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Rohrpostanlage zum Befördern loser Zettel.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Rohrpostanlage mit Rohren von zweckmässig rechteckigem Querschnitt, durch welche an einem Ende fahnonartig gekniffte Mittei ! ungs- zettel unmittelbar ohne Verwendung eines besonderen Behälters befördert werden, und bezweckt eine Abstellung der Druck-bezw. Saugluft bei Ankunft des Zettels auf der Empfangsstelle, damit die Druck- bezw. Saugluft nur so lange durch das Leitungsrohr Hiesst, als ein zu befördernder Zottel sich in demselben befindet.
Bei Rohrpostanlagen, in (jenen zur Beförderung der Nachrichten Büchsen dienen, wird der obengenannte Zweck dadurch erreicht, dass das Luftvonti ! in seiner () ffnungsstellung mechanisch gesperrt und
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der durch das Rohr geschickte leichte Zettel viel zu wenig lebendige Kraft besitzt, um einen in die Rohrleitung hineinragenden Arm zu bowegen und dadurch einen Schalter zu schliessen.
Nach vorliegender Erfindung wird das Absperren der Druck- bezw. Saugleitung bei Eintreffen des Zettels auf der Empfangsstello dadurch bewirkt, dass die die Druck- bezw.
Saugluft zulassende Ventil klappe in geöffneter Stellung durch einen Elektromagneten ge- halten wird, in dessen Stromkreis an der Empfangsstelle ein durch den beförderten Zettel selbst geöffneter Kontakt liegt. Kommt der Zettel auf der Empfangsstelle an, so gleitet er zwischen den beiden stromführenden Teilen des Kontaktes hindurch und trennt sie
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mit einer Stromquelle, die in der Zeichnung als Batterie dargestellt ist, und mit den Kontakten des Stromschliessers h in Reihe geschaltet, so dass bei niedergedrücktem Handhebel ç (Druckknopf, Fig. 2) die Klappe f von dem Sperrmagneten I in der Offenstellung gehalten wird.
Wie aus dem Schnitt der"Absendestelle in Fig. 3 ersichtlich ist, dringen die Polschuhe m des Sperrmagneten l durch'die Wandung des Luftzuführungsrohres hindurch bis zur Rückseite der Klappe f, die aus magnetischer Masse hergestellt ist, während die Vorderseite der Klappe f mit einem Lederbezug zwecks luftdichten Abschlusses der Lufteinlassöffnung e versehen ist. Auf der Empfangsstelle 11 ist ein Rechen < t angebracht, welcher die hindurchgeblasenen Zettel d auf den Empfangstisch herunterfallen lässt.
Der Vorgang beim Übersenden der Zettel ist folgender : Der Zettel d wird, nachdem er mit einem Kniff versehen ist, in den Einwurf b hineingesteckt ; hierauf wird der Druckknopf 9 heruntergedrückt, wodurch der Lufteinlass e geöffnet, die Rückschlagklappe c angedrückt und die geöffnete Sperrklappe f durch die erfolgte Erregung des Magneten 1 am Polschuh m festgehalten wird. Der Zettel d wird durch die Druckluft zur Empfangsstelle 11 befördert und geht dort durch den Ruhekontakt n hindurch, und öffnet denselben zeitweilig, wodurch der Sperrmagnet l seine Erregung verliert und der Druckknopf y samt der Klappe f durch die Feder in die Anfangsstellung zurückgeführt wird.
In Fig. 2 ist die Anfangsstellung des Druckknopfos 9 punktiert eingezeichnet. Das Zurückspringen des Druckknopfes 9 infolge der auf der Kiappenachse k befindlichen Feder dient der Gehilfin auf der Absendestelle 1 zugleich als liontroHsignal, dass der eingesteckte Zettel d wirklich auf der Empfangsstelle II angekommen ist. Die beschriebene Anordnung ist derart, dass die Druckluft an der Absendestelle zugeführt wird, bis der Zettel an der Empfangsstelle einen Kontaktsatz öffnet. Es versteht sich, dass die Erfindung auch so angewandt werden konnte, dass durch Drücken des Knopfes an der Absendestelle an der Empfangsstolle Luft abgesaugt wird und in Wirkung bleibt, bis der Zettel beim Auswurf einen Kontaktsatz beeinflusst, weicher die Absperrung der Saugluft bewirkt.
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