DE16640C - Verfahren zur Erzeugung eines weifsen und intensiven Lichtes - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung eines weifsen und intensiven LichtesInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F23D—BURNERS
- F23D14/00—Burners for combustion of a gas, e.g. of a gas stored under pressure as a liquid
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Description
KAISERLICHES
α tat ^c^U-on
PATENTAMT.
Das Licht, welches durch die Verbrennung von Steinkohlengas, Kohlenwasserstoffgasen und
Dämpfen, sowie den in Flammen enthaltenen glühenden Kohlenstoff erzeugt wird, enthält
nur wenige Strahlen von hoher Brechbarkeit und hat ein rothes oder gelbes Gesammtaussehen.
Damit dies Licht weifs werde, ist es nothwendig, dafs die Temperatur der Flamme höher sei, in welchem Falle das Aussehen der
Flamme nicht nur der Tageshelle sich nähert, sondern auch die Intensität des Lichtes, das
durch eine gleiche Gewichtsmenge Brennmaterial in derselben Zeit erzeugt, bedeutend erhöht
wird.
Bisher wurde das Resultat dadurch erzielt, dafs man die Verbrennung in Sauerstoff anstatt
in atmosphärischer Luft vornahm. Indem man in Sauerstoff kohlenstoffreiche Gase und Dämpfe
verbrannte, wurde das Licht bedeutend stärker und weifser. Das im Sauerstoff verbrannte
Leuchtgas liefert eine Flamme, welche auf. feuerfeste Körper, als Magnesia, Kalk, Zirkonerde etc.,
geleitet, dieselben so bedeutend erwärmt, dafs sie ein intensives weifses Licht erzeugen.
Dieses Licht erzeugt der Erfinder nach seinem Verfahren, indem er den Sauerstoff durch atmosphärische
Luft ersetzt. Bei der Benutzung der atmosphärischen Luft absorbirt der Stickstoff
eine bedeutende Wärmemenge, welche verhindert, dafs die Temperatur der Flamme sich bedeutend
erhöht. Wird jedoch die Luft vorher bedeutend erwärmt, so wird die schädliche abkühlende
Wirkung des Stickstoffes bedeutend herabgemindert. Die Rechnung und Versuche des Erfinders haben dargethan, dafs bei einer
Erhitzung der Verbrennungsluft auf iooo0 man
ein ähnliches Resultat erhält, wie bei der Benutzung von reinem Sauerstoff als Verbrennungsluft.
Demgemäfs besteht die vorliegende Erfindung :
1. in einem Verfahren und in Mitteln, durch welche erzielt wird, dafs die dem Brenner zugeleitete
Verbrennungsluft eine hohe Temperatur besitzt. Diese Erwärmung wird bewirkt mittelst
eines Erhitzungsapparates, der oberhalb des eigentlichen Brenners angeordnet ist;
2. in einem System und Verfahren, die Magnesia, welche durch eine sehr hohe Temperatur
durch die Gasflamme erhitzt wird, zu präpariren und anzuordnen.
Erwärmung der heifsen Luft. Die zur Verbrennung benutzte Luft wird kalt den Brennern
zugeführt durch Leitungen, welche denen für das Leuchtgas bestimmten ähnlich sind; sie
wird angesaugt durch Glocken, Ventilatoren, hydraulische Apparate etc. Der zur Erwärmung
der für jeden Brenner bestimmten Luft dienende Apparat besteht im wesentlichen aus einem Rohr
von feuerfestem Material, das auf -eine hohe Temperatur erhitzt wird. Würde die Luft dieses
Rohr einfach auf seiner ganzen Länge durchströmen, so würde der Effect nur ein sehr geringer
sein, denn ein grofser Theil der Luft würde mit den glühenden Wänden gar nicht in
Berührung kommen. Fig. 1 zeigt nun die zu diesem Zweck vorgesehene Construction des
Rohres. In das Innere des Rohres C C sind Stücke A aus ebenfalls feuerfestem Material eingeschoben,
deren Form aus Fig. 2 ersichtlich ist. Diese Stücke bestehen aus kleinen Cylindern,
welche an einem Ende geschlossen, am anderen Ende offen sind und kleine Füfse KK
besitzen, mit denen sie sich auf einander stützen. Das geschlossene Ende ist mit einem Rande Ώ
versehen, der zur Führung der Stücke in dem Rohr C C dient. Die cylindrische Wandung
der Stücke A ist mit Löchern e für die das Rohr durchströmende Verbrennungsluft versehen,
welche durch diese Anordnung möglichst häufig mit den glühenden Wandungen in Berührung
kommt, und am unteren Ende das Rohr mit einer Temperatur verläfst, welche derjenigen
des Rohres gleichkommt.
Denselben Effect kann man auch dadurch erreichen, dafs man das Rohr für die Erhitzung
der Luft aus den in Fig. 3 dargestellten Theilen zusammensetzt.
Fig. 4 veranschaulicht im Schnitt und Grundrifs die Verbindung dieses Lufthitzapparates mit
dem zugehörigen Brenner. Das beschriebene Rohr C zum Erhitzen der Verbrennungsluft liegt
in der Mitte des Apparates; um dieses Rohr herum sind in variabler Anzahl die Brenner MM
angeordnet, welche dazu bestimmt sind, das Rohr C zu erwärmen. Diese Brenner aus feuerfestem
oder anderem Material sind parallelepipedische Kammern und durch Scheidewände in
Abtheilungen 77 77 zerlegt, die mit je einem Loch ί
versehen sind. Zwei Rohre L und K, welche unten geschlossen sind, gehen durch sämmtliche
Abtheilungen und besitzen in jeder Abtheilung ein Loch. Das zur Zuleitung des Leuchtgases
dienende Rohr L besitzt Löcher von bestimmter Gröfse, welche in jede Abtheilung dieselbe
Quantität Gas in bestimmter Zeit einströmen lassen, das die Abtheilungen NN anfüllt und
aus den Löchern ί s ausströmt. Das Rohr K ist mit Löchern 0 versehen, welche den Löchern ί
gegenüber angeordnet sind. Dieses Rohr führt Luft unter Druck in die Abtheilungen, so dafs
aus den Löchern s s sehr intensiv heifse Flammenbündel m m herausschiefsen, welche das
Rohr C treffen tmd es auf eine bedeutende
Temperatur erhitzen. Es ist zu bemerken, dafs, wie auch aus Fig. 4 ersichtlich ist, die Stücke A
in dem Rohr C passend so anzuordnen sind, dafs die Löcher ζ ζ in denselben dem Flammenbündel
m genau, gegenüber zu liegen kommen, derart, dafs dieselben Stellen des Rohres C,
welche aufserhalb von den Flammenbündeln in getroffen werden, immer von den aus den
Löchern ζ ζ der Stücke A kommenden Luftströmen getroffen werden. Die Verbrennungsluft
gelangt durch das Rohr D in die Rohre Z)1Z)2,
und von hier in Rohr C, Kammer B und Rohre K. Zwei kleine Ventilschrauben d1 d2
dienen dazu, den Durchgang der Luft genau zu reguliren.
Das Gas gelangt durch Rohr F in die ringförmige
Kammer E1 welche durch Rohr L die Abtheilung N, der Brenner M für die Erhitzung
des Rohres C und durch Rohr G den eigentlichen Brenner speist. Die Verbrennungsproducte
der zur Erwärmung des Rohres C dienenden Flamme m m erwärmen die Kammern B
und E und bringen auf diese Weise eine Vorwärmung der Verbrennungsluft und des Gases
hervor. Diese Kammern können auch durch ein beliebiges Regeneratorsystem ergänzt werden;
so kann man bw. eine Schlange anwenden, durch welche die Verbrennungsluft strömt.
Der eigentliche, zum Erhitzen der festen leuchtend zu machenden Körper (Magnesia) dienende
Brenner besteht aus einem hohlen Körper R mit ringförmiger Kammer P, in welche das Gas
durch das mit Regulirschraube g versehene Rohr G geleitet wird. Das Gas strömt durch
Löcher t in die innere Wandung der Kammer P und trifft unmittelbar die dem Rohr C entströmende
heifse Luft. Das Rohr C ruht auf dem Körper R, und letzterer besitzt an seiner
unteren Fläche eine centrale Oeffnung S1 durch welche somit eine äufserst intensive Flamme
schlägt, welche den zu erhitzenden und ins Glühen zu versetzenden Körper J trifft.
Fig. 5 veranschaulicht eine hierfür benützte Form dieses Körpers. Derselbe besteht aus
dem Blocke P, welcher unten mit einer Stange K zur Befestigung und oben mit kleineren Stiften
oder Stäbchen T T aus feuerfestem Material, speciell Magnesia, versehen ist. Das Ganze wird
mit starkem Papier umwickelt, so dafs er die Form einer Kartusche erhält. Wird dieser
Körper von dem Flammenbündel getroffen, so wird das Papier sofort aufgezehrt, und die Stäbchen
T werden durch die sie gänzlich umhüllende Flammen vollständig eingehüllt.
Die Fig. 6 und 7 veranschaulichen einen Schnitt und Grundrifs einer Modification dieses
Apparates, in welchem die Wärme der Verbrennungsproducte in eigenthümlicher Weise regenerirt
wird, so dafs man eine bedeutende Brennmaterialersparnifs erzielt. Die durch Rohr Z?
dem Apparat zugeführte Luft gelangt in beschriebener Weise nach Rohr C und durch die
Abzweigung T und Rohr N nach der KammerB; das Gas strömt durch Rohr E nach der Kammer
E; g ist eine Regulirschraube. Aus Kammer E gelangt das Gas durch Rohre L nach
dem Brennerkopf R. Ein Theil des Gases tritt durch Rohr N und T in die Kammer B, in
welcher sich das Gas mit der aus Rohr D kommenden Luft vermischt; mittelst der Schrauben
oder Hähne η und b wird das Mischungsverhältnifs
von Gas und Luft regulirt.
Dieses Gasgemenge tritt aus der Kammer B in die Rohre K, welche mit Löchern ο versehen
sind und somit Brenner zum Erhitzen des Rohres C bilden. Das Ganze ist von einem
Mantel M umgeben, welcher an seinem oberen Ende Löcher z, am unteren Ende aber einen
doppelten konischen Trichter P besitzt, der mit verschiedenen Rohren JJJJ versehen ist, durch
die Luft in den Mantel einströmt, welche, durch
Claims (5)
1. Die Construction des Leitungsrohres C für die intensive Erwärmung, der Verbrennungs-
■ luft, welches Rohr aus feuerfestem Material besteht und eine Anzahl cylindrischer Stücket
. aus ebenfalls feuerfestem Material enthält, welche mit Löchern ζ und Rändern D versehen
sind und dazu dienen, den Luftstrom zu brechen und gegen die Wandungen des äufserlich geheizten Rohres C zu leiten.
Das Rohr C kann auch aus einzelnen Elementen von der in Fig. 3 dargestellten Form
zusammengesetzt werden.
2. Die Anordnung und Construction der Hülfsbrenner M zur Erwärmung des Rohres C,
welche Hülfsbrenner aus feuerfestem Material bestehen und durch Scheidewände in Abtheilungen
mit Löchern s getheilt sind, durch welche Abtheilungen zwei Rohre K
und L zur Einführung von Luft und Gas geleitet sind, und welche Rohre K und L
Löcher für jede Abtheilung besitzen, derart, dafs eine Anzahl aus den Oeffnungen s
herausschlagende Flammenbündel m entstehen, welche die Erwärmung des Rohres C
bewirken.
3. Die Construction des Hauptbrenners R mit ringförmiger Kammer P und Oeffnung t für
das Gas, centraler Mischkammer für erhitzte Luft und Gas, und Oeffnung S für die
Flamme.
4. Die Formen und Constructionen der feuerfesten, ins Glühen zu versetzenden Körper,
welche letztere entweder aus einem Bündel Stäbe T, die in einen Block P eingelassen
sind, oder aus feinem, korbartigem Geflecht bestehen, das in die Flamme des Brenners
gebracht wird.
5. Die Verbindung der unter 1., 2., 3. und 4. angegebenen Theile zu einem Apparat für
Leuchtzwecke aller Art, welche aufser für Luft auch für energischere Verbrennungsmittel, als sauerstoffreichere Luft, Sauerstoff,
sowie für gasförmige Brennmaterialien überhaupt Anwendung finden kann.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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