DE163095C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE163095C DE163095C DENDAT163095D DE163095DA DE163095C DE 163095 C DE163095 C DE 163095C DE NDAT163095 D DENDAT163095 D DE NDAT163095D DE 163095D A DE163095D A DE 163095DA DE 163095 C DE163095 C DE 163095C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- currents
- windings
- signaling
- secondary windings
- primary
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08B—SIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B5/00—Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied
- G08B5/22—Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission
- G08B5/24—Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission with indicator element moving about a pivot, e.g. hinged flap or rotating vane
- G08B5/30—Visible signalling systems, e.g. visible personal calling systems or remote indication of seats occupied using electric transmission; using electromagnetic transmission with indicator element moving about a pivot, e.g. hinged flap or rotating vane with rotating or oscillating members, e.g. vanes
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Supply And Distribution Of Alternating Current (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Anwendung von Wechselströmen zum Betriebe von elektromagnetischen Signalanlagen
bietet bekanntlich gegenüber der Verwendung von konstanten bezw. Gleichströmen neben anderen auch die Vorteile, daß die der
meistens geforderten Billigkeit halber oft nur in einfachster Weise isolierten Leitungen nicht
durch elektrolytische Wirkungen der Betriebsströme beschädigt, und daß polarisierte
ιό Empfangs- oder Betriebsapparate, also auch
Läutewerke ohne Kontakte sowie in vielen Fällen an Stelle von galvanischen Batterien
auch Wechselstromerzeuger einfachster Art verwendet werden können.
Betrachtet man die bis jetzt als Signalapparate in genannten Anlagen zur Verwendung
gekommenen elektromagnetischen Apparate aller Art, so findet man, daß dieselben ohne Ausnahme auf dem Prinzip der Verkleinerung
einer oder mehrerer in den Verlauf des magnetischen Feldes derselben eingeschalteten
Luftstrecken durch gegenseitige selbsttätige Näherung der die Kraftlinien leitenden Eisenteile bezw. auf Anziehung von
Eisenankern durch Elektromagnete beruhen. Die Überbrückung dieser Luftstrecken erfordert
bekanntlich einen mehrhundert- bis mehrtausendfachen Aufwand an magnetisierenden
Kräften bezw. Amp.-Windungen pro Längeneinheit, als für gutes Eisen erforderlich
sind, worunter der Nutzeffekt leidet. ·
Außerdem ist die Zeitkonstante solcher Apparate meistens störend groß und deren Arbeitsweise bei Wechselströmen vielfach eine vibrierende, so daß aus diesen und noch anderen Gründen die Anwendung von Wechselströmen hierfür nicht in ausgedehntem Maße durchdringen konnte, obwohl in vielen Fällen bereits zu zweckmäßiger Unterteilung des Feldeisens geschritten wurde.
Außerdem ist die Zeitkonstante solcher Apparate meistens störend groß und deren Arbeitsweise bei Wechselströmen vielfach eine vibrierende, so daß aus diesen und noch anderen Gründen die Anwendung von Wechselströmen hierfür nicht in ausgedehntem Maße durchdringen konnte, obwohl in vielen Fällen bereits zu zweckmäßiger Unterteilung des Feldeisens geschritten wurde.
Diese ■ Nachteile können nun dadurch größtenteils gehoben werden, daß als Ersatz
für die jetzt angewendeten elektromagnetischen Signalapparate aller Art ein ruhender Wechselstromtransformator
bekannter Art verwendet wird, bei welchem die durch eine oder mehrere Primärwickelungen geleiteten Betriebsströme
nicht konstanter Art eine oder mehrere Sekundärwickelungen beeinflussen, welche in zweckentsprechender
Weise beweglich angeordnet sind, also mechanische Arbeit leisten können, wie beispielsweise in Fig. 1 bis 11 dargestellt,
wo pf fest angeordnete Primärwickelungen, sb beweglich angeordnete Sekundärwickelungen
und / die Eisenkörper bedeuten.
Zur Ergänzung der Wirkung können auch noch eine oder mehrere Sekundärwickelungen
in geeigneter Weise fest angeordnet werden, wie beispielsweise die Wickelungen Sf in
Fig. 2.
Die beweglichen Wickelungen sb können
mittels Federkraft, Gewichte, Magnete und beliebiger anderer Mittel entgegen der sich
äußernden elektrischen Zugkraft in die Ruhe-
lage gebracht werden, oder es kann zwischen Null- und Endstellung labiles Gleichgewicht
stattfinden und anderes mehr.
Der elektrische Arbeitsvorgang hierbei ist leicht aus dem Diagramm Fig. 3 ersichtlich;
die z. B. beweglich angeordneten Sekundärströme haben gegen i8o° Phasennacheilung
gegen die Phase der Primärströme und werden daher von diesen abgestoßen, von den
annähernd in gleicher Phase verlaufenden, fest angeordneten Sekundärströmen dagegen angezogen.
An Stelle von Wechselströmen können natürlich auch pulsierende oder intermittierende
Gleichströme, überhaupt nicht konstante Ströme aller Art angewendet werden. Ferner besitzen Apparate dieser Art folgende,
für viele Fälle wichtige, bei den vorhandenen elektromagnetischen Apparaten nicht
zutreffende Eigenschaften.
1. Neben den erregenden, wechselnden Strömen kann gleichzeitig durch dieselben oder
aber durch besondere Wickelungen ein Gleichstrom durchgeführt werden, z. B. für Prüfzwecke,
mehrfache Signalgebung u. dgl., und verursacht ein solcher keine dauernde Ablenkung.
2. Die auch mit feststehenden Sekundärwickelungen versehenen Apparate sprechen
z. B. sowohl bei Einschalten als auch bei Unterbrechen eines durch dieselben geleiteten
Gleichstromes nur kurz an, kommen bei konstant werdendem Strom dagegen zur Ruhe.
3. Die nicht mit feststehenden Sekundär-Wickelungen versehenen Apparate dagegen
sprechen nur auf Einschalten eines Gleichstromes kurz an, nicht aber auf Ausschalten
desselben.
4. In geeigneter Weise in Gleichstromanlagen eingeschaltete derartige Apparate
können daher z. B. zur Kontrolle jeder Schwankung, Änderung oder Unterbrechung der
Ströme dienen, so z. B. um anzuzeigen, ob eine elektrische Glocke auch wirklich unterbricht
und läutet und der Strom nicht etwa nur durch einen Kurzschluß oder Nebenschluß verläuft.
In diesem Falle zeigt die kurze, gleich wieder in die Ruhelage zurückführende Bewegung des
Apparates an, daß Strom fließt, aber keine Unterbrechungen stattfinden.
Selbstredend lassen sich alle möglichen Formen von Transformatoren bezw. Wickelungen
hierfür anwenden. So z. B. zeigen Fig. 4 und 11 Apparate mit einer größeren
Anzahl abwechselnd angeordneter Primär- und Sekundärwickelung'en, wobei die beweglich angeordneten
Wickelungen einzeln oder gemeinsam mechanisch wirken können; ebenso können
z. B. alle Primärwickelungen von ein und denselben oder aber von einer entsprechenden Zahl
gesonderter Betriebsströme erregt werden.
Die Eigenschaft der vorstehend beschriebenen Apparate, als Transformatoren zu wirken,
bildet gleichzeitig ein geeignetes Mittel, um die denselben durch die Primärwickelungen
zugeführten Betriebsströme mittels Sekundärwickelungen, welche auf den Apparaten in
geeigneter Weise angebracht werden, auch in Nebenapparate behufs Signalgebung, Kontrolle
oder Arbeitsleistung induktiv zu übertragen. Hierbei ist eine direkte Verbindung der Nebenapparate mit den Primärwickelungen der
Hauptapparate und deren Betriebsstromleitungen nicht notwendig. Es können daher die in letzteren auftretenden konstanten Ströme
in die Nebenapparate nicht übertreten.
Diese zum Betrieb der Nebenapparate dienenden Induktionsströme können anstatt
aus besonderen Sekundärwickelungen der Hauptapparate aus den auf diesen bereits vorhandenen,
beweglichen oder feststehenden Sekundärwickelungen entnommen werden. Auch kann ein Teil der Primärwickelungen
der Hauptapparate durch Abzweigung als Sekundärwickelung, welche zu vorgenannten
Zwecken dienen soll, verwendet werden, so daß besondere Sekundärwickelungen unnötig werden.
In den meisten Fällen wird der Eisenkörper von solchen Apparaten zweckmäßig ganz ge- g0
schlossen ausgeführt, gegebenenfalls ohne
Stoßfugen und ununterbrochen, wobei der. zur Überwindung des Widerstandes von Stoßfugen
bei solch kurzen Eisenstrecken verhältnismäßig" größe Mehraufwand an Erreger-Amp.-Windungen
vermieden wird.
In solchen Fällen können die Wickelungen auf zweiteilige, um die Eisenkerne drehbare
Spulen gewickelt werden.
In anderen Fällen wieder können dagegen eine oder mehrere, nach Bedarf auch regelbare
Luftstrecken im Kraftlinienweg angebracht werden {1,1 in Fig. 2).
Die einen Sekundärwickelungen können auch derart um eine Achse , beweglich angeordnet
sein, daß deren Wickeluhgsebenen in der Ruhelage gewisse Winkel zu denjenigen
der Primär- bezw. festen Sekundärwickelungen einnehmen, welche Winkel sich bei Erregung
der Primärwickelungen in bezug auf die festen Sekundärwickelungen auf o° zu verringern
suchen (Fig. 5).
Fig. 6 zeigt die Wickelungen auch in langer Form, und zwar die bewegliche Sekundärspule
innerhalb der festen Primär- und Sekundär-Wickelungen, jedoch könnte auch das Umgekehrte
der Fall sein.
Daß sich auch die Primärwickelungen beweglich anordnen lassen, versteht sich von
selbst, jedoch würde dies umständliche, bewegliehe oder schleifende Stromzuführungen erfordern.
Fig. 7 und 8 zeigen Anordnungen für größere Drehungswinkel, und zwar Fig. 7 mit
einfacher, Fig. 8 mit doppelter Spulenanordnung.
Mittels eines Parallelogrammes von Hebeln oder anderer geeigneter mechanischer Anordnungen
bezw. Lagerungen der beweglichen Wickelungen kann auch ein großer geradliniger Hub erzielt werden, überhaupt jede beliebige
Bewegung.
Ein Apparat nach Fig. 7 z. B. kann ohne weiteres als Kippklappe für Signalzwecke verwendet
werden, ebenso ergibt sich die Anwendung für alle Zwecke an Stelle von jetzt gebräuchlichen elektromagnetischen Signalapparaten
aller Art von selbst.
Durch geeignete Parallel- oder Reihenschaltung von Widerständen, Kapazitäten oder
Selbstinduktionen zu einer oder mehreren Primär- oder Sekundärwickelungen von Apparaten
beschriebener Art lassen sich die Zeitkonstanten von deren Wickelungen und die
Phasen der in denselben auftretenden Ströme fast in beliebiger Weise verändern bezw. auf
verschiedenen Zwecken angepaßte Werte bringen.
Bei Anwendung von wechselnden Strömen genügender Frequenz lassen sich mittels derartiger
Signalapparate telegraphische Zeichen aller Art sowohl bei Ruhe- als auch bei Arbeitsstrombetrieb
übertragen, und gewährleistet die durch die erwähnten Mittel leicht auf ein Minimum zu bringende kleine Zeitkonstante
der Empfangswickelung ein möglichst rasches Arbeiten auch auf langen Leitungen und
Kabeln.
In manchen Fällen wird es zweckmäßig sein, statt die beweglichen Wickelungen durch
Federkräfte, Gewichte und andere genannte Mittel in die Ruhelage bringen zu lassen, dieselben
durch mehrere geeignet angeordnete Primärwickelungen beeinflussen zu lassen, die
nacheinander erregt werden und entgegengesetzte Wirkungen auf die be\veglichen Sekundärwickelungen
ausüben, diese also zum Pendeln bringen (Fig. 9). Hierbei können ebenfalls gleichzeitig noch feste Sekundärwickelungen
angeordnet sein, welche in entsprechender Weise abwechselnd geöffnet und geschlossen
sein müssen, wie z. B. Wickelungen Sf (Fig. 10).
Auch genügen eine Primärwickelung und zwei abwechselnd zu schließende, entgegengesetzt
wirkende Sekundärwickelungen.
Ferner können zwei Primärwickelungen in Reihe geschaltet sein und abwechselnd kurzgeschlossen werden, dermaßen also abwechselnd
gleichzeitig als Sekundärwickelungen dienen.
Das abwechselnde Erregen der Primär-Wickelungen sowie öffnen und Schließen der
Sekundärwickelungen kann durch geeignete Schaltvorrichtungen nach Bedarf selbsttätig
geschehen.
Claims (4)
1. Elektrischer auf Induktionswirkung beruhender Signalapparat für Wechselströme
oder für pulsierende bezw. intermittierende Gleichströme, dadurch gekennzeichnet,
daß als treibende Kraft die zwischen festen und innerhalb gewisser Grenzen frei beweglich angeordneten Primär-
oder Sekundär Wickelungen eines sogenannten ruhenden Transformators auftretenden
elektrodynamischen Kräfte benutzt werden.
2. Ausführungsform des in Anspruch 1 gekennzeichneten Signalapparates, bei welcher
eine oder mehrere -Sekundärwickelungen direkt oder durch Fernleitungen mit
einem oder mehreren anderen Signalapparaten beliebiger Art in Verbindung sind, zwecks induktiverÜbertragungvon Strömen
in letztere behufs Signalgebung, Kontrolle oder Arbeitsleistung, ohne daß eine direkte
Verbindung mit den übrigen Wickelungen notwendig ist.
3. Ausführungsform des in Anspruch 1 gekennzeichneten Signalapparates, bei weleher
dieser in für andere Zwecke, z. B. elektrische Beleuchtung, Kraftübertragung, Signalgebung usw. bestimmte Gleichstromleitungen
eingestellt ist und dazu dient, das Auftreten, Verändern und Verschwinden der Gleichströme bemerkbar zu
machen.
4. Ausfühungsform des in Anspruch 1 gekennzeichneten Signalapparates, bei welcher
zwei oder mehrere Primär- oder Sekundärwickelungen angeordnet sind, welche bei abwechselnder Erregung bezw.
Schließung entgegengesetzte Bewegungskräfte hervorrufen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE163095C true DE163095C (de) |
Family
ID=428821
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT163095D Active DE163095C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE163095C (de) |
-
0
- DE DENDAT163095D patent/DE163095C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69512217T2 (de) | Direktwirkendes berührungloses elektrisches leistungskabel | |
| EP1668656A1 (de) | Anordnung zur berührungslosen induktiven bertragung elektrischer leistung | |
| DE102008032666A1 (de) | Kapazitive Wicklung für Elektromotoren, Transformatoren und Elektromagneten | |
| DE850172C (de) | Elektrische Schalteinrichtung fuer veraenderlichen Speisestrom | |
| DE163095C (de) | ||
| EP1500942A1 (de) | Gerät zur Spannungsprüfung von Kabeln und Kabelgarnituren durch eine sehr niederfrequente Spannung | |
| DE3506651C2 (de) | ||
| DE970768C (de) | Wechselstromgespeiste Widerstands-Schweissmaschine zum Schweissen mit Gleich- oder Wechselstrom | |
| EP2429062A2 (de) | Elektrischer Generator | |
| DE20317795U1 (de) | Hubmagnet mit Bandkondensator als Erregerwicklung | |
| DE3238609A1 (de) | Entmagnetisierungseinrichtung | |
| DE673690C (de) | Einrichtung zur wahlweisen Fernsteuerung von einer Mehrzahl von Apparaten und Schaltvorrichtungen | |
| DE220551C (de) | ||
| DE843443C (de) | Transformator | |
| DE641099C (de) | Fernsteuerungseinrichtung fuer eine Mehrzahl verstellbarer Organe | |
| DE1488908B1 (de) | Generator zum einbrennen von fehlern in kabeln | |
| DE593268C (de) | UEberstromrelais | |
| DE110597C (de) | ||
| DE554017C (de) | Reguliervorrichtung fuer Stufentransformatoren, insbesondere fuer solche, von deren Wicklungen wenigstens eine mit Anzapfungen versehen ist | |
| DE158335C (de) | ||
| DE293909C (de) | ||
| DE748114C (de) | Selbstanlaufender Einphaseninduktionsmotor | |
| DE204530C (de) | ||
| DE114049C (de) | ||
| DE665832C (de) | Einrichtung zur Fernsteuerung einer Mehrzahl verstellbarer Organe |