DE165404C - - Google Patents

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DE165404C
DE165404C DE1904165404D DE165404DA DE165404C DE 165404 C DE165404 C DE 165404C DE 1904165404 D DE1904165404 D DE 1904165404D DE 165404D A DE165404D A DE 165404DA DE 165404 C DE165404 C DE 165404C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G51/00Conveying articles through pipes or tubes by fluid flow or pressure; Conveying articles over a flat surface, e.g. the base of a trough, by jets located in the surface
    • B65G51/02Directly conveying the articles, e.g. slips, sheets, stockings, containers or workpieces, by flowing gases

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■Μ 165404 KLASSE 81 e. tf6
Rohrpostanlage zum Befördern loser Zettel. Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Dezember 1904 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rohrpostanlage mit Rohren von zweckmäßig rechteckigem Querschnitt, durch welche an einem Ende fahnenartig gekniffte Mitteilungszettel unmittelbar ohne Verwendung eines besonderen Behälters befördert werden, und bezweckt eine selbsttätige Abstellung der Druck- bezw. Saugluft bei Ankunft des Zettels auf der Empfangsstelle, damit die
ίο Druck- bezw. Saugluft nur so lange durch das Leitungsrohr fließt, als ein zu befördernder Zettel sich in demselben befindet.
Bei Rohrpostanlagen, in denen zur Beförderung" der Nachrichten Büchsen dienen, wird der oben genannte Zweck dadurch erreicht, daß das Luftventil in seiner Öffnungsstellung mechanisch gesperrt und bei Ankunft der Büchse auf der Empfangsstelle elektromagnetisch ausgelöst wird, indem die Büchse einen in das Rohr hineinreichenden Arm zur Seite bewegt und so einen Kontakt schließt, wodurch dann ein die Luftklappe auslösender Elektromagnet, erregt wird.
Diese Einrichtung läßt sich indessen bei pneumatischen Zettelverteilern nicht benutzen, weil der durch das Rohr geschickte leichte Zettel viel zu wenig lebendige Kraft besitzt,
. um einen in die Rohrleitung hineinragenden Arm zu bewegen und dadurch einen Schalter zu schließen.
Nach vorliegender Erfindung wird das Absperren der Druck- bezw. Saugleitung bei Eintreffen des Zettels auf der Empfangsstelle dadurch bewirkt, daß die die Druck- bezw.
Saugluft zulassende Ventilklappe in geöffneter Stellung durch einen Elektromagneten gehalten wird, in dessen Stromkreis an der Empfangsstelle ein durch den beförderten Zettel selbst geöffneter Kontakt liegt. Kommt der Zettel auf der Empfangsstelle an, so gleitet er zwischen den beiden stromführenden Teilen des Kontaktes hindurch und trennt sie voneinander, wodurch der Strom unterbrochen, der Elektromagnet also stromlos wird, so daß er die · Ventilklappe in ihre Schlußstellung zurückfallen läßt.
Die Rohrpostanlage ist auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht, . und zwar stellen dar:
Fig. ι die allgemeine Ansicht der Rohrpostanlage,
Fig. 2 und 3 die Anordnung der Absendestelle und
Fig. 4 den in bekannter Weise fahnenartig geknifften Zettel.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist die Absendestelle I mit der Empfangsstelle II durch ein Förderrohr α verbunden. Auf der Absendestelle I befindet sich für den Zettel d ein Einwurf b, welcher durch eine Rückschlagklappe c nach Einwurf des Zettels selbsttätig nach Einschaltung des Luftstroms durch diesen geschlossen wird. . Unterhalb der Einstecköffnung b befindet sich für die Druckluft der Durchtritt e, welcher durch eine Klappe f abgeschlossen wird. Die letztere ist mit einem Handhebel g (Fig. 2) i- verbunden, welcher zugleich beim Nieder-
drücken bei h einen Stromschluß herbeiführt, Die Klappe / bewegt sich um die Achse k, und zwar gegen die Wirkung einer auf der Achse angebrachten Spiralfeder, welche die Klappe / in die Absperrstellung zurückzuführen bestrebt ist. (Der Übersichtlichkeit wegen ist diese Spiralfeder auf der Zeichnung nicht dargestellt.)
Der Handhebel g (Druckknopf) arbeitet
ίο auf einen Arm eines Winkelhebels i, dessen anderer Arm die Kontaktfedern des Stromschließers h in Berührung miteinander bringt. Dieser Winkelhebel i ist auf der Drehachse k der Sperrklappe / angeordnet, so daß der Druckknopf g mit der Sperrklappe / gekuppelt ist. Ein Sperrmagnet / für die Klappe / ist mit einem in der Empfangssielle II im Förderrohr α angebrachten Ruhekontakt n, mit einer Stromquelle, die in der Zeichnung als Batterie dargestellt ist, und mit den Kontakten des Stromschließers h in Reihe geschaltet, so daß bei niedergedrücktem Handhebel g (Druckknopf, Fig. 2) die Klappe/ von dem Sperrmagneten / in der Offenstellung gehalten wird. Wie aus dem Schnitt der Absendestelle in Fig. 3 ersichtlich ist, dringen die Polschuhe m des Sperrmagneten / durch die Wandung des Luftzuführungsrohres hindurch bis zur Rückseite der Klappe /, die aus magnetischer Masse hergestellt ist, während die Vorderseite der Klappe/ mit einem Lederbezug zwecks luftdichten Abschlusses der Lufteinlaßöffnung e versehen ist. Auf der Empfangsstelle II ist ein Rechen 0 angebracht, welcher die hindurchgeblasenen Zettel d auf den Empfangstisch, herunterfallen läßt.
Der Vorgang beim Übersenden der Zettel ist folgender:
Der beschriebene Zettel d wird, nachdem er mit einem Kniff versehen ist, in den Einwurf b hineingesteckt; hierauf wird der Druckknopf g Heruntergedrückt, wodurch der Lufteinlaß e geöffnet, die Rückschlagklappe c angedrückt und die geöffnete Sperrklappe / durch die erfolgte Erregung des Magneten I am Polschuh m festgehalten wird. Der Zettel d wird durch die Druckluft zur Empfangsstelle II befördert und geht dort durch den Ruhekontakt η hindurch und öffnet denselben zeitweilig, wodurch der Sperrmagnet / seine Erregung verliert und der Druckknopf g samt der Klappe / in die Anfangsstellung zurückgeführt wird. In Fig. 2 ist die Anfangsstellung des Druckknopfes g punktiert eingezeichnet. Das Zurückspringen des Druckknopfes g infolge der auf der Klappenachse k befindlichen Feder dient auf der Absendestelle I zugleich als Kontrollsignal, daß der eingesteckte Zettel d wirklich auf der Empfangsstelle II angekommen ist.
Wie aus obiger Beschreibung hervorgeht, ist die Anordnung derart, daß die Druckluft an der Absendestelle zugeführt wird, bis der Zettel an der Empfangsstelle einen Kontaktsatz öffnet. Es versteht sich, daß die Neuerung auch so angewendet werden könnte, daß durch Drücken des Knopfes an der Absendestelle an der Empfangsstelle Luft abgesaugt wird und in Wirkung bleibt, bis der Zettel beim Auswurf einen Kontaktsatz beeinflußt, welcher die Absperrung der Saugluft bewirkt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Rohrpostanlage zum Befördern loser Zettel, dadurch gekennzeichnet, daß an der Empfangsstelle (II) im Förderrohr (a) zwei einander berührende, an der Absendestelle (I) zwei voneinander abstehende Kontaktfedern (n bezw. h) angeordnet sind, welch letztere beim Öffnen der die Druckluft (bezw. die atmosphärische Luft bei Saugluftanlagen) in das Förderrohr (a) einlassenden Ventilklappe (f) aneinander treffen und ebenso wie die Kontaktfedern (n) und ein an der Absendestelle (I) angeordneter Elektromagnet (I, m) in den Stromkreis einer Batterie eingeschaltet sind, so daß nach Einwerfen eines Zettels (d) in das Förderrohr (a) an der Absendestelle (I) und Öffnen der Ventilklappe (f) der Elektromagnet^/,m) infolge Stromschlusses erregt wird und hierdurch die Klappe (f) in der Offenstellung so lange hält, bis der Zettel (d) an der Empfangsstelle (II) zwischen den einander berührenden Kontaktfedern (n) hindurchläuft und dadurch den Stromkreis auf kurze Zeit unterbricht, wodurch die Klappe ff) vom Elektro-,100 magneten (I, m) herabfällt, die Einlaßöffnung der Druck- bezw. Saugluft abschließt und damit die Kontaktfedern (h) außer Berührung miteinander bringt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1904165404D 1904-12-09 1904-12-09 Expired - Lifetime DE165404C (de)

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AT24445D AT24445B (de) 1904-12-09 1905-05-04 Rohrpostanlage zum Befördern loser Zettel.

Publications (1)

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DE165404C true DE165404C (de)

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ID=430914

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DE1904165404D Expired - Lifetime DE165404C (de) 1904-12-09 1904-12-09

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