DE1790750U - Aufschlagzuender. - Google Patents

Aufschlagzuender.

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DE1790750U
DE1790750U DE1957D0015261 DED0015261U DE1790750U DE 1790750 U DE1790750 U DE 1790750U DE 1957D0015261 DE1957D0015261 DE 1957D0015261 DE D0015261 U DED0015261 U DE D0015261U DE 1790750 U DE1790750 U DE 1790750U
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detonator
plastic
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chamber
igniter
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DE1957D0015261
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Diehl GmbH and Co
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  • "Aufschlagzünder" Anm. Az. D 15 261/72i Gm. vom 30. 11. 1957 Es ist bekannt, Zünder mit einer Aufschlageinrichtung zu versehen, die einen im Zünderkörper in axialer Richtung verschiebbaren Stößel und vor diesem Stößel eine mit einem nicht formstarren Werkstoff gefüllte, beim Aufschlag des Zünders unter Überdruck setzbare Kammer aufweist, wodurch der Stößelkolben auch bei schrägem Aufschlag nach hinten getrieben wird und sich nicht verklemmt. Als Füllmittel für die Kammer wurden bisher flüssige oder pastenförmige Stoffe, z. B. Graphit mit Vaseline, Rizinusoel oder flüssige Seife vorgeschlagen, um eine möglichst verzögerungsfreie, schlagartige Druckübertragung zu erreichen. Diese bekannten Füllstoffe haben aber bei verschiedenen Temperaturen verschiedene Viskosität, bei grösserer Erwärmung tritt unter Umständen der Füllstoff an Nahtstellen od. dgl. aus, wodurch der Zünder unbrauchbar wird.
  • Gemäß der Neuerung wird daher vorgeschlagen, die unter Überdruck setzbare Kammer mit einem plastischen oder gallertartigen Kunststoff, insbesondere aus weichem Polyvenylchlorid zu füllen. Dieses Füllmittel hat sich als hochwirksamer Übertrager erwiesen, welches geeignet ist, empfangene Stöße von der Seite auf den Stößel umgelenkt, impulsartig zu übertragen. Der Querschnitt des Stößels kann dabei kleiner sein als der Querschnitt der kunststoffgefüllten Kammer, wodurch eine Art hydraulischer Übersetzung erzielt wird, durch die beim Aufschlag der Stößel mit erhöhter Geschwindigkeit nach hinten gestoßen wird.
  • Weitere Einzelheiten der Neuerung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele.
  • Es zeigen : Fig. 1 einen Zünder mit kegelstumpfförmiger Haube, Fig. 2 einen Zünder, bei dem sich an die Kammer mit dem Füllstoff ein Mantelringraum anschließt, Fig. 3 einen Membranzünder, Fig. 4 einen Zünder mit zylinderstumpfförmiger Haube, Fig. 5 einen Zünder mit kugeliger Haube.
  • Wie Fig. 1 zeigt, ist bei dem Zünder nach der Neuerung im Zünderkörper 1 eine zentrische Bohrung 2 vorgesehen, in welcher ein Stößel 3 verschiebbar angeordnet ist. Mit dem Zünderkörper 1 ist in bekannter Weise durch Einrollen des unteren Randes in eine Rille 4 eine kegelstumpfförmige Haube 5 verbunden, welche aus einem dünnwandigen Blechnäpfchen besteht. Der zwischen dem Zünderkörper 1 und der Haube 5 befindliche Raum ist mit einem plastischen oder gallertartigen Kunststoff, insbesondere weichem Polyvenylchlorid gefüllt. Mit dem Stößel 3 ist eine Zündnadel 7 verbunden.
  • Bei der Anordnung nach Fig. 2 ist zusätzlich zu dem in der Zünderspitze vorgesehenen Raum noch ein Ringmantelraum vorhanden, welcher durch teilweise Wegnahme des Zünderkörpers 8 zwischen diesem und der Haube 10 entsteht. Das Füllmittel 9 hat, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, zum Stößel hin etwas Spiel, welches vorgesehen ist, um ein Klemmen des Stößels bzw. mit ihm verbundener Sicherungsmittel beim oder nach dem Abschuß zu vermeiden « Der Zünder nach Fig. 3 ist als Membranzünder aufgebaut, bei welchem zwischen dem Stößel 11 und der durch einen Sicherungsring 14 im Zünderkörper 12 festgelegten, gegebenenfalls leicht nach innen gewölbten Membran 13 das Füllmittel 15 raumfüllend eingebracht ist.
  • Bei der in Fig. 4 gezeigten, im wesentlichen mit dem Zünder nach Fig. 1 übereinstimmenden Aufschlageinrichtung ist die Zünderhaube 16 zylinderstumpfförmig gestaltet. Diese Formgebung gewährleistet selbst bei einem Schrägaufschlag, bei dem nur die Seite des Zünders ans Ziel anschlägt, noch ein Eindrücken oder Anschlagen einer Eckkante und damit ein sicheres Ansprechen der Zündmittel, Dem gleichen Zweck dient die kugelige Gestalt der Zünderhaube 17 nach Fig. 5.
  • Wie aus den Figuren ersichtlich ist, dient der Füllstoff 6,9,15, welcher den Raum ganz oder nahezu ganz anfüllt dazu, den Aufschlagstoß auf den Stößel 3,11 zu übertragen. Er muß geeignet sein, empfangene Stöße, auch wenn diese beispielsweise rein seitlich auf den Zünder auftreffen, in Richtung des Stößels umzulenken und den Stößel ins Zünderinnere zu treiben. Ist der Querschnitt des Stößels 3,11 kleiner als die Aufschlagfläche der Haube 6,9,16 bzw. der Membran 13, so ergibt sich wenigstens bei frontalem Aufschlag noch zusätzlich zur Bewegung eine hydraulische Übersetzung, der Stößel wird mit erhöhter Geschwindigkeit eingetrieben und stößt beispielsweise die Zündnadel 7, deren nicht dargestellte Sicherungen bereits vorher gelöst sind, ins Zündhütchen, oder er schließt einen Schalter.
  • Wie bereits erwähnt wurde, dient als Füllmittel 6, 9, 15 zum Füllen der Druckkammer ein plastischer oder gallertartiger Kunststoff, insbesondere weiches Polyvenylchlorid, welcher beispielsweise vor dem Aufsetzen der Haube 5,10,16 in warmem flüssigen Zustand in diese eingegossen wird. Durch das Schwinden beim Erkalten, ist die gewünschte geringe Luft zwischen dem Füllstoff 9 und dem Stößel erzielbar.
  • Durch diese Aufschlageinrichtung wird erreicht, daß bei der geringsten Verformung-gleichgültig, ob frontal oder schräg oder sogar nur von der Mantelfläche herkommend-eine Verdrängungsbewegung des Kunststoffes erfolgt, die auf den Stößel übertragen wird. Da der Schmelzpunkt des Füllstoffes verhältnismäßig hoch liegt und seine plastische Verformbarkeit sich über einen verhältnismäßig großen Temperaturbereich erstreckt, tritt er aus einer evtl. undichten Stelle der Druckkammer nicht aus.
  • Der Zünder ist daher bei jeder Temperatur gleich wirksam.

Claims (4)

S c h u t z a n s p r ü c h e.
1. Aufschlagzünder, welcher im Zünder einen in Richtung der Zünderachse verschiebbaren Stößel und vor diesem Stößel eine mit einem nicht formstarren Werkstoff gefüllte, geschlossene und beim Aufschlag unter Überdruck setzbare Kammer zur Stoßübertragung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (6,9 ? 15) mit einem plastischen oder gallertartigen Kunststoff, insbesondere aus weichem Polyvenylchlorid gefüllt ist.
2. Zünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der mit dem Kunststoff gefüllten Kammer (6,9915) größer als der Querschnitt des Stößelkolbens (3, 11) ist.
3. Zünder nach Anspruch 1 und 2, mit einer den Zünder nach vorne abschließenden Blechhaube, dadurch gekennzeichnet, daß die Blechhaube (5,10,16,17) kegelstumpfförniig, kugelig oder zylinderstumpfförmig ausgebildet ist.
4. Zünder nach Anspruch 1 und 2, welcher als Membranzünder ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die mit Kunststoff gefüllte Kammer (15) nach der Seite von der verhältnismäßig dünn gehaltenen Wandung des Zünderkörpers (12) und nach vorne von einer Membran (13) begrenzt wird.
DE1957D0015261 1957-11-30 1957-11-30 Aufschlagzuender. Expired DE1790750U (de)

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