DE156203C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R11/00—Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
- G01R11/36—Induction meters, e.g. Ferraris meters
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Description
bo.
hezdcfjci-t 3a i'e-Hί'αι-ηI"*.
^iV-Z- "2Cn i'et Γι fo-iic
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft Meßgeräte zum Messen und Registrieren der
Energie in Wechselstromkreisen. Ihr Zweck ist, für die Einstellung von 90 ° Phasenver-Schiebung
zwischen Haupt- und Nebenschlußmagnetfeld und für den Ausgleich der Reibung in einfacher und zuverlässiger Weise
zu sorgen.
Fig. ι zeigt in der Draufsicht und Fig. 2 im Querschnitt ein Arbeitsmeßgerät. In
Fig. 3 und 4 sind die Vorrichtungen dargestellt, durch welche die Reibung ausgeglichen
werden soll.
Das Meßgerät, welches nach dem Induktionsprinzip gebaut und für Einphasenstrommessung
bestimmt ist, besitzt zwei Nebenschlußspulen ι und i, die zusammen wie eine
einzige Spule wirken, d. h. ähnlich wie bei dem Induktionszähler nach der deutschen
Patentschrift 109725 in den zwischen ihnen
liegenden, auf die drehbare Scheibe 5 wirkenden Magnetpolen jeweilig einander entgegengesetzt
gerichtete Magnetisierungen hervorrufen. Ferner besitzt das Meßgerät eine Hauptstromspule 2 mit dem lamellierten
Kern 3, eine mit den Nebenschlußspulen hintereinander geschaltete Drosselspule 4 zur
Stromverzögerung im Nebenschlußkreis, die drehbare Scheibe 5 mit der Achse 6, das Gestell
7 zur Aufnahme des Zählwerkes, die Zeigerplatte 8 und das Traggestell 9.
Bei Meßgeräten dieser Art ist es bekanntlich notwendig, Sorge zu tragen, daß die
magnetischen Strömungen der Haupt- und Nebenschlußspulen eine Phasenverschiebung
von genau 90 ° haben, wenn keine induktive' Belastung vorhanden ist. Zu diesem Zweck
wurden bisher zwei Spulen angebracht, die in induktiver Beziehung zu den Nebenschlußspulen
des Meßgerätes stehen und über einen Widerstand hintereinander geschaltet sind. Da auch der Reibungswiderstand ausgeglichen
werden soll, so hat man vorgeschlagen, eine fernere, in sich geschlossene Spule anzuordnen,
welche von einer der Nebenschlußspulen induziert wird und welche zur Erfüllung
ihrer Bestimmung in bezug auf den Anker 5 unsymmetrisch angeordnet ist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung sind, urn die eben genannte Spule entbehrlich zu
machen, die beiden in induktiver Beziehung zu den Nebenschlußspulen stehenden Spulen,
welche die 90 ° Phasenverschiebung zwischen dem Hauptstrom und den Nebenschlußfeldern
hervorrufen, nicht wie bisher hintereinander, sondern gegeneinander oder parallel zu einem
gemeinsamen Leiterzweig geschaltet, und um die stets auftretende Reibung auszugleichen,
ist eine Einrichtung vorgesehen, vermöge deren Widerstand aus dem Stromkreis der
einen Spule in den der anderen verlegt werden kann, um somit zwischen beiden Spulen
das Gleichgewicht zu stören, und der Scheibe ein Drehbestreben zu verleihen.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, sind die die Phasenbeziehung regelnden Spulen 13 und 14,
welche in induktiver Beziehung zu den bezüglichen Nebenschlußspulen 1 und 1 stehen,
mit entsprechenden Enden an die Enden eines Widerstandsdrahtes 15 gelegt, an dessen
Enden eine Schraube 17 (Fig. 2) behufs Feststellung sich befindet. Natürlich läßt sich
jede andere gleichwertige Form zu demselben Zweck verwenden.
Die anderen Enden der Spulen 13 und 14
führen über die Leiter 18, 19, 20 zu zwei untereinander parallel geschalteten ohmischen
Widerständen 21 und 22, dann weiter über die Leiter 23, 24 und 25 zu dem regelbaren
Kontaktstück 16, wobei der Leiter 25 so lang und biegsam ist, daß er vollständige Regelung
über die Länge des Drahtes 15 erlaubt.
Die Anordnung dieser Vorrichtung ist für Ströme hoher Frequenz, wie z. B. 16000
Wechsel in der Minute bestimmt. Für den Fall, daß nur die halbe Frequenz herrscht,
also 8000 Wechsel, ist nur ein ohmischer Widerstand erforderlich, und es wird deshalb
eine gelötete Verbindung angeordnet, wobei die Lötverbindung geöffnet wird, wenn das
Meßgerät mit der niederen Wechselzahl gebraucht werden soll. Geschieht dies, so ist
der Stromlauf der in Fig. 4 angedeutete, indem lediglich der Widerstand 22 zur Benutzung
kommt.
Die Richtigkeit dieses Umstandes läßt sich erkennen, wenn man bedenkt, daß zwischen
den Haupt- und Nebenschlußfeldern, falls im Nebenschlußkreise nur reine Selbstinduktion
und kein ohmischer Widerstand vorhanden wäre, stets 90° Phasenverschiebung
auftreten müßte, und daß erst infolge des durch die Widerstände bedingten \7erlustes
die Verschiebung kleiner als 90 ° ausfällt. Da aber die Selbstinduktion im Nebenschlußstromkreise
der Wechselzahl proportional ist, so folgt, daß mehr Ausgleich bei niederen Wechseln als bei höheren erforderlich wird,
d. h. daß mehr ohmischer Widerstand in dem Stromkreis der Ausgleichspulen bei hoher
Wechselzahl als bei niederer vorhanden sein muß. Bei zwei Widerständen in Parallel-Schaltung
ist die Vorrichtung also für eine etwa halb so große Frequenz passend, als wenn nur ein Widerstand zur Anwendung
käme.
Bei der getroffenen Anordnung sind die Spulen 13 und 14 in Parallelschaltung,' so
daß der in jeder Spule erzeugte Strom entweder den Widerstand 21 oder 22 oder beide
durchfließen muß, wobei diese Widerstände so bestimmt werden, daß die genauen Phasendifferenzen
entstehen.
Wenn das Kontaktstück 16 sich in der Mitte auf dem Widerstandsdraht 15 befindet,
so fließen gleichstarke Ströme durch die Spulen 13, 14 und es tritt deshalb keine das
Gleichgewicht störende Einwirkung auf den Nebenschluß ein. Wenn aber der Kontakt
verschoben wird, so wird der Widerstand auf der einen Seite vergrößert und zugleich auf
der anderen Seite verkleinert, und es entsteht folglich durch die Unsymmetrie ein Drehmoment
auf die Scheibe 5, welches bei richtiger Wahl der Kontaktstellung so groß ist, daß es genau der verzögernden Wirkung der
Reibung gleichkommt; dabei wird der gesamte Widerstand des Kompensationskreises nicht wesentlich geändert und es bleibt folglich
die Phasenbeziehung aufrecht erhalten.
Claims (2)
1. Schaltungsweise von Arbeitsmeßgeraten
nach dem Ferraris'sehen Prinzip
mit Haupt-, Nebenschluß- und Zusatzwicklung zur Erzielung der 90 ° Phasenverschiebung,
dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Zusatzspulen parallel zu einem gemeinsamen Leiterzweig geschaltet und
in der Weise mit einer Widerstandsvorrichtung verbunden sind, daß mehr oder weniger Widerstand aus dem Stromkreis
der einen Spule heraus in den Stromkreis der anderen Spule hinein geschaltet werden
kann, zum Zwecke, durch die dadurch erzielte Unsymmetrie die Reibungswiderstände
auszugleichen.
2. Eine Ausführungsform des Meßgerätes nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der beiden Zusatzspulen (13, 14) gemeinsame Leiterzweig zwei zueinander
parallel geschaltete Widerstandsspulen (21, 22) .enthält, von denen die
eine ausgeschaltet werden kann, so daß das Meßgerät für einen Stromkreis halber
Frequenzzahl tauglich wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE156203C true DE156203C (de) |
Family
ID=422604
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT156203D Active DE156203C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE156203C (de) |
-
0
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