DE1585010C - Flache Kulierwirkmaschine System Cot ton mit einer Vorrichtung zum Bilden von Teilmaschenreihen beim Herstellen von ge wölbten Taschen in regulären Warenstucken - Google Patents
Flache Kulierwirkmaschine System Cot ton mit einer Vorrichtung zum Bilden von Teilmaschenreihen beim Herstellen von ge wölbten Taschen in regulären WarenstuckenInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine flache Kulier- Slip den anatomischen Formen des Benutzers anwirkmaschine
System Cotton mit einer Vorrichtung zupassen, wobei großer Druck auf die von einem
zum Bilden von Teilmaschehreihen beim Herstellen solchen Textilgegenstand bedeckten Teile des
von gewölbten Taschen in regulären Warenstücken, Körpers vermieden werden soll. Die Abmessungen
insbesondere Herrenslips, unter Verwendung von 5 der Taschen oder Auswölbungen sind der Größe des
zwei gesonderten Preßblechen, die bei der Her- Trägers der Unterwäsche angepaßt, wie dies in der
stellung jeder Teilmaschenreihe in entgegengesetzter Wirkwarenindustrie üblich ist.
Richtung verlagerbar sind, wobei diesen beweglichen Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch Preßblechen Fadenführer zugeordnet sind, die gleich- gelöst, daß bei einer Maschine der eingangs erzeitig mit den Preßblechen verschiebbar sind, um io wähnten Art in der Mitte der Nadelreihe ein zusätzauf den gepreßten Nadeln neue Maschen zu bilden, liches Preßblech vorgesehen ist, welches seitlich nicht während die nicht gepreßten Nadeln, die keinen verschiebbar ist und unterhalb der beiden längs-Eaden aufnehmen, in Ruhestellung belassen sind, verschiebbaren Preßbleche angeordnet ist und eine um die* Maschen,' die zu den geformten letzten Breite hat, die gleich der Breite jedes der längs-Maschenreihen gehören, aufzunehmen. ; 15 verschiebbaren Preßbleche ist.
Richtung verlagerbar sind, wobei diesen beweglichen Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch Preßblechen Fadenführer zugeordnet sind, die gleich- gelöst, daß bei einer Maschine der eingangs erzeitig mit den Preßblechen verschiebbar sind, um io wähnten Art in der Mitte der Nadelreihe ein zusätzauf den gepreßten Nadeln neue Maschen zu bilden, liches Preßblech vorgesehen ist, welches seitlich nicht während die nicht gepreßten Nadeln, die keinen verschiebbar ist und unterhalb der beiden längs-Eaden aufnehmen, in Ruhestellung belassen sind, verschiebbaren Preßbleche angeordnet ist und eine um die* Maschen,' die zu den geformten letzten Breite hat, die gleich der Breite jedes der längs-Maschenreihen gehören, aufzunehmen. ; 15 verschiebbaren Preßbleche ist.
Es ist bekannt, daß die meisten Oberflächen des Die erfindungsgemäße Verwendung von drei Preßmenschlichen
Körpers unregelmäßig sind und daß blechen, von denen das mittlere feststehend und die
derjenige Teil des Körpers, der für gewöhnlich durch beiden seitlichen beweglich angeordnet sind, hat den
Unterwäsche bedeckt ist, Auswölbungen hat. Paß- Vorteil, daß der auf der Kulierwirkmaschine hergerechte
Unterwäsche muß demnach entsprechende 20 gestellten Tasche des Warenstücks eine Größe und
Auswölbuhgen, wie Taschen, aufweisen, damit sie Breite gegeben werden kann, die im wesentlichen der
bequem getragen werden kann. dreifachen Breite des mittleren Preßblechs entspricht.
Es wurde bereits bekannt,. Auswölbungen, wie Damit kann die Tasche so geräumig ausgebildet wer-
Taschen, in Kleidungsstücken dadurch zu erzielen, den, daß sie sich den entsprechenden Auswölbungen
daß auf flachen Kulierwirkmaschinen Teilmaschen- 35 des Körpers bequem anpaßt.
reihen gearbeitet werden. Die bekannten Kulier- Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen bewirkmaschinen
mit. nur zwei Preßblechen ermög- schrieben, in denen ein Ausführungsbeispiel der Erlichen
aber nicht die Ausbildung einer Tasche, die findung dargestellt ist. In den Zeichnungen zeigen
so geräumig ist, daß sie sich den entsprechenden Fig.l und 2 Ansichten von auf einer flachen Auswölbungen des Körpers hinreichend bequem an- 30 Kulierwirkmaschine hergestellten regulären Warenpassen kann. Vielmehr handelt es sich bei diesen stücken, die zum Formen üblicher Unterwäsche ohne Kulierwirkmaschinen lediglich darum, ein Kleidungs- die Körperwölbungen aufnehmende Taschen verstück in einem relativ kleinen Bereich mit einer wendet werden,
Wölbung zu versehen.: r > . F i g. 3 und 4 eine Vorderansicht bzw. eine Seiten-
so geräumig ist, daß sie sich den entsprechenden Fig.l und 2 Ansichten von auf einer flachen Auswölbungen des Körpers hinreichend bequem an- 30 Kulierwirkmaschine hergestellten regulären Warenpassen kann. Vielmehr handelt es sich bei diesen stücken, die zum Formen üblicher Unterwäsche ohne Kulierwirkmaschinen lediglich darum, ein Kleidungs- die Körperwölbungen aufnehmende Taschen verstück in einem relativ kleinen Bereich mit einer wendet werden,
Wölbung zu versehen.: r > . F i g. 3 und 4 eine Vorderansicht bzw. eine Seiten-
Es ist bekannt, daß es für Männer, die plötzliche 35 ansieht eines Herrenslips mit einer auf der erfin-Bewegungen
ausführen müssen, wie z. B. für gewisse dungsgemäßen Maschine hergestellten Tasche;
Sportler^ zweckmäßig ist, das Zusammendrücken von Fig. 5 zeigt einen Schnitt durch die Stuhlnadel-Organen, selbst wenn dieses Zusammendrücken nur barre einer flachen Kulierwirkmaschine mit drei an leicht erfolgt, zu vermeiden. Es ist bei zahlreichen den Stuhlnadeln anliegenden Preßblechen,
Versuchen beobachtet worden, daß lokale oder all- 40 Fig. 6 eine schaubildliche Ansicht eines Teils gemeine Drücke ebenso wie Falten, die ^ich beim einer Arbeitsstelle der flachen Kulierwirkmaschine, Gebrauch eines solchen Slips bilden, zu Einschnüren- wobei die Art und Weise zu sehen ist', in der die gen führen und manchmal beim Träger mehr oder Preßbleche bei der Bewegung, längs der Nadelreihe weniger große Beschwerden hervorrufen, insbe- ,getragen sind; . · ' ,. ,
Sportler^ zweckmäßig ist, das Zusammendrücken von Fig. 5 zeigt einen Schnitt durch die Stuhlnadel-Organen, selbst wenn dieses Zusammendrücken nur barre einer flachen Kulierwirkmaschine mit drei an leicht erfolgt, zu vermeiden. Es ist bei zahlreichen den Stuhlnadeln anliegenden Preßblechen,
Versuchen beobachtet worden, daß lokale oder all- 40 Fig. 6 eine schaubildliche Ansicht eines Teils gemeine Drücke ebenso wie Falten, die ^ich beim einer Arbeitsstelle der flachen Kulierwirkmaschine, Gebrauch eines solchen Slips bilden, zu Einschnüren- wobei die Art und Weise zu sehen ist', in der die gen führen und manchmal beim Träger mehr oder Preßbleche bei der Bewegung, längs der Nadelreihe weniger große Beschwerden hervorrufen, insbe- ,getragen sind; . · ' ,. ,
sondere wenn der Träger der Unterwäsche lange 45 Fig. 7, 8 und 9 zeigen scheinatisch dargestellte
sitzen muß, -wie dies bei der Büroarbeit oder auf Ansichten der Stellungen der drei Preßbleche bei der
Reisen usw. der Fall ist. Auch die Relativbewegun- Herstellung einer in den Fig. 3 und 4 dargestellten
gen zwischen den bedeckten Teilen des Körpers und Tasche, und :
der Unterwäsche oder Slips, die Säume, Falten usw. Fig. 10 "zeigt'"eine.''schematische Darstellung der
aufweisen, führen leicht zu Einschnürungen und 50 Taschenabschnitte der Tasche, wie sie bei der
sogar manchmal zu. organischen Schäden. Stellung der Preßbleche in F i g. 7, 8 und 9 gearbeitet
Es ist daher bei Slips, insbesondere bei Herren- werden.
slips, wesentlich, daß die Organe bedeckt, aber nicht Bekanntlich bestehen voUfassionierte Warenstücke
zusammengedrückt öder in anderer Weise hin und . aus in irgendeiner Weise zusammengesetzten Einzelher
gezerrt werden, wie dies beispielsweise durch 55 teilen, von denen jedes Einzelteil mit veränderlicher
Säume, Falten pder andere Einschnürungen manch- "Breite hergestellt ist, wobei die Breite der Maschenmal
beim Tragen der Fall ist. Die hierbei zu er- reihen geändert wird, um von den Kanten her nach
füllenden Bedingungen sind für die bei der Her- innen »Minderungen« und nach außen hin »Erstellung
der sogenannten Suspensorien verwendeten Weiterungen« vorzunehmen. Zur Erzielung einer ein-Verfahrcn
im einzelnen untersucht worden. Das 60 wandfreien Randkante des hergestellten Warengleichzeitige Tragen eines Suspensoriums und eines Stücks erfolgt die Breitensteuerung der Maschen-Slips
ist aber in den meisten Fällen lästig. , reihen in Übereinstimmung mit der Bewegungs-
Demgegenüber besteht die Aufgabe der Erfindung begrenzung des das Garn legenden Fadenführers
darin, eine heue Vorrichtung zum Herstellen von Derartige Einzelteile von vollfassionierten Waren
Warenstücken, insbesondere von Herrensüps, anzu- 65 stücken, die auf einer flachen Kulierwirkmaschine ii
geben, die an mindestens einem ihrer Teile einen der gewünschtun Form hergestellt sind, werden an
aiisgewölbten Teil, eine Tasche oder, eine andere schließend miteinander verkettelt oder auf ändert
c aufweisen, die da/ti vorgesehen ist, den Weise an der beim Wirken hergestellten Kante seit
lieh miteinander verbunden, um das gewünschte
Warenstück, beispielsweise einen Slip, herzustellen.
Die Einzelteile dieser Wirkware werden vorzugsweise an ihrem oberen Teil mit elastischen Kanten
versehen. Die Einzelteile werden in den Endabschnitten der Maschenreihen durch Ketteln miteinander
verbunden. Mittels dieses Verfahrens werden die auf der !lachen Kulierwirkmaschine hergestellten
Einzelteile zu Unterwäsche, wie Unterhosen, Slips, Badeanzügen usw., und, was die Oberbekleidung
anbetrifft, zu Wolljacken, Pullovern u. dgl. zusammengesetzt. _, .
Die auf diese Weise hergestellte Ober- und Unterbekleidung hat jedoch die eingangs erwähnten Nachteile.
.'■ .7
Auf der erfindungsgemäßen flachen Kulierwirkmaschine werden durch Teilpressen bei der Herstellung
des Warenstücks Maschenreihen von Teilbreiten in verschiedener Zahl, und zwar entsprechend
der Form der herzustellenden Tasche, gearbeitet, wobei diese Maschenreihen wahlweise in ein in üblicher
Weise gearbeitetes Warenstück eingearbeitet werden. Die so geformten Taschen geben dem Gegenstand
eine der Körperform entsprechende »anatomische« Form.
Fig. 1 zeigt die Ansicht eines regulären Einzelteils
zur Herstellung einer üblichen Unterhose od. dgl., wobei der vordere Einzelteil in voll ausgezogenen
Linien und der hintere Einzelteil in gestrichelten Linien dargestellt ist. Die beiden Einzelteile werden
gesondert gearbeitet und werden dann durch Ketteln an der Stelle 2 verbunden. Jeder Einzelteil ist bei
seiner Herstellung fassioniert worden, um die Längen aufeinanderfolgender Maschenreihen zu ändern und
auf diese Weise die Einzelteile an ihren Kanten zu formen; jedoch sind die Mittelabschnitte der Einzelteile
flach gearbeitet. In den meisten Fällen wird in die Mittelfläche zwischen den Linien 1 und 3 ein
Verstärkungsfaden eingearbeitet. Fig. 2 zeigt einen Einzelteil, der als einheitliches Stück gearbeitet ist
und zu einem Slip verarbeitet wird. Der vordere Teil des in F i g. 2 dargestellten Einzelteils ist in der
Fläche zwischen den Linien 1 und 3 durch einen zusätzlich eingearbeiteten Faden verstärkt.
F i g. 3 und 4 zeigen in einer Vorder- und Seitenansicht
einen Herrenslip, dessen Tasche mit der erfindungsgemäßen
flachen Kulierwirkmaschine durch Teihnaschenreihen gebildet ist. Die Stuhlnadeln 103
(Fig. 5) werden bei der Herstellung der Teilmaschenreihen
durch die Preßbleche 100, 101 und 102, die sich in Richtung des Pfeils Ii bewegen, gegen
die Preßkante 104 der Preßschiehe 105 gedruckt. Die Einwirkung der Preßbleche 101, 102 erfolgt auf die
Gruppe von Nadeln 103, die zu diesem Zeitpunkt allein arbeiten sollen, um die Teihnaschenreihen zu
bilden. Während dieses Teilpressens müssen die Nadeln mit offenen Nadelhaken untätig bleiben»
müssen ihre Nadelhaken offenhalten und müssen auch die zuvor geformten letzten Maschenreihen
halten. Um die besondere Stellung der Nadeln zu erreichen und das übliche Schließen aller Nadelhaken
zu vermeiden, wie dies bei Maschenreihen üblicher Maschen der Fall ist, wird die Horizontalbewegung
der Nadeln oder die Preübewegung zeitweise durch das Arbeiten eines besonderen Nockens,
dessen Profil für diesen Zweck in besonderer Weise ausgebildet ist, geändert.
In F i g. 6 ist die Steueranordnung für die Preßbleche 100, 101 und 102 beim Herstellen einer Teilmaschenreihe dargestellt. Wie ersichtlich, legt der
Fadenführer 118 den Faden für eine Teilmaschenreihe derjenigen Stuhlnadeln 103 vor, die gepreßt
wurden. Die Preßbleche 100, 101 und 102, die sich zum Pressen der arbeitenden Nadeln 103 nach innen
bewegen, sind auf einem Untergestell gelagert, das
. aus den Trägern 106,107 besteht, die Von. einer Welle 108 getragen sind, die in den oberen Enden
ίο der Arme 109,109 α gelagert ist. Die unteren Enden
der Arme 109,109 a sitzen auf einer Welle 110, auf die eine Schwingbewegung durch übliche Nockenscheiben übertragen wird, so daß die Preßbleche 100,
101 und 102 in einer Preßbewegung zu den Nadeln 103 hin und dann von den Nadeln 103 weg bewegt
werden. Die Preßbleche 100,101 und 102 müssen in
genauer Höhe unterhalb der" Ebene des Abschlagkammes 111 der Kulierwirkmaschine arbeiten, wobei
die lotrechte Stellung der Preßbleche durch den an
so der Welle 108 befestigten Arm 112 (F i g. 6) gesteuert
wird. ' ■.'■;■
Schließlich erfordern die verschiedenen Breiten der Teilmaschenreihen auch Längsversatzbewegungen
entsprechend der Arbeitsbreite des Fadenführers. Zu diesem Zwecke gleiten die die äußeren Preßbleche
101, 102 tragenden Träger 106,107 in Längsrichtung auf der mit einer Keilnut versehenen Welle 108
, (Fig. 6). Die Träger 106,107 sind, mit Armen 113,
114 verbunden, welche auf den zugehörenden Antriebsstangen 115 bzw. 116 befestigt sind, die mit den
üblichen Teilen, die die Bewegung des Fadenführers begrenzen, verbunden sind. . ~ '
Das mittlere Preßblech 100 dagegen ist nicht iängsverschieblich, sondern unterhalb der nebeneinanderliegenden
äußeren Preßbleche 101 und 102 auf der
Welle 108 mittels einer Schraube 117 befestigt..:'',...,. Zur Erzielung einer progressiven Taschenform gemäß
den Fig. 7 bis 10 wird die beschriebene Vorrichtung verwendet: . ■■.-·-.:. ·:. ■-...·
Zu Beginn der Herstellung der Tasche liegen die drei Preßbleche 100, 101 und 102 nebeneinander, wie
Fig. 7 zeigt. Das erste Preßblech 101 liegt zwischen den Punkten B und C, das zweite Preßblech 100 liegt
zwischen den Punkten C und D, und das dritte Preßbjech
102 liegt zwischen den Punkten D und E, um die zwischen den Punkten D und E befindlichen
Nadeln zu pressen, denen Garn zugeführt worden ist, während die zwischen den Punkten A und B sowie E und F befindlichen Nadeln, die .Maschen einer '
vorher, geformten vollständigen Maschenreihe halten. Nach der Herstellung jeder Teilmaschenreihe werden
die äußeren Preßbleche 101, 102 um ein gleiches Ausmaß in zwei Teilschritten der Wirkmaschine
nacheinander nach innen bewegt, bis die äußeren
Preßbleche 101, 102 über dem "mittleren Preßblech
100 liegen (Fig. 8).
..Dann folgt, eine Utnkehrbewegung, in der die
Breite der aufeinanderfolgenden Maschenreihen vergrößert wird. Zu diesem Zwecke werden die äußeren
Preßbleche 101, 102 in zwei oder mehr Teilschritten der Maschine nach jeder Teilmaschenreihe nach
außen versetzt. Die Bewegung des Fadenführers nimmt im gleichen Maße zu, wie sich die Breite der
Teilmaschenreihen erhöht, bis die Breite B-E (Fig. 9) erreicht worden ist. Während der Herstellung
der vergrößerten Teihnaschenreihen werden die Endmaschen mit den Endmaschen der vorher gearbeiteten
Teilmaschenreihen verringerter Breite ver-
bunden, um die die Körperauswölbung aufnehmende Tasche, zu bilden.
Der beschriebene vollständige Zyklus kann je nach der gewünschten Form der Tasche mehrmals wiederholt
werden. Die F i g. 3 und 4 zeigen beispielsweise die Form eines Slips, der mit zwei vollständigen
Zyklen erhalten wurde.' Wenn die Bildung der Tasche auf der Breite der zwischen dein Punkten B und E
liegenden "Nadeln (F ig. 9) beendet ist, wird die
übliche Herstellung der vollständigen Maschenreihen zwischen den Punkten A und F in üblicher Weise
über die gesamte Breite fortgesetzt. Zu diesem Zweck werden die drei Preßbleche in Ruhestellung gebracht,
und das Pressen der Nadeln wird in der bei flachen Kulierwirkmaschinen bekannten Weise ausgeführt.
In Fig.10 hat die erste Teilmaschenreihe eine
Breite B-E. Zur Herstellung dieser Breite wird die
übliche Preßvorrichtung ausgeschaltet, dagegen werden die zu der Hilfspreßvorrichtung gehörenden drei
Preßbleche 100,101 und 102 entsprechend der Breite eingeschaltet und pressen die zu dem Teil B-E gehörenden
Stuhlnadeln. Gleichzeitig werden auch die üblichen Fadenführer und gegebenenfalls der Verstärkungsfadenführer
über ein verringertes Ausmaß bewegt, um den Faden nur den zu dem Teil B-E gehörenden
Nadeln zuzuführen. Die Minderdecker, die jetzt nicht arbeiten, liegen in Wartestellung, so daß
die erste Teilmaschenreihe B-E gearbeitet wird.
Entsprechend der gewünschten Tasche werden mehrere TeilmaschenreihenBl-El,B2-E2 usw. abnehmender
Breite gearbeitet, wobei die Preßbleche
101 und 102 schrittweise nach innen über das Preßblech 100 geschoben werden und die Bewegungsbahn
der Fadenführer verringert wird.
Die kleinste Arbeitsbreite wird durch die Arbeitsbreite des feststehenden mittleren Preßblechs 100
bestimmt, sobald die äußeren Preßbleche 101 und
102 vollständig nach innen bewegt worden sind, wie F ί g. 8 zeigt. Die größte Breite der Teilmaschenreihe
darf die Gesamtbreite der drei Preßbleche 100,101 und 102 (Fig. 7) nicht überschreiten. Nach Fertigstellung
der Teilmaschenreihe C-D werden mehrere Teilmaschenreihen zunehmender Breite gearbeitet,
wobei die Preßbleche 101 und 102 schrittweise nach außen bewegt werden, und zwar gleichzeitig mit der
vergrößerten Bewegung der Fadenführer. Es werden also neue und in der Breite zunehmende Teilmaschenreiheri
hergestellt, wobei die neuen Maschen mit den während der »Minderung« auf den Stuhlnadeln
verbliebenen Maschen verbunden werden, wodurch Verbindungsstellen oder Verbindungslinien
entstehen, die auf den Seitenflächen der Tasche nach Fertigstellung des Gegenstandes sichtbar sind.
Nach der Herstellung der Teilmaschenreihe B 3-E 3 ' ist der erste Herstellüngszyklus einer Auswölbung
oder Tasche beendet.
Er.f ahrungsgemäß muß zur Herstellung einer Tasche geräumigerer Größe und Form jedoch der erste Zyklus
mehrmals wiederholt werden. Vorzugsweise werden - daher die Zonen B 3-B 4 und B A-B'. gearbeitet, ehe
das übliche Arbeiten längs der Maschenreihe A'-F' wieder aufgenommen wird. Die drei Preßbleche werden
dann wieder ausgeschaltet, so daß das herkömmliche Arbeiten erfolgt. Die die Maschenreihen A-B
und E-F herstellenden" Stuhlnadeln werden also
wieder eingeschaltet. Die Maschen, die auf den Maschenreihen A -B und E-F gehalten worden sind,
werden wieder mit den Maschen vereinigt, die auf den Teilen A'-B' und E'-F' gearbeitet werden.
Mit dieser Arbeitsweise werden Taschen hergestellt, die in bezug auf eine lotrechte Achse symmetrisch
sind und die im dargestellten Beispiel bei Herrenslips verwendet werden.
Die beschriebene Vorrichtung ermöglicht auch die Herstellung von Taschen unsymmetrischer Form, wie
sie beispielsweise für den Busen in Badeanzügen erwünscht sind. In diesem Falle wird die Bewegung
der beiden Preßbleche 101 und 102 einzeln-und mustergemäß durch bekannte, wahlweise arbeitende
Steuervorrichtungen erzielt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Flache Kulierwirkmaschine System Cotton mit einer Vorrichtung zum Bilden von Teilmaschenreihen beim Herstellen von gewölbten Taschen in regulären Warenstücken, insbesondere Herrenslips, unter Verwendung von zwei gesonderten Preßblechen, die bei der Herstellung jeder Teilmaschenreihe in entgegengesetzter Richtung verlagerbar, sind, wobei diesen beweglichen Preßblechen Fadenführer zugeordnet sind, die gleichzeitig mit den Preßblechen verschiebbar sind, um auf den gepreßten Nadeln neue Maschen zu bilden, während die nicht gepreßten Nadeln, die keinen Faden aufnehmen, in Ruhestellung belassen sind, um die Maschen, die zu den geformten letzten Maschenreihen gehören, aufzunehmen, dadurch gekennzeichnet, daß in der Mitte der Nadelreihe ein zusätzliches Preßblech (100) vorgesehen ist, welches seitlich nicht verschiebbar ist und unterhalb der beiden lärigsverschiebbaren Preßbleche (101,102) angeordnet ist und eine Breite hat, die gleich der Breite jedes der längsverschiebbaren Preßbleche (101,102) ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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