DE166189C - - Google Patents

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DE166189C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C3/00Profiling tools for metal drawing; Combinations of dies and mandrels for metal drawing
    • B21C3/18Making tools by operations not covered by a single other subclass; Repairing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Extraction Processes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 166189 KLASSE 49/.
RICHARD KRAUSE in BERLIN.
oder Eisenlegierungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1902 ab.
Das Einfassen von Ziehsteinen — das sind gelochte Diamanten —, wie solche zum Drahtziehen benutzt werden, soll derart geschehen, daß sie vor Bruch möglichst geschützt werden, d. h. das den Stein umgebende Material muß den beim Drahtziehen auftretenden Spannungskräften genügend Widerstand leisten.
Es ist naheliegend, daß für das Fassungsmaterial Gußstahl von allen anderen Ma- terialien den Vorzug verdient, und zwar nicht allein wegen seiner relativ hohen Festigkeit und Härte, sondern auch schon deshalb, weil er sich nach dem Guß stark zusammenzieht und den Stein fest umschließt.
Trotz dieser Vorzüge des Stahles ist derselbe als Fassungsmaterial für Drahtziehsteine bisher noch nicht zur Verwendung gekommen, obwohl in einigen Druckschriften das Umgießen von Diamanten mit Stahl im allgemeinen beschrieben ist. Diese Tatsache ist darauf zurückzuführen, daß bei Anwendung der bisher bekannten Fassungsverfahren die hohe Schmelztemperatur des Stahles den zu fassenden Diamanten angreift und besonders die glatt polierte Bohrung rauh und unbrauchbar macht.
Um daher den Stahl oder Eisenlegierungen als Fassungsmaterial für Drahtziehsteine benutzen zu können, ist es notwendig, An-Ordnungen zu treffen, durch welche die sich aus der hohen Schmelztemperatur für den
Stein ergebenden Übelstände beseitigt werden.
Man erreicht dies nach der vorliegenden Erfindung dadurch, daß man gemäß der Fig. ι der Zeichnung um den Diamanten nur einen Ring α aus Gußstahl oder einer Eisenlegierung herstellt, indem man in einer möglichst engen Form 5 den am Formboden oder auf einem Vorsprung c desselben durch einen Draht d oder dergl. niedergehaltenen Diamanten e nur am Umfang mit flüssigem Stahl umgießt, so daß die beiden Breitseiten des Steines in der Nähe der durchgehenden Bohrung frei bleiben.
Abgesehen davon, daß zur Bildung eines Gußstahlringes um den Stein ein sehr kleines Stahlquantum genügt, welches in der Form sofort erkaltet, wird auch der Diamant durch Aufliegen an dem Formboden bezw. Vorsprung c sowie durch den Draht mit dem Kopf gut gekühlt, so^daß er durch die hohe Temperatur des flüssigen Stahles nicht beschädigt wird.
Der so mit dem Stahlring α ummantelte Ziehstein wird dann gemäß Fig. 2 in eine größere Form / gelegt, z. B. mittels eines Spießes g niedergehalten und durch Umgießen mit weicherem Metall, wie z. B. Bronze, in eine Fassungsplatte h der in der Praxis üblichen Größe eingebettet.
Bei diesem Verfahren wird der um den Stein gegossene Stahlring beim Erkalten sich mit enormer Gewalt und gleichmäßig zusammenziehen und gewissermaßen einen Gegendruck gegen die beim Drahtziehen auf-.tretenden. Druckkräfte ausüben, die in an-
(2. Auflage, ausgegeben am 7. Augifst iqojj
deren Fällen ein Sprengen des Diamanten herbeiführen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Fassen von Drahtziehsteinen durch Umgießen mit Stahl oder Eisenlegierungen, dadurch gekennzeichnet, daß um den Diamanten zunächst nur ein Spannring aus Stahl gegossen und dieser sodann durch Umgießen mit weicherem Metall, z. B. Bronze, in eine größere, den praktischen Bedürfnissen entsprechende Fassungsplatte eingebettet wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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