DE1583309C - Pfanne zum Transport und zum Char gieren von schmelzflussigem Material - Google Patents

Pfanne zum Transport und zum Char gieren von schmelzflussigem Material

Info

Publication number
DE1583309C
DE1583309C DE1583309C DE 1583309 C DE1583309 C DE 1583309C DE 1583309 C DE1583309 C DE 1583309C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pan
circumference
pin
curve
converter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Dipl. Ing.; Hub tier Franz Dipl.-Ing.; Wieser Karl. Ing ; Linz Donau Jilek (Osterreich)
Original Assignee
Vereinigte Österreichische Eisen- und Stahlwerke AG, Linz (Osterreich)
Publication date

Links

Description

Die meisten heute verwendeten Pfannen für metallurgische Zwecke, insbesondere Roheisenpfannen, haben einen zylindrischen Mantel, der an gegenüberliegenden Stellen Zapfen zum Ergreifen und Kippen der Pfanne aufweist. An der oberen Mündung sind in dem zylindrischen Mantel mehr oder weniger große Schnauzen eingesetzt und mit der Wand der Pfanne verschweißt. Hier schließt der Schnauzenboden mit der Wand der Roheisenpfanne einen flachen, stumpfen Winkel ein. Diese Ausbildung der gebräuchlichen Roheisenpfannen hat verschiedene Nachteile. Beim Entleeren von mittels einer solchen Pfanne zu einem kippbaren Konverter gebrachtem Roheisen muß die Pfanne, damit sie völlig entleert wird, um mehr als 90° gekippt werden. Dabei bewegt sich die Schnauze, die über die Mündung des Konverters nach innen ragen muß, nach unten, und der Konverter muß eine Kippbewegung entgegen der Kippbewegung der Pfanne durchfühlen, damit die Entleerung erfolgen kann. Dieses Gegeneinanderkippen eines Konverters und einer Roheisenpfanne erfordert höchste Sorgfalt und Erfahrung des Bedienungspersonals, damit nicht Roheisen ausläuft und entweder den Konvertermantel verunreinigt oder durch Spritzen das Personal gefährdet. Weitere Schwierigkeiten können sich ergeben, wenn der Konverter das Abstichloch auf der Chargierseite hat, denn dann läuft ein Teil des chargierten Roheisens durch das Abstichloch aus, wenn man nicht ein zeitraubendes festes Verschließen des Abstichloches mit feuerfester Masse vor jedem Chargieren durchführen will. Schließlich erfordert das Kippen eines schweren Konverters auch einen beträchtlichen Energieaufwand.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer Pfanne, die zur vollständigen Entleerung nur um einen kleineren Winkel gekippt zu werden braucht als die gebräuchlichen Schnauzenpfannen, und die es ermöglicht, daß beim Chargieren eines Konverters eine Gegenkippbewegung des Konverters unnötig ist.
Die Pfanne gemäß der Erfindung, mit der diese Aufgabe gelöst wird, ist dadurch gekennzeichnet, daß ihr Mantel in Form eines schiefen Kegelstumpfes ausgebildet ist. Vorzugsweise besitzt die Mündung der Pfanne einen kurvenförmigen Verlauf, der auf dem halben Umfang von Zapfen zu Zapfen halbkreisförmig ist und auf dem anderen halben Umfang von Zapfen zu Zapfen eine von der Kreisform abweichende, einfach symmetrische Kurve darstellt, wobei der in der Symmetrieachse liegende Kurvenpunkt von der Mittelachse der Pfanne die weiteste Entfernung hat. Die Kurve kann halbellipsenförmig oder parabolisch sein. Zweckmäßig ist der Boden der Pfanne kreisförmig oder auf dem halben Umfang halbkreisförmig und hat auf dem anderen halben Umfang eine von der Kreisform abweichende, einfach symmetrische Kurvenform, wobei der in der Symmetrieachse liegende Kurvenpunkt vom Mittelpunkt des Bodens den weitesten Abstand besitzt. Die einfach symmetrische Kurvenform kann halbelliptisch oder parabolisch sein.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Hrfmdungsgcgcnstandcs und seine Unterschiede gegenüber den gebräuchlichen Pfannen näher erläutert.
F i g. 1 zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten Roliciscnpfanne;
F i g. 2 und 3 sihd Draufsichten auf zwei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Pfanne.
In der erfindungsgemäßen Ausbildung einer Pfanne nach Fig. 1 hat der Mantel 1 die "Form eines schiefen Kegelstumpfes. Die Pfanne ist in einem Tragring!,, der an gegenüberliegenden Stellen Trag- bzw. Kippzapfen 3 aufweist, gelagert, wobei auch der Tragring 2 die Form eines schiefen Kegelstumpfes aufweist. Wie aus F i g. 2 ersichtlich ist, folgt die Mündungskontur 7 der erfindungsgemäßen Roheisenpfanne auf ihrem halben Umfang von Zapfen zu' Zapfen in Richtung des Pfeiles α einer Halbkreisform und über den anderen halben Umfang in Richtung des Pfeiles b einer von der Kreisform abweichenden, einfach symmetrischen Kurve, deren in der Symmetrieachse liegender Kurvenpunkt 8 von der Mittelachse 9 der Pfanne die weiteste Entfernung hat, also weiter entfernt ist von der Achse 9 als der gegenüberliegende auf dem Halbkreisbogen liegende
sw Umfangspunkt. Die durch die einfach symmetrische Kurve gebildete Kontur kann halbelliptisch oder parabolisch sein; sie bestimmt den Querschnitt einer verhältnismäßig tiefen Rinne. Der Boden 10 der Pfanne nach F i g. 2 ist kreisförmig ausgebildet.
Bei der abgeänderten Ausführungsform nach Fig. 3 ist die Mündungskontur der Pfanne die gleiche wie in Fig. 2, jedoch ist der Boden 10' auf dem halben Umfang in Richtung des Pfeiles α halbkreisförmig und in Richtung des Pfeiles b wieder in Form einer von der Kreisform abweichenden, einfach symmetrischen Kurve ausgebildet, die die Merkmale der bei F i g. 2 beschriebenen entsprechenden Kontur der Mündung besitzt.
Bei der erfindungsgemäßen Pfanne sind also die Mantelerzeugenden durchwegs Gerade; die Pfanne hat keine abgewinkelte Schnauze und dementsprechend weit bessere Ausflußeigenschaften. Beim Chargieren von Roheisen mittels einer solchen Pfanne in einem Konverter wird der Konverter in eine gewisse Kippstellung nach vorne geneigt. Die Pfanne wird dann gegen die Konvertermündung gekippt, aber der Kippwinkel zum vollständigen Auslaufen ist kleiner als bei einer herkömmlichen Pfanne. Der Konverter braucht während des Einkippens der Pfanne nicht bewegt zu werden. Auf diese Weise werden auch noch andere Vorteile erzielt. Da der Konverter in steilerer Stellung stehen bleiben kann, wird die Wucht des einfließenden Roheisenstrahles auf das feuerfeste Mauerwerk gemildert.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Pfanne zum Transport und Chargieren von schmelzflüssigen Materialien, insbesondere Roheisen, dadurch gekennzeichnet, daß ihr Mantel in Form eines schiefen Kegelstumpfes ausgebildet ist.
2. Pfanne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündung der Pfanne einen kurvenförmigen Verlauf besitzt, der auf dem halben Umfang von Zapfen zu Zapfen halbkreisförmig ist und auf dem anderen halben Umfang von Zapfen zu Zapfen eine von der Kreisform abweichende, einfach symmetrische Kurve darstellt, wobei der in der Symmetrieachse liegende Kurvenpunkt von der Mittelachse der Pfanne die weiteste Entfernung hat.
3. Pfanne nach den Ansprüchen I und 2, da-
1
durch gekennzeichnet, daß der Boden der Pfanne kreisförmig ist.
4. Pfanne nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden der Pfanne auf dem halben Umfang halbkreisförmig ist und auf dem anderen halben Umfang eine von der Kreisform abweichende, einfach symmetrische Kurvenform hat, wobei der in der Symmetrieachse liegende Kurvenpunkt vom Mittelpunkt des Bodens den weitesten Abstand besitzt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2316757C3 (de) Gießpfanne für Stahl
DE2065105C3 (de) Metallurgischer Ofen
DE1583309C (de) Pfanne zum Transport und zum Char gieren von schmelzflussigem Material
WO2000010754A1 (de) Metallurgisches gefäss
DE1096039B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einblasen von Gas und pulverfoermigen Stoffen in Metallschmelzen
DE1583309B1 (de) Pfanne zum Transport und zum Chargieren von schmelzfluessigem Material
DE102007035452B4 (de) Pralltopf
DE2400069A1 (de) Drehrohrofen mit kuehlrohren
DE3305611C1 (de) Schrottchargierkorb für Elektro-Lichtbogenöfen
DE2223909A1 (de) Tragvorrichtung für ein Konvertergefäß
DE1433561A1 (de) Converter
DE2730973A1 (de) Drehkonverter zum gleichzeitigen erhitzen und blasen
AT236860B (de) Metallener, einwandiger Behälter
DE966528C (de) Verfahren zum Zwischenabziehen der Schlacke aus einem Dreh- oder Schaukelofen
DE2050933C3 (de) Behälter für die Aufnahme und Abgabe von flüssigem Metall
DE2804714A1 (de) Abzugshaube
DE1246000B (de)
DE69300761T2 (de) Innerer Ausguss aus feuerfestem Material zur Verwendung in metallurgischen Gefässen.
AT222052B (de) Deckel für Schachtabdeckungen in Fahrbahnen u. dgl.
DE580897C (de) Kippbares Traenkbecken
DE2125225A1 (de) Beschickungsvorrichtung für einen Schachtofen
DE606085C (de) Roheisenmischer
CH535548A (de) Automatischer Aschenbecher
DE822972C (de) Einrichtung zur Zusammenkupplung eines Muellgefaesses mit einer mechanischen Entleerungsvorrichtung an einem Sammelbehaelter
DE1556520C2 (de) Mit losem Gut, insbesondere Müll zu beladender Behälter