DE1590309C3 - Verfahren zur Herstellung doppelt isolierter Drähte und Bänder aus Metallen und Metall-Legierungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung doppelt isolierter Drähte und Bänder aus Metallen und Metall-Legierungen

Info

Publication number
DE1590309C3
DE1590309C3 DE19661590309 DE1590309A DE1590309C3 DE 1590309 C3 DE1590309 C3 DE 1590309C3 DE 19661590309 DE19661590309 DE 19661590309 DE 1590309 A DE1590309 A DE 1590309A DE 1590309 C3 DE1590309 C3 DE 1590309C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
metallic
glass
plastic
production
cables
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19661590309
Other languages
English (en)
Other versions
DE1590309B2 (de
DE1590309A1 (de
Inventor
Walter Dr.Phil. 6233 Kelkheim Dannoehl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE1590309A1 publication Critical patent/DE1590309A1/de
Publication of DE1590309B2 publication Critical patent/DE1590309B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1590309C3 publication Critical patent/DE1590309C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B13/00Apparatus or processes specially adapted for manufacturing conductors or cables
    • H01B13/06Insulating conductors or cables
    • H01B13/065Insulating conductors with lacquers or enamels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung isolierter Drähte und Bänder aus Metallen und Metall-Legierungen, bei dem ein metallischer Kern im flüssigen Zustand zugleich mit einer plastischen, meist mineralischen Hülle auf ein Vielfaches seiner Ausgangslänge frei gestreckt und gegebenenfalls gebreitet wird.
Es sind eine Reihe von Verfahren bekannt, Drähte, Stäbe oder Rohre mit Glas oder anderen in der Hitze plastischen Stoffen zum Zwecke der elektrischen Isolierung zu überziehen. Oft sind auch die Leiter selbst vor dem Aufbringen der Glasschicht bereits mit einer organischen oder anorganischen Isolierhülle versehen. Die im Schrifttum aufgezeigten Schwierigkeiten sind die kontinuierliche Herstellung großer Längen, veränderte Gestalt und örtliches Aufoder Anschmelzen des Leiters, mangelnde Biegefähigkeit der Glasschicht und Absplittern von Teilchen der Umhüllung. Diese sind nach den deutschen Patentschriften 716 719, 719 695, 751676, 859 908, 977 307 auf verschiedenen Wegen überwunden worden, z. B. durch Aufbringen nur 5 μ starker Glasschichten oder durch Herstellung von hohlen Glasfaden mit Metallseele durch Ausziehen plastischer mit flüssigem Metall gefüllter Schutzhüllen.
Nach wie vor blieb jedoch die Aufgabe bestehen, metallische Leiter nach einem einfachen und wirtschaftlichen Verfahren mit einer möglichst gut isolierenden und biegsamen, wenig Volumen einnehmenden Umhüllungsanordnung zu versehen, insbesondere Leiter mit größeren Querschnitten, wie sie für Kabel, Spulen und Wicklungen elektrischer Maschinen und Apparate erforderlich sind, außer aus Kupfer und Aluminium auch z. B. aus Natrium. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß nur mit einer relativ zum Kerndurchmesser dünneren mineralischen Umhüllung hergestellte Drähte oder Bänder noch während oder unmittelbar nach dem Erkalten der Hülle im kontinuierlichen Verfahren mit einer weiteren elektrisch isolierenden bei Gebrauchstemperatur plastischen Hülle oder mit einem Lacküberzug versehen werden. Dabei wird von dem bekannten Verfahren nach deutscher Patentschrift 977 307 ausgegangen, bei dem metallische Stäbe oder Drähte im Zuge des Durchlaufs durch eine Düse kontinuierlich ummantelt, d. h. mit einer flüssigen, plastischen oder festen Schutzhülle versehen und hierbei ,oder anschließend hieran über die für den jeweiligen metallischen Werkstoff übliche Warmverarbeitungstemperatur hinaus erhitzt und frei unter Ausziehen im Querschnitt auf ein Vielfaches ihrer bisherigen Länge abgestreckt werden.
Derart aufgebaute Kabeldrähte mit Natrium-, Aluminium- oder Kupferkern und doppelter Isolierung, einer mineralischen und einer elasto-polymeren, zeichnen sich durch eine besondere elektrische Durchschlagsfestigkeit bei gleichzeitig guter Biegbarkeit aus. Die mineralische Umhüllung ist dabei durch die höhere Erweichungstemperatur, die bessere Wärmeleitfähigkeit und die höheren Festigkeitseigenschaften ausgezeichnet, die Außenhülle durch den höheren Wärmeausdehnungskoeffizienten und die höhere Dehnung. Diese Eigenschaftskombination ist besonders günstig im Vergleich zu den bekannten Kabelummantelungen aus mehreren Schichten, z. B. Kombinationen aus Elastomeren, Butylkautschuk und Polychloropren, und den Thermoplasten Polyvinylchlorid und Polyäthylen.
Bei der praktischen Durchführung dieses Verfahrens hat es sich gezeigt, daß es möglich ist, z. B. bei der Verwendung von Glas oder Quarz als Hüllenwerkstoff die metallischen Stäbe im flüssigen Zustand in einem Arbeitsgang auf das 106fache und noch darüber hinaus ihrer ursprünglichen Länge zu ziehen. Es hat sich weiter ergeben, daß das Verfahren keineswegs auf einen größten Außendurchmesser des Drahtes oder der Stäbe von 8 mm beschränkt ist, sondern daß auch stärkere Knüppel, Blöcke oder Preßlinge von z. B. 50 oder auch 200 mm Durchmesser auf die gleiche Weise verarbeitet werden können, wenn man nur für eine genügend große und schnelle Wärmezufuhr sorgt, um das metallische Ausgangsmaterial, soweit es sich vor der Düse befindet, bis in die Nähe seines Schmelzpunktes bzw. vorzugsweise darüber hinaus zu erhitzen.
Ferner wurde festgestellt, daß das Verfahren nicht auf die Herstellung runder Drähte beschränkt ist, sondern daß auch Profildrähte, Bänder und Rohre
nach den Verfahrensmerkmalen hergestellt werden können, wenn man von entsprechend profilierten Querschnitten des metallischen Ausgangsmaterials ausgeht. Dabei ist es sowohl möglich, das Hüllenmaterial im plastischen Zustand aufzubringen als auch den metallischen Werkstoff in beliebiger Form vorab in den oder die Hohlräume zwischen zwei oder mehreren glatten oder profilierten Glas- oder Quarzglasplatten bzw. -rohren einzubringen; die plastischen Glas-Metall-Verbundkörper werden dann jeweils durch Ziehen und/oder Warmwalzen in einer oder mehreren, z. B. in einer Ebene liegenden Verformungsrichtungen gestreckt oder gebreitet.
Man kann auch von Bündeln von Stäben ausgehen, diese mit einer Hüllmasse aus z. B. Glas oder Kunststoff umgießen, wobei im Hinblick auf das spätere Flüssigziehen des Metalls jeweils nur solche Kombinationen angewendet werden können, bei denen die Viskosität der Hülle während des späteren Ziehprozesses größer als die des metallischen Werkstoffs ist, also z. B. Polyäthylen und Natrium, wobei Temperaturunterschiede zwischen Hüllenwerkstofl und Metall oftmals vorteilhaft angewendet werden, z.B. beim Flüssigziehen von Platin in Quarzglas. Es ist üblich, die Hüllen bei den nach dem beschriebenen Verfahren hergestellten Verbunddrähten, -bändern und -rohren gegebenenfalls machanisch oder auf chemischem Wege zu entfernen; anschließend können spezielle Überzüge anderer Zusammensetzung aufgebracht werden, z. B. durch Aufdampfen oder auf galvanischem Wege oder auch durch Umpressen nach den bei der Kabelherstellung üblichen Prozessen.
Natürlich ist es auch möglich, mehradrige Kabel in einem Verfahrensgang mit doppelter Isolierung — wie beschrieben — herzustellen, wenn man parallel zueinander eine Reihe von glasisolierten Fäden in einer Vorrichtung zieht, diese zusammenführt und mit der zweiten Isolierung versieht.
Weiterhin ist das Flüssigziehverfahren ebenfalls
ίο vorteilhaft anwendbar, wenn man in einem Arbeitsgang Kabel mit verschiedenen Leiterwerkstoffen und/oder solche mit einer schlauchförmigen metallischen Abschirmung herstellen will und dabei eine plastische Ummantelung nachschaltet. In diesem Falle wird man vorzugsweise die schnelle, gleichzei- ■ tige Erhitzung der verschiedenen Leiterwerkstoffe induktiv mit verschiedenen auf Material und Querschnitt abgestimmten Frequenzen vornehmen. Es sei hier vermerkt, daß die Verformbarkeit von Elastomeren wie Butylkautschuk und Polychloropren sowie von Thermoplasten um Größenordnungen unter der von Gläsern liegt; damit sind aber sämtliche Kabelummantelungsverfahren mit diesen Stoffen allein, bei denen zugleich eine gewisse Streckung des festen oder flüssigen Metallkerns erfolgen soll, in der Arbeitsgeschwindigkeit wie in der in einem Arbeitsgang erzielbaren Querschnittsabnahme dem beschriebenen Verfahren unterlegen, bei dem der hohe mögliche Verformungsgrad der mineralischen Umhüllung für die Geschwindigkeit des Arbeitsablaufs maßgeblich ist.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung isolierter Drähte und Bänder aus Metallen und Metall-Legierungen, bei dem ein metallischer Kern im flüssigen Zustand zugleich mit einer plastischen, meist mineralischen Hülle auf ein Vielfaches seiner Ausgangslänge frei gestreckt und gegebenenfalls gebreitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die nur mit einer relativ zum Kerndurchmesser dünneren mineralischen Umhüllung hergestellten Drähte oder Bänder noch während oder unmittelbar nach dem Erkalten der Hülle im kontinuierlichen Verfahren mit einer weiteren elektrisch isolierenden, bei Gebrauchstemperatur plastischen Hülle oder mit einem Lacküberzug versehen werden.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von metallischen Stäben, Knüppeln, Guß- oder Schmiedeblöcken bzw. Walzprofilen bzw. Preßlingen ausgegangen und die Streckung des metallischen Querschnitts bis auf das gewünschte Endmaß vorzugsweise in einem Arbeitsgang bewirkt wird.
3. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von Kabeln von Metall-Glas- bzw. Quarz-Verbundkörpern ausgegangen wird, bei denen die metallischen Teile voneinander durch Glas- bzw. Quarzprofilteile, -platten oder -rohre getrennt sind.
4. Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß metallische Werkstoffe verschiedener Zusammensetzung nebeneinander, aber voneinander durch Glas bzw. Quarz isoliert angeordnet und gleichzeitig, gegebenenfalls induktiv mit verschiedenen Frequenzen über ihre Schmelzpunkte hinaus erhitzt werden.
5. Anwendung des Verfahrens zur Herstellung von Kabeln mit nichtplastischem metallischem Kern, z. B. von Natriumkabeln.
DE19661590309 1966-07-15 1966-07-15 Verfahren zur Herstellung doppelt isolierter Drähte und Bänder aus Metallen und Metall-Legierungen Expired DE1590309C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED0050587 1966-07-15

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1590309A1 DE1590309A1 (de) 1971-04-01
DE1590309B2 DE1590309B2 (de) 1974-01-03
DE1590309C3 true DE1590309C3 (de) 1974-07-25

Family

ID=7052764

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19661590309 Expired DE1590309C3 (de) 1966-07-15 1966-07-15 Verfahren zur Herstellung doppelt isolierter Drähte und Bänder aus Metallen und Metall-Legierungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1590309C3 (de)

Also Published As

Publication number Publication date
DE1590309B2 (de) 1974-01-03
DE1590309A1 (de) 1971-04-01

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3114185C2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Umhüllung
DE2526626C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Litzenleiters
DE3008818A1 (de) Verbindungsmuffe fuer kuehlbares hochspannungskabel mit hohlrohrfoermiger isolierung
DE664935C (de) Verfahren zur Herstellung von isolierten elektrischen Leitungen oder Kabeln
DE1590309C3 (de) Verfahren zur Herstellung doppelt isolierter Drähte und Bänder aus Metallen und Metall-Legierungen
DE1640079B1 (de) Verfahren zur Herstellung von isolierten Sammelschienen
DE2809266C3 (de) Vorrichtung zur Herstellung einer Koaxialkabelseele
DE2418130A1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen herstellen von elektrischen heizeinheiten und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE494755T1 (de) Koaxialkabel.
DE2146024A1 (de) Kunststoffverarbeitung
DE621466C (de) Verfahren zum Erwaermen von elektrisch leitenden Draehten im Durchzugsverfahren mittels Wechselstrom oder Hochfrequenzstrom
DE1602287A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Rohrbuendelkabeln
DE649726C (de) Verfahren zur Herstellung von elektrischen Leitungen mit einer Isolierung aus Mineralpulver
DE2836559B2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Koaxialkabels
DE748808C (de) Verfahren zur Herstellung von elektrischen Heizleiterkabeln
DE704539C (de) Verfahren zum Umpressen elektrischer Kabel mit end- und nahtlosen Maenteln aus Aluminium mittels einer Strangpresse
DE544280C (de) Verfahren zur Herstellung von Rohren oder von Ummantelungen
DE757699C (de) Verfahren zur Herstellung von mehradrigen Leitungen oder Kabeln mit nicht entflammbarer Isolierung
DE1765405A1 (de) Koaxiales Kabel
DE1440048B2 (de) Rohrförmiger innengekühlter elektrischer Leiter mit ungleichförmigen Wandungen und Verfahren zu dessen Herstellung
DE962721C (de) Unter innerem OEl-, Masse- oder Gasdruck betriebenes Hochspannungskabel und Verfahren zu seiner Herstellung
CH221060A (de) Verfahren zur Herstellung von aus einem Kern und aus einer Hülle bestehenden Metalldrähten und nach diesem Verfahren hergestellter Draht.
DE877013C (de) Verfahren zur Herstellung eines Seiles aus Aluminiumdraehten
DE4440507A1 (de) Elektrisches Kabel zur Übertragung von Daten
DE656211C (de) Elektrischer Leitungsdraht und Verfahren zu seiner Herstellung

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)