DE17641C - Neuerung an Apparaten zum Färben, Stärken, Waschen und Wringen von Garn in Strähnen - Google Patents
Neuerung an Apparaten zum Färben, Stärken, Waschen und Wringen von Garn in SträhnenInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
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- D06B3/04—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of yarns, threads or filaments
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
(England).
Die Erfindung bezieht sich auf solche Apparate zum Färben, Stärken und Waschen von
Garnsträhnen", bei denen vermittelst rotirender Walzen, welche über einem Troge gelagert sind,
die Strähne durch die Farbflüssigkeit, Stärke oder Waschflüssigkeit gezogen werden. Ein
Zusammendrehen der Strähne soll durch die Anwendung von unteren Walzen, welche sich
in der Nähe des Bodens im Troge befinden, beseitigt, und es sollen die Garnsträhne immer
ausgestreckt erhalten werden, während solche durch die Flüssigkeit gezogen werden. Auf
diese Weise können die Garnsträhne gleichmafsiger und ohne Schwierigkeiten gefärbt, gestärkt
oder gewaschen werden.
Für die in Rotation zu setzenden Walzen, welche sich über dem Troge befinden, ist die
Anwendung von Stirnrädergetrieben anstatt Schneckenrädergetriebe, welch letzteres sich als
sehr umständlich erwiesen hat, getroffen.
Das Auswringen der Garnsträhne, nachdem dieselben gefärbt, gestärkt oder gewaschen sind,
wird durch Anordnung und Form von verstellbaren Frictionsscheiben in directer Verbindung
mit der Antriebsriemscheibe, durch welche das Auswringen der Garnsträhne vereinfacht und
wirksamer gemacht wird, vermittelt.
Fig. ι ist eine Vorderansicht der Maschine zum Färben, Stärken, Waschen und Wringen
von Garnsträhnen; Fig. 2 ein Querschnitt derselben, die Anordnung zum Auswringen der
Strähne veranschaulichend; Fig. 3 und 4 sind ebenfalls Querschnitte und zeigen zwei verschiedene
Anwendungen der unteren Walzen.
Ueber dem Troge befinden sich an den in Ax gelagerten Achsen A, Fig. 1, 3 und 4, die
oberen Walzen B.
Jedes Lagert1 besitzt nach der dem Troge
zu gelegenen Seite eine Nabe, an welcher je ein Arm H vermittelst einer Stellschraube befestigt
wird. Dieser Arm H, welcher von beliebiger Länge sein mag, ist an seinem unteren Ende
mit einer Walze G versehen, welche parallel der oberen Walze B und in der Nähe des
Bodens im Troge angeordnet wird. Die untere Walze G, welche fest oder rotirend sein kann,
ist nach Belieben von Holz oder Metall herzustellen und hat den Zweck, die Strähne,
welche um dieselben gehängt werden, während der Färbe-, Stärk- oder Waschoperation immer
ausgestreckt zu erhalten, wodurch ein Zusammendrehen der Garnsträhne verhindert wird.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Modification ist der Arm H aus zwei mit Schlitzen versehenen
Theilen hergestellt, welche vermittelst einer Schraube N zusammengehalten und nach Belieben
verstellt werden können. Auf diese Weise kann der Abstand der beiden Walzen B
und G nach Erfordernifs verändert werden, um kurze oder lange Garnsträhne aufzunehmen und
immer ausgestreckt zu erhalten, während dieselben durch die Färb-, Stärke- oder Waschflüssigkeit
gezogen werden.
Fig. 4 zeigt eine Anordnung der unteren Walze, die für sehr grofse und schwere Garnsträhne
anzuwenden ist. In diesem Falle ist das Lager der Walzenachse in der Längsseite
des Troges, ebenfalls in der Nähe des Bodens
angeordnet und mit einer Stopfbüchse versehen, welche das Austreten der Flüssigkeit verhindert.
Die untere Walze G wird durch ein passendes Stirnrad C1 von dem Stirnrad F, welches auf
der Nabe der Antriebsriemscheibe E sitzt, getrieben.
Die oberen Walzen B erhalten durch die Stirnräder C, welche an den Enden der Achsen A
angebracht sind, von dem Stirnrade F, welches auf der Nabe der Antriebsriemscheibe E sitzt,
ihre Drehung, wie aus Fig. ι und 2 zu ersehen ist. Nachdem die Strähne gefärbt, gestärkt
oder gewaschen worden sind, werden dieselben von den Walzen B und G abgenommen und
auf die Haken D und J gelegt (s. Fig. 2), um ausgewrungen zu werden.
Der rotirende Haken D ist mit einer langen Welle versehen, an deren Ende die Frictionsscheibe
L befestigt ist. Die Welle des rotirenden Hakens D ist in der Platte O1 gelagert,
welche mit einer langen Nabe versehen ist.
Die Frictionsscheibe R und die Antriebsriemscheibe E, welche in einem Stück gegossen
sind, können auf dieser Nabe verschoben werden, und kann die Frictionsscheibe R vermittelst
einer passenden Hebelvorrichtung und eines Gewichtes, welch erstere bei Q angreift, durch
den Fufstritt U, der sich an der Vorderseite der Maschine befindet, Fig. 1, nach Erfordernifs
mit der Frictionsscheibe L in Eingriff oder Ausgriff gebracht werden.
Um den Druck des Gewichtes, welches auf die Frictionsscheiben R und L und den Fufstritt
U ausgeübt wird, aufzuheben, ist an der Seite des letzteren ein kleiner Winkelhebel XW
am Fufse des Troges V angebracht. Der eine Schenkel W dieses Winkelhebels X W bildet ein
Gegengewicht, durch welches der Fufstritt U niedergedrückt und die Frictionsscheiben R
und L ausgerückt bleiben, während welcher Zeit dann die gewrungenen Garnsträhne von
den Haken D und J weggenommen und durch frische ersetzt werden können. Soll das Wringen
wieder beginnen, so schiebt man vermittelst des Fufses den Winkelhebel X W nach links
und löst somit den Fufstritt U, worauf die Frictionsscheiben R und L den vollen Druck
des Gewichtes erhalten und somit in Eingriff kommen und die Haken D in Rotation versetzen,
so dafs das Wringen der Garnsträhne erfolgt.
Ist der Strähn genug gewrungen, so überwindet die Spannung desselben das Gewicht,
welches auf die Frictionsscheiben R und L wirkt, und bringt somit die Frictionsscheibe L,
welche an der Welle des rotirenden Hakens D befestigt ist, zum Stillstehen. Hierauf wird der
Fufstritt U vermittelst des Fufses niedergedrückt, worauf dann derselbe mit der schiefen Fläche X
des Hebels X W in Berührung kommt und denselben so weit nach links drängt, bis der hakenförmige
untere Theil der schiefen Fläche X in Eingriff kommt und den Fufstritt U am Rück^
wärtsgehen verhindert, wodurch dann der Druck des auf die Frictionsscheiben R und L wirkenden
Gewichtes aufgehoben wird und die Frictionsscheiben R und L gänzlich ausgerückt
werden.
Der rotirende Haken D kann sich dann rückwärts bewegen, welches durch die Spannung der
Garnsträhne bewirkt wird, und können nun die Garnsträhne von den Haken D und J abgenommen
werden.
Die Welle des Hakens J, Fig. 2, ist vierkantig
und kann in der Lagerplatte O hin- und hergezogen werden. Die untere Seite des
Hakenschaftes J ist mit einer Rinne zur Aufnahme einer an dem Haken befestigten Kette S
versehen. Die Kette läuft über das Röllchen T und ist mit dem Gewicht P versehen. Das
Röllchen T ist an der Lagerplatte O gelagert.
Claims (1)
- Pat ent-Anspruch:In einem Apparate zum Färben, Stärken und Auswringen von Garnsträhnen die Combination des Stirnrades F, der Frictionsscheibe R und der Antriebsscheibe E, wie Fig. 2 veranschaulicht, behufs Erzielung der Vereinfachung und gröfserer Leistungsfähigkeit des Apparates.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE17641C true DE17641C (de) |
Family
ID=294565
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT17641D Active DE17641C (de) | Neuerung an Apparaten zum Färben, Stärken, Waschen und Wringen von Garn in Strähnen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE17641C (de) |
-
0
- DE DENDAT17641D patent/DE17641C/de active Active
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