DE1792282C - Antivirusmittel. Ausscheidung aus: 1468498 - Google Patents

Antivirusmittel. Ausscheidung aus: 1468498

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DE1792282C
DE1792282C DE1792282C DE 1792282 C DE1792282 C DE 1792282C DE 1792282 C DE1792282 C DE 1792282C
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DE
Germany
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aminoadamantane
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influenza
capsules
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Marvin; Watts John Conway; Wilmington Del. Paulshock (V.St.A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
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Description

ι 2
I-Aminoadamantan, eine bekannte Verbindung, feste Trägerstoff aus einer Kapsel, die aus gewöhnkann durch Hydrolyse von l-Acetamidoadamantan, licher Gelatins bestehen kann. Bei einer anderen das seinerseits in einfacher Weise aus 1-Bromadaman- Ausführungsform wird der Wirkstoff mit oder ohne tan, Acetonitril und Schwefelsäure hergestellt wird, Hilfsstoff tablettiert. Ferner ist es möglich, den Wirkbei hoher Temperatur hergestellt werden. 5 stoff in ein Pulver einzuarbeiten und als Pulver an-
Das ebenfalls bekannte Hydrochlorid von 1-Amino- zuwenden. Diese Kapseln, Tabletten und Pulver
adamantan kann wie folgt hergestellt werden: Man machen gewöhnlich etwa 5 bis 95 °/o, vorzugsweise 24
verrührt 1-Aminoadamantan mit einer geringen Was- bis 90 Gewichtsprozent aus. Sie enthalten vorzugs-
sl'i menge und gibt eine aquimolare Menge konzentrier- weise etwa 5 bis 500 mg Wirkstoff, wobei etwa 25 bis
ter Salzsäure hinzu. Das erhaltene Material kann im io 250 mg besonders bevorzugt werden.
Vakuum bei mäßigen Temperaturen eingeengt wer- Wie bereits erwähnt, eignen sich als pharmazeu-
den, wobei 1-Aminoadamantanhydrochlorid als Fest- tische Trägerstoffe sterile Flüssigkeiten, wie Wasser
stolf erhalten wird. und öle, die aus Erdöl erhalten wurden oder tie-
Üherraschenderweise wurde nun gefunden, daß rischsn, pflanzlichen oder synthetischen Ursprungs l-Aminoadamantan und/oder dessen Hydrochlorid 15 sind, beispielsweise Erdnußöl, Sojabohnenöl, Mineaußerordentlich wirksame pharmazeutische Wirk- ralöl, Lebertran u. dgl. Im allgemeinen werden Wasstoffe darstellen, die von besonderer Wirksamkeit bei ser, Salz- und wäßrige Dextrose-Lösungen (Glucose) der Behandlung von Virusinfektionen und ähnlichen und ähnliche Zuckerlösungen als flüssige Trägerstoffe Krankheiten sind. bevorzugt, insbesondere für injizierbare Lösungen.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein Antivirus- ao Die sterilen injizierbaren Lösungen enthalten gewöhn-
mittel, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß es Hch etwa 0,5 bis 25°/o, vorzugsweise etwa 5 bis
1-Aminoadamantan oder 1-Aminoadamantanhydro- 10 Gewichtsprozent des Wirkstoffs,
chlorid als Wirkstoff enthält. Wie bereits erwähnt, kann die orale Applikation in
1-Aminoadamantan und dessen Hydrochlorid kön- einer Suspension oder in einem Sirup erfolgen, in dem nen bei der antiviralen Behandlung auf jede Weise 35 der Wirkstoff gewöhnlich etwa 0,5 bib lO»/o, vorzugsverabfolgt werden, bei der der Wirkstoff, der von der weise etwa 2 bis 5 Gewichtsprozent ausmacht. Als Virusinfektion befallenen Stelle im Körper zugeführt pharmazeutische Hilfsstoffe können bei diesen Forwird. Hierzu gehören natürlich die Stellen vor dem men wäßrige Träger, z. B. aromatisches Wasser. Beginn der Infektion sowie danach. Beispielsweise Sirupe oder pharmazeutische Schleime, verwendet kann die Verabfolgung parenteral, d. h. subkutan, in- 30 werden. Geeignete pharmazeutische Hilfsstoffe wertravenös. intramuskulär oder intraperitoneal erfolgen. den von L. G. Goodman und A GiIman im »The Als Alternative od. dgl. sind die Verbindungen bei Pharmacological Basis of Therapeutics« beschrieben, oraler Behandlung wirksam. Da sie besonders wirk- Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind besonsam gegen Infektionen der Atmungswege sind, z. B. ders wirksam gegen Schweineinfluenza. Diese Infekgegen Virusinfluenza und Virus-Pneumonie, kann die 35 tion kann durch Zugabe eines Wirkstoffs zum Futter Behandlung mit Dämpfen oder Spray durch den der befallenen Tiere bekämpft werden. Für die mei-Mund oder die Nasenwege erfolgen. sten Zwecke wird der Wirkstoff in einer Menge von
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind wert- etwa 0,001 bis 0,1 Gewichtsprozent, vorzugsweise
volle Mittel für die Prophylaxe sowie zur Therapie von 0,001 bis 0,02 Gewichtsprozent, bezogen auf das
von Viruserkrankungen. 4° Gesamtgewicht des aufgenommenen Futters, verwen-
Die Dosierung hängt ab von dem zu bekämpfenden det. Besonders wichtig unter diesem Aspekt der ErVirus, vom Alter, vom Gesundheitszustand und Ge- findung ist ein Konzentrat, das sich zur Herstellung wicht des Patienten, vom Ausmaß der Infektion, der und zum Verkauf an Landwirte oder Viehzüchter Art einer etwaigen gleichzeitigen Behandlung, der zwecks Zugabe zum Viehfutter eignet. Diese Konzen-Häufigkeit der Behandlung und der gewünschten Wir- 45 traJ". enthalten gewöhnlich etwa 0,5 bis etwa 95 Gekung. Im allgemeinen liegt die Tagesdosis an Wirk- wichtsprozent des Wirkstoffs zusammen mit einem stoff zwischen etwa 1 und 200 mg/kg Körpergewicht, feinteiligcn Feststoff, vorzugsweise Mehl, wie Weijedoch können auch niedrigere Mengen, z. B. 0,5 mg, zen-, Sojabohnen- und Baumwollsaatmehl. Je nach oder höhere Mengen angewendet werden. Gewöhnlich dem zu behandelnden Tier können als feste Hilfswerden mit I bis 50, vorzugsweise 1 bis 20 mg/kg/Tag, so stoffe gemahlenes Getreide, Holzkohle, Fullerdie auf einmal oder über den Tag verteilt gegeben erde, gemahlene Austernschalen u. dgl. verwendet werden, die gewünschten Ergebnisse erhalten. werden. Geeignet sind auch feinteiliger Attapulgit
1-Aminoadamantan und dessen Hydrochlorid kön- und Bentonit, die gleichzeitig als feste Dispergier-
nen in Arzneimitteln, wie Tabletten, Kapseln, PuI- mittel wirken.
vern oder flüssigen Lösungen, Suspensionen oder 55 Das 1-Aminoadamantan kann wie folgt hergestellt
Elixieren zur oralen Applikation oder in flüssigen Lö- werden:
suiigen zur parenteralen Anwendung und in gewissen In eine Lösung von 100 Gewichtsteilen 1-Brom-
Fällcn in Suspensionen zur parenteralen Anwendung adamantan und 750 Gewichtstcilen Acetonitril wer-
(ausgcnommcn intravenös) verwendet werden. Diese den unter Rühren etwa 270 Gcwichtstcilc konzen-
Arzneimittcl enthalten den Wirkstoff gewöhnlich in 60 tricrte Schwefelsäure tropfenweise im Verlauf von
einer Menge von wenigstens 0,0001 Gewichtsprozent 2,5 Stunden eingeführt. Das erhaltene Gemisch wird
und höchstens ""Gewichtsprozent, bezogen auf das in 2500 Gewichtsteile kaltes Wasser gegossen. Die ge-
Gesamtgewicht des Mittels. bildete Fällung wird durch Filtration abgetrennt, mit
Außer 1-Aminoadamantan und/oder dessen Hy- Wasser gewaschen und an der Luft getrocknet, wo-
drochlorid enthält das Antivirusmittel einen festen 65 durch im wesentlichen reines l-Acetamidoadamantan
oder flüssigen pharmazeutischen Träger- oder Hilfs- erhalten wird. 72 Gewichtsteile dieses Adamantans,
stoff für dun Wirkstoff. Bei einer Ausfiilmingsform 150 Gewichtsteile pulverisiertes Natriumhydroxyd
eines erfindungsgemäßen Arzneimittels besteht der und 1500 Gewichtsteile Diathylenglycol werden

Claims (1)

  1. 3 4
    5 Stunden bei 18U gehalten. Des Gemisch wird ge- den WirkstolT über einen längeren Zeitraum langsam
    kühlt und in 3600 Gewichtsteile kaltes Wasser ge- freigeben.
    gössen. Das Amin wird durch Extraktiun mit Äther Beispiel 4 und anschließende Entfernung des Äthers isoliert. Es
    wird im wesentlichen reines 1-Aminoadamantan er- 5 Ein parenterales, injizierbares Arzneimittel wird
    halten. hergestellt, indem 5 Gewichtsprozent des Wirkstoffs
    Diese Verbindung hat eine auffallend huhe Wirk- als Hydrochlorid in steriler, wäßriger O,9<Voiger SaIz-
    samkeit und eine bemerkenswerte Wirkungsbreite ge- lösung verrührt werden.
    gen Virusinfektionen, nämlich gegen Influenza A Die Anwendung dieses Präparats in einem Futier-
    (Stämme PR8, Schweineinfluenza, WS, WSN, FNi-I). io konzentrat wird durch das folgende Beispiel veran-
    Ipfluenza A-2 (Stämme Jap 305, JPC, Michigan schaulicht:
    A/AA), Influenza C (Stamm 1233), Influenza D (Sen- Beispiel 5 dui-Stamm), Pseudorabies (Auresky-Stamm) und die
    crh'ndungsgemäßen Antivirusmittel werden in den Ein Schweinefutter wird aus folgenden Bestandfolgenden Beispielen beschrieben. 15 teilen zubereitet:
    Beispiel 1 Hafergrütze 350 kg
    Einheitskapseln werden hergestellt, indem übliche m^"^ 100 kl
    zweiteilige Hartgelatinekapseln, die je etwa 50 mg Sofobohnemnehl 450 kg
    wiegen, mit 50 mg pulverförmiger!! 1-Aminoadaman- ao tu—,- ™-i'^i, mnu
    P , ,. . j ° K..,, j»-, i_ 1 τι· Troekenmaeermilch IUO Kg
    tanhydrochlond gefüllt werden. Durch orale Ein- Kalkmehl 20 kg
    nähme dieser Kapseln alle 4 Stunden über einen Zeit- Dicalriumpilosphat''.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'.'. 20 kg
    raum von 5 Tagen w.rd eine zufriedenstellende Be- Salz-und Spurenmineralien als Gemisch 10kg
    kampfung der Influenza erztelt. ^ Standaid-Vitaminvormischung lkg
    Beispiel 2 *5 2051 kg
    Wenn an Stelle der im Beispiel 2 genannten Hart-
    gelatinekapsein Weichgelatinekapseln verwendet wer- Eine epidemische Schwemeinfluenza in einer
    den, die außerdem etwa 25 mg Stearinsäure enthalten, Schweineherde wird zum Stillstand gebracht, indem
    werden ebenso gute Ergebnisse erzielt. 30 ein Konzentrat aus 50 °/o 1-Aminoadamantan und
    50 Gewichtsprozent Maismehl in einer Menge zum
    Beispiel 3 Schweinefutter gegeben wird, die 0,015 Gewichtspro-Beispiel 2 wird wiederholt mit der Ausnahme, daß zent 1-Aminoadamantan, bezogen auf Gesamtfutter, die Dosierungseinheit aius 50 mg Wirkstoff, 2,5 mg entspricht.
    Gelatine, 2,5 mg Magnesiumstearat und 100 mg Stärke 35 Patentanspruch: besteht und nach Vermischung mit einer üblichen Tablettiermaschine zu Tabletten gepreßt wird. Auch hier Antivirusmittel, dadurch gekennzeichwerden die gleichen guten Resultate erzielt. Es kön- net, daß es 1-Aminoadamantan oder 1-Aminonen auch Pillen oder Tabletten verwendet werden, die adamantanhydrochlorid enthält.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19644998C1 (de) * 1996-10-30 1998-06-10 Hanns Prof Dr Ludwig Verwendung von Adamantanaminen oder strukturanaloger Verbindungen zur Bekämpfung von Borna Disease Virus und zur Prophylaxe und Behandlung von Affekterkrankungen und anderen mit BDV-Infektionen verbundenen Störungen bei Mensch und Tier

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19644998C1 (de) * 1996-10-30 1998-06-10 Hanns Prof Dr Ludwig Verwendung von Adamantanaminen oder strukturanaloger Verbindungen zur Bekämpfung von Borna Disease Virus und zur Prophylaxe und Behandlung von Affekterkrankungen und anderen mit BDV-Infektionen verbundenen Störungen bei Mensch und Tier

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