(CH,)4 -CH — X H H
CH,-Y-ICH, 1.,COOH
RO
/■■" __
III)
CYL
in der X trans-CH — CH — und Y cis-CH = CH — üblicher Weise mit einer anorganischen oder organi-
bedeutet und R ein Wasserstoffatom oder einen sehen Base in ein pharmakologisch verträgliches Salz
niederen Alkanoylrest darstellt, in an sich bekannter umwandelt.
Weise mit Essigsäure Wasser bzw. die Säure ROH ab- Die erfindungsgemäße Verbindung und ihre Salze
spaltet und die erhaltene Triensäure gegebenenfalls in 55 entsprechen der folgenden Formel 1
OH
CH1K IU4(H
Cl
Il H CII. |C-H,I.,COOR
C C C
H H
C
CIl
worin R ein Wasserstoffatom oder ein pharmakologisch verträgliches Kation bedeutet.
Pharmakologisch verträgliche Kationen R in der formel I sind Kationen von Metallen, Ammoniak oder Aminen oder quaternäre Ammoniumionen. Speziell bevorzugte Metallkationen sind solche der Alkalimetalle, z. B. Lithium, Natrium und Kalium, und der Erdalkalimetalle, z. B. Magnesium, Calcium und Strontium, obgleich auch andere Metallkationen, z. B. von Aluminium, Zink, Eisen und Silber, in Frage kommen.
Pharmakologisch zulässige Amin-Kationen können von primären, sekundären oder tertiären Aminen abgeleitet sein. Beispiele für geeignete Amine sind Methylamin, Dimethylamin, Trimethylamin, Äthylamin, Dibutylamin, Triisopropylamin, N-Methylhexylamin, Decylamin, AUylamin, Crotylamin, Cyclopentylamin, Dicyclohexylamin, Benzylamin, Dibenzylamin, a-Phenyläthylamin, /9-Phenyläthylamin, Äthylendiamin, Di- §thylentnamin und ähnliche niedrige aliphatische, piedrige cycloaliphatische und niedrige araliphatische Amine mit bis zu 18 Kohlenstoffatomen einschließlich, wie auch heterocyclische Amine, wie Piperidin, Morpholin, Pyrrolidin, Piperazin und niedrige Alkylderivate davon, z. B. 1-Methylpiperidin, 4-Äthylmorpho- as lin, 1-Isopropyl-pyrrolidin, 2-Methylpyrrolidin, 1,4-Ditnethylpiperazin und 2-Methylpiperidin, wie auch Amine mit wasserlöslich machenden oder hydrophilen Gruppen wie Mono-, Di- und Triäthanolamin, Äthyldiäthanolamin, N-Butyläthanolamin, 2-Amino-l-butanol, 2-Amino-2-äthyl-l,3-propandiol,2-Amino-2-methyl-1-propanol, Tris-(hydroxymethyl)-aminomethan, N-Phenyl-äthanolamin, N-(p-tert.-Amy!phenyl)-di-Äthanolamin, Galactamin, N-Methylglucamin, N-Methylglucoscamin, Ephedrin (l-Phenyl-2-methy]aminopropan-1-ol), Phenylephrin, Adrenalin und 2-Diäthylaminoäthyl-p-aminobenzoat.
Beispiele für geeignete pharmakologisch verträgliche quaternäre Ammoniumionen sind Trimethylammonium-, Triäthylammonium-, Benzyltrimethylammonium- und Phenyllriäthylammoniumionen.
Die erfindungsgemäße Verbindung und ihre Salze Zeigen eine vorteilhafte blutdrucksenkende Wirksamkeit beim Versuch mit Hunden nach der Technik von Lee u. a., Circulation Res., 13, 359 (1963). Die Hunde werden anästhetisiert, vagotomisiert und mit l,l'-Pen-
Verhältnis der Blutdrucksenkung zur Muskelkontraktion tamethylen-bis-[i-methylpyrrolidin] behandelt (AVPT-Hunde). Das zu untersuchende Material wird in Äthylalkohol angewandt, welcher im Verhältnis 1: 10 mit physiologischer Kochsalzlösung oder 5 %iger Dextroseiösung zur intravenösen Injektion verdünnt ist.
Wegen der vorteilhaften blutdrucksenkenden Wirksamkeit sind die neue Verbindung und ihre pharmakologisch verträglichen Salze wertvolle Therapeutica zur Behandlung von Hypertension, zur Normalisierung der Serumfeststoffe und damit zur Verringerung der Gefahr von ischämischen Herzkrankheiten sowie zur Behandlung von Störungen des Zentralnervensystems bei Säugetieren und beim Menschen. Die Verbindung und ihre pharmakologisch verträglichen Salze werden durch intravenöse Infusion der sterilen isotonischen Salzlösung in einer Menge von etwa 0,01 bis etwa 10, vorzugsweise von 0,1 bis etwa 0,2 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Minute verabreicht.
Es ist bekannt, daß auch andere Derivate der Prostancarbonsäure systemischen Arterienblutdruck nach intravenöser Injektion herabsetzen, insbesondere PGE1, PGE2 und PGE3 (vgl. H ο r t ο n, ibid). Diese Substanzen besitzen jedoch eine stark stimulierende Wirkung auf die glatte Muskulatur und wirken der durch Epinephrin induzierten Mobilisierung der freien Fettsäuren entgegen. Es war daher überraschend und unerwartet, daß die neue Verbindung (PGA2) die glatte Muskulatur weniger stimuliert, wie beispielsweise an Meerschweinchen und Kaninchen gezeigt werden konnte, als z. B. PGE1 und PGE2 und einen weit weniger starken Antagonisten der Epinephrin induzierten Mobilisierung der freien Fettsäuren darstellt als beispielsweise PGE1. Die neue Verbindung eignet sich daher besonders für die oben angegebenen Zwecke, da sie in ihrer Wirkung spezifischer ist und weniger Nebeneffekte liefert. Um die Spezifizität voll auszunutzen, empfiehlt es sich, die Verbindung in im wesentlichen reiner Form zu verabreichen. Nur geringe Mengen an nicht umgesetzten Ausgangsmaterialien oder Produkten von Nebenreaktionen können unerwünschte Reaktionen im tierischen Organismus hervorrufen. Vergleichsversuche, die das verbesserte Verhältnis von Blutdrucksenkung zur Muskelkontraktion für die erfindungsgemäße Verbindung gegenüber PGE1 und PGE2 zeigen, sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt.
Verbindung Blutdrucksenkung Blutdrucksenkung Muskelkontraktion LD50 LD50
(Ratte) (Hund) (Ratte)
(mg/kg)
(Maus)
(mg/kg)
PGA2 0,33') 2,502) 0,084»)
O,OO574)
50,2 12,3
PGE2 0,13 0,71 3,13)
0,85*)
20,0 4,8
PGE1 1,00 1,00 1,00 50,0
') Anwendungsdosis: 1,8 bis 5,6 |xg/kg i. v.
!) Anwendungsdosis: 0,018 bis 0,056 [ig/kg i. v.
a) Duodenum des Kaninchens.
4) Ileum des Meerschweinchens.
Die erfindungsgemäße Verbindung ist auch dadurch 65 zur Erforschung der Antagonisten der verabreichten
wertvoll, daß sie an Versuchstiere, vorzugsweise Rat- Verbindung, welche bei Überdosierung der äußerst
ten, in hoher Dosis verabreicht werden kann. Mit wirksamen neuen Verbindung bei der Behandlung
diesen Tieren können dann Versuche angestellt werden allergischer Zustände nützlich sein können. Zu diesem
5 6
Zweck wird die neue Verbindung im allgemeinen den und gegcbensnfaJls der Art und Men,e des Ve, Versuchstieren durch kontinuierliche intravenöse In- ^1""""85"1'"''* "
,,mRp v(rhnl()n(, ,,
fusion in steriler Kochsalzlösung in einer Menge von Da die erfindungsgemäße ^ ^""g
etwa 0,01 bis etwa 10, vorzugsweise 0,05 bis 0,2 Mikro- als dieι Ausgangs ma te nahen d Io mei I ,, . künnen gramm pro Kilogramm ^rpergewicht _ pro Minutr 5 ProduktundAu gang " Hc h,d 1 C roniato-
Da die erfindungsgemäße Verbindung weniger polar ; die Ausgangsmaterialien der Forme! I'
odukt und Ausgangsmaterial leicht Jure
κΓάΤΖ^οΖΓ^^Ζ^^ " graphieren, vorzugsweise durch Dünnschicht,,,,«*. oder bis das Tier die gewünschte Reaktion zeigt. Die graphie, beispielsweise nach dem fahren von Infusion kann fortgesetzt oder unterbrochen werden, G r e e η u. a., J L.p.d R« , , 117,1 %4,, vonje nach den weiteren Versuchen, denen das Tier unter- e.nander getrennt werocn. Be s reU veise erhalt man worfen werden soll lo m)l der VerblndunS der Formel I]- m welcher R
Die erfindungsgemäße Verbindune kann als Test- Wasserstoff ist, durch Dünnschichtchr.nutographie verbindung beim Studium der möglichen Anwesenheit an Kieselsäuregel m.t einem Gemisch aus F.ss.gsüuredieser Verbindung in tierischen oder pflanzlichen Ge- Methano-Chloroform (3: 5: 90, bezogen auf das weben und Gärlösungen oder Reaktionsgemischen von Volumen) eine befriedigende Trennung.
biologischen Umwandlungen verwendet wer- i5 Durch Dünnschichtchromatografie kann der Fortden schritt des erfindungsgemaßen Verfahren:, verfolet.
Es empfiehlt sich nicht, die pharmakologisch ver- werden, indem man das allmähliche Auftreten ,£r träglichen Salze direkt durch Abspaltung von Wasser Verbindung der Formel I und das allmähliche Ver- bzw. Säure herzustellen, da ate Carbonsäure mit dem schwinden der Verbindung der Formel Il ,m Chroma-Carboxy.'ation des Salzes reagieren würde. Wird ein *o togramm verfolgt. Zu diesem Zweck können während pharmakologisch verträgliches Salz der Verbindung der Reaktion kleine Proben des Reaktionsgemische* der Formel I gewünscht, so stellt man besser zunächst entnommen werden. Sobald kein oer lormel Il entdie freie Säure her. Unter Verwendung von Essigsäure sprechender Fleck mehr erscheint, ist die Reaktion als wasser- bzw. säureabspaltendes Mittel wird ein be- beendet,
sonders reines Endprodukt erhalten. «3 Die erfindungsgemaße Verbindung kann aus dem
Ausgangsmaterialien der Formel II sind an sich Reaktionsgemisch, falls gewünscht, nach konvenbekannt oder können nach bekannten Methoden her- tionellen Methoden isoliert werden, beispielsweise gestellt werden, vergleiche z. B. S a m u e 1 s s on, durch Abdampfen des Verdünnungsmittels und über-Ange'v. Chem. Inter. Ed. Eng., 4, 410 (1965) und die schüssiger Carbonsäure, falls letztere genügend flüchtig dort angegebenen Literaturzitate. Die Verbindung der 30 ist, oder durch Chromatographieren oder selektive ExFormel II, bei welcher R Wasserstoff darstellt, X trans- iraktion. Das Produkt der Formeil kann ferner in CH = CH — und Y cis-CH = CH — darstellt, ist als konventioneller Weise gereinigt werden, vorzugsweise Prostaglandin E2 (PGE2) bekannt. durch Chromatographieren.
Es empfiehlt sich häufig, dem Reaktionsgemisch eine Die freie Säure der Formel 1 kann in pharma-
geringe Menge an Wasser zuzugeben, vorzugsweise 35 koiogisch verträgliche Salze durch übliches Neutralietwa 1 bis 25 Gewichtsprozent, bezogen auf Essig- sieren mit entsprechenden Mengen anorganischer oder säure. Aus nicht völlig geklärten Gründen scheint das organischer Basen, weiche die vorstehend erwähnten Wasser die Reaktion zu beschleunigen und zu besseren Kationen liefern, überführt werden. Die Umwandlung Ausbeuten an hochreinem Produkt zu führen. kann in an sich bekannter Weise erfolgen, z. B. unter
Die Menge an Carbonsäure ist nicht kritisch, ob- 40 Verwendung von Metall- oder Ammoniumsalzen, gleich sich im allgemeinen die Verwendung von minde- Säureadditionssalzen von Aminen und quaternären stens 1 Moläquivalent Säure pro Moläquivalent der Ammoniumsalzen. Das jeweils zur Anwendung geVerbindung II empfiehlt. Vorzugsweise wird ein Über- langende Verfahren hängt von den Löslichkeitseigenschuß an Carbonsäure von z. B. 5 bis 5000 Moläqui- schäften von Ausgangsmaterial und herzustellendem valent oder mehr pro Moläquivalent der Verbindung 45 Salz ab. Bei der Herstellung anorganischer Salze empder Fcrmel II verwendet, insbesondere dann, wenn die fiehlt es sich im allgemeinen, die freie Säure in Wasser, Carbonsäure hinreichend flüchtig ist, um durch De- das die stöchiometrische Menge eines Hydroxids, stillation bei vermindertem Druck leicht entfernt wer- Carbonats oder Bicarbonats des gewünschten Metalls den zu können. enthält, zu lösen. Beispielsweise erhält man bei Ver-
Ist die Carbonsäure bei der Reaktionstemperatur 50 Wendung von Natriumhydroxid, Natriumcarbonat flüssig, so kann die überschüssige Säure als Verdün- oder Natriumbicarbonat eine Lösung des Natriumnungsmittel dienen. Auch kann man mit inerten Ver- salzes der Verbindung. Durch Abdampfen des Wassers dünnungsmitteln arbeiten, was insbesondere dann zu oder Zugabe eines mit Wasser mischbaren Lösungsempfehlen ist, wenn die Säure bei der Reaktionstempe- mittels mäßiger Polarität, beispielsweise eines niederen ratur ein Feststoff ist. Geeignete inerte Verdünnungs- 55 Alkanols oder niederen Alkanons, erhält man das feste mittel sind niedere Alkanole, z. B. Äthanol oder anorganische Salz.
Butanol, niedere Alkylester niederer Alkancarbon- Bei der Herstellung von Aminsalzen kann die freie
säuren, z. B. Äthylacetat oder Methylbutyrat, niedere Säure in einem geeigneten Lösungsmittel mäßiger oder Alkanone, z. B. Aceton oder Diäthylketon, Dioxan, niedriger Polarität gelöst weiden. Beispiele für erstere Dialkylformamide, z. B. Dimethylformamid, und Di- 60 sind Äthanol, Aceton und Äthylacetat, während Beialkylsulfoxide, z. B. Dirnethylsulfoxid. spiele für die letzteren Diäthyläther und Benzol sind.
Der bevorzugte Temperaturbereich für die Um- Die Lösung wird dann mit einer mindestens stöchiosetzung liegt bei etwa 40 bis 150°C. Speziell bevorzugt metrischen Menge des entsprechenden Amins versetzt. werden Temperaturen zwischen etwa 50 und 100cC. Falls das sich bildende Salz nicht direkt ausfällt, kann Die zur Umwandlung wesentlicher Mengen der Ver- 65 es durch Zugabe eines Verdünnungsmittels niederer bindung II in Verbindung I benötigte Zeit hängt von Polarität oder durch Eindampfen in fester Form erder Reaktionstemperatur, der Art des Restes R, der halten werden. Ist das Amin relativ flüchtig, so kann Art und Menge der zur Umsetzung verwendeten Säure ein Überschuß leicht durch Abdamnfen entfernt wer-
den. Bei weniger flüchtigen Aminen wird die Verwendung slöchiomctrischcr Mengen bevorzugt.
Salze mit qualcrnären Ammoniumionen werden erhalten, indem man die freie Saure mit der siochiometrischen Menge des entsprechenden quaternären Ammoniumhydroxids iii wäßriger Losung mischt und sodann das Wasser abdampft.
Als eine im wesentlichen reine Verbindung der Formel 1 wird eine Verbindung verstanden, die im wesentlichen frei von Wasser und anderen gewöhnlichen Verdünnungsmitteln, von Verbindungen mit einer Hydroxylgruppe in 11-Stellung, im wesentlichen frei von anderen Verbindungen höheren oder niedrigeren Sättigungsgrades und im wesentlichen frei von Pyrogenen, Antigcnen, Gewcbsleilen u. dgl. ist. die üblicherweise mit natürlich vorkommenden Substanzen, wie PGE1, vergesellschaftet sind. Im wesentlichen reine Verbindungen der Formel I sind ferner frei von Verbindungen mit einer Hydroxylgruppe in 9-Stellung. Die lS-Hydroxy^-oxoprosla-S-cis-lO^-trans-triensäure ist also dann im wesentlichen rein, wenn sie weitgehend frei von Wasser und anderen Verdünnungsmitteln, wie Essigsäure, im wesentlichen frei von PGE2 und frei von lS-Hydroxy^-oxoprosta-lO^-trans-diensäure, 15 - Hydroxy - 9 - oxoprosta - 5 - eis-10,13 - trans-17-cis-tetraensäurc und 9,15-Dihydroxyprosta-5-cis-10,13-lrans-triensäure ist.
Das folgende Beispiel erläutert die Erfindung:
Beispiel
15-(S)-Hydroxy-9-oxoprosta-5-cis-10,13-trans-triensäurc (PGA2)
0,158 g Prostaglandin E2 wurden in 9 ml Essigsäure gelöst und mil TmI Wasser versetzt. Das Reaktionsgemisch wurde unter Stickstoff 18 Stunden bei 65°C erhitzt. Nach dem Abkühlen wurde das Lösungsmittel im Vakuum · 60 C entfernt, und der Rückstand wurde zwischen Äther und Wasser verteilt. Die Ätherschicht wurde über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft, wobei 135 mg rohes PGA2 erhalten wurden.
Dieses Material (130 mg) wurde durch Dünnschichtchromatographie an Kieselsäuregel gereinigt.
vo Die Ausbeute an reinem PGA2 betrug etwa 24 mg.
Das UV-Spektrum zeigte A^°" 217 ηιμ (Ε9900). Das NMR-Spektrum in CDCl3 bestätigte diese Struktur; die Hauplabsorptionspeaks waren bei ό 6,17 und 7,52 (10.11 Vinyl H's), 5,2 bis 5,7 (5,6 und 13,14 Vinyl H's), 4,1 (15 H) und 3,26 (12 H). Der Rt-Wert bei der Dünnschichtchromatographie an Kieselsäuregel betrug bei PGA1 und PGA2 0,61, wobei das AlX-System angewendet wurde (vgl. J. Bio]. Chem., Bd. 241 [1965],
S. 257); bei der Dünnschichtchromatographie an AgNO3-Kieselsäuregcl waren die Rf-Werte für PGA1 und PGA2 0,40 bzw. 0,29.
Das Massenspektrum von PGA„ zeigte Peaks bei m/c 334 (M';); m/e 316 (M-18), und M/e 190.
Das I. R.-Spektrum zeigte /C;,"1"81 3400, 1705, 1580, 1255, 1115, 1015 cnr1.
Zur Bildung des Natriumsalzes von PGA2 wurden im wesentlichen reine 15-(S)-Hydroxy-9-oxoprosta-5-cis-10,13-trans-triensäure in 3 ml Wasser-Äthanol (1 : 1) gelöst. Die Lösung wurde auf etwa 10°C abgekühlt und mit einer äquivalenten Menge 0,1 normaler wäßriger Natriumhydroxidlösung neutralisiert. Beim Eindampfen zur Trockene erhielt man das im wesentlichen reine Natriumsalz.
2 mg
409 517/479

Claims (2)

<l Palentansprüche:
1. IS-HNdrou-^ü.voprosli.-S-cis-IO.I.Virans-iricnsäurc und deren pharmakologisch verträgliche Salze m,i
anorganischen oder omanischen Basen. _ . .,..-,, . .,;,„<.;,,m n-wh \iKnni,-h
2. Verfahren zur Herstellung der LS-Hjüroxy-^-oxoproslao-cs-IO 1 Mrans-tr ι sure^nacl Ansp ueh
,d von deren pharmakolouisch xeriniglichen Sal/en mil anorganischen oder organischen Basen, daduu
und -,---.
gekennzeichnet. daß man aus einer Verbindung der Formel
OH
DE19661793690 1965-08-16 1966-08-09 1 S-Hydroxy-9-oxoprosta-5-cis-10,13trans-triensäure und deren Salze sowie Verfahren zu ihrer Herstellung Expired DE1793690C3 (de)

Applications Claiming Priority (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US48010765A 1965-08-16 1965-08-16
US48010765 1965-08-16
US52087666A 1966-01-17 1966-01-17
US52087666 1966-01-17

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1793690A1 DE1793690A1 (de) 1972-10-26
DE1793690B2 true DE1793690B2 (de) 1976-04-22
DE1793690C3 DE1793690C3 (de) 1976-12-09

Family

ID=

Also Published As

Publication number Publication date
DE1593644A1 (de) 1972-07-27
FR6017M (de) 1968-05-06
BR6681957D0 (pt) 1973-10-25
CH475936A (de) 1969-07-31
CH479522A (de) 1969-10-15
NL7702819A (nl) 1977-06-30
NO123281B (de) 1971-10-25
SE369597B (de) 1974-09-09
NL6611478A (de) 1967-02-17
IL26275A (en) 1970-08-19
FR6042M (de) 1968-05-20
FI49712C (fi) 1975-09-10
MY7100115A (en) 1971-12-31
DE1593644B2 (de) 1973-08-09
DE1793690A1 (de) 1972-10-26
NL7702818A (nl) 1977-06-30
SE350253B (de) 1972-10-23
GB1097533A (en) 1968-01-03
FI49712B (de) 1975-06-02
DE1593644C3 (de) 1974-03-14
BE685516A (de) 1967-02-16

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1545912A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Perhydro-1,2,4-thiadiazindioxyden
EP0104423B1 (de) 2-Nitro-1,1-ethendiamine, Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung als Arzneimittel
DE2458638C2 (de) 4&#39;-substituierte 2-Methyl-3-piperidinopropiophenonderivate, Verfahren zu deren Herstellung und pharmakologische Zubereitungen, welche diese enthalten
DE1745780B2 (de) 1-sulfonylaethyl-2-methyl-5-nitroimidazole und verfahren zu ihrer herstellung
DE1793690C3 (de) 1 S-Hydroxy-9-oxoprosta-5-cis-10,13trans-triensäure und deren Salze sowie Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1793690B2 (de) 15-hydroxy-9-oxoprosta-5-cis-10,13- trans-triensaeure und deren salze sowie verfahren zu ihrer herstellung
DE2242787C2 (de) 4-Phenyl-6-amino-3,4-dihydropyridon-(2)-3,5-dicarbonsäure-diäthylesterderivate, ein Verfahren zu deren Herstellung und diese enthaltende Arzneimittel
DD150060A5 (de) Verfahren zur herstellung von neuen phenthiazin-derivaten
DE2065698C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Isopropyl-6-methyl-4(3H)-pyrimidon
DE2427272B2 (de) (5), Verfahren zur Herstellung sowie dieses enthaltende Arzneimittel
DD153549A5 (de) Verfahren zur herstellung von pyridinderivaten
DE2624177A1 (de) Verfahren zur herstellung von m-benzoylhydratropsaeure
DE2612506C2 (de) 4-Hydroxy-&amp;alpha;-[(3,4-methylendioxyphenyl)-isopropylaminomethyl]-3-(methylsulfonylmethyl)-benzylalkohole, Verfahren zu deren Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel
DE2733056C2 (de) Vincamenin und seine Säureadditionssalze, solche enthaltende Arzneimittel sowie Verfahren zur Herstellung der genannten Verbindungen
DE1154806B (de) Verfahren zur Herstellung von Phenthiazinderivaten
DE2605650A1 (de) Verfahren zur herstellung von para-isobutyl-phenylessigsaeurederivaten
DE952715C (de) Verfahren zur Herstellung neuer antihistaminwirksamer basischer AEther
DE1670539C3 (de) Diacylthiamine und Verfahren zu deren Herstellung
AT337709B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 1-phthalazonderivaten
DE1159458B (de) Verfahren zur Herstellung spinalblockierend wirksamer s-Triazine
DE1668199C3 (de) Benzolsulfonyl-3-(2-hydroxycyclohexyl)harnstoffe
DE1807165C (de) o^-Dimethoxy^H-l^-benzothiazin-4-one
DE2533898C3 (de) glukosidpalmitaten
AT236975B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Azidobenzolsulfonylharnstoffen
DE1745780C3 (de) l-Sulfonyläthyl^-methyl-S-nitroimidazole und Verfahren zu ihrer Herstellung

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
8339 Ceased/non-payment of the annual fee