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Werkzeug zum Flanschen von Schläuchen Die Neuerung betrifft ein Werkzeug,
mit dessen Hilfe es möglich ist, an die Enden von Schläuchen aus thermoplastischen
Kunststoffen und den Thermoplasten ähnlichen Werkstoffen bei Raumtemperatur Flansche
anzuformen. Voraussetzung hierfür ist, daß die verwendeten Werkstoffe bei einer
Raumtemperatur von etwa 20*C verformt (gereckt) werden können.
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Um fixier-und lösbare Schlauchverbindungen zwischen verschiedenen
Baugruppen herstellen zu können, sind oft umfangreiche und aufwendige Verschraubungskombinationen
erforderlich. Hierzu zahlen z. B. Schlauchverbindungen, bei denen der Schlauch auf
ein Kupplungastück aus Metall aufgezogen und durch Spnnnringe gehalten oder eingeklemmt
wird. Mit einer ttberwurfmatter oder einer Verbindungsschraube wird das so vormontierte
Schlauchende dann an eine in Frage kommende Baugruppe verschraubt. Diese lösbaren
Schlauchverbindungen zeichnen sich durch eine sehr hohe
Zuverlässigkeit
und Robustheit aus. Sie sind jedoch denn ungeeignet, wenn es darum geht, bei Schlauchverbindungen
Metallteile aus Medium begüs@igenden Gründen zu vermeidon, strömungsgunstige Obergänge
an Schlauchverbindungen zu schaffen und durch Verschraubung fixier-und lösbare Verbindungen
an Schläuchen sehr kleiner Innendurchmmsser, sogenannter Kapillarschläuche herzustellen.
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Um die vorstehend genanaten Schwierigkeiten su usgehen und zu beheben,
bietet sich eine direkte Verbindungsart an, die darin besteht, daß an die Enden
van Schläuchen mit einem geeigneten Werkzeug flache Planche angeformt werden, die
dann durch Verspannung gegeneinander oder mit einem drittea Bauelement verbunden
werden.
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Diese Verbindungsart wird schon seit langerez Zeit mit gutem Erfolg
angewandt. Sie zeichnet sich besonders dadurch aus, da# sie von allen Schlauchverbindungen
die einzige ist die es zuläßt, daß die in Schlauch strömendon Medien nur mit dem
Schlauch in n Berührung kommen.
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Außerdem eigaet sie sich zum verbiden von schläuchen kleinster Innendurchmesser
und garantiert strömungsgunstige Ubergange an den Verbindungsstellen.
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Ein Nachteil dieser Verbindungsart ist bis jetant darin zu sehen,
da# das Anformen der flachen Flansche an die Schlauchenden der verwendeten Schläüche
- meist aus thermoplastischen Werkstoffen-mit Hilfe eines beheizten Werkzeuges geschieht.
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Dies libt erkennen, da# bei dieser hervorragend geeigneten Verbindungsart
ein ausgesprochener Mangel an geeigneten Verformungswerkzeugen besteht, mit des
Hilfe auf einfache und billige Weise flache oder leicht konische Flansche an die
Enden von n Schläuchen aus thermoplastischen oder den Thermoplasten ähnlichen Werkstoffen,
die bei einer Raumtemperatur von etwa 20 °C kalt verformbar (reckfähig) sind, angeforat
werden können.
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Aufgabe der Neuerung ist daher die Schaffung eines Werkzeuges (Vorrichtung),
mit welchem es möglich ist, flache oder leicht konische Flansche an die Enden von
Schläuchen aus thermoplastischen oder den Thermoplasten ähnlichen Werkstoffen bei
einer Raumtemperatur von etwa 20°C anzuformen, wobei die genannten Bedingungen für
eine einfache Flanschverbindung erfüllt, genannte Mängel behoben werden und außerdem
noch folgenden Einzelforderung. genüge getragen wird.
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(a) universelle Verwendbarkeit des Werkzeuges zum Anformen flacher
oder leicht konischer Flansche an an die Enden von Schläuchen verschiedener Durchmesser
(auch kleinster Innendurchmesser) und Wandstärken.
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(b) universelle Verwendbarkeit des Werkzeuges zum Einsats in ortsgebundene
und ortsungebundene Maschinen und Vorrichtungen, um ein rationelles und serienmäßiges
Anformen flacher oder leicht konischer Flansche an Schlauchenden zum Zwecke von
fixier-und lösbaren Schlauchverbindungen zu ermöglichen.
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(c) universelle Verwendbarkeit des Werkzeuges in Verbindung mit einer
einfachen Handzange, um an beliebigen Orten Flansche an Schlauchenden zum Zwekke
einer fixier-und lösbaren Schlauchverbindung anformen zu können.
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Ausführungsbeispiele der Neuerung werden nachfolgend an Hand der
Zeichnungen beschrieben. Sie zeigen Fig. 1 eine im Schnitt gezeichnete Seitenansicht
der Neuerung und die Einfiihrung des ungeflanschten Schlauches indas Werkzeug (Vorrichtung).
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Fig. 2 eine von vorne aufgenommene Ansicht des neuerungsgeißen Werkzeuges
halb im Schnitt und mit eingefuhrtem und verspannten Schlauch.
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Fig. 3 eine im Schnitt gezeichnete Seitenansicht des neuerungsgemaBen
Werkzeuges mit verspanntem Schlauch und angefoesten Flansch am Schlauchende.
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Fig. 4 Ansicht der unteren Werkvzeughälfte (Untergestell der Neuerung
mit geöffneten Spannbacken zum Herausnehmen des Schlauches.
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Fig. 5 eine im Schnitt gezeichnete vergrößerte Teilansicht aus Fig.
3, die genaue Einzelheiten üoer Formkopf (4), Formgesenk in den Spannbacken (3),
Führungsnadel (2) und Federpolster (6) erkennen läßt.
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Fig. 6 eine Teilansicht der Zangenausführung, welche die Spannmöglichkeit
erkennen lä#t.
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Fig. 7 eine teils im Schnitt gezeichnete Seitenansicht der"Zangenausfuhrung"im
eingerasteten Zustand zur Begrenzung der Anformlänge des eingeführten Schlauches.
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Fig. 8 eine teils im Schnitt gezeichnete Seitenansicht der"Zangenausführung"im
geöffneten Zustand, so da# nach dem Lösen der Spannbacken der geflanschte Schlauch
herausgenommen werden kann.
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Der Aufbau und die Funktion des neuerungsgemä#gen Werkzeuges zum
Flanschen von Schläuchen sei nachfolgend an Hand der Zeichnungen in Fig. 1 bis Fig.
8 beschrieben.
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Um für Schläuche mit größeren Abmessungen eine geradlinige Anformbewegung
zu erhalten, werden die austauschbaren Formeinsätze, bestehend aus Führungsnadel
(2), Spannbecken (3), (Formgesenk), Formkopf (4) und Federpolster (6), in ein Säulengestell
eingesetzt, welches sich aus folgenden Teilen zusammensetzt : Untergestell (7),
Deckleisten (12), Spannschraube (8), Druckfedern (11), Gobergestell (5), Führungsstifte
(9) und Druckfedern (10).
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Dieses Werkzeug kann in Vorrichtungen und Maschinen eingebaut werden,
welche die Anformbewegung zum Flanschen ausführen können und die Spannkraft und
Spannbewegung, die durch die Spannschraube (8) erzeugt wird, ersetzen. Für Schlauche
kleiner Abmessungen kann das in Fig. 1 bis Fig. 5 gezeigte Werkzeug auch in Verbindung
mit Handzangen eingesetzt werden.
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Zum Einführen des Schlauches werden die Spannbacken (3)
leicht
geöffnet. Der Schlauch (1) wird auf die Führnsnadel (1) aufgeschoben und bis zum
Formkopf (4) eingeführt.
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Mach dem Schließen der Spannbacken (3) durch die Spannschraube (d)
oder eine maschinelle Bewegung kann der Schlauch durch Zusammenschieben des Führungsgestells
geflanscht werden. Die Führungsnadel (2), welche durch die Spannbacken (3) im Schlauch
festgespannt ist, kann bei dieser Anformbewegung durch das Federpolster (6) im Obergestell
ausweichen. Nach dem Offnen der Spannbacken Fig. 4 kann der geflanschte Schlauch
entgegen der Einführungsrichtung wieder herausgenommen werden. Für Schläuche mit
sehr kleinen Abmessungen eignet sich für den Anformvorgang die in Fig. @ bis Fig.
8 dargestellte Handzange vorzüglich.
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Die Funktion ist im wesentlichen dieselbe wie beim vorstehend beschriebenen
Werkzeug und unterscheidet sich nur dadurch, daß eine Spannbacke (3) bewegtwird,
wihrend die zweite fest mit der Zange verbunden ist. Zum Einführen des Schlauches
ist die Zange durch die Rastklinke (13) gescnlossen, wodurch die Anformbewegung
auf das richtige Maß begrenzt wirdo Die bewegliche Spannbacke (3) wird leicht geöffnet.
Der Sjhlauch wird auf die Führungsnauel (2) aufgeschoben und bis zum Formkopf (4)
eingeführt. Mittels der Spannschraube (8) werden Schlauch (1) und Führungsnadel
(2) durch die Spannoacken (3) fest verspannt. Durch Zusammendrücken der Zange wird
der Flansch durch den Formkopf (4) an das Schlauchende angeformt. Die im 3cnlauch
(1) festgespannte Führungsnadel (2) kann während des Anformvorgangs infolge inrer
federartigen Verlanberung im Formkopf (4) geführt ausweicnen. Nach dem Flanschen
werden Spannschraube (8) und Rastklinke (13) gelöst. Die Zange läljt sich somit
; anz öffnen Fig. 8. Naen dem vollkommenen öffnen der beweglichen Spannbacken kann
der geflanscnte Schlauch nach vorne heraus enommen werden.