DE166108C - - Google Patents

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DE166108C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23B—TURNING; BORING
    • B23B5/00—Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor
    • B23B5/28—Turning-machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor for turning wheels or wheel sets or cranks thereon, i.e. wheel lathes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Turning (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 166108 KLASSE 49«.
-HENRY LIEBERT in MILNROW (Engl.).
mittels umlaufender Lehrformen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. August 1904 ab.
Um bei der Bearbeitung von Werkstücken auf Drehbänken die Bewegung des Schneidstahls so einzurichten, daß er das Werkstück stets in einer diesem eigenen Formlinie bearbeitet, wird ihm bekanntermaßen außer der Längsverschiebung am Bett auch eine hierzu senkrechte, d. h. quer gerichtete Hin- und Herbewegung mittels entsprechender stillstehender oder mit geeigneter Geschwindigkeit umlaufender Lehrformen gegeben. Besitzt das Werkstück erhebliche Ausladungen, um welche also der Schneidstahl während seines Vorschubs herumgeführt werden muß, so tritt der Übelstand ein, daß die Dreharbeit in diesem Falle eine größere Kraftleistung erfordert, als wenn das Werkstück an Stellen bearbeitet wird, die zylindrisch oder nahezu zylindrisch verlaufen; denn das Verhältnis der Längsbewegung zur gleichzeitigen Querbewegung des Schneidstahls bleibt immer unverändert, so daß der Schneidstahl mit um so größerer Kraft gegen das Werkstück gedruckt wird, je größer die Neigung ist, mit welcher die zylindrische Form
25. in diejenige der Ausladung übergeht.
Um diesen Ubelstand zu beseitigen, wird nach vorliegender Erfindung mit der zur Querbewegung des Schneidstahls dienenden Lehrform eine zweite Lehrform vereinigt, welche vermöge ihrer Gestaltung die Vorschubbewegung des Schneidstahls verlangsamt, wenn derselbe um eine Ausladung herumgeführt wird. Dadurch wird eine Gleichförmigkeit in der zum Betriebe der Maschine
aufzuwendenden Kraft und eine gleichmäßige Beanspruchung des Schneidstahls erzielt.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an dem Werkzeugschlitten einer zum Abdrehen von Eisenbahnradreifen dienenden Drehbank veranschaulicht:
Fig. ι zeigt einen Grundriß dieser Einrichtung, Fig. 2 einen Aufriß, von der Vorderseite der Fig. 1 aus gesehen, Fig. 3 eine An-' sieht der rechten Seite der Fig. 1, Fig. 4 einen Schnitt nach v-vl der Fig. 1 und Fig. 5 einen Schnitt nach w-w^ der Fig. j unter rechtem Winkel zur Schnittebene der Fig. 4.
Der Schneidstahl α (Fig. 3) ist auf dem Schlitten d1 befestigt und kann durch die Schraubenspindel bh von Hand gegen das Werkstück eingestellt werden. Der Schlitten α2 ruht auf dem Zwischenschlitten W, welcher von dem Hauptschlitten bs getragen wird. Während der Dreharbeit bewegt sich der Schneidstahl α an dem von der Drehbank mit geeigneter Geschwindigkeit in Umdrehung versetzten Radflansch vorbei aus der in punktierten Linien angedeuteten Stellung (Fig. 1) in '-'die Stellung α und erhält zugleich eine zu dieser Längsbewegung rechtwinklige Querbewegung, die entsprechend der Gestalt des äußeren Umfanges des Radreifens vor sich geht. Die Längsbewegung wird durch die Verschiebung des Hauptschlittens b3 mittels der Schraubenspindel b bewirkt, die von der Antriebscheibe bl in Umdrehung versetzt wird. Die Querbewegung des Stahls geschieht von einer um-
laufenden, schneckenförmigen Lehrform oder, wie bei dem gezeichneten Beispiel, von zwei solchen Formen c1 c3 aus, die auf den Achsen c c1 befestigt sind, welche von der Antriebscheibe bx durch die Zahnräder £e W b8 b9 bw gedreht werden. Durch den am Schlitten b* befestigten Arm c5 (Fig. 3), welcher am besten durch eine an demselben angebrachte Rolle c4 beständig mit den schneckenförmigen Lehrformen c2 c3 in Berührung steht, wird der Schlitten b* entsprechend dem jeweiligen Kurvenradius oder der Steigung der Schneckenlinien hin- und herbewegt. Anstatt einer zwischen den Lehrformen angeordneten Rolle könnten auch zwei Rollen auswärts der Formen angebracht werden.
Diese im wesentlichen bekannten Einrichtungen für die Schneidstahlbewegungen sind nun mit einer ähnlich gebauten Vorrichtung verbunden, welche dazu dient, dem Drehstahl die oben erwähnte Relativbewegung zu erteilen. Diese Vorrichtung besteht aus zwei weiteren, zweckmäßig auf denselben Achsen c c1 befestigten Lehrformen c6 c7, einer von diesen mittels der Rolle c8 bewegten Zahnstange c9 (Fig. 4 und 5) und einer Schraubenspindel c12, die in dem Hauptschlitten b3 gleichlaufend mit der Schraubenspindel b gelagert ist und, mittels Rad c11 und Verzahnung c10 in Umdrehung versetzt, sich mit ihrem Gewinde in einem Ansätze der auf der Spindel b sitzenden Mutter b2 dreht. Bei entsprechender Drehungsrichtung der Schraube c12 wird nun die durch die Schraubenspindel b vermittelte Bewegung des Hauptschlittens b3, d. h. die Längsbewegung des Schneidstahls, verzögert, indem sich die Schraubenspindel c12 auf ihrem Gewinde aus der Mutter b2 (Fig. 4 und 5) nach links herausschraubt. Diese Drehung der Spindel c12 bewirken die Lehrformen c° c7, indem die Schneckenbahnen derselben derart eingerichtet sind, daß sie in dem Augenblicke, wo der Schneidstahl bei seinem Vorschub eine Ausladung des Werk-Stückes erreicht, eine Drehung der Spindel c12 in dem oben erläuterten Sinne bewirken. Der Schneidstahl wird also bei der Bearbeitung der Fläche, die den Übergang aus der zylindrischen in die ausladende Form bildet, entsprechend der Gestaltung der Lehrformen c6 c7 weniger schnell nach rechts weitergeschoben. Dasselbe kann geschehen, wenn der Schneidstahl von der äußersten Stelle der Ausladung wieder gegen das Werkstück hin seine Arbeit verrichten muß. Bearbeitet der Stahl zylindrische oder nahezu zylindrische Flächen des Werkstückes, so bleibt die Schraubenspindel c12, da die Rolle c8 dann zwischen zylindrischen Teilen der Lehrformen c° c1 geführt wird, unbeeinflußt und der Vorschub des Schneidstahls erfolgt dann mit vollen, von der Spindel b herbeigeführten Geschwindigkeit.
Bei der Anwendung von je einer Lehrform für die Querbewegung des Schneidstahls bezw. für den Antrieb der Einrichtung, welche die Verzögerung seines Vorschubs bewirkt, wird die ständige Berührung der Arme oder der an denselben angebrachten Laufrollen mit den Schneckenbahnen der Lehrformen entweder durch Gewichtswirkung oder auch durch Federdruck erzielt.
Die beschriebene Einrichtung kann auch an anderen Werkzeugmaschinen, z. B. an Hobel- oder Fräsmaschinen, Verwendung finden, wobei dann dem Werkstück die der Gestaltung der zu bearbeitenden Fläche entsprechenden Bewegungen gegen das gleichmäßig bewegte Schneidzeug erteilt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Regelung des Vorschubs von Schneidzeugen oder Werkstücken mittels umlaufender Lehrformen, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Lehrform oder dem Lehrformenpaar (c1 c3), welches die Querbewegung des Schneidzeuges oder des Werkstückes bewirkt, ein weiteres Lehrformenpaar (ca c1) verbunden ist, welches mittels einer in dem längs der Drehachse verschiebbaren Schlitten (b3) gelagerten, mit ihrem Gewinde in einem Ansatz seiner Treibmutter (b2) laufenden Schraube (c12) bei der Bearbeitung von Ausladungen des Werkstückes den Vorschub so weit verzögert, daß eine gleichmäßige Beanspruchung des Werkzeuges erzielt wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
    Berlin, gedruckt in der reichsdruckerei.
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