DE1583309C - Pfanne zum Transport und zum Char gieren von schmelzflussigem Material - Google Patents
Pfanne zum Transport und zum Char gieren von schmelzflussigem MaterialInfo
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Description
Die meisten heute verwendeten Pfannen für metallurgische Zwecke, insbesondere Roheisenpfannen,
haben einen zylindrischen Mantel, der an gegenüberliegenden Stellen Zapfen zum Ergreifen und
Kippen der Pfanne aufweist. An der oberen Mündung sind in dem zylindrischen Mantel mehr oder
weniger große Schnauzen eingesetzt und mit der Wand der Pfanne verschweißt. Hier schließt der
Schnauzenboden mit der Wand der Roheisenpfanne einen flachen, stumpfen Winkel ein. Diese Ausbildung
der gebräuchlichen Roheisenpfannen hat verschiedene Nachteile. Beim Entleeren von mittels
einer solchen Pfanne zu einem kippbaren Konverter gebrachtem Roheisen muß die Pfanne, damit sie
völlig entleert wird, um mehr als 90° gekippt werden. Dabei bewegt sich die Schnauze, die über die Mündung
des Konverters nach innen ragen muß, nach unten, und der Konverter muß eine Kippbewegung
entgegen der Kippbewegung der Pfanne durchfühlen, damit die Entleerung erfolgen kann. Dieses Gegeneinanderkippen
eines Konverters und einer Roheisenpfanne erfordert höchste Sorgfalt und Erfahrung
des Bedienungspersonals, damit nicht Roheisen ausläuft und entweder den Konvertermantel verunreinigt
oder durch Spritzen das Personal gefährdet. Weitere Schwierigkeiten können sich ergeben, wenn
der Konverter das Abstichloch auf der Chargierseite hat, denn dann läuft ein Teil des chargierten
Roheisens durch das Abstichloch aus, wenn man nicht ein zeitraubendes festes Verschließen des Abstichloches
mit feuerfester Masse vor jedem Chargieren durchführen will. Schließlich erfordert das
Kippen eines schweren Konverters auch einen beträchtlichen Energieaufwand.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer Pfanne, die zur vollständigen Entleerung nur um
einen kleineren Winkel gekippt zu werden braucht als die gebräuchlichen Schnauzenpfannen, und die es
ermöglicht, daß beim Chargieren eines Konverters eine Gegenkippbewegung des Konverters unnötig
ist.
Die Pfanne gemäß der Erfindung, mit der diese Aufgabe gelöst wird, ist dadurch gekennzeichnet,
daß ihr Mantel in Form eines schiefen Kegelstumpfes ausgebildet ist. Vorzugsweise besitzt die Mündung
der Pfanne einen kurvenförmigen Verlauf, der auf dem halben Umfang von Zapfen zu Zapfen halbkreisförmig
ist und auf dem anderen halben Umfang von Zapfen zu Zapfen eine von der Kreisform abweichende,
einfach symmetrische Kurve darstellt, wobei der in der Symmetrieachse liegende Kurvenpunkt
von der Mittelachse der Pfanne die weiteste Entfernung hat. Die Kurve kann halbellipsenförmig
oder parabolisch sein. Zweckmäßig ist der Boden der Pfanne kreisförmig oder auf dem halben Umfang
halbkreisförmig und hat auf dem anderen halben Umfang eine von der Kreisform abweichende, einfach
symmetrische Kurvenform, wobei der in der Symmetrieachse liegende Kurvenpunkt vom Mittelpunkt
des Bodens den weitesten Abstand besitzt. Die einfach symmetrische Kurvenform kann halbelliptisch
oder parabolisch sein.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Hrfmdungsgcgcnstandcs und seine Unterschiede
gegenüber den gebräuchlichen Pfannen näher erläutert.
F i g. 1 zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemäß
ausgebildeten Roliciscnpfanne;
F i g. 2 und 3 sihd Draufsichten auf zwei Ausführungsbeispiele
der erfindungsgemäßen Pfanne.
In der erfindungsgemäßen Ausbildung einer Pfanne nach Fig. 1 hat der Mantel 1 die "Form eines schiefen
Kegelstumpfes. Die Pfanne ist in einem Tragring!,, der an gegenüberliegenden Stellen Trag- bzw. Kippzapfen
3 aufweist, gelagert, wobei auch der Tragring 2 die Form eines schiefen Kegelstumpfes aufweist.
Wie aus F i g. 2 ersichtlich ist, folgt die Mündungskontur 7 der erfindungsgemäßen Roheisenpfanne
auf ihrem halben Umfang von Zapfen zu'
Zapfen in Richtung des Pfeiles α einer Halbkreisform und über den anderen halben Umfang in
Richtung des Pfeiles b einer von der Kreisform abweichenden, einfach symmetrischen Kurve, deren in
der Symmetrieachse liegender Kurvenpunkt 8 von der Mittelachse 9 der Pfanne die weiteste Entfernung hat,
also weiter entfernt ist von der Achse 9 als der gegenüberliegende auf dem Halbkreisbogen liegende
sw Umfangspunkt. Die durch die einfach symmetrische Kurve gebildete Kontur kann halbelliptisch oder
parabolisch sein; sie bestimmt den Querschnitt einer verhältnismäßig tiefen Rinne. Der Boden 10 der
Pfanne nach F i g. 2 ist kreisförmig ausgebildet.
Bei der abgeänderten Ausführungsform nach Fig. 3 ist die Mündungskontur der Pfanne die
gleiche wie in Fig. 2, jedoch ist der Boden 10' auf
dem halben Umfang in Richtung des Pfeiles α halbkreisförmig
und in Richtung des Pfeiles b wieder in Form einer von der Kreisform abweichenden, einfach
symmetrischen Kurve ausgebildet, die die Merkmale der bei F i g. 2 beschriebenen entsprechenden
Kontur der Mündung besitzt.
Bei der erfindungsgemäßen Pfanne sind also die Mantelerzeugenden durchwegs Gerade; die Pfanne
hat keine abgewinkelte Schnauze und dementsprechend weit bessere Ausflußeigenschaften. Beim
Chargieren von Roheisen mittels einer solchen Pfanne in einem Konverter wird der Konverter in
eine gewisse Kippstellung nach vorne geneigt. Die Pfanne wird dann gegen die Konvertermündung gekippt,
aber der Kippwinkel zum vollständigen Auslaufen ist kleiner als bei einer herkömmlichen Pfanne.
Der Konverter braucht während des Einkippens der Pfanne nicht bewegt zu werden. Auf diese Weise
werden auch noch andere Vorteile erzielt. Da der Konverter in steilerer Stellung stehen bleiben kann,
wird die Wucht des einfließenden Roheisenstrahles auf das feuerfeste Mauerwerk gemildert.
Claims (4)
1. Pfanne zum Transport und Chargieren von schmelzflüssigen Materialien, insbesondere Roheisen,
dadurch gekennzeichnet, daß ihr Mantel in Form eines schiefen Kegelstumpfes ausgebildet
ist.
2. Pfanne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündung der Pfanne einen
kurvenförmigen Verlauf besitzt, der auf dem halben Umfang von Zapfen zu Zapfen halbkreisförmig
ist und auf dem anderen halben Umfang von Zapfen zu Zapfen eine von der Kreisform abweichende,
einfach symmetrische Kurve darstellt, wobei der in der Symmetrieachse liegende Kurvenpunkt
von der Mittelachse der Pfanne die weiteste Entfernung hat.
3. Pfanne nach den Ansprüchen I und 2, da-
1
durch gekennzeichnet, daß der Boden der Pfanne kreisförmig ist.
4. Pfanne nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden der Pfanne
auf dem halben Umfang halbkreisförmig ist und auf dem anderen halben Umfang eine von der
Kreisform abweichende, einfach symmetrische Kurvenform hat, wobei der in der Symmetrieachse
liegende Kurvenpunkt vom Mittelpunkt des Bodens den weitesten Abstand besitzt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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