DE1590952C - Einstellbarer Abwalznockenschalter fur wegeabhangige Kontaktgabe an Endla gen bei Absperrarmaturen und deren Antne - Google Patents

Einstellbarer Abwalznockenschalter fur wegeabhangige Kontaktgabe an Endla gen bei Absperrarmaturen und deren Antne

Info

Publication number
DE1590952C
DE1590952C DE1590952C DE 1590952 C DE1590952 C DE 1590952C DE 1590952 C DE1590952 C DE 1590952C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
disks
cam
cams
contact
end positions
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Publication date

Links

Description

Die Erfindung betrifft einen einstellbaren Abwälznockenschalter für die wegeabhängige Kontaktgabe an Endlagen bei Absperrarmaturen und deren Antriebe mit zwei für den Links- und Rechtslauf bestimmten gegeneinander verstellbar verbundenen Kurvenscheiben, auf denen den Kontakt auslösende Nocken gleiten, und mit je nach Umdrehungsbereich versehenen Anzahl von Sperrscheiben.
Bei derartigen Abwälznockenschaltern ist eine winkelabhängige, einstellbare Kontaktgabe in beiden Richtungen erforderlich, die es ermöglicht, daß der Schaltzustand bei weiterer Drehung der Kurvenscheiben erhalten bleibt und erst beim Rückdrehen auf die alte Stellung wieder aufgehoben, d. h. gelöscht wird.
Zur Erfüllung dieser Erfordernisse sind grundsätzlich zwei Prinzipien für die weg- und winkelabhängige Kontaktgabe an Absperrarmaturen, Seiltrommeln und Aufzügen bekannt. Hierbei handelt es sich einmal um das analoge und zum anderen um das digitale Prinzip.
Zum ersten zählen beispielsweise verstellbare Kurvenscheiben und einstellbare Anschläge von Laufmuttern. Zum digitalen Prinzip gehören die einstellbaren Zählwerke.
Es ist bekannt, für die Kontaktgabe einen Nockenschalter zu verwenden, bei dem ein federbelasteter, um einen Drehpunkt gelagerter, mit zwei Schaltkontakten verbundener Nocken sich bewegt und durch die Zahnlücke einer Zahnlückenscheibe hindurchgewälzt wird. Hierbei entspricht eine vollständige Umdrehung der Zahnlückenscheibe der Kontaktgabe für eine Schaltung (deutsche Auslegeschrift 1 107 320).
Bekannt ist weiterhin ein Nockenschalter, bei dem auf zwei verdrehbaren Zahnlückenscheiben, die auf einer gemeinsamen Welle gelagert sind, um einen Drehpunkt gelagerte mit dem Modul der Zahnlücke der Zahnlückenscheibe entsprechend ausgeführte Nocken gleiten und durch die Zahnlücke der Zahnlückenscheibe hindurchgewälzt werden (USA.-Patentschrift 2 881 630).
Es wurde auch bereits vorgeschlagen, eine mit einer Aussparung versehene Kurvenscheibe zu verwenden, auf der ein verstellbares Paar Nocken gleitet. Der Antrieb der Scheibe erfolgt nicht stetig; sondern schrittweise. Je näher die Nocken im Drehwinkel zusammengeführt werden, um so kleiner ist der überstrichene Drehwinkel und die Drehzahl zwischen den Endlagen »Auf« und »Zu«.
Die bekannten Zählwerkschalter sind im allgemeinen mit zwei Zählwerken ausgerüstet, wobei je ein Zählwerk beim Erreichen einer Enddrehzahl für eine Drehrichtung einen Kontakt auslöst. Beide Zählwerke werden durch eine gemeinsame Kupplung immer gleichzeitig betätigt. Das Einstellen geschieht derart, daß nach Auskuppeln der Zählwerke beide in Schaltstellung gedreht werden, wobei das eine entsprechend der Zahl der nötigen Umdrehungen zwischen »Auf« und »Zu« zurückgedreht wird (Patentschrift 35 830 des Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in Ost-Berlin).
Die beiden zuerst genannten Schalteinrichtungen sind für eine wegabhängige Kontaktgabe an Endlagen in der gewünschten Weise (pro Endlage eine Kontaktgabe) nicht geeignet. Mit dem beschriebenen Nockenschalter sind lediglich Schaltungen bei Drehriclitungsweclisel inöglich, und mit dem Zählwerkscluilter, dem das Prinzip der dekadischen Zählwerke zugrunde liegt, allein ist eine Endlagenkontaktgabe ebenfalls nicht zu erreichen.
Die weiterhin genannten Endschalter aber haben eine Reihe nicht erwünschter Eigenschaften.
So sind z. B. die Endlagenschalter mit verstellbarer Kurvenscheibe nur durch Probieren genau einstellbar. Außerdem sind besondere Maßnahmen, beispielsweise Rechtskupplungen zur Gewährleistung eines notwendigen Überlaufes über die Endstellung,
ίο notwendig.
Des weiteren haben die mit zwei Zählwerken ausgestatteten Endschalter einen durch die beiden Zählwerke bedingten relativ großen Platzbedarf.
Die mit schrittweise bewegten Kurvenscheiben versehenen Geräte haben die Eigenschaft, daß schon bei einer weiteren Umdrehung nach ausgelöstem Schaltvorgang der betreffende Schalter wieder in Ruhestellung geht; der Zählwerkschalter würde dann Mittelstellung anzeigen und eine eventuelle Verriegelung der Anlage blockieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Verwendung des Prinzips der bekannten Zählwerke mit einer oder mehreren Dezimalen einen einstellbaren Schalter für die wegabhängig Kontaktgabe an Endlagen bei Armaturen zu schaffen, der ohne großen Aufwand einen Überlauf über die Endstellung unter Beibehaltung des Schaltzustandes gewährleistet.
Diese Aufgabe wird bei einem Äbwälznockenschalter der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die gegeneinander vsrdrehbaren Kurvenscheiben, die gemeinsam auf einer Welle angeordnet sind, als Zahnlückenscheiben ausgebildet und die federbelasteten, um einen gemeinsamen Drehpunkt gelagerten Nocken mit den Zahnlücken der Zahnlückenscheiben entsprechenden Gegenprofilen versehen sind.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß ein Überlauf und weiteres Drehen der Zahnlückenscheiben ohne Veränderung der Nockenstellung ermöglicht wird und damit die Schaltstellung unverändert bleibt. Die maximal zulässige Zahl der Überlaufumdrehungen ist mit der maximal einstellbaren Zahl der Umdrehungen identisch.
Ein Ausführungsbeispiel ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 die Zahnlückenscheiben mit den Nocken für beide Drehrichtungen,
F i g. 2 die Sperrscheiben mit den Sperrnocken für beide Drehrichtungen,
Fig. 3 bis 5 die Zuordnung der Schalterkontakte zu den Stellungen der Nocken.
Gemäß Fig.l sind gegeneinander verstellbare Zahnlückenscheiben 1, 2 mit Evolventenverzahnung ausgeführt. Die beiden um einen gemeinsamen Drehpunkt gelagerten Nocken 3, 4 besitzen die Form eines Zahnes gleichen Moduls. Die Abmessungen sind derart gewählt, daß der Spreizwinkel beider Nokken 3, 4 etwa neunzig Grad beträgt. Diese Stellung entspricht dann der Mittelstellung zwischen beiden Endlagen. Beim Erreichen der Endlage gemäß F i g. 4 wird die entsprechende, mittels Federkraft leicht angedrückte, auf der Zahnlückenscheibe 1 gleitende Nocke 4 erfaßt und durchgewälzt, während die für die entgegengesetzte Drehrichtung angeordnete Nocke 3 durch einen nicht darstellten Anschlag
zur Vermeidung von Fehlschaltungen leicht angehoben wird. Durch die Verbindung des Nocken 4 mit dem Schaltkontakt 14 wird während des Durchwälzens über eine nicht dargestellte Verbindung der Schaltkontakt 14 ausgelöst. Bei darauffolgenden in gleicher Drehrichtung vorgenommenen weiteren Umdrehungen der Zahnlückenscheiben 1, 2 bleibt der Schaltkontakt 14 durch die unveränderte Stellung des Nocken 4 erhalten. Erst nach erfolgtem Rücklauf der Zahnlückenscheiben 1, 2 wird gemäß Fig. 5 der Nocken 4 erneut durch die Zahnlücke 6 hindurchgewälzt und der Kontakt 14 gelöst, so daß nach Durchlaufen der Mittelstellung gemäß Fig. 3 der andere Nocken 3 gemäß F i g. 5 analog des vorangegangenen Vorganges durch die Zahnlücke 5 der Scheibe 2 bei gleichzeitigem Anheben des Nocken 4 hindurchgewälzt und der Kontakt 15 ausgelöst wird. Die Stellung der Zahnlückenscheiben 1, 2 zueinander bestimmt die zu fahrenden Umdrehungen im Bereich der Mittelstellung, die zwischen den Schaltkontakten 14, 15 »Auf« und »Zu« gebracht werden müssen, unabhängig von den vor der vorangegangenen Kontaktauslösung erfolgten Überläufen.
Das Einstellen der gewünschten Umdrehungen von einer zur anderen Endlage geschieht durch Verstellung des Winkelabstandes beider Zahnlücken 5, 6, wobei die Arretierung gemäß Fig. 1 einen Stift 16 in der Planfläche der Scheibe 2 und Bohrungen 17 in der anliegenden Planfläche der Scheibe 1 und die Kenntlichmachung der erfolgten Einstellung durch Zahlen auf einer der beiden Zahnlückenscheiben 1, 2 erreicht wird.,Wird gleichzeitig über eine nicht dargestellte 10:1 untersetzte Zählwerkeinrichtung ein Satz verstellbarer Sperrscheiben7, 8 gemäß Fig. 2, auf denen Sperrnocken 9, 10 gleiten, bei starrer Verbindung des Nocken 4 mit dem Nocken 10 sowie des Nocken 3 mit dem Nocken 9 angetrieben, so wird das Durchwälzen der Nocken 3, 4 entsprechend der Drehrichtung erst dann möglich, wenn die zu dem jeweiligen Nocken gehörende Ausnehmung 11, 12
ίο unter dem Nocken 9, 10 liegt; damit ist eine zweite Dezimale möglich. Durch beliebig weitere Sätze von Sperrscheiben sind beliebig viele Dezimalen einstellbar.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Einstellbarer Abwälznockenschalter für die wegabhängige Kontaktgabe an Endlagen bei Absperrarmaturen und deren Antriebe mit zwei für den Links- und Rechtslauf bestimmten, gegeneinander verstellbar verbundenen Kurvenscheiben, auf denen den Kontakt auslösende Nocken gleiten und mit je nach Umdrehungsbereich versehenen Anzahl von Sperrscheiben, dadurch gekennzeichnet, daß die gegeneinander verdrehbaren Kurvenscheiben, die gemeinsam auf einer Welle (13) angeordnet sind, als Zahnlückenscheiben (1, 2) ausgebildet und die federbelasteten, um einen gemeinsamen Drehpunkt gelagerten Nocken (3, 4) mit den Zahnlücken (5, 6) der Zahnlückenscheiben (1, 2) entsprechenden Gegenprofilen versehen sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2155142C3 (de) Zylinderschloß mit Sperrschieber
DE1183570B (de) Mehrstellungs-Waehlschalter
DE3311870C2 (de)
DE2156842B1 (de) Steuerventil für hydrostatische oder hydraulische Systeme mit einer Einrichtung zur Herabminderung von Schwingungen in der Druckflüssigkeit
DE2341750A1 (de) Kameraverschluss
DE2512900B2 (de) Vorwähler für Programmschaltwerke
DE1590952C (de) Einstellbarer Abwalznockenschalter fur wegeabhangige Kontaktgabe an Endla gen bei Absperrarmaturen und deren Antne
DE2904681C3 (de) Schalteinrichtung zum Betätigen von Schaltkontakten
DE1102881B (de) Elektrische Schalteinrichtung, die durch Anstossen bewegter Teile mechanisch gesteuert wird
DE2935420B1 (de) Elektrische Ausschaltvorrichtung,insbesondere Seilzugnotschaltvorrichtung
DE7237970U (de) Scharniervorrichtung fuer eine tuer
AT110814B (de) Objektführer für Mikroskope.
DE2728133A1 (de) Bajonettverschluss
DE2161531B2 (de) Lenkstockschalter mit selbsttätiger Rückstellung fur Kraftfahrzeuge
DE2219220B2 (de) Lastumschalter oder Lastwähler für Regeltransformatoren
DE1538385C3 (de) Programmschaltwerk
DE1765304C3 (de) Betätigungseinrichtung für zur Kennzeichnung von Trennschalterstellungen dienende Meldeschalter
DE2016992C3 (de) Schaltvorrichtung mit geringem Rastmoment
DE813223C (de) Sperrhakenvorrichtung mit nachstellbaren Sperrscheiben
DE3721107C2 (de) Endlagenschaltvorrichtung einer elektromotorisch angetriebenen Jalousie
DE2535420B2 (de) Betätigungseinrichtung mit winkelverstellbarem Betätigungselement und verschiedenen Übersetzungsverhältnissen
DE2737556C3 (de) Rasteinrichtung für den Zeichenkopf einer Zeichenmaschine
AT128614B (de) Momentdrehschalter.
DE1574738C3 (de) Einstelleinrichtung an Vorwahlzählwerken
DE2160224C3 (de) Steuervorrichtung für ein Schaltelement