DE1576014C3 - Luftverdichtende Hubkolben-Brennkraftmaschine - Google Patents
Luftverdichtende Hubkolben-BrennkraftmaschineInfo
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Description
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Hubkolben-Brennkraftmaschine mit direkter Kraftstoffeinspritzung in einen drehsymmetrischen, zur Zylinderachse koaxialen Brennraum sowie mit drallbildendem Einlaßorgan für die in den Brennt aum einzubringende Verbrennungsluft
Es ist im Molorenbau bekannt daß die Optimierung der Leistung eines Motors und der Anteil, insbesondere
dessen schädlichen Emissionen, weitgehend vom Ablauf der Verbrennung von Kraftstoff- mit Luftbestandteilen abhängen. Um diesen Verbrennungsablauf
tu verbessern, werden in neuerer Zeit Verfahren verfolgt, bei denen den Kraftstoffbestandteilen nach Möglichkeit nur so viele Luftbestandteile zugeführt werden,
wie sie für die gewünschte Verbrennung notwendig
65
sind. Versuche haben gezeigt daß bezogen auf einen
Füllungsgrad von 1 beispielsweise ein Dieselmotor einen Mitteldruck von 16 pmi erreichen könnte, wenn
die Vermischung der Kraftstoff- mit den Luftbestandteilen vollständig wäre. Daß aber nur etwa 50 bis 70 %
dieses gewünschten Mitteldruckes erreicht werden, liflgt vielfach in der mangelnden Ordnung des Mischvorganges.
Für den Mischvorgang gibt es hierbei die alten Methoden des kräftigen Durcheinanderwirbeins von
Kraftstoff- und Luftbestandteilen oder die Verteilung der Kraftstoffbestandteile über den ganzen Brennraum
durch möglichst viele Düsenstrahlen. Für solche Mischvorgänge ist es dabei gleichgültig, wie die Verbrennungsluft in den Zylinder bzw. Brennraum eingebracht
wird, da die außerhalb des Zylinders befindlichen Ansaugorgane keinen Einfluß auf den Mischvorgang nehmen. Anders ist es hingegen bei Misch vorgängen, die
durch mindestens ein drallerzeugendes Organ, vorzugsweise in der Ansaugleitung außerhalb des Zylinders,
aufbereitet werden. Bei solchen Mischvorgängen wird die Verbrennungsluft während des Einlaßhubes in rasche Umdrehung gebracht so daß sie am Kraftstoffstrahl odc: an der Aufdampfstelle des Kraftstoffes an
der Brennraumwand vorbeigedreht wird und sich mit Kraftstoffdampf vermischen kann (vgL MTZ 1965,
S. 229 bis 338).
Ferner ist eine luftverdichtende Einspritzbrennkraftmaschine mit drallbildendem Einlaßorgan bekannt bei
der die Einlaßleitungen dreier Zylinder, deren Steuerzeiten sich nicht wesentlich überschneiden, in einen gemeinsamen Saugstutzen münden. Zur Unterdrückung
von störenden Luftschwingungen, die durch Resonanz in den Ansaugleitungen oder Reflexionen in diesen hervorgerufen werden, erfolgt die Einlaßöffnung dann,
wenn zwischen Zylinder und Einlaßleitung Druckausgleich herrscht. Andererseits ist bei dieser Brennkraftmaschine die Länge des Saugstutzens so abgestimmt
daß in ihm die Luftmenge für einen Zylinder enthalten ist Unter diesen Bedingungen wird die Luftsäule allein
von der Bewegung des Kolbens beschleunigt und es erfolgt diese Beschleunigung derart daß ein Drall der
Verbrennungsluft im Brennraum erhalten bleibt Vesuche haben indessen ergeben, daß für eine optimale Verbrennung von Kraftstoff- mit Luftbestandteilen der
Drall der Verbrennungsluft allein noch mcht ausreicht sondern auch dem Mischungsverhältnis zwischen
Kraftstoff- und Luftbestandteilen Rechnung getragen werden muß (vgl. US-PS 3 146 764).
Darüber hinaus ist es bei einer Brennkraftmaschine
bekannt die Steuerzeiten für das öffnen und Schließen der drallerzeugenden Mittel so zu verstellen, daß der in
den Zylinderraum einströmenden Verbrennungsluft eine solche Winkelgeschwindigkeit erteilt wird, daß der
Kraftstoff auf die Luftladung um den ganzen Umfang des Brennraumes herum gleichförmig verteilt wird, dabei jedoch die einmal mit Kraftstoff gemischten Luftbestandteile nicht wieder mit dem Kraftstoffstrahl oder
den Kraftstoffstrahlen in Berührung kommen. Zwar werden bei einer solchen Brennkraftmaschine gleiche
bis annähernd gleiche Winkelgeschwindigkeiten in den einzelnen Luftschichten im Brennraum erreicht, doch
wird ernstlich bezweifelt, ob diese Winkelgeschwindigkeiten bei radialer Einspritzung des Kraftstoffes auch
über die ganze Einspritzdauer aufrecht erhalten werden können (vgl. DT- PS 490 094).
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Gemischbildung zwischen Kraftstoff- und
i Luftbestandteilen bei einer Brennkraftmaschine unter
Beibehaltung einer großen Luftausnutzung und möglichst geringem Kraftstoffverbrauch zu verbessern.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe bei einer luftverdichtenden Hubkolben-Brennkraftn.aschine der
eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß der Drehgeschwindigkeitsunterschied der einzelnen Luftschichten dem Durchmesserverlauf des Biennraumes angepaßt ist, daß die Einspritzung des Kraftstoffes in den
Bereich der Schwerkreise der einzelnen Luftschichten
erfolgt, >ind ilaß in an sich bekannter Weise die Verbrennungsluft nur einmal in den Kraftstoffstrahl gedreht wird.
Durch diese Maßnahmen wird nicht nur die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe vorteilhaft gelöst, «5
sondern es wird darüber hinaus ermöglicht, eine optimale Verbrennung der Kraftstoff- mit den Luftbestandteilen durchzuführen, so daß auch günstige Emissionswerte erreicht werden. Ein weiterer Vorte4 der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß schon allein durch
die Saugwirkung des Kolbens die notwendigen Liefergrade an Verbrennungsluft erreicht werden können, so
JaB auf Zusatzaggregate, wie beispielsweise Luftpresser. Turbolader und anderes, nur in Ausnahmefällen zurückgegriffen zu werden braucht Die Anwendung der
erfindungsgemäßen Maßnahmen läßt sich zudem auch ohne großen Aufwand bei verschiedenen Motortypen
durchführen, da gute Leistungswerte schon durch Anpassung der Ansauggruppe an die vorhandenen Brennraumformen allein, erzielt werden können. Durch das
Einspritzen des Kraftstoffes im Bereich der Schwerkreise der einzelnen, mit gleicher Winkelgeschwindigkeit drehenden Luftschichten wird ferner sichergestellt,
daß die einzelnen Kraftstoffbestandteile ausreichend viele Luftbestandteile für deren optimale Vermischung
und Verbrennung im Brennraum vorfinden, so daß in keiner Phase des Verbrennungsablaufes frischer Kraftstoff an schon verbrannte Luft gebunden wird oder bei
zu geringer Winkelgeschwindigkeit ein Teil der frischen Verbrennungsluft ungemischt bleibt und andere
frische Verbrennungsluft zu viel Kraftstoff an sich bindet.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich ferner dadurch aus, daß zum Aufbauen der erforderlichen Drehgeschwindigkeit der Luftschichten
die nicht dem Durchmesserverlauf des Brennraumes angepaßten Luftschichten noch im Laufe des Spülvorganges aus dem Brennraum und/oder Zylinder in den
Auspuff geblasen werden.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß unabhängig so von der Art des Brennraumes, allein durch d>e individuelle Bemessung der Steuerzeiten der Ein- und Auslaßorgane die notwendigen Winkelgeschwindigkeiten in
den einzelnen Luftschichten aufgebaut werden können. Es ist also nicht erforderlich, zusätzlich zu den Steuer- SS
zeiten besondere Maßnahmen zu ergreifen
In Fällen, in denen vermieden werden soll, daß Krsiftstoffbestandteile auf die Brennraumwand gelangen,
kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung der Kraftstoff innerhalb der Schwerkreise der drehenden
Luftschichten in den Brennraum eingespritzt werden.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann bei einer erfindungsgemäßen Brennkraftmaschine mit
einer den einzelnen Brennräumen vorgelagerten Ansauggruppe, bestehend aus einer gemeinsamen An-
saugleitung mit an dieser angeschlossenen Ansaugstutzen für sich im Ansaugtakt nicht überschneidende Zylinder, wobei im Bereich der Einlaßöffnungen der Zy
linder die Saugstutzen die drzllbildenden Organe aufweisen, die Steuerzeit für das jeweilige Einlaßventil in
der Einlaßleitung und die Masse der in der Ansauggruppe vorgelagerten Ansaugluft so aufeinander abgestimmt sein, daß die Hauptmasse der Ansaugluft das
drallbildende Organ bei voligeöffhetem Einlaßventil durchläuft
Dadurch wird eine hohe Drehgeschwindigkeit erreicht, wobei dieser noch zugute kcmmt, daß gemäß
einem weiteren Merkmal der Erfindung die Auslaßöffnung bis zum Etido der Einlaßzeit offen gehalten bleibt
Auch zeichnet sich ein weiteres Merkmal der Erfindung dadurch aus, daß die Längen der Ansaugleitungen
der Ansauggruppe dem Energiebedarf der Drallbildung und, wie an sich bekannt, der Füllung des Brennraumes
angepaßt sind.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsformen von Brennräumen nebst einer Ansauggruppe und in Frage
kommende Steuerzeiten schematisch dargestellt Es zeigt
F i g. 1 einen für einen Kolben geeigneten Brennraum mit großer Brennraumöffnung und spitzwinkligen, engen Brennraumboden,
F1 g. 2 einen Brennraum nach F i g. 1 jedoch mit kleiner Brennraumöffnung und großflächigem Brennraumboden,
F i g. 5 einen kugeligen Brennraum mit abgeschnittener Kugelkappe,
F i g 6 eine Ansauggruppe für drei sich im Ansaugtakt nicht überschneidende Zylinder,
F i g. 7 eine Draufsicht auf einen Brennraum mit dem Drehwinkel der Luftschichten während der Einspritzzeit und der tangentialen Lage des Kraftstoffstrahles
im Schwerkreis der Luftschichten,
Fig.8 den Druckverlauf im Zylinder während des
Auspuff und Ansaugtaktes.
Unter Berücksichtigung der der Erfindung zugrunde
liegenden Kriterien, daß die Drehgeschwindigkeit der Verbrennungsluft 9 auch der Form eines Brennraumes
angepaßt sein soll, ist es notwendig, daß z. B. bei einem
Brennraum nach F i g. 1 die zuerst in diesen Brennraum einzubringende Verbrennungsluft wenig Drehgeschwindigkeit aufweisen muß, während die zuletzt eingebrachte Verbrennungsluft eine sehr hohe Drehgeschwindigkeit benötigt, wenn die erfindungsgemäße
Forderung erfüllt werden soll, daß während der Einspritzzeit des Kraftstoffes diese Verbrennungsluft nur
einmal am Kraftstoffstrahl 8 vorbeizudrehen ist.
Die umgekehrten Verhältnisse ergeben sich bei einem Brennraum nach Fig.2. Ein Brennraum nach
Fig.3 benötigt eine konstante Drehgeschwindigkeit aller Luftschichten, während der kugelige Brennraum
nach F i g. 4 dem natürlichen Anlauf und Auslauf der Verbrennungsluft am besten angenähert ist.
Diese im weiteren mit »Drehgeschwindigkeitsordnung« bezeichnete Gestaltung der !Drehgeschwindigkeit aller Luftschichten gilt es nach der vorliegenden
erfindungsgemäßen Lehre in der Ansauganlage, d. h. in der Ansaiiggruppe, herzustellen, d. h. die Drehgeschwindigkeit der durch ein Drallorgan in einen Zylinder einlaufenden Verbrennungsluft muß dem Verlauf
des Brennraumdurchmessers so angepaßt werden, daß im Augenblick der Kraftstoffeinspritzung alle Luftschichten annähernd die gleiche Winkelgeschwindigkeit aufweisen, und daß diese Winkelgeschwindigkeit
nach der Einspritzzeit des Kraftstoffes bemessen wird.
Dreht nämlich die ganze Masse der Verbrennungsluft 9 oder nur eine Schicht zu schnell, dann läuft die
bereits brennende Mischgasfront in den Kraftstoffstrahl 8 hinein und bindet frischen Kraftstoff an schon
verbrannte Luft. Ist dagegen die Winkelgeschwindigkeit zu gering, dann bleibt ein Teil der frischen Verbrennungsluft
ungemischt und die übrige Luft hat zu viel Kraftstoff aufgenommen.
In beiden Fällen entsteht aber keine optimale Leistung der Brennkraftmaschine, sondern nur eine rußende
Verbrennung.
Die innerhalb der einzelnen Luftschichten erforderliche Vermischung von Luft- und Kraftstoffbestandteilen
entsteht dadurch, daß das brennende Gas sich zum Zentrum des Luftwirbels und die schwerere, unverbrannte
Frischluft nach außen zum Kraftstoffstrahl hin drängen.
Die Gestaltung einer vorgeschilderten Drehgeschwindigkeitsordnung für die in den Brennraum nach
F i g. 5 einströmende Verbrennungsluft ergibt sich dadurch, daß bei dieser Brennraumform der sonst natürliche
Auslauf der Luftdrehung entsprechend F i g. 4 hier nicht mehr stattfindet, sondern die Zuströmung der
Frischluft entsprechend dem abgeschnittenen Kugelabschnitt abrupt gestoppt wird.
Die gemäß F i g. 6 dargestellte Ansauggruppe für die
drei, sich im Ansaugtakt nicht überschneidende Zylinder mit beispielsweise in ihren Kolben vorgesehenen
Brennräumen nach Fig.5 wird im wesentlichen von
einem Rohrteil t, einem Rohrteil 2, einem Drallorgan 3 in jedem Rohrteil 1, je einem Einlaßventil 4 und einem
Auslaßventil 5 pro Zylinder gebildet Die Rohrteile 1 dreier Zylinder sind am gemeinsamen Rohrteil 2 angeschlossen,
und es ist dieses Rohrteil 2 mit einem Druckausgleichsbehälter 6 und einem zu einem Luftfilter führenden
Rohr 7 verbundea Hierbei nehmen die Rohrteile 1 die zwischen den Ansaugtakten ruhenden Luftsäulen
auf, und es nimmt das Rohrteil 2 die zwischen den Ansaugtakten ständig bewegte Luftsäule auf. Die gesamte
Länge von Rohrteil 1 und Rohrteil 2 ist dabei so kurz gehalten, daß im ganzen Drehzahlbereich keine
Maxima-Minima im Liefergrad durch die Massenträgheit der Luftsäule eintreten können. Die Luftmassen
werden nur durch die Kolbenbewegung beeinflußt Jede störende Luftschwingung wird von den Luftmassen im Rohrteil 1 und Rohrteil 2 ferngehalten, denn es
1st klar, daB z.B. reflektierende Druckstöße die gewünschte Drehfetchwindigkeitsordmuig zerstören
können. Um dies iu vermeiden wird EmUB ent angesteuert wenn der Druck im Zylinder gleich dem Druck
im Emlai kt
Die Anpassung der Luftschichten an die gegebene Brennrautnform geschieht dadurch, daB die Luftmaste
im Rohrteil 1 durch die Bemessung des Rohrteiles 2 so
auf die Saugkraft des Kobens abgestimmt ist, daB durch die gegebene Massenträgheit eine Drehgeschwindifkeitssteigerung entsprechend der halbkugeligen, unteren Brennraumhälfte im ersten Teil des Saughubes erreicht wird. Inzwischen wurde der vorausgehende Zylinder geschlossen und die ständig fließende
Luftmasse im Rohrteil 2 ist mit ihrer Bewegungswucht auf die zu beschleunigende Luftmasse im Rohrteil 1
umgeleitet worden. Diese wird dadurch stärker beschleunigt als es der Kolbenbewegung entspricht. Der
Zylinder ist deshalb schon kurz vor innerem Totpunkt des Kolbens aufgefüllt und die Einströmung wird bei
noch offenen Einlaßventil kurz nach innerem Totpunkt des Kolbens plötzlich abgestoppt Dadurch wird der
natürliche Drehgeschwindigkeitsauslauf abgeschnitten, so wie auch der obere Kugelteil im Brennraum abgeschnitten
ist.
Die gemäß der Erfindung gestellte Bedingung, daß bei Einlaßbeginn der Druck im Zylinder gleich dem
Druck im Ansaugrohr ist kann auch dadurch erfüllt werden, daß bei Einlaß statt nach Ende des Auslaßhubes
bereits bei Beginn des Auslaßhubes geöffnet wird. Auch dort gibt es einen starken Druckabbau im Zylinder
dadurch, daß die Massenenergie des ausgestoßenen Gases den Druck im Zylinder von positiv nach negativ
wechseln läßt
In Ausgestaltung der Möglichkeiten, die Drehgeschwindigkeitsanordnung
zu beeinflussen, wird vorgeschlagen, auch diesen Zeitpunkt zur Aufsteuerung des
Einlaßventils zu benutzen. Damit wird erreicht daß die erste, langsam drehende Luft vom Kolben, der abziehenden
Auspuffsäule nachgeschickt wird, so daß eine Drehgeschwindigkeitsordnung für einen Brennraum
nach F i g. 2 oder 3 entsteht
Die Weiterentwicklung der Drehgeschwindigkeits-Ordnung von F i g. 5 nach F i g. 1 geschieht dadurch, daß Auslaß- bis Einlaßende geöffnet bleibt oder wieder geöffnet wird, und die Energie der Ansaugluft größer als der Ablaßwiderstand gehalten wird.
Die Weiterentwicklung der Drehgeschwindigkeits-Ordnung von F i g. 5 nach F i g. 1 geschieht dadurch, daß Auslaß- bis Einlaßende geöffnet bleibt oder wieder geöffnet wird, und die Energie der Ansaugluft größer als der Ablaßwiderstand gehalten wird.
Diese Lehre zum Handeln umfaßt daher auch die Möglichkeit die Anpassung der Drehgeschwindigkeitsordnung
an den Brennraum dadurch zu erreichen, daß die nicht zum Durchmesserverlauf des Brennraumes
passenden Luftschichten während des Spülvorganges abgeblasen werden können.
Was den Drehwinkel α und somit auch die Winkelgeschwindigkeit der einzelnen Luftschichten der Verbrennungsluft
9 anbelangt so ist diese so bemessen, daß sie im Zeitpunkt der Kraftstoffeinspritzung so hoch ist
daß die einzelnen Luftschichten sich beim Drehen um ihre Achse einmal am Kraftstoffstrahl vorbeilaufen.
Der Kraftstoffstrahl ist dabei auf den Bereich der Schwcihreise der drehenden Luftschichten gerichtet
und kann diese, je nach dessen Einstellung, tangieren
oder er kann sich innerhalb dieser Schwerkreise befin-
so den. Unter Schwerkreis wird dabei der Abstand vom
Kre'unüttelpunkt bis zum Umfang verstanden, der das
Ö,7fache betragt Dabei steht die Fliehe der Kreisebene
innerhalb des Schwerkreises mit der Fische der Kreisebene außerhalb desselben im Verhältnis 1:1.
SS In Fig.8 schließlich sind die Druckverläufe 10 in
Zylinder wahrend des Auspuff- und Ansaugtaktes dar
gestellt, wobei mit 11 und 12 die Möglichkeit der Auf
Steuerungspunkte für EinlaB und mit 13 das Abstoppei
des Einlasses bei noch geöffnetem Einlaßventil bedeu tea
Claims (6)
1. Luftverdichtende Hubkolben-Brennkraftma-•chine mit direkter Kraftstoffeinspritzung in einen
drehsymmetrischen, zur Zylinderachse koaxialen Brennraum sowie mit drallbildendcm EinlaSorgan
für die in den Brennraum einzubringende Verbrennungsluft, dadurch gekennzeichnet, daß
der Drehgeschwindigkeitsunterschied der einzelnen Luftschichten dem Durchmesserverlauf des Brennraumes angepaßt ist, daß die Einspritzung des
Kraftstoffes in dem Bereich der Schwerkreise der einzelnen Luftschichten erfolgt, und daß in an sich
bekannter Weise die Verbrennungsluft nur einmal in den Kraftstoffstrahl gedreht wird.
2. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Aufbauen der erforderlichen Drehgeschwindigkeit der Luftschichten die
nicht dem Durchmesserverlauf des Brennraumes angepaßten Luftschichten noch im Laufe des Spülvorganges aus dem Brennraum und/oder Zylinder
in den Auspuff geblasen werden.
3. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß der Kraftstoff innerhalb der 2s
Schwerkreise der drehenden Luftschichten in den Brennraum eingespritzt wird.
4. Brennkraftmaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaßöffiiung bis zum Ende der Einlaßzeit offen gehalten
bleibt
5. Brennkraftmaschine nach Anspruch 1, mit einer den einzelnen Brennräumen vorgelagerten Ansauggruppe, bestehend aus einer gemeinsamen Ansaugleitung mit an dieser angeschlossenen Saugstutzen
für sich im Ansaugtakt nicht überschneidende Zylinder, wobei im Bereich der Einlaßöffnung der Zylinder die Saugstutzen die drallbildenden Organe aufweisen, dadurch gekennzeichnet daß die Steuerzeit
für das jeweilige Einlaßventil in der Einlaßöffnung und die Masse der in der Ansauggruppe vorgelagerten Ansaugluft so aufeinander abgestimmt sind, daß
die Hauptmasse der Ansaugluft das drallbildende Organ bei voll geöffnetem Einlaßventil durchläuft
6. Brennkraftmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet daß die Länge der Ansaugleitungen der Ansauggruppe dem Energiebedarf der
Drallbildung und. wie an sich bekannt der Füllung des Brennraumes angepaßt ist
50
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Also Published As
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |