DE16628C - Neuerungen in der Herstellung und Regeneration von Flüssigkeiten zum Gebrauche für galvanische Batterien und in der Verwerthung der dabei gewonnenen Rückstände - Google Patents
Neuerungen in der Herstellung und Regeneration von Flüssigkeiten zum Gebrauche für galvanische Batterien und in der Verwerthung der dabei gewonnenen RückständeInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
NICOLAS EMILE REYNIER in PARIS.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. September 1880 ab.
Vorliegende Neuerimgen erstrecken sich auf
die Herstellung bezw. Aufbesserung solcher Lösungen, deren Erreger kaustisches Kali und
deren Depolarisator schwefelsaures Zinkoxyd ist.
Zusammensetzung der Flüssigkeiten.
Die Kupfervitriol- und Aetznatronlösungen sind von schwacher Leitungsfähigkeit. Meine
Erfindung besteht darin, diese Lösungen sehr leitungsfähig und geeignet zu machen, Ströme
von bedeutender Stärke zu erzeugen.
Das Verfahren ist folgendes:
Erregungsflüssigkeit.
Wie schon erwähnt, verwende ich das Aetznatron als einen Hauptbestandtheil der als Erreger
dienenden Flüssigkeit. Durch Zusatz von Kali vermehre ich die Leitungsfähigkeit, ohne
die elektromotorische Kraft der Batterien merklich zu ändern.
Um die noch ungenügende Leitungsfähigkeit des Gemisches zu erhöhen, füge ich mehrere
lösliche Salze hinzu, und zwar in verschiedenen Quantitäten. Die nachfolgenden Gewichtsverhältnisse,
welche ich für gewöhnlich in Anwendung bringe, können darum sehr wohl eine kleine Aenderung erleiden. Man kann selbst
ein oder mehrere Salze davon fortlassen, falls man nicht gerade darauf bedacht sein sollte,
das Maximum von Leitungsfähigkeit der Lösung zu erzielen.
Erstes Mischungsverhältnifs (nach Gewichten).
Wasser . 1200,
Natron 300,
Kali 100,
chlorsaures Kali ... . . 20,
chlorsaures Natron . . . 20,
Chlorkalium . . . . . 20,
Chlornatrium ..... 20,
schwefelsaures Kali ... 20,
schwefelsaures Natron . . 20.
Die Mischung ist vorsichtig abzugiefsen und die Rückstände sind zu entfernen.
Diese Flüssigkeit besitzt ein hohes Leitungsvermögen, und wird man sie darum mit Vortheil
nicht allein bei denjenigen Batterien, in denen Kupfersalze als Depolarisatoren dienen,
anwenden, sondern auch bei der Mehrzahl der anderen, mit zwei verschiedenen Lösungen
arbeitenden Batterien, namentlich bei der Gr0ve'sehen Batterie.
Depolarisatorflüssigkeit.
Um die Leitungsfahigkeit des Kupfervitriols zu erhöhen, welches den Hauptbestandtheil der
vorgenannten Depolarisatorflüssigkeiten bildet, füge ich mehrere andere lösliche Salze in verschiedenen
Quantitäten hinzu. Man kann darum die folgenden Gewichtsverhältnisse auch ändern
oder auch einige Bestandtheile fortlassen, falls man das Maximum der Leitungsfähigkeit der
herzustellenden Flüssigkeit zu erreichen nicht für nothwendig hält.
| Zweites Mischungsverhältnifs | I 200, |
| (nach Gewichten). | 240, |
| Wasser | 60, |
| schwelsaures Kupferoxyd | 20, |
| salpetersaures Kupferoxyd . | 20, |
| chlorsaures Kali .... | 20. |
| chlorsaures Natron | i. ·~τ f 2O, |
| Chlorkalium | 20, |
| Chlornatrium | 2O, |
| gesättigte Chlorzinklösung . | 2O, |
| schwefelsaures Kali . . .. | 2O. |
| schwefelsaures Natron . | |
| schwefelsaures Zinkoxyd | |
Eine Batterie mit Zink- und Kupferpolplatten, mit den beiden nach vorstehenden Angaben
zusammengesetzten Flüssigkeiten versehen, bietet dem galvanischen Strom weit weniger Leitungswiderstand
als eine Batterie, welche mit einfachen Auflösungen von Aetznatron und schwefelsaurem
Kupferoxyd unterhalten wird, nur ist ihre elektromotorische Kraft ein wenig schwächer.
Die Benutzung der nach vorstehenden Angaben hergestellten Flüssigkeiten kann man dadurch
wesentlich vereinfachen, dafs man dem Consumenten die vollständig fertig präparirte
Flüssigkeit liefert, oder dafs man mit Ausnahme des Natrons und des schwefelsauren Kupferoxyds
nach vorstehenden Mischungsverhältnissen zusammengesetzte Dosen der betreffenden chemischen
Substanzen in Pulverform oder als Lösung fabricirt, so dafs diese Dosen dann als Zusatz
zum Natron bezw. schwefelsauren Kupferoxyd verwendet werden können, welche letzteren
beiden Bestandtheile der Consument sich selbst leicht beschaffen und lösen kann.
Aufbesserung oder Auffrischung der
Flüssigkeiten.
Flüssigkeiten.
Bei den galvanischen Batterien, welche mit wirksameren Flüssigkeiten arbeiten, wie solche
nach dem beschriebenen Verfahren zusammengesetzt und hergestellt sind, findet man, nachdem
sie eine Zeit lang in Thätigkeit gewesen sind, dafs die dabei verwendeten Substanzen
anders zusammengesetzt sind, ohne indessen am Gewicht eingebüfst zu haben. Es ist möglich,
diese Rückstände zu regeneriren, d. h. ihnen fast die gleichen chemischen Eigenschaften
wieder zu ertheilen, die auch die ursprüngliche Flüssigkeit besafs.
Zu diesem Behufe verwende ich in der Regel die Elektricität, welche von elektro-magnetischen
Maschinen erzeugt wird, indem ich ein etwas gröfseres Quantum Elektricität aufwende, als
dasjenige ist, welches mit Hülfe der verbrauchten Flüssigkeiten erzeugt worden.
Prüft man den Zustand der durch den Strom zersetzten Flüssigkeiten, so findet man, dafs die
Erregerflüssigkeit Soda und Potasche enthält, wobei diese Alkalien in der die Zinkplatte enthaltenden
Zelle theilweise Zinkverbindungen, in beiden Zellen aber bei ihrem Zusammentreffen
mit schwefelsauren und salpetersauren Verbindungen sowie mit Schwefel- und Salpetersäuren,
welche bei der Zersetzung der Salze entstehen, schwefelsaure und salpetersaure Verbindungen
eingegangen sind.
Die Depolarisatorflüssigkeit wird schwefelsaure und salpetersaure Kupferverbindungen eingegangen
sein, wobei diese Salze durch den Wasserstoff, welcher ihr Kupfer gefällt hat, quantitativ ein wenig vermindert und auch von
der Potasche und der Soda, welche etwas von ihrem Kupferoxyd niedergeschlagen haben, angegriffen
worden sind.
Der metallische Kupferniederschlag ist zum Theil auf der Kupferplatte abgelagert, zum Theil
aber auch in der das Kupfer enthaltenden Zelle zerstreut niedergeschlagen.
Das Zink des betreffenden galvanischen Elementes hat ungefähr einen gleichen Gewichtsverlust
erlitten, als der Kupferniederschlag beträgt, weil die chemischen Aequivalente beider
Metalle fast gleich hoch sind.
Mein Verfahren der Auffrischung oder Re^
generirung der zersetzten Flüssigkeiten sowie der Wiedergewinnung der Rückstände besteht
nun in folgendem:
Beide Flüssigkeiten werden von einander getrennt abgefüllt; man filtrirt sie durch, um aus
beiden das niedergeschlagene Kupferoxyd und das gefällte, nicht homogene unreine Kupfer
zu erhalten. Dann benutzt man dieselben zur Bildung einer secundären oder Regenerationsbatterie, indem man wieder die alten Zink- und
Kupferplatten däzunimmt und leitet in diese Batterie einen kräftigen, von einer magnetoelektrischen
Maschine erzeugten Strom, und zwar im umgekehrten Sinne derjenigen Stromrichtung,
welche die Batterie hervorzubringen das Bestreben hat. Dadurch löst sich das
Kupfer auf und bildet namentlich wieder schwefelsaure und salpetersaure Kupferverbindungen;
das durch die elektrolytische Wirkung niedergeschlagene Zink setzt sich theilweise an der
Zinkplatte, theilweise in der Zelle dieser Elektrode ab.
Nach Verlauf einer gewissen Zeit hat die Flüssigkeit in der Zinkzelle die gewünschte
alkalische Beschaffenheit wiedererlangt, während die Flüssigkeit in der Kupferzelle in den sauren
Zustand übergegangen ist. Man giefst nunmehr die alkalische Flüssigkeit vorsichtig ab, wobei
man die Zink- und Kupferniederschläge sammelt. Dann filtrirt man diese Flüssigkeit durch, ertheilt
ihr durch Concentrirung oder Verdünnung die gewünschte alkalische Beschaffenheit, worauf
sie wiederum zur Benutzung bei primären Batterien fertig ist.
Die saure Flüssigkeit wird getrennt abgefüllt. Nachdem die Krystalle der schwefelsauren und
salpetersauren Kupferoxyde daraus entfernt worden, bringt man das Kupferoxyd ein, das man
vorher gesammelt, und läfst es zusammen mit den Kupferrückständen, die sich darin auflösen
sollen, kochen. .
Sodann neutralisirt man die Flüssigkeit durch Aufgiefsen einer alkalischen Lösung und löst
die schwefelsauren und salpetersauren Kupferverbindungen wieder auf. Die so gewonnene
schwachsaure Lösung kann, in die Kupferzelle gebracht, wieder als Depolarisatorflüssigkeit
dienen, nachdem man sie durch Concentrirung oder Verdünnung auf den gewünschten Stärkegrad
gebracht hat.
Die auf diese Weise aufgefrischten oder regenerirten Flüssigkeiten zeigen zwar nicht die
nämliche Zusammensetzung wie die ursprünglich benutzten, sie enthalten aber dieselben Salze
und ohne Zweifel noch einige Salze mehr (Doppelsalze, Dreifachsalze u. s. w.).
Behufs bequemerer Versendung an die Consumenten wird man zweckmäfsig die Flüssigkeiten
zur Trockne eindampfen.
Die alten abgenutzten Zinkplatten und Zinkrückstände können zum Einschmelzen verkauft
werden.
Die in der secundären oder Regenerationsbatterie angefressenen Kupferplatten werden
wieder bei der primären Batterie verwendet.
Unter diesen Verhältnissen ist die Erneuerung der Flüssigkeiten und der Batterien in der Hauptsache
auf einen Aufwand von motorischer Kraft zurückgeführt. Indem man diese auf ökonomische
Weise in den Regenerationsanstalten mit Hülfe kräftiger Maschinen producirt, kann man
in den aufgebesserten Flüssigkeiten Elektricität aufspeichern, welche man vertheilen und transportiren
kann.
Der Transport derart durch Maschinen angehäufter Elektricität wird in vielen Fällen leichter
und ökonomischer sein, als die directe Uebertragung durch Leitungsdrähte.
Bei kleinen elektrischen Motoren in Anwendung gebracht, werden aufserdem die mit regenerirten
Flüssigkeiten arbeitenden Batterien auf eine noch indirectere aber nichtsdestoweniger
vortheilhafte Weise den Transport der motorischen Kraft realisiren.
Ich weise hier zugleich darauf hin, dafs das Wesen meiner Neuerungen, betreffend die Aufbesserung
der bei elektrischen Batterien in Anwendung kommenden Flüssigkeiten, in dem von mir angewendeten, in Vorstehendem ausführlich
beschriebenen Verfahren der Herstellung einer grofsen Leitungsfähigkeit der betreffenden Flüssigkeiten
beruht.
Es ist von Wichtigkeit, das Princip dieses Verfahrens zu entwickeln und es zu einem
klaren, präcisen Ausdruck zu bringen.
Dies Princip ist folgendes:
Wenn man ι g eines löslichen Salzes in ι 1 Wasser bringt, so wird dessen Leitungsfähigkeit sich merklich erhöhen; wenn man
gleich darauf ein zweites Gramm desselben Salzes hinzuthut, so wird die Leitungsfähigkeit
zwar weiterwachsen, aber es ist die Differenz der Leitungsfähigkeiten zwischen der ersten und
zweiten Salzlösung geringer als zwischen der ersten Salzlösung und dem reinen Wasser.
Wenn man endlich zur ersten, ι g Salz enthaltenden
Lösung ι g eines anderen löslichen Salzes zugiebt, so wird die Leitungsfähigkeit in
diesem Falle diejenige noch übertreffen, welche man durch Auflösung von 2 g des einen der
beiden Salze erhält. Ganz allgemein: in einer _ ein oder mehrere Salze enthaltenden Lösung
erhöht man durch Zusatz eines neuen Salzes die Leitungsfähigkeit, falls das zugefügte Salz
von anderer Beschaffenheit als die bereits aufgelösten ist. In allen Fällen ist die einem
jeden Salz eigenthümliche Leitungsfähigkeit auf das Endresultat von Einflufs; aber das hier dargelegte
Princip trifft stets zu. ' Um einer Flüssigkeit eine grofse Leitungsfähigkeit zu geben, ist
es vortheilhafter, viele verschiedene Salze in kleinen Mengen anzuwenden, als von einem
oder zwei Salzen eine grofse Quantität zu nehmen. Dies Princip liegt meinen Neuerungen
zu Grunde und bildet das Wesen meines Verfahrens, trotzdem dafs Soda und schwefelsaures
Kupferoxyd die Hauptbestandtheile meiner Flüssigkeiten sind. Und wenn ich auch hauptsächlich
Erregerflüssigkeiten mit überwiegendem Sodagehalt und Depolarisatorflüssigkeiten mit überwiegendem
schwefelsauren Kupferoxydgehalt darstelle, so nehme ich doch ausdrücklich als meine
Erfindung in Anspruch, durch Combination vieler verschiedenartiger Lösungen den Stromwiderstand
in galvanischen Batterien, wie solchen das Aetznatron und das schwefelsaure Kupferoxyd
darbieten, vermindern zu können.
Bei dieser Gelegenheit bemerke ich noch, dafs diese hinzuzufügenden Salze durch den
galvanischen Strom geringe Aenderung erleiden, so dafs man sie nach der Zersetzung der
Flüssigkeiten fast intact findet und sie deshalb von neuem entweder in denselben, zuvor aufzufrischenden
oder in neuen Flüssigkeiten verwenden kann.
Das Zinkoxydhydrat löst sich in hohem Grade in concentrirter Aetznatron- oder Aetzkalilauge;
es ist wenig in einer schwachen Lauge und in Wasser gar nicht löslich.
Diese Eigenschaften benutze ich, um die hauptsächlich aus Aetznatron oder Aetzkali bestehenden
Flüssigkeiten aufzufrischen, mit Wiedergewinnung des in den Zellen gebildeten Zinkoxydhydrats.
Ich setze eine durch den galvanischen Strom .zersetzte Flüssigkeit, deren Hauptbestandtheil
Aetznatron oder Aetzkali ist, voraus, welche infolge der Zersetzung mit Zinkoxydhydrat vermengt
ist. Mit einer solchen Flüssigkeit verfahre ich wie folgt:
Zunächst trenne ich durch vorsichtiges Abgiefsen das unlösliche Zinkcarbonat, das sich
durch Einwirkung der Kohlensäure der Luft oder der mit den Alkalien zufällig verbundenen
Carbonate gebildet hat. Sodann versetze ich die vom unlöslichen Zinkcarbonat befreite Flüssigkeit
mit vier bis acht Volumentheilen Wasser, um das Zinkoxydhydrat niederzuschlagen; der Niederschlag
wird ein um so vollkommenerer, je gröfser das zugesetzte Wasserquantum ist. Hierauf
giefse ich wieder vorsichtig ab; das gesammelte Zinkoxydhydrat wird mit Wasser gehörig gewaschen
und dann getrocknet. Es verbleibt nun eine schwache, vom gröfsten Theil ihres
Zinkoxydhydrats befreite Lauge; diese dampfe ich ein und concentrire sie bis zum ursprünglichen
Aräometergrade. Die Kohlensäure, welche im Verlaufe des Processes die Flüssigkeit hat
aufnehmen können, scheide ich durch Zusatz von Kalkhydrat aus.
Dies Verfahren der Lösung des Zinks ist bei allen Aetzkali oder Aetznatron enthaltenden, bei
galvanischen Batterien in Anwendung kommenden Flüssigkeiten durchführbar, namentlich aber
bei den Erregerflüssigkeiten.
Die Gegenwart der bei diesen Flüssigkeiten dem Aetznatron und Aetzkali zugesetzten leitungsfähigen
Salze bildet kein Hindernifs, neue Auffrischungsprocesse in vorbeschriebener Weise
vorzunehmen, da diese Salze durch Zusatz von Wasser nicht niedergeschlagen werden.
Claims (6)
- Patent-AnSprüche:i. Das beschriebene Verfahren der Erhöhung der Leitungsfähigkeit von Erregungsflüssigkeiten, deren Hauptbestandtheil Aetznatron oder ein anderes Salz bildet, darin bestehend, dafs man in beliebigen Mischungsverhältnissen alle oder doch fast alle vorstehend hierfür angeführten Salze genannten Flüssigkeiten zusetzt.
- 2. Das beschriebene Verfahren der Erhöhung der Leitungsfähigkeit von Depolarisatorflüssigkeiten, deren Hauptbestandtheil schwefelsaures Kupferoxyd bildet, darin bestehend, dafs man in beliebigen Mischungsverhältnissen alle oder doch fast alle vorstehend hierfür angegebenen Salze als Zusatz bei derartigen Flüssigkeiten verwendet.
- 3. Die Herstellung von solchen Mischungen, welche, trocken oder in Wasser gelöst, alle oder fast alle diejenigen Substanzen enthalten, die im ersten Falle als Begleiter des Aetznatrons angeführt sind und dazu dienen, einer Aetznatronlösung beigemischt zu werden, um dadurch eine Erregungsflüssigkeit zum Gebrauch für galvanische Batterien zu bereiten.
- 4. Die Herstellung von solchen Mischungen, welche, trocken oder in Wasser gelöst, alle oder fast alle diejenigen Substanzen enthalten, die bei der zweiten Vorschrift als Begleiter des schwefelsauren Kupferoxyds angeführt sind und dazu dienen, einer Lösung von schwefelsaurem Kupferoxyd beigemischt zu werden, um dadurch eine Depolarisatorflüssigkeit zum Gebrauch für galvanische Batterien zu bereiten.
- 5. Bei meinen Erregungs- und Depolarisatorflüssigkeiten das Verfahren der Auffrischung oder Regenerirung, wonach man die regenerirten Substanzen trocken oder in Wasser gelöst herstellt.
- 6. Das Verfahren, bei der Auffrischung oder Regenerirung von Flüssigkeiten, welche bei galvanischen Batterien verwendet werden und deren Hauptbestandtheil Aetznatron oder Aetzkali ist, das Zinkoxydhydrat wieder zu gewinnen, hauptsächlich darin bestehend, das Zinkoxyd in Wasser zu fällen, die Laugen zu concentriren und die etwa vorhandene Kohlensäure durch Kalkmilch zu entfernen.
Publications (1)
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|---|---|
| DE16628C true DE16628C (de) |
Family
ID=293613
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DENDAT16628D Active DE16628C (de) | Neuerungen in der Herstellung und Regeneration von Flüssigkeiten zum Gebrauche für galvanische Batterien und in der Verwerthung der dabei gewonnenen Rückstände |
Country Status (1)
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