DE15655C - Neuerung in der Installation von Verdampf-Apparaten mit zwei oder mehreren Körpern für Zuckersäfte und andere Flüssigkeiten - Google Patents

Neuerung in der Installation von Verdampf-Apparaten mit zwei oder mehreren Körpern für Zuckersäfte und andere Flüssigkeiten

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DE15655C
DE15655C DENDAT15655D DE15655DA DE15655C DE 15655 C DE15655 C DE 15655C DE NDAT15655 D DENDAT15655 D DE NDAT15655D DE 15655D A DE15655D A DE 15655DA DE 15655 C DE15655 C DE 15655C
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Germany
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evaporation
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liquids
installation
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DENDAT15655D
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H. REDLICH in Breslau, Brüderstr. 27
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B25/00Evaporators or boiling pans specially adapted for sugar juices; Evaporating or boiling sugar juices

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den unter vermindertem . Luftdruck arbeitenden Verdampf-Apparaten mit zwei·;öler mehreren Körpern haben die von, einemp Ver-. dampf-Körper zum anderen übergeführten sogenannten Brüdendämpfe - eine ; dem Grade der Luftverdünnung in dem Erzeugungskörper entsprechend niedrige Temperatur und können für die Verdampfung im nächsten Körper pro Gewichtseinheit immer nur eine dem Temperaturunterschied in den beiden Körpern proportionale Anzahl von Wärmeeinheiten abgeben. Dieser Temperaturunterschied steht im umgekehrten Verhältnifs zur Anzahl der zu einem completen Verdampf-Apparat verbundenen einzelnen Verdampfkörper, d. h. er ist um so geringer, je gröfser die Anzahl der letzteren ist. Wird z. B. der erste Körper mit sogenanntem Rückdampf von 105 ° C. gespeist und der Siedepunkt der Flüssigkeit im letzten Körper continuirlich auf 65 ° C. erhalten, so beträgt der Gesammtunterschied der Temperaturen 40 °, welche in der Praxis bei Anwendung gleich grofser Verdampf-Körper gewöhnlich auch gleichmäfsig vertheilt werden, und es, beziffert sich demgemäfs der Temperaturunterschied in zwei auf einander folgenden Körpern:
s bei dem zweifachen Apparat (double effet) auf
bei dem dreifachen Apparat (triple effet) auf j = 131A0,
bei dem η-fachen Apparat (effet mtdtiple) auf 40 o_ :
η .
Betrachtet man nun das Product aus der Temperaturdifferenz und der Heizflache als das Mäfsgebende bei der Verdampfung, so kommt man zu dem Resultat, daß, gleich % grofse Gesammt-. heizflächen vorausgesetzt, dip Verdampfungsfähigkeit eines Quadratmeteis Heizflache im zweifachen Apparat sich zu deijemgen im dreifachen bezw. η-fachen Apparat genau ebenso verhält, wie die vorher für die Temperaturunterschiede vergleichungsweise aufgestellten Zahlen, also wie 40 40 40 ■ ■■■
dafs also die Verdampfungsfähigkeit eines Quadratmeters Heizfläche im mehrfachen Apparat in demselben Verhältnifs geringer wird, als die Zahl der zu einem completen Verdampf-Apparat verbundenen einzelnen Verdampf-Körper sich vergröfsert.
Um nun die Leistung pro Quadratmeter Heizfläche bei dem mehrfachen Apparat zu erhöhen, will der Erfinder die unter den bisherigen Verhältnissen bestandenen Temperaturunterschiede vergröfsern, indem er die von einem Verdamf-Körper zum anderen übergeführten Brüdendämpfe überhitzt, und schaltet zu diesem Behufe an geeigneter Stelle zwischen je zwei Verdampf-Körpern, Fig. 1 und 3, A Ai und Au besondere Wärme-Apparate B in die Brüden-' leitung C und C/ ein. Diese Wärme-Apparate sind stehende oder liegende eiserne Cylinder, in deren Innerem eine kupferne Dampfschlange D oder ein Röhrensystem R angeordnet ist, welche letztere mit directem Dampf gespeist werden. Da die Brüdendämpfe infolge der Vergrößerung des Durchgangsquerschnitts den Wärme-Apparat mit geringerer als ihrer Ursprung-
lichen Geschwindigkeit passiren, so haben sie Zeit, sich zu überhitzen und zu der bereits in ihnen enthaltenen noch eine gewisse Wärmemenge in sich aufzunehmen, die bei der darauf erfolgenden Condensation zu Gunsten der zu verdampfenden Flüssigkeit wieder frei wird und demzufolge eine schnellere Verdampfung hervorbringt.
Der zur Ueberhitzung benutzte Dampf soll, sofern örtliche Verhältnisse eine solche Combination gestatten, unmittelbar weiter zum Kochen oder Erwärmen verwendet, z. B. dem Vacuum oder den Scheide- oder Wärmpfannen zugeführt werden, anderenfalls aber durch Anordnung eines Condensationstopfes am Ausgang aus dem Wärme-Apparat innerhalb des letzteren vollständig zur Condensation gelangen, während der Dampfeingang immer offen und infolge continuirlichen Nachströmens von frischem Dampf die Spannung annähernd constant bleibt. Aufser zur Ueberhitzung von Brüdendämpfen wendet der Erfinder den beschriebenen Wärme-Apparat noch an zur Ueberhitzung desjenigen Rückdampfes, der zur Verdampfung in einem einzelnen Verdampf-Körper, Fig. 2, Am oder in dem ersten Körper eines Systems von mehreren zu einem completen Verdampf-Apparat verbundenen Verdampf-Körpern als Wärmequelle dient und bietet also durch Einführung des Wärme-Apparats in jedem Falle ein ebenso bequemes als ökonomisches Mittel, gleichzeitig mit den Rückdämpfen oder Brüdendämpfen auch directen Dampf für die Verdampfung nutzbar zu machen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Neuerung in der Installation von Verdampf-Apparaten mit zwei oder mehreren Körpern für Zuckersäfte und andere Flüssigkeiten, bestehend in der Einschaltung eines oder mehrerer Wärme-Apparate, zur Ueberhitzung der von einem zum anderen Verdampf-Körper übergeführten Brüdendämpfe, sowie zur Ueberhitzung der zur Verdampfung benutzten Rückdämpfe in einem einzelnen oder mehrfachen Apparat.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT15655D Neuerung in der Installation von Verdampf-Apparaten mit zwei oder mehreren Körpern für Zuckersäfte und andere Flüssigkeiten Active DE15655C (de)

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