DE167206C - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B65—CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
- B65G—TRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
- B65G51/00—Conveying articles through pipes or tubes by fluid flow or pressure; Conveying articles over a flat surface, e.g. the base of a trough, by jets located in the surface
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Rohrpostanlage, bei welcher die
Büchsen zur Aufnahme von Geld, Postsachen, Waren und dergl. dienen. Die Verschlußklappen
der als Sende- und Empfangsstelle dienenden Rohrenden werden in bekannter Weise durch von Elektromagneten beeinflußte
Sperrungen in der Verschlußstellung gehalten und die Klappe der Empfangsstelle durch das
ίο Einsetzen einer Büchse bezw. Verschließen
der Klappe an der Sendestelle selbsttätig entriegelt.
Die Erfindung besteht nun darin, daß beim Einsetzen einer Büchse bezw. Schließen der
Klappe an der Sendestelle die Sperrung der Klappe an der Empfangsstelle nicht nur entriegelt,
sondern gleichzeitig in eine solche Lage gebracht wird, daß die Klappe an der Empfangsstelle während der Beförderung der
Büchse überhaupt nicht die geschlossene Lage einnehmen kann, zum Zweck, die Offenhaltung
der Empfangsstelle zu sichern und eine Benutzung der Empfangsstelle als Absendestelle
während der Beförderung einer Büchse nach der Empfangsstelle unmöglich,
zu machen. .
Auf beiliegender Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer Ausführungsform
veranschaulicht, und zwar stellen dar:
Fig. 1 einen senkrechten Längsschnitt durch ein mit einer Rohrpostanlage nach der
vorliegenden Erfindung ausgerüstetes Gebäude, Fig. 2 eine Seitenansicht einer Absende-
und Empfangsstelle für die Rohrpostbüchsen, wobei der. Deckel, welcher die elektrische
gedacht
Kontrollvorrichtung verdeckt, weggenommen ist,
Fig. 3 einen senkrechten Längsschnitt durch die Absendestelle nach Fig. 2, von der entgegengesetzten
Seite aus gesehen, Fig. 4 eine Einzelheit und
Fig. 5 ein Schaltungsschema, das zur Steuerung der Sperrungen der Verschlußklappen
in Aussicht genommen ist.
Das mit der Rohrpostanlage nach der vorliegenden Erfindung ausgerüstete Gebäude besitzt
drei Stockwerke A, A1 und A^.
In dem ersten Stockwerk A1 sind die Zahltische α α angeordnet, von welchen aus Geld
zu dem Pult α1 des Kassierers befördert werden
soll.
Jede Absendestelle B der Zahltische α ist
mit dem . Pult al des Kassierers durch ein
besonderes Rohr b verbunden. Die einzelnen Rohre von den verschiedenen Absendestellen
B sind an dem Pulte a1 des Kassierers
passend gruppiert. Dort ist jedes mit einer Empfangsstelle B verbunden, welche in jeder
Beziehung mit den über das ganze Stockwerk bezw. durch das ganze Gebäude verteilten
Absendestellen B übereinstimmt und ebenso wie diese als Absende- und als Empfangsstelle dienen kann.
Die verschiedenen Sendestellen B B an den verschiedenen einzelnen Zahltischen α sind
durch Rohre bl mit einem Hauptrohr b2 verbunden,
in welchem irgend ein geeignetes gasförmiges Druckmittel wirkt. Wie dargestellt,
führt das Hauptrohr b~ durch eine Verbindung bs nach einem Druckbehälter c.
Der Behälter c kann irgend eine zweckentsprechende Bauart haben, die geeignet ist,
Luft oder andere Gase aufzunehmen und unter Druck zu halten. Bei der hier dargestellten
Ausführungsform ist in einer aus Zement oder aus Steinen hergestellten Grube ein oben offener Behälter c1 angeordnet.
Zwischen diesem Behälter c1 und der Wand der Grube ist ein ringförmiger Raum zur
ίο Aufnahme der beweglichen (steigenden oder
fallenden) Glocke c2 belassen. Die letztere ist an geeigneten Stellen ihres Umfanges mit
Führungsrollen c3 versehen, welche in Berührung mit passenden Pfosten c4 stehen.
Mit seinem unteren Ende taucht der Mantel der Glocke c2 in Wasser oder eine andere
geeignete Flüssigkeit ein, welche' den ringförmigen Raum zwischen der Grube und
dem inneren Behälter c1 ausfüllt. Wird der Behälter mit irgend einem Gas gefüllt, z. B.
mit Luft, so erhält er diese unter einem Druck, dessen Höhe dem Gewicht der beweglichen
Glocke c2 und irgendwelchen hinzugefügten Gewichten entspricht.
Die Glocke c2 wird in irgend einer passenden Weise mit Luft gespeist. Zu diesem
Zweck dient hier beispielsweise ein Ventilator c5, dessen Ausblasrohr c6 mit geeigneten
Schließvorrichtungen oder Ventilen, z. B. drehbaren Klappventilen c1, versehen ist.
Der Ventilator c5 kann durch irgend eine passende Kraftquelle in Tätigkeit gesetzt
werden. Nach der vorliegenden Darstellung wird ein Elektromotor c2 zum Betriebe des
Ventilators c5 verwendet.
Es empfiehlt sich, die Motorzuleitungsdrähte c9 und c10 unter den Einfluß eines
Schalthebels c11 zu stellen, welcher, wenn die
Glocke c8 ihren höchsten Standpunkt erreicht
hat, mit einer an ihr befestigten Nase c12 in
Berührung kommt und dabei selbsttätig bewegt, d. h. ausgeschaltet wird. Der Motor c5
steht nun so lange in Stillstand, bis die Glocke c2 auf ihren niedrigsten Standpunkt
herabgesunken ist. Alsdann stößt ein anderer, an der Glocke befindlicher Vorsprung
c13 von der anderen Seite aus an den Schalter
c11, so daß der Motor wieder in Gang
gesetzt wird.
Die Enden der Beförderungsrohre b b sind an dem Pult a1 des Kassierers durch Verbindungen
δ4 mit einem gemeinsamen Rohr b°
vereinigt, von welchem ein Rohr bä zu dem Rohr δ3 und von dort zum Druckluftbehälter c
führt.
Durch geeignete Vorrichtungen können nun die Enden der Rohre b in Verbindung
gebracht werden mit den Druckleitungsverbindungen b1 und b*, um den notwendigen
Druck zur Bewegung der Rohrpostbüchsen zu erhalten.
Diese Sende- oder Empfangsstellen (Fig. 2 bis 5) dienen an beiden Enden jedes Ubermittlungsrohres
zur Kontrolle des hindurchgehenden Druckstromes. Eine Säule d (Fig. 2
bis 4), vorzugsweise aus gegossenem Metall, ist mit einem durchgehenden Kanal d1 versehen.
Dieser ist an seinem unteren Ende mit einer der Abzweigungen bl des Haupt-
und Druckrohres b2 (Fig. 1), an seinem entgegengesetzten
Ende mit einem der Beförderungsrohre b verbunden. Zwischen seinen beiden Enden ist der Kanal d1 mit einer
öffnung versehen, durch welche eine Rohrpostbüchse e eingesetzt oder herausgenommen
werden kann.
Diese öffnung ist mit einer Scharnierklappe d2 verschlossen. Diese Verschlußklappe
if2 ist bei dB am Gehäuse d angelenkt
und hält in wagerechter Lage (in ausgezogenen Linien dargestellt) die Öffnung geschlossen.
Die Klappe d2 ist hinter ihrem Scharnier ds mit einem nach innen ragenden
Arm rf4 versehen, welcher einen Ventilteller dr'
trägt.
Wenn der Deckel d2 sich in derjenigen
Stellung befindet, in welcher er die Eingangsoder Ausgangsöffnung für die Rohrpostbüchsen
schließt, so ist das Ventil o?5 an die
eine Seitenwand des senkrecht stehenden Teiles der Säule d gelegt, so daß ein freier
Durchgang zwischen dem unteren Ende des Kanals d1 und dem Rohre b hergestellt ist.
Befindet sich indessen der Deckel d2 in seiner punktierten Lage, so ist das Ventil db nach
oben geschwungen worden und hat sich gegen einen Sitz de gelegt, wodurch die Verbindung
zwischen dem Kanal d1 und dem Förderrohr b vollständig unterbrochen ist.
Wenn also die Ein- oder Ausgangsöffnung offen ist, so ist das von der Abzweigung d1
herkommende Druckmittel abgeschlossen. ., Wird jedoch die Ein- oder Ausgangsöffnung
geschlossen, so kann die Druckluft in das Rohr b hineinströmen.
Das Ventil d5 ist durch einen abnehmbaren Deckel d1 zugänglich.
Am Ende des umgebogenen oberen Teiles der Säule d ist ein bei f1 drehbarer Sperrhaken
f angeordnet, der unter der Wirkung einer Feder f2 steht und durch diese in derjenigen
Lage erhalten wird, in welcher er die Klappe d% in ihrer Schließlage entgegen
der Wirkung der Druckluft festhält. Wird jedoch der Sperrhaken / zurückgezogen, so
fällt die Klappe d2 herab und das Ventil db
legt sich unter der Wirkung der Druckluft gegen seinen Sitz dß. An einer Seite der
Säule d ist nun ein Gehäuse h angeordnet (Fig. 2), welches einen Elektromagneten h1
enthält. Der Anker h2 desselben ist bei hs
drehbar und steht unter der Wirkung der
Feder /j4. Das andere Ende des Ankers besitzt eine Falle /?5, in welche ein an der verlängerten
Welle da sitzender Riegel h6 paßt.
Wird also der Elektromagnetanker h2 angezogen oder befindet er sich in seiner Anzugsstellung, wenn die Klappe d2 geöffnet ist
und in ihrer punktierten Lage liegt, so wird der in dieser Stellung in seiner senkrechten
punktierten Lage sich befindende Riegel h6
ίο durch die Falle /zB verriegelt, so daß also
die Klappe d2 in ihrer geöffneten Lage festgehalten wird, das Ventil d5 geschlossen
bleibt und. es also nicht möglich ist, in diesem Augenblick das Rohr b unter Druck
zu setzen. Es kann also keine Störung eintreten, während etwa durch das Rohr b eine
Rohrpostbüchse anlangen soll.
Der bereits erwähnte Sperrhaken / besitzt eine Drehachse /\ welche nach der einen
Seite verlängert ist (Fig. 4) und mittels eines Armes/3 in das Kontrollgehäuse h hineinragt
(Fig. 2).
Auf dem Ende des Armes/3 ruht das eine Ende eines bei/5 drehbaren Hebels/4, dessen
anderes Ende sich über dem Elektromagnetanker h2 befindet. Wenn der letztere sich in
seiner Anzugsstellung befindet, so kann daher der Hebel/4 frei schwingen, so daß der
Sperrhaken / ohne Widerstand in diejenige Stellung gebracht werden kann, in welcher
er die Klappe d2 in ihrer Schließlage festhält. Wird indessen der Anker h2 von den Magnetpolen
zurückgezogen, so hebt er den einen Arm des Hebels/4. Dadurch wird der Arm/3
in seine punktierte Lage herabgedrückt, so daß nun die Feder/2 den Sperrhaken/ nicht
mehr in diejenige Stellung zu bringen vermag, in welcher er die Klappe d2, falls
diese geschlossen werden würde, festhält.
> Die Anordnung ist so getroffen, daß die Klappen d2 an beiden an entgegengesetzten
Enden eines Rohres b befindlichen Sendestellen B für gewöhnlich sich in geöffneter
Lage befinden. Nimmt man nun an, daß, sobald die eine Klappe d2 geschlossen würde, auch
die Herstellung eines elektrischen Stromkreises erfolgte, in welchem die Elektromagnete
hl liegen, so würde die gehobene Klappe d2 durch den frei beweglichen Sperrhaken
/ festgehalten werden, während die andere Klappe in ihrer geöffneten Lage verriegelt
werden würde. Würde indessen eine der Klappen d2 in Schlußstellung gebracht
werden, während die Magnete h1 unerregt und ihre Anker h2 zurückgezogen sind, so
würde diese Klappe d2 sofort wieder herabfallen, da infolge der Einwirkung des durch
die Feder /2* hochgezogenen Ankers h2 der Sperrhaken/ durch den Hebel/4 und den
Arm/3 zurückgedrückt wird und die Klappe fi?2
nicht fassen kann. Selbst wenn jemand die Klappe d2 heben und den Sperrhaken/ unter
Anwendung einer gewissen Kraft zum Eingriff bringen würde, so würde derselbe unter
der Wirkung der Feder ft4 des Elektromagnetankers
h2 doch sofort wieder zurückspringen, sobald er freigelassen wird, und die
Klappe d2 herabfallen.
An dem Riegel he der Achse da ist ein
bogenförmiges Kontaktstück 1 befestigt, welches von dem Riegel ha isoliert ist und bei
der Bewegung des letzteren über zwei Kontaktfedern 2, 2 (Fig. 2 und 5) schleift, die es
miteinander verbindet.
An dem oberen Teil der Säule d ist innen ein Schalthebel m angeordnet, der bei m1 drehbar
ist und einen über die Drehachse hinausragenden Arm m2 besitzt. Dieser wird durch
eine Feder m3 für gewöhnlich in seiner punktierten Lage erhalten (Fig. 3). Die beiden
Enden des Hebelarmes m2 sind voneinander
elektrisch isoliert. Der Teil 3 dieses Armes (Fig. 5) berührt in der gewöhnlichen Lage
des Hebels m2 einen festen Kontakt 4, während das andere Hebelende 5 mit zwei Kontakten
6 und 7 in Berührung gelangt, wenn der Hebel m2 entgegen der Wirkung der
Feder ma in die mit vollen Linien gezeichnete Lage (Fig. 3) gebracht wird. An der
Klappe d2 sitzt eine Nase dx, welche hinter
das Ende des Hebels ms, wenn die Klappe d2
geschlossen wird, greift und dieser sich in der mit vollen Linien gezeichneten Lage befindet.
Der Hebel in3 wird dann durch die Nase dx in dieser Stellung verriegelt, solange
die Klappe d'2 geschlossen ist.
Fig. 5 stellt nun die elektrische Schaltungsweise dar. Von dem einen Pol einer Batteries
führt ein Draht 9 zu dem Elektromagneten h1 der einen Sendestelle B. Eine Leitung 10
verbindet das andere Ende der Elektromagnetwicklung mit dem Kontakt 4, während eine Zweigleitung 11 zn dem Kontakt 6 führt.
Der Kontakt 7 ist durch eine Leitung 12 mit einer der Kontaktfedern 2 verbunden, die mit
dem am Riegel he befestigten Kontaktstreifen 1
in Berührung kommen. Die andere Kontaktfeder 2 ist durch die Leitung 13 mit dem
Hebel m der anderen Sendestelle bezw. Empfangsstelle B in Verbindung gesetzt, z. B. mit
derjenigen, welche sich auf dem Pult ax des Kassierers befindet.
Der andere Pol der Stromquelle 8 ist nun durch eine Leitung 14 an den Elektromagneten ft1
der anderen Sendestelle eines Förderrohres b gelegt. Das andere Ende der Elektromagnetwicklung
steht durch die Leitung 15 mit dem Kontakt 4 an der dazugehörigen Sendestelle
in Verbindung. Eine Zweigleitung 16 führt wiederum zu dem Kontakt 6 und eine.Leitung
17 von dem Kontakt 7 zu der einen Kontaktfeder 2, während die andere Kontakt-
feder 2 mit der Drehachse des Hebels m an der anderen Sendestelle verbunden ist.
In Fig. 5 ist die Ruhelage der Apparate zur Darstellung gebracht. Beide Magnete hl
sind unerregt, da ihr Stromkreis nicht geschlossen ist, es findet also kein Stromverbrauch
statt. Die Anker beider Elektromagnete h1 befinden sich infolge Einwirkung der
Federn /z4 in gehobener Lage und halten also den Sperrhaken/ in gehobener Stellung, so
daß keine der beiden Klappen d2 in ihrer Schließlage festgehalten wird, solange nicht
eine Rohrpostbüchse eingesetzt ist.
Soll eine Büchse befördert werden, so wird sie auf den Sockel r gesetzt, der auf der
Innenseite der Klappe d1 >
angeordnet ist (Fig. 3). Wird nun die Klappe d'2 gehoben, so wird die Rohrpostbüchse in das Förderrohr
b eingeführt und drückt dabei den Hebei Ot zurück, indem sie sich zwischen diesen
und einen Anschlag r1 schiebt. Dadurch wird die Berührung zwischen dem Teil 3 des
Hebelarmes m2 und dem Kontakt 4 aufgehoben und statt dessen eine Verbindung
zwischen den Kontakten 6 und 7 hergestellt. Hierdurch werden die Elektromagnete hl beider
Sendestellen in den Stromkreis gelegt und erregt, und zwar einige Augenblicke früher,
ehe die Klappe d2 in ihre höchste Lage gelangt,
d. h. ganz geschlossen wird. Die Anker h'2 der Elektromagnete /?' werden angezogen
und entriegeln die Sperrhaken f, so daß der auf der Sendestelle befindliche Sperrhaken
die emporgehobene Klappe d'2 faßt und festhält und nur mit Gewalt zurückgezogen
werden kann. Gleichzeitig verriegelt der Elektromagnetanker h~ auf der Empfangsstelle durch die Falle h5 und den Riegel Λ6
die Klappe d2 der Empfangsstelle, so daß sie nicht geschlossen werden kann.
Durch das Einsetzen einer Rohrpostbüchse an einer Sendestelle wird demnach selbsttätig
bewirkt, daß die geschlossene Klappe d2 in der Schließlage durch die Feder f2 und die
offene Klappe (auf der Empfangsstelle) in ihrer geöffneten Lage verriegelt wird. Der
Stromkreis ist in dieser Stellung der folgende: Batterie 8, Leitung 9, Elektromagnethl
der Sendestelle, Leitung 10, Zweigleitung 11,
Kontakt6, Hebelarms, Kontakt7, Leitung 12,
Kontakt 2, Kontakt 1, Kontakt 2, durch Leitung 13 zur Empfangsstelle, Hebel in daselbst,
Hebelarm 3, Kontakt 4, Leitung" 15, Elektromagnet Ji1 und durch Leitung 14 zur Batterie 8
zurück.
Da der Hebel in durch die Nase dx vtxriegelt
ist, so bleibt dieser Stromkreis während der ganzen Zeit aufrecht erhalten, welche
zur Beförderung der Büchse e von der Sendezur Empfangsstelle erforderlich ist, ganz
gleichgültig, ob es sich um einige Sekunden oder um mehrere Minuten handelt. Beim
Eintreffen der Rohrpostbüchse an der Empfangsstelle schiebt dieselbe dort den Hebel m
zurück und unterbricht dadurch den Stromkreis zwischen Kontakt 4 und Hebelarm 3.
Die Elektromagnete h1 werden also stromlos,
lassen ihre Anker Yi1 frei und lösen dadurch die Klappe d'2 an der Sendestelle aus, so daß
die Rohrpostanlage zur Zurücksendung der Büchse bereit ist.
Zugleich mit der Entmagnetisierung der Elektromagnete h1 und dem Austritt der
Büchse e aus dem Rohr b kehren beide Hebel m unter der Wirkung der Federn m3
in ihre Ruhelage zurück, wie sie in Fig. 3 in punktierten Linien und in dem Schaltungsschema Fig. 5 angedeutet ist.
Dieselben Vorgänge spielen sich nun ab bei der Zurückbeförderung der Rohrpostbüchse
von dem Pult a1 des Kassierers zu der Sendestelle, selbstverständlich auch bei
der Beförderung einer zweiten Büchse in derselben Richtung, ehe die erste zurückgesandt
wird.
Die beschriebenen oder diesen gleichwertige Anordnungen machen es unmöglich,
daß an einem Ende der Leitung, beispielsweise an der Empfangsstelle, die herabhängende
geöffnete Klappe entweder ohne besonderen Grund oder zur Beförderung einer Büchse hochgehoben wird, solange
die Beförderung einer anderen Büchse in demselben Rohr dauert. Der auf der Empfangsstelle
von dem Elektromagneten h' angezogene Anker h2 verriegelt nämlich den
Riegel /i°, welcher auf der Drehachse d3 der
Klappe d2 angeordnet ist. Ebenso ist es unmöglich, daß in dasselbe Rohr etwa zwei
in entgegengesetzten Richtungen zu befördernde Büchsen eingesetzt werden.
In sehr großen Geschäfts- oder Warenhäusern wird es nun vorkommen, daß in dem
unteren Stockwerk die am meisten in Anspruch genommenen Abteilungen vereinigt sind, während sich in den oberen Stockwerken
die übrigen Abteilungen vorfinden, welche verhältnismäßig größer sind und Aveniger Sendestellen erfordern. In solchen
Fällen ist es aber erwünscht, die Ausgaben zu vermeiden, welche durch die Zuführung
der Druckrohre zu den wenigen verhältnismäßig weit voneinander entfernten Sendestellen
der oberen Stockwerke entstehen würden.
Zu diesem Zweck werden an diesen in den oberen Stockwerken verteilten Sendestellen
besondere Vorrichtungen angeordnet, durch welche an diesen Stellen selbst Druckluft
erzeugt werden kann, während nur ein Zweig der Hauptdruckleitung zu diesen Stellen hinführt, durch welchen dieselben
Claims (1)
- hre Sendungen empfangen, beispielsweise von dem Pult a1 des Kassierers.In der oberen Etage A2 sind z. B. zwei solcher Sendestellen angeordnet (Fig. i). Zu jeder derselben führt von der Hauptkasse al aus ganz ebenso wie bei den Sendestellen B der unteren Etage A1 eine Abzweigung des Hauptdruckrohres O, so daß der Kassierer diesen Sendestellen, gleichviel wo sie gelegenίο sind, seine Sendungen zukommen lassen kann.Für die Zurückbeförderung dieser Sendungen nach der Hauptkasse a1 ist nun ein sehr geringer, zuweilen überhaupt kein Druck erforderlich, da die Büchsen, wenn sie einmal in Bewegung gesetzt sind, schon durch die Wirkung der Schwerkraft herabgleiten.So werden denn an diesen hochgelegenen Sendestellen die bereits erwähnten, an sich bereits bekannten Anordnungen zur Erzeugung von Druckluft getroffen, die beispielsweise aus Blasebälgen für Fußbetrieb bestehen. Beim Vorhandensein einer solchen Einrichtung können die Angestellten an den in den oberen Stockwerken des Gebäudes gelegenen Sendestellen B1 mit geringer Anstrengung die Rohrpostbüchsen zu irgend einem nahe gelegenen Punkte hintreiben, von wo sie dann ausschließlich oder doch zum größten Teil durch die Schwerkraft zur Hauptkasse a1 befördert werden.Von wesentlicher Bedeutung für die beschriebene Anordnung ist der Umstand, daß — mag nun die Beförderung in beiden Richtungen mit der aus dem Hauptbehälter bezogenen Druckluft geschehen, oder mag das nur in bezug auf eine Richtung der Fall sein, und die Beförderung in der anderen Richtung durch eine besondere Vorrichtung, wie z. B. durch Fußblasebälge, erfolgen — stets die Rohre zwischen den Sende- und Empfangsstellen im Ruhezustande nicht unter Druck stehen, sondern tot liegen.Dadurch wird eine wesentliche Herabsetzung der Betriebskosten herbeigeführt. Erfahrungsgemäß nämlich wird bei den bisher gebräuchlichen Anlagen ähnlicher Art, die Verhältnisse eines großen Warenhauses vorausgesetzt, der weitaus größte Teil der erzeugten Druckluft dadurch nutzlos verbraucht, daß die Beförderungsrohre fortwährend unter Druck stehen. Auch die Anlagekosten einer Rohrpostanlage werden bei Benutzung der zuletzt beschriebenen Anordnung dadurch herabgesetzt, daß nicht zu allen Sendestellen ein zweites Rohr geführt zu werden braucht und daß in allen Fällen die Leitung zwischen Sende- und Empfangsstelle zur Beförderung in beiden Richtungen verwendet wird.Die verwendeten Rohrpostbüchsen sind vorzugsweise von kugelförmiger Gestalt (Fig. 3). Diese Büchse ist um ein Scharnier e1 aufklappbar und kann weit genug geöffnet werden, um das Hineinlegen der zu befördernden Gegenstände zu gestatten.Bei Verwendung kugelförmiger Büchsen können die Kniestücke der Rohrleitungen von kleinerem Radius genommen werden, als es bei zylindrischen Büchsen möglich wäre. Dadurch werden die Anlagekosten der Rohrleitung geringer und die Verlegung kann mit größerer Freiheit und in gefälligerer Weise geschehen, als es sonst möglich wäre. Außerdem kann der Durchmesser der Rohrleitung so klein genommen werden, daß die kugelförmigen Büchsen gerade hineinpassen, während man bei Verwendung von langen, zylindrischen Büchsen die Rohrleitung etwas weiter machen müßte, um das Passieren der Kurven zu gestatten.Im allgemeinen wird zum Betrieb einer solchen Anlage Druckluft verwendet werden. Selbstverständlich kann auch jedes andere geeignete gasförmige Druckmittel Anwendung finden.Pate nt-A ν SPRU c η :Eine Druckluft-Rohrpostanlage, bei welcher die Verschlußklappen der als Sende- und Empfangsstelle dienenden Rohrenden durch von Elektromagneten beeinflußte Sperrungen in der Verschlußstellung gehalten und die Klappe der Empfangsstelle durch das Einsetzen einer Büchse bezw. Verschließen der Klappe an der Sendestelle selbsttätig entriegelt werden, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einsetzen einer Büchse bezw. Schließen der Klappe an der Sendestelle die Sperrrung der Klappe an der Empfangsstelle nicht nur entriegelt, sondern gleichzeitig in eine solche Lage gebracht wird, daß die Klappe an der Empfangsstelle während der Beförderung der Büchse überhaupt nicht die geschlossene Lage einnehmen kann, zum Zweck, die Offenhaltung der Empfangsstelle zu sichern.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE167206C true DE167206C (de) |
Family
ID=432538
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT167206D Active DE167206C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE167206C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0034940B1 (de) * | 1980-02-25 | 1984-03-14 | D D Lamson Limited | Rohrpostsystem |
-
0
- DE DENDAT167206D patent/DE167206C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0034940B1 (de) * | 1980-02-25 | 1984-03-14 | D D Lamson Limited | Rohrpostsystem |
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