DE175294C - - Google Patents

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DE175294C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42FSHEETS TEMPORARILY ATTACHED TOGETHER; FILING APPLIANCES; FILE CARDS; INDEXING
    • B42F13/00Filing appliances with means for engaging perforations or slots
    • B42F13/16Filing appliances with means for engaging perforations or slots with claws or rings
    • B42F13/20Filing appliances with means for engaging perforations or slots with claws or rings pivotable about an axis or axes parallel to binding edges
    • B42F13/22Filing appliances with means for engaging perforations or slots with claws or rings pivotable about an axis or axes parallel to binding edges in two sections engaging each other when closed
    • B42F13/24Filing appliances with means for engaging perforations or slots with claws or rings pivotable about an axis or axes parallel to binding edges in two sections engaging each other when closed wherein one section is in the form of fixed rods

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
ψ PATENTSCHRIFT
- Jig 175294 KLASSE 11 e. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Mai 1904 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft einen Briefordner mit gekröpftem Verschlußbügelsteg und am Verschlußhebel gelagerter zylindrischer Gleitrolle, welche in ihrer 'Längsrichtung nicht verschiebbar ist. Die Gleitrolle und der Verschlußbügelsteg berühren einander auf einer an den Verschlußbügelsteg angeschnittenen windschiefen Fläche. Hierdurch wird ein sicheres Drehen der Gleitrolle
ίο auf einer genügend breiten Lauffläche erzielt, wodurch eine schädliche Abnutzung der gegeneinander beweglichen Teile verhindert und ein zuverlässiges Spiel beim öffnen und Schließen erreicht wird.
Um letzteres zu erzielen, hat man bei den bisher bekannten Briefordnern mit am Verschlußhebel gelagerter Gleitrolle verschiedene Mittel in Anwendung gebracht. Bei Briefordnern, bei denen eine zylindrische, achsial nicht verschiebbare Gleitrolle sich unmittelbar auf dem Zylindermantel des Verschlußbügelsteges bewegt, tritt meist keine Drehung der Gleitrolle um ihre Achse ein, da die gleitende Reibung zwischen Rolle und Steg gewöhnlich kleiner ist als die Zapfenreibung in der Rolle. Durch die gleitende Reibung wird hier vielmehr bald eine einseitige Abnutzung der Gleitrolle herbeigeführt, welche einen sicheren Schluß des Briefordners beeinträch-
Bei anderen Briefordnern hat man die gewünschte Wirkung dadurch erreicht, daß man eine gekehlteGleitrolle zur Anwendung brachte. Bei dieser Ausführungsform tritt allerdings infolge der größeren Reibung zwischen Gleit-' rolle und Verschlußbügelsteg ein Drehen der Gleitrolle ein. Da aber die Berührung zwischen Rolle und Steg auf einer Bahn stattfindet, welche sich schraubenartig um den zylindrischen Verschlußbügelsteg windet, so muß die gekehlte Gleitrolle in achsialer Richtung verschiebbar sein, wodurch ein verhältnismäßig langer Rollenzapfen nötig wird.
Um diesen langen Zapfen zu vermeiden, hat man unter Beibehaltung der gekehlten Rolle eine doppelte Kröpfung des Verschlußbügelsteges vorgenommen. Bei derartigen Briefordnern ist der Verschlußbügelsteg nach einer Raumkurve so gekröpft, daß die Gleitrolle bei der Bewegung auf ihm abrollt, ohne eine Verschiebung in achsialer Richtung zu erleiden.
Gegenüber den bisher bekannten Ausführungsformen weist der Gegenstand vorlie-. gender Erfindung eine zylindrische Gleitrolle auf, welche in ihrer Längsrichtung nicht verschiebbar ist, und welche infolge zweckentsprechender Anordnung auch nicht verschiebbar zu sein braucht, ohne ein genaues Arbeiten der beweglichen Teile zu stören. Dies wird dadurch erreicht, daß sich die Gleitrolle auf einer an den Verschlußbügelsteg angeschnittenen windschiefen Lauffläche bewegt, auf der die Berührung zwischen Rolle und Steg stets auf einer Mantellinie . der Rolle stattfindet. Hierdurch wird einerseits erreicht, daß die zwischen Rolle und Lauffläche auftretende rollende Reibung stets groß genug
ist, um ein sicheres Drehen der Gleitrolle herbeizuführen; andererseits wird durch das durch die Lauffläche geschaffene größere Auflager zwischen Rolle und Steg die spezifische Flächenpressung zwischen den beweglichen Teilen verringert. Hierdurch wird eine schädliche Abnutzung verhindert und stets ein zuverlässiges Spiel beim Öffnen und Schließen erreicht.
ίο Der neue Briefordner ist auf der Zeichnung veranschaulicht.
Fig. ι zeigt den geschlossenen Briefordner in der Ansicht,
Fig. 2 einen Schnitt nach A-A in Fig. i,
Fig. 3 den geöffneten Briefordner in der Ansicht,
Fig. 4 einen Schnitt nach B-B der Fig. 3, Fig. 5 den die Lauffläche enthaltenen Verschlußbügelsteg des geschlossenen Briefordners im Grundriß,
Fig. 6 den entsprechenden Grundriß bei geöffnetem Briefordner und
Fig. 7 und 8 in Ansicht und Schnitt eine Ausführungsform, bei welcher ein mit ebener Lauffläche ausgestatteter Körper drehbar auf den Verschlußbügelsteg aufgesetzt ist.
Auf der Grundplatte α ist der Verschluß-
. bügel b in bekannter Weise drehbar gelagert. Auf den Verschlußbügelsteg d drückt die am Verschlußhebel e mittels Zapfens f gelagerte Gleitrolle g, welche in ihrer Längsrichtung nicht verschiebbar ist. Der Verschlußbügelsteg d ist so ausgeschnitten, daß die Gleitrolle denselben während des Öffnens und Schließens stets in einer Mantellinie berührt. Ist der Bügelsteg nicht ausgeschnitten, dann bilden die Berührungspunkte der Gleitrolle mit dem Bügelsteg während des Öffnens und Schließens eine Raumkurve. Legt nian durch alle Punkte dieser Raumkurve Tangenten an den Bügelsteg senkrecht zur Bügelstegachse und bewegt eine Gerade parallel zu diesen Tangenten in einem konstanten Abstande von der Bügelstegachse, so daß der Bügelsteg von diesen Geraden geschnitten wird, so erhält man die gemäß vorliegender Erfindung angeordnete Lauffläche.
Hierdurch ergibt sich ein gutes Zusammenarbeiten zwischen Gleitrolle und Lauffläche, so daß jede schädliche Abnutzung der beiden genannten Teile ausgeschlossen und jederzeit ein zuverlässiges Spiel beim öffnen und Schließen des Briefordners gewährleistet ist.
-Um das gute Zusammenarbeiten zwischen Gleitrolle und Lauffläche auch dann zu erreichen, wenn die Lauffläche nicht von vorn herein mathematisch genau ist, macht man die Bohrung der Gleitrolle g zweckmäßig nach beiden Seiten ein wenig konisch, wodurch die Gleitrolle genügendes Spiel hat, um auf der Lauffläche stets in der ganzen Breite derselben aufzuliegen.
Statt die Lauffläche aus dem Verschlußbügelsteg auszuschneiden, kann man auch in der Weise vorgehen, daß auf den Verschlußbügelsteg ein Körper mit ebener Lauffläche drehbar aufgesetzt wird (Fig. 7 und 8). Der Körper h erhält zweckmäßig dreieckigen Querschnitt, so daß man nach Belieben jede der drei Seitenflächen als Lauffläche verwenden kann. Unter dem Einfluß der Gleitrolle muß sich der Körper h selbsttätig so einstellen, daß die Berührung zwischen Gleitrolle und Lauffläche stets in der ganzen Breite der Lauffläche erfolgt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:'
1. Briefordner mit gekröpftem Ver-. schlußbügel und am Verschlußhebel gelagerter, in ihrer Achsenrichtung nicht verschiebbarer Gleitrolle, dadurch gekennzeichnet, daß die zylindrische Gleitrolle und der Verschlußbügelsteg sich während des Öffnens und Schließens' des Briefordners in einer geraden Linie berühren.
2. Ausführungsform des Briefordners nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Verschlußbügelsteg eine windschiefe Fläche fest angebracht ist, auf der die Berührungslinie zwischen Rolle und Steg während des Schließens oder öffnens wandert.
3. Ausführungsform des Briefordners nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die . windschiefe Lauffläche durch einen auf den Verschlußbügelsteg drehbar aufgesetzten Körper mit ebener Lauffläche gebildet wird, welcher sich während des öffnens und Schließens des Briefordners selbsttätig so einstellt, daß die Berührung zwischen Gleitrolle und Lauffläche in einer geraden Linie stattfindet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2894400A (en) * 1955-02-08 1959-07-14 Soennecken F Loose leaf binders

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2894400A (en) * 1955-02-08 1959-07-14 Soennecken F Loose leaf binders

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