DE158300C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B15/00—Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
- B30B15/30—Feeding material to presses
- B30B15/302—Feeding material in particulate or plastic state to moulding presses
- B30B15/308—Feeding material in particulate or plastic state to moulding presses in a continuous manner, e.g. for roller presses, screw extrusion presses
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Filling Or Emptying Of Bunkers, Hoppers, And Tanks (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Leistungsfähigkeit der bekannten Torfund Tonstrangpressen wird dadurch sehr
ungünstig beeinflußt, daß in dem Trichter, mittels dessen das zu verarbeitende Material
der Messerwelle zugeführt wird, häufig Störungen eintreten, indem die eingefüllten
Torf- oder Tonklumpen Gewölbe bilden, welche das Nachrutschen des Materials auf die
Messerwelle verhindern. In dem unterhalb
ίο des Gewölbes entstehenden Hohlraum rotiert
dann die Messerwelle so lange im Leergang, bis das Gewölbe durch Druck von oben her
zusammenbricht. Die vorliegende Erfindung bezweckt, die Bildung dieser Gewölbe zu
verhüten und dadurch die regelmäßige und gleichmäßige Zuführung des Materials zu der
Messerwelle herbeizuführen.
Die Zeichnung stellt in einem Beispiel eine Torfmaschine dar, deren Fülltrichter gemäß
vorliegender Erfindung eingerichtet ist, und zwar zeigt
Fig. ι einen Querschnitt,
Fig. 2 eine Ansicht und
Fig. 3 einen Längsschnitt.
Fig. 2 eine Ansicht und
Fig. 3 einen Längsschnitt.
In an dem Trichtergehäuse 1 befesigten Lagern sind bei diesem Beispiel zwei Wellen
2, 3 gelagert, welche von der Messerwelle 4 aus durch das Zahnrädervorgelege 5,6, 7,
8,8α in rasche Umdrehung versetzt werden.
Im Innern des Trichters 1 sind die Wellen 2, 3 abgekröpft und zu Bügeln 9, ga ausgebildet.
Durch die rasche Drehung dieser Bügel 9, ga wird etwa die gleiche Wirkung
wie durch die Entfernung der Gehäusewandung erzielt; das eingefüllte Material fällt frei im
Innern des Trichters herab, da die Reibung an den von den Bügeln berührten Stellen
aufgehoben ist.
Die Anordnung und Anzahl der Bügel 9, ga
im Fülltrichter kann je nach der Größe der Maschine und der Beschaffenheit des zu
verarbeitenden Torfes oder Tones eine verschiedene sein. Bei kleineren Maschinen genügt
eine Welle, diese wird dann zweckmäßig derart im Gehäuse 1 gelagert, daß
deren Mittellinie etwa die Mittellinie des Trichters schneidet und daß die Endpunkte
des Bügels die Gehäusewandung bestreichen. Bei Anwendung mehrerer Wellen wird vorteilhaft
die in der Zeichnung dargestellte Anordnung angewendet; die beiden Wellen werden, die eine unterhalb oder neben der
anderen derart angeordnet, daß ihre Kreisbahnen sich in einem Punkte annähernd berühren;
hierbei rotieren die Bügel wie ein Walzenpaar gegeneinander. Eine ganz besonders
vorteilhafte Wirkung" wird erzielt durch die Kombination der letzteren Anordnung
mit einer Zackenwalze 10 an sich bekannter Art, wie dies in der Zeichnung dargestellt
ist. Auf der Zackenwalze 10 lastet hierbei beständig ein frei herabfallender
Klumpen von der durch die Kreisbogen 9, ga begrenzten Form, so daß ein Leerlaufen der
Zackenwalze und infolgedessen auch der Messerwelle bei gefülltem Trichter ausgeschlossen
ist; außerdem wird die Schleuderwirkung der Zackenwalze noch wirksam durch den nach unten hin wirkenden Schlag
des unteren Bügels 9 unterstützt.
Die Form der Bügel 9,9" wird zweckmäßig der Querschnittsform des Trichters
angepaßt; die Bügel sind rechteckig bei rechteckigem,
kreisbogenförmig bei kreisrundem, ovalbogenförmig bei ovalem Querschnitt des Trichters. Zur Unterstützung" der Wirkung
des eigentlichen Zerreißmechanismus der Maschine (Zackenwalze und Messerwelle) können
die vorderen Endflächen der Bügel 9, ga mit scharfen Spitzen oder dergl. versehen sein.
Die von der Messerwelle zu verarbeitenden Torf- und Tonklumpen sind von sehr ungleichmäßiger Beschaffenheit; teils sind sie faserreich, zähe und mit mehr oder weniger harten Körpern durchsetzt, teils bilden sie eine weiche, homogene Masse. Diese wechselnde Beschaffenheit der Klumpen hat nun zur Folge, daß die Messerwelle je nach der Natur der ihr gerade zugeführten Klumpen mehr oder weniger Brei erzeugt. Werden nun der Messerwelle zeitweise zuviel weiche oder homogene Klumpen zugeführt, so kann es vorkommen, daß mehr Brei erzeugt wird, als durch das Schneckenstück auf der Messerwelle nach dem Mundstück zu abgeleitet werden kann; der Brei steigt dann in dem Raum über der Messerwelle empor.
Die von der Messerwelle zu verarbeitenden Torf- und Tonklumpen sind von sehr ungleichmäßiger Beschaffenheit; teils sind sie faserreich, zähe und mit mehr oder weniger harten Körpern durchsetzt, teils bilden sie eine weiche, homogene Masse. Diese wechselnde Beschaffenheit der Klumpen hat nun zur Folge, daß die Messerwelle je nach der Natur der ihr gerade zugeführten Klumpen mehr oder weniger Brei erzeugt. Werden nun der Messerwelle zeitweise zuviel weiche oder homogene Klumpen zugeführt, so kann es vorkommen, daß mehr Brei erzeugt wird, als durch das Schneckenstück auf der Messerwelle nach dem Mundstück zu abgeleitet werden kann; der Brei steigt dann in dem Raum über der Messerwelle empor.
Bei Maschinen mit gewöhnlichem Fülltrichter macht sich der Übelstand nicht derart
bemerkbar, daß eine Ableitung des emporsteigenden Breies unbedingt erforderlich wäre.
Bei Maschinen nach vorliegender Erfindung ist jedoch die Leistungsfähigkeit derart gesteigert,
daß der Brei sehr rasch emporsteigt, wieder von den im Aufwärtsgang begriffenen Bügeln erfaßt und aus dem Trichter herausgeschleudert
wird. Um diesem Mißstande vorzubeugen, mußte der Fülltrichter mit einer
Vorrichtung versehen werden, welche bei zu reichlicher Breierzeugung einem Teil des
Breies den seitlichen Austritt aus der Maschine ermöglicht, also sozusagen ein Sicherheitsventil
bildet.
Diese Reguliervorrichtung besteht bei dem gezeichneten Beispiel aus einem Rahmen 11,
welcher in Lagern 12 drehbar an dem Gehäuse gelagert ist und sich unten gegen eine
Nase 13 stützt. Gegenüber der Zackenwalze ist in dem Rahmen 11 eine Welle 15 starr
befestigt, auf welcher eine Buchse 16 lose drehhar gelagert ist. Mit dieser Buchse 16
sind Scheiben 17 fest verbunden, welche durch eine öffnung 18 in der Gehäusewandung
in das Gehäuseinnere hineinragen, so daß zwischen je zwei Zacken der Zackenwalze
eine Scheibe liegt. Schaber 19 streichen über die Buchse 16 hinweg und an den seitlichen
Flächen der Scheiben 17 entlang.
Die Wirkung dieser Vorrichtung ist folgende: Steigt der Brei in den Raum über
der Messerwelle empor, so schleudern die Zacken der Zackenwalze zunächst einen Teil
desselben zwischen die Scheiben 17, hierbei setzen sich die Scheiben 17 infolge der Reibung,
welche durch das an den Zacken anhaftende Material hervorgerufen wird, in Umdrehung und leiten das zwischen ihnen
befindliche Material durch die Öffnung 18 im Gehäuse 1 nach außen, wo es von den
Schabern abgestreift wird. Bei noch größerem Überschuß an Brei dreht sich der Rahmen 11
um die Welle 12, und die Scheiben 17 entfernen
sich von der öffnung 18, so daß der Brei durch die Öffnung 18 frei aus der
Maschine herausfließen kann.
Claims (6)
1. Fülltrichter für Torf- und Tonstrangpressen, dadurch gekennzeichnet,
daß in ihm eine oder mehrere bügelartig gekröpfte drehbare Wellen oder Schläger angeordnet sind.
2. Ausführungsform des Fülltrichters nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem Trichter zwei Bügel (9, g") derart angeordnet sind, daß sie sich wie
ein Walzenpaar gegeneinander drehen, wobei sich ihre beiden Kreisbahnen annähernd
in einem Punkte berühren.
3. Ausführungsform des Fülltrichters nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet
durch die Verbindung der Bügel (9, ga)
mit einer bekannten Zackenwalze (10).
4. Ausführungsform des Fülltrichters nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlagflächen der Bügel (9,9") mit scharfen Spitzen oder dergl.
versehen sind.
5. Ausführungsform des Fülltrichters nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet
durch eine außerhalb des Gehäuses pendelartig aufgehängte Klappe oder dergl., welche bei zu starker Förderung der
Bügel (9,9") eine Öffnung am Gehäuse freigibt, so daß der emporsteigende Brei
seitlich aus der Maschine heraustreten kann. .105
6. Ausführungsform des Fülltrichters nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klappe durch in die Öffnung (18) des Gehäuses zwischen die Zacken
der Zackenwalze (10) hineinragende Scheibcn (17) ersetzt ist, welche lose in einem
pendelnden Rahmen (11) gelagert sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT21672D AT21672B (de) | 1903-10-20 | 1904-10-01 | Fülltrichter für Torf- und Tonstrangpressen. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE158300T | 1903-10-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE158300C true DE158300C (de) |
Family
ID=5679406
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1903158300D Expired - Lifetime DE158300C (de) | 1903-10-20 | 1903-10-20 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE158300C (de) |
| FR (1) | FR347130A (de) |
-
1903
- 1903-10-20 DE DE1903158300D patent/DE158300C/de not_active Expired - Lifetime
-
1904
- 1904-10-15 FR FR347130A patent/FR347130A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR347130A (fr) | 1905-02-24 |
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