DE1574467C - Vorrichtung zum kontinuierlichen Aufwickeln Von Bahnen aus Papier od.dgl - Google Patents

Vorrichtung zum kontinuierlichen Aufwickeln Von Bahnen aus Papier od.dgl

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DE1574467C
DE1574467C DE1574467C DE 1574467 C DE1574467 C DE 1574467C DE 1574467 C DE1574467 C DE 1574467C
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DE
Germany
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roller
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spindle
support
support roller
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Expired
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English (en)
Inventor
Friederich Franz 4540 Lengerich Brockmüller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Windmoeller and Hoelscher KG
Original Assignee
Windmoeller and Hoelscher KG
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Description

1 2
Die vorliegende Erfindung richtet sich auf eine Fig. 1 bis 3 schematische Seitenansichten der
Vorrichtung zum kontinuierlichen Aufwickeln einer Vorrichtung in drei verschiedenen Arbeitsphasen
aus einer Verarbeitungsmaschine, inbesondere aus unter Fortnahme des vorderen Gestellbockes bzw.
einer Druckmaschine, kommenden Bahn aus Papier des Seitengestells.
od. dgl. mit zwei die Aufwickelrolle nacheinander 5 Die aus der Verarbeitungsmaschine, insbesondere
antreibenden Tragwalzen, zwischen denen die Bahn Druckmaschine, kommende Bahn 1 aus Papier
hindurchgeführt ist und denen Führungen für od. dgl. ist über die Leitwalzen 2,3 und 4 zu einer
Spindellager zugeordnet sind. Vorzugsvorrichtung, z. B. in Form von Walzen 5, 6,
Vorrichtungen, bei denen die aufzuwickelnde geführt, deren Walze 5 von der Verarbeitungs-Bahn zwischen beiden Tragwalzen hindurchgeführt io maschine her regelbar angetrieben wird. Über die ist, haben den Vorteil eines besonders ruhigen Auf- Leitwalze 7 läuft die Bahn 1 sodann über die Hilfswickelvorganges, da die Wickelrolle an die Trag- walze 8, die ein Stück abgeschwenkt ist (Fig. 1). walzen selbsttätig angepreßt wird. Gleichzeitig kann An der feststehenden Tragwalze 9 läuft die Bahn 1 eine außerordentlich stramme und feste Wicklung schließlich- auf die Rolle 10 auf und wird aufgeerzielt werden. Von Nachteil ist jedoch, daß mit 15 wickelt. Die Rolle 10 ist auf der Spindel 11 gedieser Vorrichtung kein Rollenwechsel während lagert, die in den Lagern 12,13 gehalten ist. Diese des Laufens durchführbar ist. Lager 12 und 13 laufen mit beidseitigen Rollen 14
Es ist zwar durch die eigene deutsche Patent- und 15 in senkrechten Führungen 16 und 17 der
schrift 1 137 916 bereits eine Vorrichtung bekannt, beidseitigen Maschinengestelle 18 und 19. Mit
bei der mittels einer verschiebbaren Lagerung der 20 wachsendem Rollendurchmesser wandern die Lager
einen Tragwalze die Rolle nach der Einleitung des 12 und 13 in den Führungen 16 und 17 immer
Wickelvorganges zur Anlage mit der anderen Trag- höher. Die Rolle 10. kann nach Erreichen des ge-
walze gebracht wird. Kurz vor Beendigung des auf wünschten Durchmessers dann zusammen mit der
zwei Tragwalzen weitergeführten Wickelvorganges Spindel 11 nach oben abgenommen werden,
wird die verschiebbare Tragwalze zur Durchführung 35 In der in F i g. 1 dargestellten Arbeitsphase ist die
des Rollenwechsels wieder abgerückt. Bei dieser vor- Hilfswalze 8 in Bereitschaftsstellung geschwenkt. Sie
bekannten Vorrichtung wird jedoch die Bahn über ist an dem Schwenkhebelpaar 20, 21 gelagert, das
beide Tragwalzen geführt, wenn sie aufgewickelt um die Achse 22 der Tragwalze 9 schwenkbar ist.
wird. Deshalb liegt auch die Rolle sehr unruhig auf Die Hilfswalze 8 und die Tragwalze 9 sind antriebs-
den Tragwalzen, und es wird nicht die gewünschte 30 technisch über die Kette 23 miteinander verbunden,
feste Wicklung erreicht. Das Trennmesser 24 ist mittels des Hebelpaares 25,
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, 26 um die Achse 27 der Hilfswalze 8 beweglich. Auf
auch bei Aufwickelvorrichtungen, bei denen die dem Fundamentblock 28 sind die Seitenstücke 29
Bahn zwischen den Tragwalzen hindurchgeführt ist, und 30 zu den beidseitigen Maschinengestellen 18
einen Rollenwechsel während des Laufens zu er- 35 und 19 hin verschiebbar geführt. Diese Seitenstücke
möglichen. 29 und 30 sind in Fig. 1 aus dem Arbeitsbereich
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß herausgefahren dargestellt. Sie tragen die zweite in an sich bekannter Weise eine der Tragwalzen mit Tragwalze 31 und die Spindelübergabevorrichtung, einer Spindelübergabevorrichtung zusammenwirkt die aus den Führungsböcken 32 und 33 und den und horizontal verschiebbar gelagert ist, daß bei von 4° Spindellagern 34 und 35 besteht, wobei die Spindelder ortsfest angeordneten Tragwalze abgeschobener lager in den Führungen 36 und 37 mit den Rollen Tragwalze eine angetriebene Hilfswalze zwischen die 38 und 39 verschiebbar gehalten sind. Von der beiden Tragwalzen einführbar ist und daß zwischen Tragwalze 31 her werden die Scheiben 40 und 41 ihr und der verschiebbaren Tragwalze die Bahn ge- über mittels der Spannscheiben.42 und 43 spannführt ist. Dadurch wird erreicht, daß die Rolle 45 bare Keilriemen 44 und 45 angetrieben. Diese Spannwährend des Aufwickelvorganges einen ruhigen Lauf scheiben 42 und 43 liegen an der Spindel 46 an, die zeigt und zum anderen die vorgeschaltete Ver- die Hülse 47 trägt, und bringen letztere auf eine arbeitungsmaschine beim Rollenwechsel nicht abge- der Bahngeschwindigkeit entsprechende Umfangsstellt zu werden braucht, so daß eine entsprechende geschwindigkeit. Die Spindel 46 ist in der vor-Leistungserhöhung stattfindet. 5" bereiteten Arbeitsstellung in ihrer Lage durch die
Vorzugsweise ist die Hilfswalze antriebsmäßig mit an den Seitenstücken 29 und 30 angeordneten Ander ortsfesten Tragwalze verbunden. Dies bringt den schlage 48 und 49 und durch die an den Führungs-Vorteil, daß nach einer weiteren besonderen Aus- bocken 32 und 33 angeordneten Anschläge 50 und führungsform der Erfindung die Hilfswalze in einem 51 fixiert. Die Scheiben 40 und 41 sowie die Spann-Schwenkhebelpaar lagerbar ist, dessen Achse der- 55 scheiben 42 und 43 sind in den um die Achse 52 jenigen der ortsfesten Tragwalze entspricht. Bei der Tragwalze 31 mittels des hydraulischen Stelldieser besonderen Ausführungsform ist also die gliedes 53 schwenkbaren Lagerstücken 54 und 55 Hilfswalze in einfachster Form um die Achse der gelagert.
festen Tragwalze schwenkbar. Weiterhin ist es be- In Fig. 2 ist gerade diejenige Arbeitsphase dar-
sonders vorteilhaft, wenn das Trennmesser zum Ab- 60 gestellt, in der die Rolle 10 soeben den gewünschten
schneiden der Bahn mittels eines Hebelpaares auf Durchmesser erreicht hat und die Bahn 1 mit dem
der Achse der Hilfswalze angeordnet ist. Es be- Trennmesser 24 abgetrennt worden ist. Im Augen-
findet sich dann in nächster Nähe des Arbeits- blick des Abtrennens der Bahn 1 verursacht das
bereiches und ist doch andererseits gleichzeitig zu- hydraulische Stellglied 53 das Zurückschwenken des
sammen mit der Hilfswalze abschwenkbar. 65 Keilriemenantriebs mit den Keilriemen 44 und 45,
Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Vor- den Spannscheiben 42 und 43 und den Scheiben 40 richtung in Verbindung mit einer Zeichnung be- und 41 für die Spindel 46. Damit entfällt die Abschrieben, und zwar zeigen Stützung der Spindel 46 und der Spindellager 34 und
35, so daß diese in den Führungen 36 und 37 zusammen mit der Spindel 46 auf die zwischenzeitlich in die richtige Stellung gebrachte Hilfswalze 8 herabfallen. Da die auf der Spindel 46 angeordnete Hülse 47 mit einem auf beiden Seiten klebenden Streifen umwickelt ist und ihre Umfangsgeschwindigkeit der Bahngeschwindigkeit entspricht, haftet das neue Bahnende sofort an der Hülse 47 und wird aufgewickelt. Der Antrieb der Hülse 47, auf der sich die neue Rolle 56 bildet, erfolgt nun durch Abrollen auf der angetriebenen Hilfswalze 8, wie in F i g. 2 dargestellt. Zwischenzeitlich kann die Rolle 10 aus der Vorrichtung entnommen werden. Hat nun die Rolle 56 eine gewisse Größe erreicht, so übernimmt die verschiebbare Tragwalze 31 den Antrieb der Rolle 56, und die Hilfswalze 8 wird aus der Ebene der Tragwalzen 9 und 31 herausgeschwenkt, so daß die Seitenstücke 29 und 30 die Tragwalze sowie die Führungsböcke 32 und 33 zusammen mit der in den Spindellagern 34 und 35 gehaltenen Rolle 56 zu den beidseitigen Maschinengestellen 18 und 19 und der Tragwalze 9 hin verschoben werden können.
In F i g. 3 hat die Verschiebung der Seitenstücke 29 und 30 ihre Endstellung bereits erreicht, in der die Führungsböcke 32 und 33 sich in die ihnen entsprechenden Ausnehmungen der Maschinengestelle 18 und 19 einpassen. Die Führungen 16 und 17 bilden eine lotrechte Verlängerung der Führungen 36 und 37, und die Spindellager 34 und 35 der Spindel 46 wandern unter dem Einfluß des wachsenden Durchmessers der Rolle 56 aus den Führungen 36 und 37 nach oben in die Führungen 16 und 17.
In der Endphase des Aufwickelvorganges der Rolle 56 werden die Seitenstücke 29 und 30 wieder in ihre Ausgangsstellung zurückgefahren, so daß die mit dem Herausnehmen der Rolle 10 frei gewordenen Lager 12 und 13 wieder in die Führungsstücke 32 und 33 eingeführt werden können, um die ebenfalls frei gewordene Spindel 11 mit einer neu aufgeschobenen Hülse aufzunehmen und somit die gesamte Vorrichtung für den nächsten Rollenwechsel vorzubereiten.
Es versteht sich, daß die Vorrichtung zur Durchführung des sich kontinuierlich wiederholenden vorbeschriebenen Arbeitsablaufes mit einer Anzahl von Antriebs- und Steuereinrichtungen versehen ist. Diese sind der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt oder nur angedeutet und auch nicht näher beschrieben. Sie sind an sich bekannt, und ihre sinngemäße Anwendung ergibt sich aus dem beschriebenen Arbeitsablauf von selbst.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum kontinuierlichen Aufwickeln einer aus einer Verarbeitungsmaschine, insbesondere aus einer Druckmaschine, kommenden Bahn aus Papier od. dgl. mit zwei die Aufwickelrolle nacheinander antreibenden Tragwalzen, zwischen denen die Bahn hindurchgeführt ist und denen Führungen für Spindellager zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise eine der Tragwalzen (31) mit einer Spindelübergabevorrichtung. (32, 33 und 34, 35) zusammenwirkt und horizontal verschiebbar gelagert ist, daß bei von der ortsfest angeordneten Tragwalze (9) abgeschobener Tragwalze (31) eine angetriebene Hilfswalze (8) zwischen die beiden Tragwalzen (9, 31) einführbar ist und daß zwischen ihr (8) und der verschiebbaren Tragwalze (31) die Bahn (1) geführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfswalze (8) mit der ortsfesten Tragwalze (9) antriebsmäßig verbunden ist.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfswalze (8) in einem Schwenkhebelpaar (20, 21) gelagert ist, dessen Achse (22) derjenigen der ortsfesten Tragwalze (9) entspricht.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Achse (27) der Hilfswalze (8) das Trennmesser (24) mittels eines Hebelpaares (25,26) gelagert ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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