DE1781103C - Antriebsanlage für Gleit- oder Tragflügelboote - Google Patents
Antriebsanlage für Gleit- oder TragflügelbooteInfo
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Description
3. Antriebsanlage nach Anspruch 1 oder gungsfahrten enthält deshalb diese Anlage einen Die-2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Dieselmo- selmotor kleinerer Leistung ir't eigenen, entspretor
(19) hinter der Hauptantriebsmaschine (11) chend ausgelegten Propellern.
angeordnet ist und das Drehmoment an beiden 40 Aufgabe der Erfindung ist es, einen möglichst
Maschinenwellenenden, vorne zum Antrieb des wirtschaftlichen Betrieb und ein günstiges Leistungshydrodynamischen
Getriebes (28) und hinten gewicht dieser bekannten Antriebsanlage zu erzielen,
zum Antrieb des Hilfspropellers (20), abgenom- Gemäß der Erfindung wird dies erreicht durch die
men werden kann. Anordnung eines Sammelgetriebes, über das der oder
45 die Hauptpropeller bei Gleit- oder Flügelfahrt von
der Gasturbine und dem Dieselmotor gemeinsam
antreibbar sind, und durch die Anordnung eines hydrodynamischen Getriebes mit einem Wandlungs-
Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsanlage bereich bei Drehzahlverhältnissen der Abtriebswelle
für Gleit- oder Tragflügelboote mit mindestens einer 50 rur Antriebswelle von 0 bis etwa 0,9 und einem
Gasturbine als Hauptantriebsmaschine zum Antrieb Kupplungsbereich bei Drehzahlverhältnissen von
eines oder mehrerer Hauptpropeller für Gleit- oder etwa 0,9 bis 1 zwischen Dieselmotor und Sammelge-Flüge'fahrt
und mindestens einem Dieselmotor als triebe, wobei die mechanischen Ubersetzungsstufen
Hilfsantriebsmaschine zum Antrieb eines oder meh- in einem Hochtrieb des hydrodynamischen Getriebes
rerer Hilfspropeller bei Verdrängungsfahrt. 55 oder im Sammelgetriebe so ausgelegt sind, daß bei
Der zum Antrieb von größeren Gleit- und Tragflü- Nenndrehzahl des Dieselmotors und bei der der
gelbooten bei den verschiedenen Fahrzuständen stark meistgefahrenen Bootsgeschwindigkeit entsprechenunterschiedliche
Leistungsbedarf und die Forderung den Propellerdrehzahl das hydrodynamische Getriebe
größtmöglicher Gewichtseinsparung bedingt eine ent- in seinem Kupplungsbereich arbeitet, und durch die
sprechende, gegenüber normalen Booten abwei- 60 Anordnung einer Schaltkupplung zwischen dem Diechende
Auslegung der Antriebsanlage. Auch die selmotor und dem oder den Hilfspropellern.
Bedeutung des Betriebsanteils der verschiedenen Gegenüber der bekannten Antriebsanlage kann
Bedeutung des Betriebsanteils der verschiedenen Gegenüber der bekannten Antriebsanlage kann
Fahrzustände, wie Verdrängungsfahrt, normale Fiü- durch die zusätzliche Leistung des Dieselmotors beim
gelfahrt, Höcbstgeschwindigkeitsfahrt, die durch die gemeinsamen Antrieb des Hauptpropellers bei Flü-Verwendungsart
des Bootes bestimmt sind, beeinflus- 65 gelfahrt durch die Haupt- und Hilfsantriebsmaschine
sen die Konzeption der Antriebsanlage. bei entsprechender Dimensionierung des Hauptpro-
In einer bekannten Antriebsanlage für ein Tragflü- pellers die Dauergeschwindigkeit des Bootes höher
gelboot mittlerer Größe, das hauptsächlich in norma- gelegt werden, oder es kann eine kleinere Gasturbine
verwendet werden. In beiden Fällen wird das Lei- aJs Hilfsantriebsmaschine mit einem Hüfspropelstungsgewicht
der Antriebsanlage verbessert und ler 20, der über dem Hauptpropeller 12 angeordnet
durch den günstigen Brennstoffverbrauch des Diesel- und somit bei Flügelfahrt ausgetaucht ist. Zwischen
motors der Wirkungsgrad der gesamten Antriebsan- Dieselmotor 19 und Hilfspropeller 20 ist ein Wendelage
verbessert Die Anordnung des hydrodynami- 5 getriebe 21 zum Manövrieren und eine Trennkuppschen
Getriebes mit einem Wandlungs- und einem lung 22 zum Abkuppeln des Hilfspropellers 20 vom
Kupplungsbereich zwischen Dieselmotor und Sam- Dieselmotor 19 angeordnet. Als Trennkupplung 22
melgetriebe gestattet beim gemeinsamen Antrieb des können auch Schaltkupplungen des Wendegetne-Hauptpropellers
durch die stufenlose variable Unter- bes21 benützt werden. Bei Flugeliahrt wird die
Setzung in seinem Wandlungsbereich bei jeder Dreh- io Trennkupplung ausgerückt, wodurch das Weiterlauzahl
des Hauptpropellers den Dieselmotor mit seiner fen des Hilfspropellers 20 vermieden wird.
Nenndrehzahl und Nennleistung zu betreiben, was Die Verbindung zwischen Wendegetriebe Zl bzw.
besonders für Dieselmotoren mit Aufladung günstig- Trennkupplung 22 mit dem HilfspropeUer ZO stellen
ste Betriebsverhältnisse ergibt Die Auslegung der eine Welle 23, ein oberer Kegeltneb24, eine senkmechanischen
Übersetzungsstufen in einem Hoch- 15 rechte Welle 25, ein unterer KegeltnebZö und eine
trieb des hydrodynamischen Getriebes oder im Sam- Hilfspropellerwelle 27 her I11,
melgetriebe zum Betrieb des hydrodynamischen Zum gemeinsamen Antneb des Hauptpropeuers iz
Getriebes in seinem Kupplungsbereich bei günstig- durch die Gasturbine und den Dieselmotor IV bei
stern Getriebewirkungsgrad bei Nenndr^hzahl des Tragflügelfahrt arbeitet Λ-r Dieselmotor mit seinem
Dieselmotors und bei der der meistgefahrenen Boots- ao vorderen Wellenende üc-r ein hydrodynamisches
geschwindigkeit (DauergeschwindifeKeit) entsprechen- Getriebe 28 und ein nut dem Untersetzungsgeden
Hauptpropellerdrehzahl ergibt einen optimalen triebe 13 vereinigtes Sammelgetriebe Vi aut den
Wirkungsgrad der Antriebsanlage in diesem bevor- Hauptpropeller 12.
zugten Fahrbereich. Je nach Leistung und Drehzahl des Dieselmotor.
Eine zusätzliche Gewichtsverminderung der a5 können durch Erhöhen der Wandlereingangsdrehzah
Antriebsanlage wird nach einem weiteren Erfin- durch einen Hochtrieb zwischen Dieselmotor und
dungsmerkmal dadurch erzielt, daß das Sammelge- Wandler dessen Abmessungen klein gehalten werden,
triebe mit dem für Gasturbinen meistens notwendi- Das hydrodynamische Getriebe enthalt einen
gen Untersetzungsgetriebe vereinigt ist. Wandlungsbereich bei Drehzahlverhaltnissen dci
Eine günstige Anordnung der AntrieHsanlage 30 Abtriebswelle von 0 bis etwa 0,9 und einen K.uppergibt
sich in weiterer Ausbildung der Erfindung lungsbereich bei DrehzahlverhaUnissen von etwa u 9
dadruch, daß der Dieselmotor hinter der Hauptan- bis 1. Die mechanische Übersetzung zwischen Diesel·
triebsmaschine angeordnet ist und das Drehmoment motor 19 und Abtriebswelle des Sammelgetriebes ZV
an beiden Maschinenwellenenden, vorne zum wird dabei so ausgelegt, daß das hydrodynamische
Antrieb des hydrodynamischen Getriebes und hinten 35 Getriebe bei Nenndrehzahl des Dieselmotors IV und
zum Antrieb des Hilfspropellers, abgenommen wer- der der mitbenutzten Bootsgeschwindigkeit entden
kann. sprechenden Hauptpropeller-Dretouihl in seinem
De Erfindung wird an Hand der nachstehenden Kupplungsbereich und somit mit bestem Wirkungs-Beschreibung
und der Zeichnung, die ein Ausfüh- grad arbeitet. , rungsbeispiel einer Antrieb.anlage schematisch zeigt, 40 Diese mechanische Übersetzung ist vorteilhaft im
näher erläutert. Sammelgetriebe 29 mit eingebaut, wodurch sich ein
Für die normale Tragflügelfahrt ist eine Gastur- zusätzliches Getriebe erübrigt.
bine Il die Hauptantriebsmaschine für den Haupt- Der Dieselmotor 19 ist ir Fahrtrichtung gesehen
propeller 12. Ihre hohe Drehzahl wird in einem hinter der Gasturbine 11, das Untersetzungsge-Untersetzungsgetriebe
13 auf eine für den Hauptpro- 45 triebe 13 zwischen Gasturbine 11 und Diese mopeller
12 geeignete Drehzahl herabgesstzt. Zur Ver- tor 19 angeordnet.. Die Kraft kann vom Dieselmobindung
des Untersetzungsgetriebes 13 und des in tor 19 an >eiden Motorwellenenden abgenommen
Tragflügelbooten tief angeordneten Hauptpropel- werden, vorn, zum zusätzlichen Antneb des Hauptlers
12 dienen eine Welle 14, ein oberer Kegel- propellers über das hydrodynamische Getriebe 28
trieb 15, eine senkrechte Welle 16, ein unterer Kegel- 50 und das Sammelgetriebe 29 und hinten zum Antneb
trieb 17 und eine Propellerwelle 18. des Hilfspropellers über das Wendegetnebe 21 bzw.
Für Verdrängungsfahrten mit kleinerer Geschwin die T.ennkupplung22. Diese Anordnung ergibt eine
digkeit, z. B. im Hafenbereich, oder bei schwererem gedrängte Bauweise der gesamten Antnebsanlage
Seegang, wenn Flügelfahrt nicht möglich ist, oder bei und kurze Wellenverbindungen zwischen den einzel-Ausfall
des Hauptantriebs, dient ein Dieselmotor 19 55 nen Aggregaten der Antnebsanlage.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Antriebsanlage für Gleit- oder Tragflügel- men, ist für wirtschaftlichen Betrieb bei normaler
boote mit mindestens einer Gasturbine als Haupt- 5 FlügeJfahrt ein Dieselmotor angeordnet. Zum Betrieb
antriebsmaschine zum Antrieb eines oder mehre- mit überhöhter Geschwindigkeit ist zusätzlich eine
rer Hauptpropeller für Gleit- oder Flügelfahrt Gasturbine vorhanden, die dazu direkt mit der Pro-
und mindestens einem Dieselmotor als Hilfsan- pellerwelle gekuppelt werden kann. Zwischen Dieseltriebsmaschine
zum Antrieb eines oder mehrerer motor und Propellerwelle ist ein ins Schnelle überset-Hilfspropeller
bei Verdrängungsfahrt, gekenn- io zender hydrodynamischer Drehmomentwandler
zeichnet durch die Anordnung eines Sam- angeordnet, um den Dieselmotor bei der den übermelgetriebes
(29), über das der oder die Haupt- höhten Geschwindigkeiten entsprechenden höheren
propeller (12) bei Gleit- oder Flügelfahrt von der Propellerdrehzahlen mit seiner Nenndrehzahl weiter-Gasrurbine
(11) und dem Dieselmotor (19) betreiben zu können.
gemeinsam antreibbar sind, und durch die 15 Eine andere bekannte Antriebsanlage für ein klei-Anordnung
eines hydrodynamischen Getrie- neres Mehrzweckfahrzeug, das als Landfahrzeug, als
bes (28) mit einem Wandlungsbereich bei Dreh- Verdrängungsboot und als Tragflügelboot eingesetzt
zahlverhäHnissen der Abtriebswelle zur Antriebs- werden kann, enthält einen Propeller für die Flügelwelle
von C bis etwa 0,9 und einem Kupplungsbe- fahrt und einen weiteren Propeller für die Verdränreich
bei Drehzahlverhältnissen von etwa 0,9 bis ao gungsfahrt. Eine gemeinsame Antriebsmaschine
1 zwischen Dieselmotor (19) und Sammelge- treibt den jeweils in Betrieb befindlichen Propeller
triebe (29), wobei die mechanischen Uberset- an.
zungsstufen in einem Hochtrieb des hydrodyna- Die bereits eingangs erwähnte, bekannte Antriebs-
mischen Getriebes (Z8) oder im Sammelge- anlage, die für hohe Leistung für größere Tragflügeltriebe
(29) so ausgelegt sind daß bei Nenndreh- 35 boote ausgelegt ist, die auch zu einem beachtlichen
zahl des Dieselmotors (19) und bei der der meist- Anteil als Verdrängungsboote betrieben werden, entgefahrenen
Bootsgeschwindigkeit entsprechenden hält eine Gasturbine zum Antrieb der Flügelfahrtpro-Propellerdrehzahl
das hydrodynamische Ge- peller. Gasturbinen werden hier wegen ihres geringen
triebe (28) in seinem Kupplungsbereich arbei- Gewichtes und Volumens verwendet, da andere
tet, und du;_h die Anordnung einer Schaltkupp- 30 Kraftmaschinen bei der hohen erforderlichen Leilung
(22) zwischen dem dieselmotor (19) und stung zu schwer wurden. Bei Verdrängungsfahrt mit
dem oder den Hilfspropellern (20). wesentlich niedrigeren Geschwindigkeiten und ent-
2. Antriebsanlage nach A ispruch 1, dadurch sprechenden Propellerdrehzahlen und Propellerlei
gekennzeichnet, daß das Sammelgetriebe (29) mit stungsaufnahme würden sich sehr ungünstige
dem für Gasturbinen meistens notwendigen 35 Betriebsverhältnisse der für Flügelfahrt ausgelegten
Untersetzungsgetriebe (13) vereinigt ist. Gasturbinen und Propeller ergeben. Für Verdrän-
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